Tierpsychologie Lernzielkontrolle
Tierpsychologie der Tierkinesiologie AP
Tierpsychologie der Tierkinesiologie AP
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Lernkarten
1) Wie hat sich die Katze domestiziert?
Die Domestikation der Katze führt zurück in die Zeit der alten Ägyptern. Damals wurde das Korn in zentralen Kammern gelagert, was wiederum kleine Nagetiere anzog. Die Katzen bemerkten bald, dass sich dort ihre Beutetiere aufhalten und hielten sich daher auch an solchen Orten auf. Der Mensch duldete die Katze, da diese verhinderte, dass Mäuse die Ernte bedrohten. Es entwickelte sich dadurch eine Symbiose zwischen Mensch und Katze, wodurch die Katze trotz allem nie ihre Freiheit aufgab und dadurch eine freie Partnerwahl bestehen blieb. Eine Zucht bzw. Domestikation blieb aufgrund des ausgeprägten Freiheitsdrangs und des Freigangs lange Zeit nicht durchführbar bzw. die Katzen haben sich durch ihren frei gewählten Aufenthaltsort und Stück weit selbst domestiziert.
2) Was bezweckt die Katze mit ihrem unerwünschten Verhalten?
Das unerwünschte Verhalten einer Katze ist zurückzuführen auf folgende Ursprünge: Befriedigung der Grundbedürfnissen (Fressen, Schlafen, Revier, Bewegungsfreiheit, Beschäftigung etc.), Stress (Angst, Unsicherheit durch Veränderungen, Revierprobleme etc.) oder pathologische Gründe.
3) Was bedeutet es, wenn die Katze schnurrt?
Sie drückt damit Zufriedenheit, Sicherheit, Geborgenheit aus. Ursprung: Nach der Geburt sind die Augen der kleine Kätzchen noch geschlossen, dass Schnurren der Mutter lässt die Kleinen versichern, dass alles in Ordnung ist.
Die Katze schnurrt jedoch auch in Stresssituationen > Ziel Reduktion des Stresspegels, Beruhigung.
4) Welche Gründe kann es geben, dass die Katze nicht mehr auf die Katzentoilette geht?
Stress (z.B. verursacht durch Eindringling im Revier, Lärm, Veränderungen, unbefriedigte Bedürfnisse) oder pathologische Gründe (z.B. Blasenentzündung)
5) Was ist Urinmarkieren?
Katzer wie Katzen markieren mithilfe ihres Urins ihre Revier. Es kann horizontal wie auch vertikal erfolgen. Dieses Verhalten/die Markierung wird regelmässig wiederholt.
6) Ursachen von Urinmarkieren?
Das Urinmarkieren dient der Kommunikation zwischen Katzen und übermittelt u.a. Informationen zu Geschlecht, Zyklusstand, Dauer seit letzter Anwesenheit und Grösse des Reviers.
7) Wenn Katzen keine sozialen Rudeltiere sind, was sind sie dann?
Katzen sind Einzelgänger sind aber durchwegs fähig soziale Bindungen einzugehen. Sie können friedlich in Gruppen leben, wobei es da - im Gegensatz zum Hund - jedoch an kooperativem und koordiniertem Gruppencharakter fehlt.
8) Was ist Kommunikation im Sinne der Tierpsychologie?
Kommunikation in der Tierwelt geschieht z.B. über Mimik und Körpersprache, Geruchsignale und Lautäusserungen.
9) Was verstehen Sie unter einer Rangordnung beim Hund?
In einem Hunderudel existiert eine fixe und hierarchische Ordnung, welches vom höchsten Tier – dem Alphatier - angeführt wird. Es gibt einen kooperativen und koordinierten Gruppencharakter innerhalb der Gruppe.
10) Was sind erregende Stimuli?
Ein Stimulus ist ein Reiz. Unter erregenden Stimuli verstehen sich äussere Reizeinflüsse auf das Tier, welche eine Emotion und dadurch wiederum ein Verhalten auslösen.
11) Was verstehen Sie unter einem unabsichtlichen Training des Besitzers?
Unbewusste Förderung eines negativen Verhaltensmuster des Tieres durch Belohnung (Futter, Aufmerksamkeit).
Dadurch wiederum werden Verhaltensweisen des Tiers bestärkt, welche nicht beabsichtigt bzw. erwünscht sind z.B. wird das ängstliche oder aggressive Verhalten eines Hundes gefördert, in dem es in den Stresssituationen gestreichelt oder mit einem Leckerli gefüttert wird.
12) Was ist eine unabsichtliche Belohnung?
Der Besitzer begünstigt ein unerwünschtes Verhalten durch Belohnung. Resultat > stetige Verschlimmerung, ohne dass es ihm bewusst ist (z.B. gibt er dem Tier immer Futter, wenn es darum bettelt. Dadurch entsteht ein negatives Training, wodurch eher das Tier den Besitzer erzieht bzw. das Tier in einem Verhalten bestärkt wird, was eher von Vorteil für das Tier als für den Besitzer ist).
13) Was verstehen Sie unter einer Dominanz-Aggression?
Eine Dominanz-Aggression kommt zum Beispiel bei Hunderudel vor und dient der Verteidigung bzw. Klarstellung des Ranges innerhalb des Rudels. Es kann aber auch innerhalb einer Familie mit Familienhund auftreten, wobei der Hund nicht alle Familienmitglieder als dominanter respektiert oder z.B. sein Revier, Schlafplatz oder Essen verteidigt.
14) Wie kann sich eine Trennungsangst zeigen?
Beim Hund zeigt sich die Trennungsangst z.B. durch Lautäusserungen, während er alleine sein muss.
Bei Katze und Hund kann diese Angst ausserdem auch unerwünschtes Verhalten provozieren wie z.B. urinieren/koten innerhalb des Wohnraums oder Zerstörung von Gegenständen. Ein Pferd zeigt Trennungsangst durch extreme Unruhe.
15) Was machen die meisten Besitzer falsch, weshalb sie einen Tierpsychologen eine Tierpsychologin brauchen?
Sie erkennen den wahren Grund des unerwünschten Verhaltens ihres Tieres nicht.
Sie projizieren menschliches Verhalten in das Tier (z.B. Eifersucht satt Revierrivalität, manipulatives Verhalten statt Angst vor Veränderungen, Charakterfehler statt Schmerzen). Ausserdem bedeuten die Haustiere für viele Tierbesitzer der einzige soziale Kontakt oder gar Kinderersatz. Sie wollen dem Tier um jeden Preis jeden Wunsch erfüllen und verzichten dadurch oft auf konsequente Erziehungsmassnahmen.