Telekommunikation für Elektroinstallateure und Elektroplaner

Zur Vorbereitung auf das Qualifikationsverfahren!

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H. Z.
Diese Lernkarten behandeln Grundlagen und Anwendungen der Telekommunikation speziell für Elektroinstallateure und Elektroplaner in der Berufslehre. Sie erklären technische Begriffe wie Bus-Systeme, TVA, ISDN sowie Netzwerkstrukturen und deren Komponenten wie Endgeräte, Schnittstellen und Leitungen. Praktische Installationshinweise zu Kabeltypen, Stecksystemen und Lichtwellenleitern ergänzen die Theorie. Ideal für Auszubildende, um berufsrelevante Kenntnisse zur Planung und Umsetzung von Telekommunikationsanlagen zu erwerben.
Karten
251
Lernende
28
Sprache
Deutsch
Kategorie
Elektrotechnik
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
03.01.2014 / 07.05.2026

Lernkarten

1. Was heisst ISDN? (Englisch und Deutsch)

Integrated Services Digital Network Die Integration aller Netze und Dienste

2. Welche ISDN-Anschlüsse kennen Sie und wie sind deren Leistungs- Merkmale und Geschwindigkeiten ?

Basisanschluss: 2 B – Kanäle / 2 x 64kbit/s 1 D – Kanal / 1 x 16kbit/s Synchronisation / 48kbit/s…192kbit/s Primäranschluss: 30 B – Kanäle / 30 x64kbit/s 1 D – Kanal / 1 x 64kbit/s Synchronisation / 48kbit/s…204kbit/s

3. Wieso ist der S – Bus vierdrahtig und wie lang ist seine maximale Länge ?

Senden und Empfangen getrennt. Bus = 150 m Y oder V = 300 m (150 m auf jede Seite)

4. Wie viele Endgeräte können am S – Bus angeschlossen werden ?

Maximal 8 Geräte. Werden z,B. 2 Endgeräte am An- schluss a/b angeschlossen, können am S – Bus nur noch 6 Endgeräte sein.

5. Kenne Sie die Vorteile von ISDN gegenüber der analogen Telefonie ?

Schnellere Uebertragung Grössere Bandbreite Grössere Sicherheit Neue Leistungsmerkmale Eine Leitung für alle Dienste Zwei Gespräche gelichzeitig

6. Nenne die Spannungen an der ; S – Schnittstelle U - Schnittstelle

U – Schnittstelle : 90 – 98 V S – Schnittstelle : 34 – 42 V

7. Wie lange darf der U – Bus max. sein ?

Max. 8 – 12 km. (vom Kabel abhängig)

8. Wie merkt ein Notendgerät, dass das NT auf Not geschaltet hat ?

Polarität in NT kehrt, weil in den Not- endgeräten eine Brückenschaltung ein- gebaut ist, funktioniert es auch mit ge- kehrter Polarität.

9. Wie viele Endgeräte funktionieren bei einem NT im Notbetrieb ?

Nur eines am S – Bus (allerdings mit eingeschränktem Betrieb; kein Display) oder eines an den a/b Schnittstellen.

10. Welches sind die Voraussetzungen für die Einrichtung eines ISDN ?

Durchgehendes digitales Netz Digitale Anschlusszentralen und Anschlussorgan Leitungen für digitale Daten Digitale Endgeräte

11. Welche Schnittstellen kennen Sie beim ISDN Anschluss ?

U = Zuleitung zum NT R = Analoge Verbindung ab NT S = BUS zu den Stecksystemen T = Verbindung zwischen NT - TVA

12. Was ist ein ISDN – BA – Basisanschluss ? Was ist ein ISDN – PA – Primäranschluss ?

Uebertragung erfolgt über NT 2 Kanäle mit 64 kbit/s /1 Dienstkanal mit 16 kbit/s Netto- Bitrate 144 kbit/s Uebertragung erfolgt über NT/TVA 30 Kanäle mit 64 kbit/s / 1 Dienstkanal mit 16 kbits/s Netto-Bitrate 1984 kbit/s

13. Aus welchem Grund wird die S – Bus Installation mit zwei 100 Ohm Wider- ständen abgeschlossen ?

Verminderung von Reflexionen und Verbesserung der Uebertragungs- Qualität.

14. Wie wird bei einem ISDN – NT 2a/b die Programmierung eröffnet und ab- geschlossen ?

* * # 73 # # #

15. Welche Voraussetzungen benötigt das Endgerät, welches für die Programmierung eines NT 2a/b verwendet werden soll ?

Analoges Endgerät mit Tonfre- quenzwahl Anschlussmöglichkeit an R – Bus (a/b Schnittstelle)

16. Wie viele Teilnehmer können im ISDN – Basisanschluss gleichzeitig Aktiv sein ?

2

17. An welche Anschlüsse der FJ 45 Steckdose wird die S – Schnittstelle gelegt ?

4/5 3/6

18. Können analoge Telefonapparate an den S – Bus angeschlossen werden ?

Nur mit einem Terminal-Adapter (TA) sonst nur ISDN-taugliche Geräte.

19. Benennen Sie die Abkürzungen NT1, TE1,TE2, und TA auf englisch und geben Sie die deutsche Erklärung dazu.

NT1 = Network Terminal (Gabelschaltung) TE1 = Terminal Equipment digital Endgerät TE2 = Terminal Equipment analog TA = Terminal Adapter zu analogem TE2

20. Geben Sie die genauen Schritte für eine Polaritätsprüfung an.

Die Prüfung der Installation beschränkt sich auf die Spannungs-und Polaritäts-prüfung an der U- bzw.S-Schnittstelle. Bei der S-Schnittstelle muss zudem auf den richtigen Anschluss der Sende-und Empfangs-paare a der Steckdose ge- achtet werden.Mit sogenannten Diodenprüfern kann man einen unter Spannung stehenden Bus direkt kontrollieren.-

21. Wie Testet man die S-Bus Installation ?

Mit dem Wire-Tester der Swisscom kann im spannungslosen Zustand die S-Bus Installationsverdrahtung mit maximal 8 Adern und einem Schirm getestet werden. Der Test wird ohne Endgeräte durchgeführt.

22. Wie kann ein analoges Endgerät (z.B. ein Fax G3) an den S-Bus angeschlossen werden ?

Mit einem Terminaladapter (TA)

23. Wie viele Drähte hat die U-Schnittstelle ?

2

24. Wo und mit was ist der S-Bus abzuschliessen ?

An der letzten Dose mit zwei 100 Ohm ¼ W - Widerständen

25. Welcher Stecker wird für den Anschluss von Endgeräten an den S-Bus eingesetzt ?

RJ 45

26. Wie werden Sprache und Daten im ISDN übertragen ?

digital

27. Weshalb können „alte“ Endgeräte nicht an der R-Schnittstelle betrieben werden ?

Die R-Schnitttelle ist eine redu- zierte a / b – Sschnittstelle. Der Weckerkreis der „alten“ Telefon- apparate (TS 29; TS 50 und TS 70) ist zu niederohmig.

28. Welche Anschlüsse hat ein NT 1 + 2ab ?

U -, 2 x S- und 2 x R – Schnittstelle 230 V / AC - Netz

29. Wie kann ein PC direkt an den S – Bus angeschlossen werden ?

Ueber eine ISDN - Karte

30. Was kann über den B – Kanal übertragen werden ?

Sprache , Daten , Bilder und Texte

31. Ueber welche Schnittstelle wird das NT an das öffentliche Netz ange- schlossen ?

Ueber die U - Schnittstelle

32. Nennen Sie mindestens 2 Beispiele von Kabeln, welche für die Installation von ISDN eingesetzt werden.

U72 1 x 4 x 0.5 mm2 U72M 1 x 4 x 0,6 mm2 G87 2 x 2 x 0,6 mm2 G87 4 x 2 x 0,6 mm2

33. Weshalb werden für den S – Bus verdrillte Kabel verwendet ?

Damit das „Nebensprechen“ möglichst klein bleibt.

34. Ueber welchen Kanal erfolgt bei ISDN die Signalisierung ?

Ueber den D - Kanal

35. Wie heisst die europäische Version von ISDN (normiert in 20 Ländern) ?

EURO - ISDN

36. Mit welchen Mitteln können Sie eine ISDN – Installation testen ? Nennen Sie mindestens zwei Möglichkeiten.

Diodenprüfer (Polaritätsprüfung) Durchgangsprüfer (Wire-Tester) Funktionsprüfer

37. Welche Aufgaben haben Protokolle in der Datenkommunikation ?

Sie regeln die einzuhaltenden technischen Standards, welche für ein gemeinsames kommunizieren verschiedener Geräte (Fax..) notwendig sind.

38. Nennen Sie mindestens 4 Zusatzdienste.

Halten einer Verbindung (Max 4 im swissnet) Anklopfen Dreierkonferenz Identifikation des rufenden Teilnehmers Geschlossene Teinehmerguppe („privates“ Netz bis zu 16 Teilnehmer in öffentlichen Netz) Anrufumleitung unbedingt-Rückruf bei besetzt.

39. Wie wird die Verbindung zur Amtzentrale für einen Primäranschluss heute realisiert ?

Heute mehrheitlich mit einer Glasfaser

40. Ein Kunde ersetzt einen alten Telefonanschluss durch einen ISDN- Anschluss. Kann er den alten Apparat weiter verwenden ? Beraten Sie den Kunden über Möglichkeiten und eventuelle Vor- und Nachteile.

Analoge Apparate (auch mit Impulswahl) können weiterverwendet werden. Nachteile : ISDN-Zusatzdienste können mit einem analogen Endgerät nur schwer genutzt werden. Maximal 2 analoge Rufsysteme pro a/b- Schnittstelle. Als Zusatzruf nur noch elektronische Ruforgane verwenden. Vorteile: bestehende Installationen können teilweise belassen werden.

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