Strat_MAN_Investmentcontrolling
CUREM MAS Real Estate UZH Strategisches Management Investmentcontrolling Hr. Kunkel
CUREM MAS Real Estate UZH Strategisches Management Investmentcontrolling Hr. Kunkel
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Flashcards
Aufgaben des Investmentcontrollings
- Das oberste Organ trägt die Verantwortung für die Anlagestrategie
- Zur Wahrnehmung der Fürhungsaufgabe ist er auf objektive und neutrale Informationen angewiesen
- Aufgabe des Investmentcontrollings ist es, Informationsasymmetriene auszugleichen und eine neutrale Informationsbasis für die Entscheidungsorgane zu schaffen
Principal Agent Problem
- Der Principal (Auftraggeber) kann das Engagement und die Qualität der Arbeit des Auftragnehmers (Agent) nur beschränkt erkennen
- Der Agend hat einen Wissensvorsprung in Bezug auf seine eigene Motivation und den Erfolg der Arbeit
- Problematik entsteht, da Menschen immer nur unvollständige Informationen zu den Entscheidungen, die sie fällen, haben.
- Jeder Vertragspartner handelt im eigenen Interesse. Beide Vertragspartner können unterschiedliche Ziele verfolgen, was zu Konflikten führen kann.
Investmentcontrolling im Anlageprozess
- Anlagestrategie
- Anlageorganisation
- Mandatsstruktur
- Managerauswahl
- Investmentcontrolling
Inhalt des Investmentcontrollings
- Absoluter und relativer Anlageerfolg (Rendite und Risiko)
- Entwicklung der Vermögensstruktur im Vergleich zur Benchmark
- Performance Attribution
- Entwicklung des Deckungsgrads (bei PK)
- Peer Group Vergleich
- Überwachung und Beurteilung der Vermögensverwalter
- Überprüfung der Gebührenstruktur
Voraussetzung für ein Investmentcontrolling
- Klar definierte Zielvorgaben
- Strategische Asset Allokation mit tatktischen Bandbreiten
- Benchmarks und Marktindizes
- Neutrale Datengrundlage
- Unabhängige Depotstelle, Performancemessung
- Kompetenzenregelung
- Stufengerechte Berichterstattung
- Controller muss auch Missstände aufdecken. Reporting daher meist direkt ans oberste Organ
- Stufengerechte Berichterstattung
Performance Attribution. Verschiedene Masszahlen und Berechnung
Selektivitätsbeitrag: Unterschied in der Rendite mal Anteil der Assetklasse im Benchmark
Taktikbeitrag: Unterschiede im Gewicht der Assetklasse mal Rendite des Benchmarks
Kreuzprodukt: Differenz des Anteils mal Differenz der Rendite der Assetklasse
Wie wird der Wert der Immonbilie festgelegt'
Barwertmethode: Cash FLow / 1+Diskontsatz
In der Theorie: Diskontsatz als Addition von Risikolosem Zinssatz + Risikoprämie der Assetklasse "Immobilie" + Risikozuschlag Objekt
In der Praxis: Eingesetzte Diskontsätze sinken viel langsamer als der risikolose Zinssatz -> Es entstehen Bewertungsreserven!
-> Führt dazu, dass der Anteil Immobilien am Gesamtportfolio unterschätzt wird!!
-> Bei Assetswaps zwischen PK und Anlagestiftung führt dies allenfalls zu Fehlbeurteilungen
ERGO: Beim Vergleich von Immobilienpreisen ist auf die Berechnungsmethode zu achten
- Gehandelter Börsenpreis vs. Schätzwert (Mark-tp-Market vs Mark-to-Model)
- Annahmen der Bewertung (Diskontsätze)
Was ist das ALPHA und das BETA bei der Perfomnacemessung
Im Diagramm Rendite Portfolio (y) zu Benchmark (x)
Alpha ist der Achsenabschnitt und Beta ist die Steigung der Schätzkurve über mehrere Jahre
-> Beta = 1 heisst, dass die Rendite des Portfolios im Gleichschritt mit der Rendite des Benchmarks lief
- Steigung > 1 Der Manager hat im Timing besser abgeschnitten
-> Alpha = 0 heisst, dass bei einer Rendite des Benchmarks von 0 auch das Portfolio keine Rendite erzielen würde
- Alpha >0 Der Manager hat also die besseren Firmen ausgewählt
Wie verhält es sich so mit Prognosen
Prognosen sind nur gut, wenn sich die Zukunft aufgrund der Vergangenheit auch wirklich voraussagen lässt.
Stochastische Prozesse sind nur beingt bzw. nur in sehr naher Zukunft voraussagbar.
Wie soll mit der Mandatsvergabe umgegangen werden
- Eine Mehrrendite ohne Zusatzrisiko gegenüber dem breiten Markt zu erreichen, ist extrem schwierig. -> Manager gehen daher meist systematische Risiken ein (Kreditrisiken, Anlage in Small Caps)
- Beurteilung der Leistung auf zu kurzfristigen Anlagerenditezielen führt aufgrund der hohen Turn-over und den damti verbundenen Transaktionskosten meist zu höheren Kosten
- Die Anlageleistung ist aber dennoch eine wichtige Grundlage für die Vergabe
- Neu vergebene Mandate erreichen selten die Performance, wie im Track Record aufgeführt
- Gekündigte Mandate sind meist schlecht vor der Kündigung, danach aber einfach Mittelmass
- Die Kündigung nur aufgrund der Performance birgt die Gefahr einer zu frühen Kündigung -> Transaktionskosten
- Überwachung der Manager nicht nur auf quantitativen Kriterien abstützen, sondern auch qualitative Kriterien miteinbeziehen.
Aktive oder passive Mandate
- Aktive Mandate waren sowohl bei Aktien als auch bei Obligationen teuerer als passive
- Die Streuung der Performance der aktiven Mandate war sowohl bei den Aktien als auch bei den Obligationen deutlich höher
- Der Mittelwert lag bei den aktiven Aktienmandaten deutlich tiefer als die Passivmandate
- Bei den Obligationen konnten Aktivmandate leicht ourperformen
- Kosten und Performance sind bei Aktivmandaten deutlich negativ korreliert
Warum Fremdkapital
- Nicht genügend EK für eine Investition
- Steuerliche Begünstigung
- EK-Rendite wird erhöht
- ABER auch das EK-Risiko! Wertschwankungen der Aktiven müssen mit dem EK auf der Passiven kompensiert werden (FK ist fix!)