Technische Dokumentation

Fragen zum TD Buch

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Y. B.
Cartes-fiches
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Langue
Allemand
Catégorie
Electrotechnique
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
22.09.2026 / 22.09.2026

Cartes-fiches

Welche Netzebenen und typischen Spannungen sind im Stromnetz zu unterscheiden?

Ebene 1: 380/220 kV; Ebene 3: 50-150 kV; Ebene 5: 6-22 kV; Ebene 6/7: Niederspannung 400 V bzw. 230/400 V. Dazwischen liegen Transformationsstufen.

Welche ungefähren Kurzschlussströme sind bei typischen Trafoleistungen zu erwarten?

Ca. 160 kVA: 6 kA; 400 kVA: 15 kA; 1000 kVA: 25 kA; 2000 kVA: 45 kA.

Ab welcher Grössenordnung kann ein Mittelspannungsbezug sinnvoll werden?

Etwa 26 MWh Jahresenergie bzw. rund 800 kVA Anschlussleistung; der konkrete Grenzwert hängt vom VNB ab.

Welche Anforderungen gelten für den Zugang zu einem elektrischen Betriebsraum?

Nur Personal mit Schaltberechtigung und CPR-Kurs; Schutzausrüstung Stufe 3. Türen mind. 0,8 m breit und 1,95 m hoch, mit Warnschild und Schloss; Raumhöhe mind. 2 m.

Welche baulichen Anforderungen gelten für Schalträume?

Belüftung erforderlich; Kabeldurchführungen und Wände EI90; Hauseinführung gas- und wasserdicht; Notlicht; Erste-Hilfe-Tafel und Schutz-/Hilfsmaterial; Warnschilder gegen Wiedereinschalten.

Wann ist eine ESTI-Planvorlage erforderlich und wie läuft das Verfahren ab?

Vorlagepflichtig sind Hochspannungsanlagen >1000 V AC bzw. >1500 V DC und dreiphasige EEA >30 kVA. Ablauf: Eingabe beim ESTI, schriftliche Verfügung, Baubeginn innert 3 Jahren, Inbetriebnahme mit ESTI-Abnahme innert 1 Jahr.

Welche Massnahmen reduzieren elektrische und magnetische Felder bei EMV/NISV?

Distanzierung, feldarmer Anlagenaufbau und Kabelführung sowie Abschirmung, z.B. kurze Kabelwege, kleinere Trafoleistungen und Stahlblech zwischen Komponenten und Wand.

Welche Feldgrenzwerte gelten bei 50 Hz und was sind OMEN?

IGW bei 50 Hz: 100 µT und 5000 V/m. AGW: 1 µT und 5000 V/m. OMEN sind Orte mit empfindlicher Nutzung, z.B. Wohn-/Schlaf- und Aufenthaltsräume.

Was ist der Buchholzschutz und welche typischen Trafoleistungen gibt es?

Buchholzschutz erfasst innere Schäden durch Gasung/Ölströmung: Meldung bei kleineren, Schalterauslösung bei grösseren Störungen. Gängige Grössen: 160 bis 2500 kVA; häufig Öl- oder Giessharztrafos.

Wie läuft die Erstellung und Abnahme einer elektrischen Installation ab?

1 Anschlussgesuch an EVU, 2 bei >3,6 kVA Installationsanzeige, 3 Fertigstellungsanzeige, 4 Erstprüfung, Schlusskontrolle, ggf. Abnahmekontrolle und SiNa.

Für welche Geräte und Anlagen ist ein Anschlussgesuch nötig?

Für Geräte mit Spannungsänderungen, Energieerzeugungsanlagen, Oberschwingungserzeuger sowie Motoren/Schweissanlagen abhängig von Leistung, Anschluss-ÜSU und Anläufen.

Wann ist eine Installationsanzeige einzureichen?

Bei Neuanlagen, Anschlussänderungen, Auswechslung von TRE/Zähler, Erweiterungen oder Änderungen >3,6 kVA, Geräten mit Anschlussgesuch, temporären Anlagen, EEA im Parallelbetrieb und EV-Ladestationen.

Welche Anforderungen gelten für SGK in vertikalen Fluchtwegen?

Je nach Gehäusegrösse: IP4X/RF1 plus 30-min-Schutzkasten, oder Schrankfront EI30/RF1, oder Gehäuse mit 30 min Feuerwiderstand plus IP5X/RF1.

Welche Montagehöhen und Reserveplätze sind bei SGK und Tarifapparaten zu beachten?

Klemmen ab 0,2 m; Not-Aus 0,8-1,6 m; Betriebsmittel bis 2 m. Tarifapparate 0,8-2 m ab Boden, im Schrank 0,6-2 m. Bis 5 Zähler 1 Reserveplatz, ab 5 Zählern 2.

Was unterscheidet Bauartennachweis und Stücknachweis?

Bauartennachweis: Nachweis der Konstruktion, z.B. über Konstruktionsregeln, Messen/Berechnen/Prüfen. Stücknachweis: Prüfung der fertig aufgebauten SGK, z.B. Isolation und Funktion; bei Neubauten ggf. auf SiNa.

Welche Eckwerte gelten für SGK DBO für Laien?

Max. 300 V gegen PE, Bemessungsstrom max. 125 A, keine NHS, IP2XC, kein Türschloss erforderlich; Nachweis der Kurzschlussfestigkeit unter den genannten Grenzen nicht erforderlich.

Welche allgemeinen Planungsregeln gelten für Schaltgerätekombinationen?

NHS/Schalter max. Dauerlast <80 % Nennstrom; mind. 30 % Reserveplatz; FU möglichst beim Motor; SGK mind. 2 m von Schlafzimmern; Temperatur -5 bis +35 °C.

Welche Daten gehören auf das Bezeichnungsschild einer SGK?

Name des Herstellers, Typenbezeichnung/Nummer, Herstellungsdatum und EN 61439.

Welche Verbraucher verursachen Blindstrom und warum ist Blindleistung unerwünscht?

Motoren, Transformatoren, Schweissapparate und Leuchtstofflampen beziehen neben Wirkleistung P auch Blindleistung Q. Blindleistung belastet Leitungen und Netze zusätzlich.

Ab wann wird Blindleistung verrechnet und welcher Ziel-cosφ wird angestrebt?

Blindleistungsverrechnung ab etwa 40 % Blindleistung Q bezogen auf Wirkleistung P. Zielwert: cosφ ≈ 0,92 bzw. φ ≈ 22°.

Wie wird eine Kompensationsanlage ausgelegt?

1 Blindleistungsanteil bestimmen, z.B. Rechnung/Zähler, S=U·I oder cosφ-Messung; 2 benötigte Kapazität berechnen; 3 Anlage mit Lieferant nach Phasen, Spannung und Schaltstufen auslegen.

Wann wird eine Blindstromkompensation wirtschaftlich interessant?

Als Richtwerte: ca. 7500 kvarh bzw. 300 CHF/Jahr für Einzelkompensation und ca. 20 000 kvarh bzw. 1000 CHF/Jahr für Zentralkompensation; Amortisation etwa 3-4 Jahre.

Was unterscheidet Einzel-, Gruppen- und Zentralkompensation?

Einzel: direkt am Verbraucher, gut bei konstanter Blindlast. Gruppe: mehrere Verbraucher gemeinsam. Zentral: automatische Regelung, gut erweiterbar; Zuleitungen zu Einzelverbrauchern werden dabei nicht entlastet.

Welche Faustformeln gelten für die Kondensatorkapazität einer Kompensation?

230 V: etwa 60 µF pro kvar; 400 V: etwa 20 µF pro kvar.

Welche Aufgabe hat der Q-Regler einer Kompensationsanlage?

Er misst über den Stromwandler Strom und Phasenlage, misst die Spannung und schaltet die Blindleistung stufenweise zu bzw. ab.

Wann wird eine Thyristorsteuerung eingesetzt und welche Zusatzanforderungen gelten?

Für schnelle Laständerungen/Flicker. Vorteile: schnelle Echtzeitkompensation, kein mechanischer Kontaktverschleiss. Entladewiderstände müssen Spannung innert 1 min unter 50 V bringen; ab 25 kvar wird eine Drossel verlangt.

Ab wann ist eine Wandlermessung zwingend und welche Leiterquerschnitte sind vorgesehen?

Wandlermessung ab >80 A bzw. bei >25 mm². Spannungskreis 2,5 mm², Stromkreis 4 mm²; 10-A-DII im Spannungskreis plombiert.

Wann ist ein Lastgangzähler mit Fernauslesung erforderlich?

Bei Bezügersicherung >200 A, EEA >30 kVA, Energielieferung in andere Bilanzgruppe und Verbrauchsstellen mit Netzzugang/Markteintritt.

Welche Funktionen hat ein Lastgangzähler?

15-Minuten-Energiedaten, täglicher Abruf via Modem, monatliche Abrechnung sowie Ermittlung von Wirk- und Blindenergie. Übertragung z.B. GSM/UMTS oder DSL.

Welche Besonderheit zeigt das Prinzipschema der Wandlermessung?

Typischer Aufbau: Stromwandler 300/5 A; der Messwert wird mit Faktor 3 verrechnet. Strom- und Spannungskreise werden über Prüfklemmen geführt.

Was ist das Ziel einer Spitzenlastoptimierung?

Verbraucher werden nach Prioritäten abgeworfen oder getaktet, damit die bezogene Leistungsspitze begrenzt wird. Der Regler kann Impulse eines VNB-Zählers verwenden.

Wie arbeitet ein Leistungszähler mit 15-Minuten-Mittelwert?

Er bildet einen 15-Minuten-Mittelwert; die höchste monatliche mittlere Leistung in kW wird verrechnet. Die Rückstellung erfolgt am 1. jedes Monats.

Welche Steuerinformationen benötigt eine Spitzenlastregelung?

Der Regler kann kWh-Impulse vom VNB-Zähler auswerten, z.B. einen R53-Kontakt mit 1 Impuls pro 10 Wh. Verbraucher werden nach Priorität zu- oder abgeschaltet.

Wofür stehen USV und UPS und welche typischen Batteriedaten gelten?

USV = Unterbruchsfreie Stromversorgung, UPS = Uninterruptible Power Supply. Bleiakku typ. 12 V; Lebensdauer etwa 5-10 Jahre je nach Typ.

Welche Anforderungen gelten für Batterieräume?

Bei wartungsarmen Batterien eventuell Ex-Raum; Lüftung nötig; etwa 22 °C empfohlen. Hohe Temperatur verkürzt die Lebensdauer, tiefe Temperatur reduziert vorübergehend die Kapazität.

Welche Netzprobleme werden den USV-Schutzklassen 3, 5 und 9 zugeordnet?

Stromausfall, Einbruch und Stösse: Klassen 3/5/9; Unter-/Überspannung: 5/9; Schaltspitzen, Störspannungen, Frequenzschwankungen und Oberwellen: Klasse 9.

Wie arbeitet eine Offline-USV der Schutzklasse 3 (VFD)?

Im Normalbetrieb wird die Last aus dem Netz versorgt; bei Störung schaltet die USV auf Wechselrichter/Batterie. Umschaltzeit etwa 4-10 ms. Einsatz: Haushalt und kleine Büros.

Wie arbeitet eine Line-Interactive-USV der Schutzklasse 5 (VI)?

Sie bietet zusätzlich Spannungsregulierung; Umschaltzeit etwa 2-4 ms.

Wie arbeitet eine Online-USV der Schutzklasse 9 (VFI)?

Doppelwandlung über Gleich- und Wechselrichter, keine Umschaltzeit. Einsatz z.B. Krankenhaus, Labor, Rechenzentrum, Server- und Sicherheitssysteme.

Welche Planungsgrössen gelten für eine USV?

Autonomiezeit, Last/Scheinleistung, Reserve, Kosten, Gewicht, Abmessungen/Türen, Lüftung/Kühlung, Brandmeldeanlage und Schalldämmung.

Étudier