Software-Management


Vivien Baguio
Diese Lernkarten bieten eine umfassende Einführung in das Risikomanagement im universitären Kontext. Sie konzentrieren sich auf die Identifikation, Analyse und Bewertung von Risiken, sowie auf Maßnahmen zur Risikoverminderung und -überwachung. Die Karteikarten erklären die sechs Schritte des Risikomanagements und behandeln die fünf Kernrisiken der Softwareentwicklung, wie Terminüberschreitung, Inflation der Anforderungen und Spezifikationskollaps. Sie eignen sich für Studierende und Fachleute, die ihre Fähigkeiten im Risikomanagement verbessern möchten, um Projekte effektiver zu planen und potenzielle Probleme frühzeitig zu erkennen und zu bewältigen.
Karten
11
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
22.01.2014 / 12.01.2019

Lernkarten

Definieren Sie die Begriffe Risiko, Risikomanagement und Krisenmanagement.

Risiko:

  • ist nicht reell, nur im Kopf
  • wenn Risiko eintrifft -> Problem

Risikomanagement:

  • Managed Risiken bevor sie eintreten und zu Problemen werden!
  • Risiken müssen pro Projekt gemanaged werden

Krisenmanagement:

  • Teuer und oft zu spät

Bezug auf SWM:

  • junge Disziplin
  • Prozess für Risikomanagement muss etabliert werden
    • warum? Sonst wird kein Risikomanagement gemacht, niemand macht das freiwillig
  • erwünscht: negatives denken

Nennen Sie die 6 Schritte des Risikomanagements!

  1. Risikoidentifikation
  2. Risikoanalyse
  3. Risikoprioritätenbildung
  4. Planung Risikofall
  5. Risikoverminderung
  6. Risikoüberachung

Risikobewertung

Erklären Sie Schritt 1: Risikoidentifikation!

  • Ergebnis: Eine Liste der Risikoelemente
  • Empirisch aufbauen von alten Projekten

Risikobewertung

Erklären Sie Schritt 2: Risikoanalyse!

  • Ziel: Jedes Risikoelement einschätzen:
    • Risikofaktor = Wahrscheinlichkeit(unbefr. Ergebnis) * Schadenshöhe
  • Unbefriedigendes Ergebnis aus Sicht von:
    • Kunde: Kosten-, Terminüberschreitung, Funktionalität, Leistung, User-Interface, ...
    • Benutzer: Terminüberschreitung, UI, Funktionalität
    • Entwickler: Terminüberschreitung, schlechte SW-Qualität, Einsatz "falscher" Entwicklungstechniken
    • Wartungsingenieur: schlechte SW-Qualität

Risikobewertung

Erklären Sie Schritt 3: Risikoprioritätenbildung!

Risikolelemente anhand der Risikofaktoren (also Eintrittswahrscheinlichkeit und Schadenshöhe) priorisieren!

wichtig: Bewusst werden der Risiken!

>> Dann: nicht die Risiken fördern!

Risikobeherrschung

Erklären Sie Schritt 4: Planung Risikofall/Risikomanagement!

Ziel: Eventualfallpläne für kritische Risiken etablieren.

Geld/Zeit Reserven zurückstellen!

Siehe Risikomanagement-Techniken!

Risikobeherrschung

Erklären Sie Schritt 5: Risikoverminderung/Risikoüberwindung!

Festlegung der Maßnahmen, die vor dem Risikoeintritt durchgeführt werden müssen.

Vorraussetzungen zur Effektivität der eigentlichen Maßnahmen zur Risikobewältigung schaffen!

Risikobeherrschung

Erklären Sie Schritt 6: Risikoüberwachung!

Risikoüberwachung ist relativ einfach!

  • Überwachen ob Risiken eintreten: Top-Ten Risiken
  • Eventueller Rücksprung in Risikomanagementprozess zur neuen Identifikation, Analyse, Bewertung und Planung eines Risikos

top ten Risikoelementeliste

Wie funktioniert Risikomanagement mit einer top ten Risiko Liste?

Vorgehen analog zum Risikomanagement:

Identifikation >> Analyse (Risikofaktor) >> Rangfolge

Danach: Risikoüberwachung

Ergebnis der top ten Risiko - Sitzungen:

  • Konzentration auf hohe Risiken und kritische Erfolgsfaktoren
  • Management kennt Risiken und kann bei deren Beseitigung unterstützen (Management Aufgabe Entscheiden)
  • Ggf. Neubewertung / Löschen / Hinzufügen von Risiken

Bild: Beispiel Satelitenexperiment

Risiken managen:

Wie lauten die 5 Kernrisiken in der SWT?

  1. Fehlerhafter Zeitplan
    • Falsche Einschätzung des Umfangs >> passiert meistens
  2. Inflation der Anforderungen
    • Ständig neue/modifizierte Anforderungen durch Arbeitgeber
  3. Mitarbeiterfluktuationen
    • In fast allen Branchen üblich
    • zu berücksichtigen: Einarbeitungszeit, Vertreterregelung, Dokumentation
  4. Spezifikationskollaps
    • Formulierung der Anforderungen nicht entsprechend der Qualitätskriterien des Anforderungsmanagements
    • >> Formulierung überflüssiger Anforderungen
    • >> Formulierung unklarer Anforderungen
    • >> Formulierung des "Wie" und nicht des "Was"
  5. Geringe Produktivität
    • Leistungen von MA sind innerhalb Teams sehr unterschiedlich
    • >> Manager Aufgabe: Mitarbeiter fördern

Zusammenfassung Software Ökonomie und Risikomanagement

Softwareökonomie

  • Spannungsfeld Entwicklungszeit, Qualität, Komplexität und Kosten
  • Teufelsquadrat veranschaulicht die gegenseitigen Abhängigkeiten
  • Arbeitsproduktivität mit Hilfe von LOC oder Function Points gemessen
  • Kostenschätzmodel mit COCOMO berechnet Aufwand und Zeit einer SW-Entwicklung in zwei Formeln mit Hilfe einer Vielzahl von Aufwansanpassungsfaktoren

Risikomanagement

  • Risiken müssen identifiziert, analysiert und priorisiert werden
  • >> Risikobewertung, dann Risikobeherrschung
  • Beachtung der 5 Kernrisiken jeder SW-Entwicklung
  • Risikoüberwachung mittels top ten Risikoliste möglich

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