Terminüberschreitung
VL_FF_Hähnlein
VL_FF_Hähnlein
-
- 1 / 21
-
Cartes-fiches
Was sind die Handlungsvarianten bei Terminüberschreitung?
1. Abwarten, Beobachten und regulären Massnahmen mit Blick auf Indikation und Kontraindikation angemessen durchführen.
2. Das dem Beruf der Hebamme zugestandene Recht vollumfänglicher ausschöpfen eigenverantwortlich handeln und entscheiden zu dürfen.
Was sind die Aufgaben von Hebammen bei den Handlungsvarianten bei Terminüberschreitung?
Ursachen erkennen
Diagnosen präzisieren
angemessene Massnahmen einleiten
Schwangere befähigen eigenverantwortlich zu handeln
Was empfiehlt DGGG im Zeitraum 40 + 0 bis 40 + 6?
Bestimmung der FW-Menge
US alle 3 Tage
Ruhe-CTG anbieten
Was empfiehlt DGGG im Zeitraum von 41 + 0 bis 41 + 6?
US alle 2-3 Tage
Ruhe-CTG alle 2-3 Tage
Einleitung empfehlen
Was empfiehlt DGGG im Zeitraum ab 42 + 0?
Einleitung oder Beendigung der Schwangerschaft durch Sectio
Was empfiehlt NICE in der 40. Woche?
keine zusätzlichen Untersuchungen
über Einleitungsmöglichkeiten aufklären
Was empfiehlt NICE in der 41. Woche?
Eipollösung anbieten
Einleitung anbieten
Was empfiehlt NICE in der 42. Woche?
Einleitung weiter anbieten
Bei Ablehnung der Einleitung:
wöchentlich mindestens zwei "non-stress tests" mittels CTG
zwei Bestimmungen der FW-Menge
Wann ist ein Stress-Test (OBT) indiziert und wie wird er durchgeführt?
Ist heute obsolet wegen:
hohe Rate falsch positiver Ergebnisse
Nebenwirkungen
hoher Aufwand
Was wären die Alternativen zum Stress-Test (OBT)?
CTG und FW-US
Wie löst man den unteren Eipol?
Strippen durch sehr langsames Drehen der Fingerkuppe am kindlichen Kopf um 360°
Synonyme: Lösung der Eihäute, Zervix-Stripping
Was sind die Hebammenaufgaben bei Terminüberschreitung?
Befunde erheben: Lage, Stellung und Einstellung
Dokumente lesen
Befunde interpretieren
Berufliche Massnahmen einleiten
Zähle fünf Indikationen zur Geburtseinleitung auf:
Hypertensive SS-Erkrankung (Präeklampsie)
Diabetes mellitus (GDM oder Diabetes Typ 1)
Rh-Inkompatibiltät
Vorz. BS
Intrauterine Wachstumsrestriktion
Mütterl. Erkrankungen
Psychosomatische/psychosoziale Belastung
Logistische Gründe (z.B. Risiko einer überstürzten Geburt bei grosser Entfernung vom Krankenhaus)
Terminüberschreitung/Übertragung
IUFT
Was ist die Medizinische Grundregel?
Therapie folgt Diagnose
oder umgekehrt interpretiert muss zuerst die richtige Diagnose gestellt werden, um anschliessend die angemessene Therapie einleiten zu können.
--> Intervention Fachwissen anwenden
Was ist die Motilität?
Die funktionelle Eigenschaft des schwangeren Körpers, die von der mütterlichen Anatomie und der Muskulatur beeinflusst wird.
Wie plane ich die mütterliche Verhaltensanpassung und wird führe ich sie aus?
Aktivitäten steigern:
-Geburtshilflich optimale Körperpositionen lernen
-Bewegungen trainieren, die die quere Bauchmuskulatur stimulieren
-Kopfeintritt in Beckeneingang unterstützen
-Anleitung durch eine Fachperson
Intervention:
-Diagnostik & Schulung durch Anleitung
-Körperposition und Bewegung
-Zur Unterstützung der anterioren Rotation