Therapie der arteriellen Hypertonie

Therapie der arteriellen Hypertonie (Vorlesung Prof. Dr. med. David Conen)

Therapie der arteriellen Hypertonie (Vorlesung Prof. Dr. med. David Conen)


L. G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Therapie der arteriellen Hypertonie auf Universitätsniveau. Sie behandeln die wichtigsten Medikamente wie Betablocker, ACE-Hemmer und Diuretika, deren Nebenwirkungen sowie die Strategien zur Blutdrucksenkung. Besonders relevant sind die Kombinationen von Antihypertensiva und die Behandlung resistenter Hypertonie. Medizinstudenten und Ärzte profitieren von diesen Karteikarten, um die Therapieoptionen und deren Anwendung bei verschiedenen Patientengruppen zu verstehen.
Cartes-fiches
28
Utilisateurs
3
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
21.12.2015 / 02.11.2022

Cartes-fiches

Um wieviel kann der Blutdruck durch Gewichtsabnahme gesenkt werden?

2mmHg/kg

???% der Blutdruckvariabilität ist genetisch Bedinngt? (Aplus)

Welche Umwelteinflüsse/Lifestyleeinflüsse führen zur Hypertonie?

  • Adipositas
  • Alkohol
  • Salz
  • Bewegungsmangel
  • Lärm und Stress

Wieviel Blutdrucksenkung wird mit 10kg Gewichtsabnahme erreicht?

5-6mmHg

Wie viel Blutdrucksenkung kann durch eine salzarmeernährung erreicht werden?

1-3mmHg

Wie viel Blutdrucksenkung kann durch körperliche Aktivität erreicht werden?

3-5mmHg

Wie viel Blutdruckerhöhung wird durch Alkoholabusus verursacht?

2-3.5mmHg

Bin mir unsicher, ob damit nicht ein Gals Alkohol pro Tag gemeint ist und es dann um Reduktion geht.

Wie viel Blutdrucksenkung kann durch regelmässiges Essen von Früchen und Gemüsen (K-Supplementierunt) erreicht werden?

2-3mmHg

Wird eine Hypertonie nicht medikamentös angegangen sind welche Schwerpunkte in der Therapie zu setzen?

1. Lifestylemodifikation --> Ziel: möglichst den Blutdruck so halten oder zu senken und auch die anderen kardiovaskulären Risikofaktoren positiv beeinflussen.

2. Regelmässife Kontrolle um eine Verschlächterung nicht zu verpassen, da eine zuerst nicht behandlungsbedürftige Hypertonie plötzlich Medikamente braucht. (Da die Entscheidung Medikamente oder nicht aufgrund des Risikoprofils und nicht alleine aufgrund der Bluthochdurckmanifestation gefällt wird, muss auch das restliche Risikoprofil beobachtet werden).

Patient mit Blutdruck 160/?? oder ??/100 --> Medikamente??

Ja Medikamente immer indiziert!!!!

Patient Blutdruck 139/89 --> Wie weiter

In der Regel sind keine Medikamente zur Blutdrucksenkung nötig. (Ev. sind andere Risikofaktoren medikamentös anzugehen)

Patientin mit einem Butdruck von 155/80 oder 133/99 --> Medikamentöse Therapie nötig?

Ob in dieser Situation eine Therapie mit Medikamenten nötig ist, kann durch eine 24-h-Blutdruckmessung besser abgeschätzt werden.

Aber in jedem Fall ist zur Beurteilung ob eine medikamentöse Therapie nötig ist das Gesemtrisiko für ein kardiovaskulärer Event zu beurteilen.

Welches sind die First Line Medikamente bei Hypertonie (für Monotherapie) in der richtigen Reihenfolge?

1. Die Reihenfolge ist egal!!!

  • ACE-Hemmer
  • Angiotensin-Rezeptorblocker
  • Calciumkanalblocker
  • Diuretika (Thiazide, Indapamid)
  • Betablocker

--> Manuel Hschke von den Pharmakologievorlesungen sieht Betablocker nicht als Antihypertensiva der 1. Wahl, sondern setzt sie analog Alphablocker und zentralwirksame Sympatholytikum erst bei versagen der anderen Firstline Medikament ein.

Welches sind Antihypertensiva der 2. oder 3. Wahl?

  • Reninhemmer
  • Sporonolacton

Welche Kombinationen von Antihypertensiva sind völliger Schwachsinn?

ACE-Hemmer mit Angiotensin-Rezeptorblocker und/oder Renin-Hemmer. --> Weil greifen alle im RAAS an und dadurch kann ein weiters Medikament welches im RAAS wirkt die Situation nicht weiter beeinfluss als das erst es bereits tut.

Was sind häufige Kombinationen von Antihypertensiva (2er Kombonationen)?

  • RAAS-Hemmer (ACE-Hemmer oder Angiotensin-Rezeptor-Blocker) mit Ca2+-Kanal-Blocker
  • RAAS-Hemmer mit Diuretika (Thiazide)
  • Ca2+-Kanal-Blocker mit Diuretika (Thiazide)
  • (Betablocker mit Diuretika (Thiazide))

Welche Aussagen stimmen? (Kprim)

Aus welchen Gründen setzen Patienten ihre Anithypertensiva ab? Und was ist die Konsequenz?

  • Therapieversagen (Frag mich nicht wie sie auf die Idee kommen ohne den Arzt?)
  • Nebenwirkungen

--> Konsequenz: Antihypertensiva sollten nebenwirkungsfrei oder wenigsten nebenwirkungsarm sein, denn die Hypertonie wird vom Patienten nicht wahrgenommen die Nebenwirkungen schon. (Zeigt ein Medikament Nebenwirkungen kann man versuchen es auszutauschen).

Welche Behandlungsoptionen ergeben sich bei einer resistenten Hypertonie? (Richtige Reihenfolge)

1. Spironolakton (kann bei resistenter Hypertonie eine Reduktion von 15mmHg bewirken)

2. Renale Denervation (kommt erst nach Ausprobieren von Spironolacton zum Einsatz)

Wieso ist Spironolacton keine Firstline Therapie?

Dafür ist die Evidenz zu schlecht. Es wird insbesondere gute Ergebnisse bei resistenter Hypertonie beobachtet weniger bei "normaler" Hypertonie.

Was sind die wichtigsten Nebenwirkungen von Angiotensin II-Rezeptorblocker?

  • Niereninsuffizienz
  • Hypokaliämie

Was sind die wichtigsten Nebenwirkungen von ACE-Hemmern?

  • Husten
  • Angiooedeme
  • Niereninsuffizienz
  • Hypokaliämie

Was sind die wichtigsten Nebenwirkungen von Ca-Antagonisten?

  • Ödeme
  • Verstopfung

Was sind die wichtigsten Nebenwirkungen von Diuretika?

  • Elektrolytveränderungen
  • metabolische Störungen

Was sind die wichtigsten Nebenwirkungen von Betablocker?

  • Müdigkeit
  • Bradykardien
  • Metabolische Störungen

Welches Medikament kann in der Primärprophylaxe bei sehr hohem kardiovaskulären Gesamtrisiko indiziert sein. (Kprim)

Wo liegt der Zielblutdruck bei älteren Patienten?

ca. bei 150/80

Wo liegt der Cut-off zur Hypertonie bei Diabethikern?

Heute immer noch bei 140/90,

da es Studien gibt, die besagen, das kardiovaskuläre Risiko wird bei früherer Intervention nicht bedeutender gesenkt aber die Nebenwirkungen sind bedeutend höher. Heute hingegen gibt es vereinzelt Studien, die besagen der Zielwert sollte bei Diabetikern doch tiefer gelegt werden.

Étudier