Tissue Engeneering

Bedeutung und Verwendung des Tissue Engieerings, Scaffold-basierte Ansätze, Scaffold-freie Ansätze

Bedeutung und Verwendung des Tissue Engieerings, Scaffold-basierte Ansätze, Scaffold-freie Ansätze


C. M.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über das Tissue Engineering auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Entwicklung von Geweben und Zellen, die Verwendung von Gerüsten und Wachstumsfaktoren, sowie die Unterschiede zwischen in vitro und in vivo Strategien. Die Karteikarten behandeln auch die Vor- und Nachteile regenerativer Ansätze und die Herausforderungen wie Vaskularisierung und Abstossungsreaktionen. Ideal für Studierende und Forscher, die sich mit Geweberegeneration und biomedizinischen Technologien beschäftigen.
Cartes-fiches
9
Utilisateurs
2
Langue
Allemand
Catégorie
Biologie
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
16.01.2016 / 24.01.2016

Cartes-fiches

Welche Komponenten werden für’s Tissue Engineering gebraucht?

Wachstumsfaktoren, Signalmoleküle und Gradienten dieser; Zellen ; Gerüst (scaffold); Nährstoffversorgung mittels Perfusion

Wofür können in vitro hergestellte Gewebe genutzt werden?

Wirksamkeitstests Medikamente

Transplantation 

Wo sehen Sie Schwierigkeiten? 

Vaskularisierung, Unverträglichkeiten (Abstossungsreaktionen), Ethik (Zellquellen), Zulassungen, Standardisierung 

Vorteile regenerativer Ansätze

Heilungsprozesse können unterstützt werden 

Nicht mehr funktionsfähige Gewebe können regeneriert werden 

Zerstörtes Gewebe kann biologisch ersetzt werden 

Keine allergischen oder Abstossungsreaktionen zu erwarten  

Personalisierte Medizin möglich

Welche Strategien zur echten Geweberegeneration werden grundsätzlich angewendet?

In vitro tissue engineering : im Labor werden Gewebe hergestellt, welche dann als biologisch aktive Transplantate dem Patienten eingesetzt werden 

In vivo TE: es wird nur ein Gerüst implantiert, welches die ECM des defekten Gewebes simuliert. In dieses Gerüst wandern Zellen ein und Wachstumsfaktoren akkumulieren

Welches sind die Vor-und die Nachteile beider Strategien?

In vitro: 

Vorteile: es entstehen biologisch aktive Transplantate die sofort nach Implantation die Gewebefunktionen vollständig übernehmen können, es können Patienten eigene oder fremde Zellen verwendet werden 

Nachteile: Regulatorisch aufwendig, Zellquellen kaum standardisierbar, nur kleine oder nicht vaskularisierte Gewebe können so entwickelt werden 

In Vivo:

Vorteile: Biomaterialien unterliegen nicht so strengen Regulatorien (Entwicklung schneller), Vaskularisierung wird durch den Körper selbst erreicht 

Nachteile: wenn zu wenig aktive Zellen in der Umgebung der Defeketstelle vorhanden sind, wird das Material nicht vollständig integriert 

Welche biologischen Komponenten müssen bei der Entwicklung neuer Knochenersatzmaterialien bedacht werden? 

Das Knochenersatzmaterial muss Proteine binden können, damit die Zellen über fokale Adhäsionspunkte anhaften können und in die Nähe von Wachstumsfaktoren kommen. Das wird einerseits durch die chemische Zusammensetzung des Materials erreicht, als auch durch die Integration von Makroporen und Mikro-sowie Nanostrukturen. 

Erläutern Sie die Vorteile der Verwendung von 3D Gewebemodellen zur Wirkstofftestung und beschreiben Sie ein Beispiel.

Da die Zellen eines Gewebes in vivo ebenfalls in einer dreidimensionalen Struktur vorliegen und Zell-Zell-kontakte sowie Kontakte zur ECM ausbilden, kommt die 3D Kultivierung von Zellen der physiologischen Situation näher, als 2D Kulturen. Zur Testung von Chemotherapeutika z.B. können Mikrotumore verwendet werden. Daten, die mit diesen Modellen erhoben wurden, kommen den in vivo Daten näher als die Ergebnisse der 2D Tests.

Einige Wirkstoffe müssen erst in der Leber verstoffwechselt werden, damit Sie in der wirksamen Form vorliegen. Wie würden Sie ein passendes in vitro System konzipieren? 

Man müsste ein System einsetzen, in welchem mehrere Gewebe durch Mikrofluidik miteinander verbunden sind. So könnte auf einem Chip ein Lebermodell neben dem Gewebemodell angesiedelt werden, auf welches das Medikament wirken soll. Eine Verbindung über einen Mediumsfluss muss dabei ebenfalls gewährleistet werden. 

Étudier