TK / VWL Kapitel 12 - Lehrmittel Peter Eisenhut

Das Problem der sozialen Sicherheit

Das Problem der sozialen Sicherheit


Thomas Zeller
Diese Lernkarten behandeln das Thema soziale Sicherheit und Armut in der Schweiz. Sie beleuchten die drei Säulen des Schweizer Sozialversicherungssystems, wie AHV, BVG und private Vorsorge, sowie Konzepte wie Koordinationsabzug und Umlageverfahren. Die Karteikarten sind für Studierende und Fachleute in Volkswirtschaftslehre geeignet, die sich mit den Grundlagen und Herausforderungen des Sozialsystems vertraut machen möchten.
Flashcards
17
Students
17
Language
German
Category
Macro-Economics
Level
Other
Created / Updated
03.07.2014 / 20.03.2024

Flashcards

Welche Sozialversicherungen gibt es in der Schweiz?

AHV, IV, EO, ALV, BVG (PK), UVG (BU/NBU), Krankenversicherung (KVG / Zusatzversicherungen, KTG), Familienzulagen (FAK)

Welche drei Zweige des sozialen Sicherungssystems der Schweiz sind die ausgabenintensivsten?

- AHV
- BVG
- KVG

Welche Zwecke werden mit den Sozialversicherungen verfolgt?

- Soziale Sicherheit (Armutsbekämpfung)
- sozialer Ausgleich (Einkommensumverteilung)
- Risikoausgleich

 

In welchen Zweigen unserer Sozilversicherungen erwarten Sie in Zukunft steigende finanzielle Belastungen?

AHV, BVG (PK), IV, KVG

Wo sehen Sie Gefahren bei einem weiteren Ausbau unseres Wohlfahrtsstaates?

- Finanzieller Kollaps und ständig steigende Beiträge (steigende Soziallastquote)
- „moral hazard-Problem“ (Schmarotzer)
- sinkende Effizienz  (Effizienzverluste)
- Solidarität kann verloren gehen, weil man befürchtet zu kurz zu kommen und die anderen profitieren nur.

 

Welche Vorschläge zur Neuorientierung des Systems der sozialen Sicherheit kennen Sie?

Ausgabenseite:
- Erhöhung / Flexibilisierung des Rentenalters
- Schuldenbremse
- nur noch Grundrente (Existenzsicherung) / Einheitsrente
- Grundeinkommen für alle (vgl. Initiative)

Einnahmeseite:
- Umstellung auf Kapitaldeckungsverfahren bei AHV
- Erhöhung der MWST
- Erhöhung der Beitragssätze
- Erhöhung der direkten Steuern
- Öko-Steuer (Umweltabgaben)

 

Was bedeutet Kapitaldeckungsverfahren?

- Der Versicherte Zahlt auf ein Konto ein, das auf seinen Namen lautet, der darauf anfallende Betrag inkl. Zins wird Ihm nach ablauf der Frist (Pension) gutgeschrieben und als Rente ausbezahlt (BVG)

Was ist die Negative Einkommenssteuer?

- Ein Konzept das davon ausgeht, dass unterhalb einer gewissen Einkommenshöhe ein negativer Steuerersatz gilt
- Personen welche die Einkommenshöhe nicht erreichen, bezahlen keine Steuern, sondern erhalten Steuergelder

Was ist die Progressive Steuer?

- Prozentuale stärkere Besteuerung von höheren als von niedrigeren Einkommen

Was ist die Soziallastquote?

- Sozialversicherungseinnahmen in Prozent des BIP
- Kennzahl für die relative Belastung der Volkswirtschaft durch Sozialversicherungseinnahmen

Was ist die Sozialleistungsquote?

- Sozialversicherungsausgaben in Prozent zum BIP
- Sie gibt Antwort auf die Frage, welcher Teil der Volkswirtschaftlichen Leistung wird von Sozialleistungsempfänger beanschprucht

Was ist das Umlageverfahren?

- Die laufenden Einnahmen werden grundsätzlich für die laufenden Ausgaben verwendet (AHV)

Was ist der Koordinationsabzug?

- Der Koordinationsabzug kommt bei der Berechnnung des BVG Lohns zum einsatz
- Der Versichtere Lohn in der AHV (1Seule) wird vom Bruttolohn abgezogen (Maximal Jährliche AHV Rente)
- Koordinationsabzug im 2014 = 24'570.00 CHF

Was ist der Minimale Versicherte Lohn in der BVG?

- Minimaler Lohn in der BVG ist im 2013-2014 3'510.00 CHF
- Dieser Lohn muss versichert werden, auch wenn ein Arbeitnehmer nach abzug des Koordinationsabzuges darunter liegt

Welche 3 Säulen gibt es in unserem sozialen Sicherheitssysem?

1. Säule Staatliche Vorsorge (Existenzsicherung); AHV, IV EO, EL
2. Säule Berufliche Vorsorge (Fortsetzen der gewohnten Lebenshaltung), BVG, UVG
3. Säule Selbst Vorsorge (Individuelle Ergänzung), Säule 3a (Steuerbegünstigt) und 3b

Was ist Armut? und welche 3 Sichtweisen gibt es?

Absolute Armut; Das Einkommen und das Vermögen sichern die Existenz nicht
Relative Armut; Armut wird in das Verhältniss zum allgemeinen Lebensstandart in der Schweiz gestellt (durchscnitt)
Subjektive Armut; Jeder empfindet seinen Wohlstand individuell gegen über anderen

Was ist das Solidaritätsprinzip?

- Bedeutet gegenseitigkeit
- Viele Zahlen in eine Kasse ein aber nur wehnige bekommen Leistungen von der Kasse

Study