TK16 Volkswirtschaftslehre
Teil 3 Die Marktwirtschaft
Teil 3 Die Marktwirtschaft
-
- 1 / 18
-
Cartes-fiches
Marktwirtschaft
Wirtschaftssystem, bei dem die zentralen Fragen nach dem WAS, WIE und für WEN produziert werden soll, auf den Märkten gelöst wird.
Allokationsfunktion
Preise übernehmen die Steureung, wie knappe Ressourcen für die Herstellung verschiedener Güter eingesetzt werden. Die Marktwirtschaft sorgt für eine effiziente Allokation der Ressourcen: Die knappen Mittel werden der produktivsten Verwendung zugeführt, das Gesamtprodukt wird maximiert.
Die unsichtbare Hand
Die metapher von Adam Smith, wohnach das grösstmögliche Wohl aller wie durch eine unsichtbare Hand herbeigeführt wird, obwohl jeder Einzelne seinen eigenen Nutzen maximiert.
Markteffizienz
Aus knappen Ressourcen das beste herausholen
Konsumentenrente
Die Summe der Konsumentenrenten entspricht der Fläche zwischen der Nachfrager (dargestellt durch die Nachfragekurve) und dem Marktpreis.
Produzentenrente
Die Summe der Produzentenrenten entspricht der Fläche zwischen der Angebotskurve und dem Marktpreis.
Marktversagen
Durch Fehlleistungen des Marktes wird die bestmögliche Verwendung der knappen Mittel verhindert. Der Markt versagt bei öffentlichen Güter,bei externen Effekten, bei Wettbewerbsbeschränkungen und bei asymmetrischen Informationen (moral hazard, adverse selection).
Rent seeking
Alle Aktivitäten, die darauf abzielen, über staatliche Privilegien (Subventionen, Steuererleichterungen) ein zusätzliches Einkommen zu erzielen. Der damit verbundene Ressourcenaufwand gilt aus der volkswirtschaftlicher Sicht als vergeudet.
Öffentliche Güter
Öffentliche Güter unterscheiden sich von privaten Gütern in zweierlei Hinsicht: Ein Ausschluss vom Konsum des Gutes ist entweder technisch nicht möglich oder zu teuer (Nicht- Ausschliessbarkeit); das Gut könnnen mehrere Individuen gleichzeitig nutzen, ohne dass sie sich in ihrem Konsum gegenseitig beeinträchtigen (Nicht- Rivalität im Konsum). Weil diese Merkmale ein Trittbrettfahrer- Verhalten erlauben, werden sie nicht von privater, sondern von staatlicher Seite angeboten.
Trittberttfahrer
Personen, die versuchen, von Gütern zu profitieren, ohne einen Beitrag an die Kosten zu leisten. Kommt vor allem bei öffentlichen Gütern vor.
Externe Effekte
Kosten oder Nutzen, die bei der Produktion oder im Konsum entstehen, jedoch nicht vom Verursacher getragen bzw. genossen werden.
Externe Kosten
Kosten von Konsumenten oder Produzenten, welche nicht vom Verursacher selbst getragen werden, sondern auf Dritte überwälzt werden. Die Folge ist Marktversagen.
Externe Nutzen
Nutzen des Konsumenten oder Produzenten, welche nicht ihnen selbst zufallen, sondern Dritten. Die Folge ist Marktversagen.
Moral-hazard
Bezieht sich auf Situationen, in denen die eine Marktseite die Handlungen der Marktgegenseite weder prognostizieren noch nachweisen kann. Insbesondere beim Versicherungsschutz führt das moralische Risiko zur Ausweitung von Schäden und zum Prämienanstieg (weil die Versicherten das Eintreten eines Schadens nicht verhindern oder sogar fördern).
Adverse selection
Bezieht sich auf Situationen, in denen die eine Marktseite wichtige qualitative Eigenschaften der Marktgegenseite nicht beobachten kann. Aufgrund dieser versteckten Informationen dominiert auf einem Markt eine mindere Qualität. Adverse selection führt zu einem Marktversagen. (= falsche Auslese)
Staatsversagen
Durch politische Fehlsteuerungen treten Wohlfahrtsverluste auf, die z.B. auf politisch motivierte Entscheidungen, auf Regulierungskosten und auf Fehlallokationen der Produktionsfaktoren zurückgeführt werden können.
Allmendegüter
Güter, die im Gebrauch rivalisierend sind, aber nicht ausschliessbar.
Liberalismus
Weltanschauung, wonach die inividuelle Freiheit und Selbstständigkeit die Basis für ein Staatswesen sein muss. Die in der schweizerischen Bundesverfassung garantierten Freiheitsrechte wie Wirtschaftsfeiheit, Vertragsfreiheit, Eigentumsgarantie sind Ausdruck eines liberalen Menschenbildes.