TK16 Marketing
6. Preis- und Konditionen-Mix
6. Preis- und Konditionen-Mix
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Lernkarten
Nenne die Definition von Preispolitik.
Mit dem Preis ist der finanzielle Gegenwert für eine Marktleistung gemeint. (So gesehen ist der Preis die einzige Komponente im Marketing-Mix, die Einkünfte kreiert, alle anderen verursachen Kosten)
Wie müssen Preisziele sein?
1. Ausgewogenes Preis/Leistungsverhältnis:
Der Preis soll im Empfinden des Konsumenten fair sein und dem erworbenen Nutzen entsprechen
2. Befriedigende Rentabilität:
Die Kalkulation des Preises folgt unter Berücksichtigung der eigenen Investitionskosten. Auf eine überhöhte Preispolitik wird bewusst verzichtet.
3. Gewinnmaximierung:
Unsere Kostenstruktur ist auf Effizienz ausgerichtet, so dass wir bei gleichem Verkaufspreis günstiger produzieren können.
4. Liquidität:
Die investierten Mittel müssen rasch wieder zur Verfügung stehen. Der Preis wird entsprechend angelegt.
Nenne Preis-Mix Instrumente!
Preispolitik
1. Effektiver Preis
Konditionenpolitik
1. Rabatte / Nachlässe
2. Lieferkonditionen
3. Zahlungskonditionen
Nenne effektive Preise!
1. Verkaufspreis
2. Herstellerpreis
3. Nettopreis / Bruttopreis
4. Barpreise
5. Hoch- und Niedrigpreise
6. Aktionspreis
7. Wiederverkaufspreis
8. Zeitpreis
9. Preise nach der Organisationsform
10. Dumpingpreise (Tiefstpreise)
Was sind Rabatte / Nachlässe?
Rabatte sind Gewährung von Preisermässigungen für eine bestimmte Gegenleistung des Kunden.
Ziel des Rabatt:
- Umsatz- / Absatzausweitung
- Zeitliche Verteilung der Aufträge
- Erhöhung der Kundentreue
- Effizientere Auftragsabwicklung
- Preiswertes Angebot bei hochpreisigem Image
Was für Rabatte gibt es?
1. Mengenrabatt:
(Abschluss / Umsatz / Menge / Staffel)
2. Zeitrabatt:
(Einführung / Probier / Saison / Messe / Frühbuch)
3. Funktionsrabatt:
(Grosshandel / Detailhandel / Pauschale)
4. Treuerabatt:
(Bonus / Mitglied)
Was ist mit Lieferbedingungen, Lieferkonditionen gemeint?
In den Lieferbedingungen ist die Warenübergabe geregelt.
Unter anderem: LIeferbereitschaft, Lieferzeit, Lieferort, Lieferart sowie Verrechnung dieser Kosten (Verpackung, Fracht, Versicherung, usw..)
1. Was ist mit den Zahlungsbedingungen /-konditionen gemeint?
2. Was für Zahlungsarten gibt es?
3. Was für Zahlungsfristen gibt es?
4. Wie werden Zahlungen abgewickelt?
5. Was für geleistete Sicherheiten gibt es?
1. Alle Vereinbarungen über den Geldfluss zwischen Käufer und Verkäufer.
2. Vorauszahlungen, Barzahlungen, Zahlung bei Erhalt der Ware, Teilzahlungen inklusive Höhe der Raten
3. Innert 10 Tagen 3% Skonto, innert 30 Tagen netto usw.
4. Barzahlung, Banküberweisung, Check, Zahlung aus Akkreditiv, Kompensatinsgeschäft
5. Persönliche Sicherheiten, Bankgarantien, Pfand usw.
1. Was sind Kreditbedingungen?
2. Was für Arten von Krediten gibt es?
1.
Kreditbedingungen sind alle Massnahmen, die es einem Käufer, mit Hilfe des Verkäufers, ermöglichen, Trotz ungenügender finanzieller Mittel ein Produkt zu erstehen.
2.
- Durch Selbstfinanzierung des Anbieters
- Durch Refinanzierung von Geldinstituten, wobei der Geldgeber gegenüber dem Käufer nicht in Erscheinung tritt (Bankkredite)
- Durch Drittfinanzierung über Geldinstitute (Factoring, Leasing)
Nennen sie 10 Einflussfaktoren auf den Preis intern und extern!
1. Eigene Kosten
(z.B.: Einkauf, Produktion, Logistik, Personal, Marketing. Oberstes Ziel muss es sein, sämtliche unserer Kosten zu decken und einem Gewinn zu erwirtschaften.)
2. Eigene Marketingziele
(z.B.: Umsatz/Absatz, Gewinn, Rentabilität, Marktanteil, Image)
3. Umweltfaktoren
(z.B.: Konjunktur, Trends, soziale Werte, Technologie, Ökologie, Gesetze)
4. Konkurrenz
(z.B.: Anzahl, Stärken/Schwächen, Massnahmen, Substitutionsprodukte)
5. Marktform
(Monopol, Obligopol, Polypol)
6. Produktlebezyklus
(In welcher Phase befindet sich das Produkt)
7. Marktveränderungen
(Neue Trends, neue Distributionsformen, Substitutionsprodukte, usw.)
8. Psychologische Aspekte
(z.B.: rationale/emotionale Reaktion des Abnehmers=
9. Elastizität
(Preissensitivität des Konsumenten)
10. Angebot und Nachfrage
Was für Rechtsvorschriften gibt es beim Preis?
- Preisauszeichnungspflicht in Schweizer Franken
- Grundpreis-Angaben bei offenen Waren (z.B. 1kg = CHF)
- Sofern Preisangaben in der Werbung müssen sie der Wahrheit entsprechen
- Irreführende Preisbekanntgaben sind nicht zulässig
Wie sieht die Preispolitik beim Produktlebenszyklus aus?
Die Preispolitik eines Anbieters variiert je nach Phase des PLZ. Bei der Einführung spielen die Kosten pro Einheit eine sehr wichtige Rolle für die Preisgestaltung (Kommunikation), nicht aber primär die Rendite. Im Gegensatz dazu beeinflussen in der Reifephase Konkurrenzaktivitäten und Preisempfinden des Konsumenten die Preisgestaltung, die Rendite steht im Vordergrund.
1. Was ist mit Monopol gemeint?
2. Was versteht man unter Oligopol?
3. Was ist Polypol?
1. Angebotsmonopol:
Anbieter: Einer
Nachfrager: Viele
(Staatlich: Post, Bahn, EW / Natürliche Faktoren: Kurorte, Heilquellen / Rechtliche Faktoren: Patente, Markenschutz, Urheberechte)
2. Nachfragemonopol
Anbieter: Viele
Nachfrager: Einer
(Bund (Rüstungsaufträge)
2. Angebotsoligopol
Anbieter: Wenige
Nachfrager: Viele
(Telecom / Mobile)
3. Polypol:
Anbieter: Viele
Nachfrager Viele
(Die meisten Konsum- und Verbrauchsgüter)
Von was ist die Angebots und von was ist die Nachfrage abhängig?
Das Angebot:
- den Herstellkosten
- der Preispolitik der Konkurrenz
- eigene Zielvorstellungen
- den Ertragserwartungen
Die Nachfrage:
- der Kaufkraft der Bevölkerung
- den Bedürfnissen der Verwender
- den Wertvorstellungen der Verwender
- die allgemeine Marktlage
Was bezeichnet die Elastizität des Preisses als Einflussfaktor?
Mit der Elastizität des Preises bezeichnet man die Stärke der Auswirkung einer Preisänderung auf die Absatzmenge (Nachfrage) oder auf die Angebotsmenge. Als elastisch gelten Produkte, die auf Preisänderungen (+/-) stark reagieren, als unelastisch gelten Produkte, die auf Preisänderungen schwach reagieren.
Wie bestimmen wir den richtigen Preis?
(Preisbestimmungs- oder Preisbildungsverfahren)
1. Kostenorientierte Preisbildung
Kosten-plus-Gewinn-Kalkulation: Hier addiert man sämtliche anfallende Kosten und schlägt eine bestimmte Marge (Amortisation, Risiko, Gewinn) darauf.
2. Konkurrenzorientierte Preisbildung
Der Anbieter orientiert sich am Verhalten seiner Mitbewerber (i.d.R. der Marktleader)
- Durchschnitt der Konkurrenzpreise (das meist gewählte Verfahren)
- Preisbildung bei Ausschreibung: Wird v.a. im Inverstitionsgütersektor bei grossen Projekten praktiziert. Um den Auftag zu erhalten, stellt man sich primär auf das Verhalten der Konkurrenz unter Berücksichtigung der eigenen Grenzkosten ein.
3. Nachfrageorientierte Preisbildung (Differenzierte)
- Nutzenorientierte Preisbildung: Hier stellt sich die Schwierigkeit, den Nutzen (Wert) für den Konsumenten festzustellen. Dazu benötigt ein Anbieter sehr genaue Marktkenntnisse (was wird angeboten, was ist dem Kunden wertvoll??)
- Nachfragedifferential/Preisdifferential: Ein Produkt kann möglicherweise zu unterschiedlichen Preisen verkauft werden. Preisunterschiede werden in der Praxis i.d.R. akzeptiert, wenn sie logisch erklärbar und transparent sind.Wir unterscheiden: Zeitliche und räumliche Differenzierung und Differenzierung nach Abnehmergruppen
WIe heisst der Grundsatz der Preisstrategie?
Der Preis muss mit der gewählten Marketingstrategie übereinstimmen.
Nennen Sie die 5 Preisstrategien.
1. Einführungsspreisstrategie
2. Penetrationsstrategie (Durchdringung)
3. Hochpreisstrategie
4. Marktpreisstrategie
5. Marktabschöpfungsstrategie
Was ist das Ziel der Einführungspreisstrategie?
Ziel:
Temporäre Teifpreisstrategie bei Einführung eines neuen Produktes, damit schnell Erstkäufer gefunden werden. Der spätere (höhere) Preis wird gleichzeitig bekannt gegeben.
Was ist das Ziel der Penetrationsstrategie (Durchdringung)
Permanente Niedrigpreispolitik.
Ziel:
Den Markt schnell durchdringen und Marktanteile auf Kosten der Konkurrenz zu gewinnen. die eigenen Kosten müssen berücksichtigt (und gedeckt) sein.
Was versteht man unter Hochpreisstrategie?
Zum ausgezeichneten Image des Herstellers gehört auch ein hoher Preis. Zu Gunsten einer hohen Marge wird auf dem Absatz grosser Stückzahlen verzichtet. Voraussetzung: Hohe Qualität, ein gutes Image und Berücksichtigung der eigenen Kostenstruktur.
Was versteht man unter Marktpreisstrategie?
Der Anbieter bewegt sich preislich im Durchschnitt des Marktes und will sich nicht über den Preis profilieren. Er setzt andere Instrumente dominant ein.
Was verstehen Sie unter Marktabschöfungsstrategie?
Eine (temporäre) Hohpreispolitik, bei der die Gunst der Stunde (Nachfrage, Produktevorteile) bewusst ausgenutzt wird. Ziel: Renditemaximierung vor Gewinn von Marktanteilen (kleineres Absatzvolumen). Diese Strategie kann angewendet werden, solange eine grosse und anhaltende Nachfrage besteht und die Herstellkosten trotz geringerer Stückzahlproduktion noch vertretbar sind.
Wie ist das Preissystem aufgebaut?
Preissysteme
- Brutto-Preissystem: Preisbindung / Preisempfehlung
- Netto-Preissystem: Freie Preise