Neurologie & Sinnesorgane

Sandra Rothenbühler
Lernen

Sandra Rothenbühler
Diese Lernkarten bieten einen grundlegenden Einblick in die Neurologie und Sinnesorgane, mit Fokus auf Methoden zur Untersuchung von Tieren. Sie behandeln Reflexe wie den Panniculus-Reflex, die Bedeutung von Läsionen und die Rolle der Kopfnerven bei verschiedenen Funktionen. Besonders nützlich sind sie für Tierärzte und Studierende, die neurologische Störungen und deren Diagnose verstehen möchten.
Karten
92
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
15.11.2013 / 01.01.2014

Lernkarten

Erkläre: Anfallsleiden

Oberbegriff für alle Formen der Epilepsie und deren Grenzgebiete

Erkäre: Anfallsserie

Auftreten hirnorganischer Anfälle in kurzen Abständen (Bewusstsein wird zwischen den Anfällen wiedererlangt)

Erkläre: Konvulsionen

über ganzen Körper verteilte, rasch aufeinanderfolgende kurz andauernde Zuckungen antagonistischer Muskeln

Erkläre: klonisch-tonische Krämpfe

Krämpfe mit kurz dauernden antagonistischen Muskelzuckungen und Kontraktion von starker Intensität und langer Dauer z.b. Epilepsie

Erkläre: epileptiforme Anfälle

Perioden von plötzlich auftretendem abnormen Verhalten, welche durch überschiessende Entladungen von Nervenzellen im Grosshirn bedingt sind

Erkläre: Ictus

unerwartetes und plötzlich auftretendes schweres Krankheitsgeschehen wie z.b. Schlaganfall oder epileptiforme Anfälle

Erkläre: Status epilepticus

Häufung von epileptiformen Anfällen ohne oder mit nur kurzen anfallsfreien Intervallen

Nenne die 3 verschiedenen Verlaufsformen von Epilepsie?

1. schwere motorische generalisierte EA

Nenne die 3 verschiedenen Verlaufsformen von Epilepsie?

1. schwere motorische generalisierte ES

2. partielle EA (Fliegenschnappen, Schreien, Bellen)

3. psychomotorische Anfälle (EA mit kurzer Bewusst- seinsstörung gefolgt von Krampfanfällen eines Körperteils

Nenne die 4 Phasen bei einem generalisierten EA

1. prodromale Phase (geht Anfall voraus, kann Sek. bis Tage dauern)

2. Aura (dem EA unmittelbar vorausgehender Vorbote

3. Anfall (Ictus)

4. postictale Phase der Erholung und Normalisierung

In welche 2 Formen kann Epilepsie unterschieden werden?

1. idiopathische Epilepsie (Ursache unbekannt, evtl vererbt

2. symptomatische oder sekundäre Epilepsie (nach Traume, Infektion etc)

Was ist die häufigste EA bei Kleintieren?

generalisierte Anfälle

Was muss man bei einem Tier mit grünem Star & EA unbedingt abklären?

Bluthochdruck

(Grüner Star entsteht durch Bluthhochdruck, Bluthochdruck kann Epilepsie auslösen)

Erkläre: extrakranielle Epilepsie?

durch Grundkrankheit herrvorgerufene Allgemeinstörung. wird auch metabolische Epilepsie genannt

- normale neurologische Befunde

- evtl. abnormale hämatologische und/oder blutchemische Befunde

- normale Liquorbefunde

 

Erkläre: intrakranielle Epilepsie

a)funktionelle Epilepsie infolge eines Zuviels oder Mangels an Neurotransmittern.

Kennzeichen: 

- neurologische Untersuchung o.B.

- keine Blut- & Liquorveränderung

- meistens Rassehunde zwischen 6 Monaten - 5 Jahren

b)symptomatische Epilepsie, welche durch fokale oder diffuse morphologische Hirnveränderungen verursacht sind.

Kennzeichen:

- neurologische Untersuchung auffällig

- unauffällige Blutwerte

- abnormale Liquorbefunde

- Augenbefunde evtl abnormal

 

Nenne 3 Krankheiten/Störungen welche zu extrakranieller Epilepsie führen kann

metabolisch: 

-Hypoglycämie (vielfach Jagdhunde)

- urämische Enzephalopathie

- versch. postmetabolische Störungen

Vergiftung:

- Strichnin

- Blei

- Insulinüberdosierung

Ernährungsstörung:

- B1 Mangel

- bei Katze: Ernährung ausschliesslich mit Fisch

Nenne 5 Differentialdiagnosen der EA und Epilepsien

1. Synkope: Verlust Bewusstsein infolge von Glucose-Blut bzw O2 Mangel

2. META-Vergiftung: Schneckenkornvergiftung

3. Hypertermie (Hitzschlag)

4. Tetanie: Bewusstsein vorhanden, neuromuskuläre Übererregbarkeit mit tonischem Muskelkrampf

5. Schottenkrampf: wenn Hunde erregt sind bewegen sie sich 10 - 100 Meter normal dann entwickeln sie Steifheit va. in Hinterbeinen.Betroffene Rassen: Scottish-, Cairn-Terrier, Rauhhaardackel

VERHALTENSSTÖRUNGEN

Symptom: Tier erkennt Besitzer nicht, Verblödung, Verlust des Lernvermögens

Lokalisation der Störung?

Frontallappen und interne Kapsel von Grosshirn

VERHALTENSSTÖRUNGEN

Symptom: Agressivität, Irritabilität, Passivität

Lokalisation der Störung?

Temporallappen, limbisches System, Hypothalamus

VERHALTENSSTÖRUNG

Symptom: Drangwandern, im Kreis herumgehen

Lokalisation der Störung?

Frontallappen, interne Kapsel, Nuclei caudati

VERHALTENSSTÖRUNG

Symptom: Polyurie, Polyphagie, Passivität

Lokalisation der Störung?

Hypothalamus

VERHALTENSSTÖRUNG

Symptom: Findet Futter nicht mehr, Appetitverlust

Lokalisation der Störung?

Bulbus olfactorius

Nenne die 4 Bewusstseinstufen

1 Normal

2 Apathisch (tier wach aber teilnahmslos)

3 Stuporös (schlafender Zustand, kann nur durch schmerzhafte Stimuli geweckt werden)

4 Komatös (tiefe Bewusstlosigkeit)

Wie kann sich abnormales Verhalten äussern?

Angst, Agressivität, Zurückhaltung, Desorientierung, oft begleitet von Kauen, Kopfstemmen, kompulsivem Vorwärtsbewegen und Kreisbewegungen

Erkläre: physiologische Körperhaltung

Tier setzt im Stehen sein Gewicht gegen die Schwerkraft ein. Gliedmassen in Extension (Streckung) Becken-Rücken-Brust-Linie verläuft parallel zum Boden

Erkläre: Physiologische Haltung

wird durch Reflexbogen gewährleistet der aus einem afferenten (sensorischen) und einem efferenten (motorischen) Anteil besteht

Unphysiologische Haltung kann charaktierisiert sein durch:

1 Kopfschiefhaltung

2 Kopf zur Seite halten (zerebrale Läsion)

3 Kopf-Hals-Schrägstellung (Hirnstammläsion)

4 Kopf-Hals-Tiefstellung (Gehrin- & Gehirnhautentzündung)

5 Kyphose (nach dorsal konvex gebogene Wirbelsäule)

6 Skoliose (Verbiegung WS nach lateral)

7 Breitbeinige Haltung (herabgesetzter Muskeltonus)

8 Hyperextension (heraufgesetzter Muskeltonus)

9 Ophistotonus (Extension Kopf/Hals) : Läsion Hirnstamm

10 Enthirnungsstarre: Streckkrampf aller Gliedmassen: Läsion Hirnstamm

- was passiert bei einer Bewegung mit Ortsveränderung?

- wer reguliert diesen Ablauf?

- Verschiebung des Schwerpunktes nach vorne, der seite oder nach hinten

 

- aufsteigende (spino-corticalen) absteigenden (cortico-spinalen) Bahnen sowie Lokomotionszentren

Erkläre: Lokomotionszentren?

für jede Gliedmasse ist ein eigener Kreislauf (Schrittmacher) vorhanden

Propriozeption?

Fähigkeit, die relative Stellung der Gliedmassen zum Rest des Körpers festzustellen

propriozeptives Defizit?

unphysiologisches Auffussen oder Überköten der Gliedmassen

Erkläre: Lähmung

Unfähigkeit einen oder mehrere Muskeln zu bewegen

Monoparese?

Lähmung einer Gliedmasse

Paraparese?

Lähmung beider Hintergliedmassen

Tetraparese?

Lähmung aller 4 Gliedmassen

Hemiparese?

Halbseitenlähmung

was verursacht eine vollständige Lähmung?

Ausfall der motorischen Funktion eines Nerven oder seines Erfolgsorgan (z.b. Muskel)

was ist betroffen bei einer zentralen Lähmung?

Gehirn- oder Rückenmark

Was ist betroffen bei einer peripheren Lähmung?

Nerven

Spastische Lähmung?

erhöhter Tonus

Lernen