Steuerungstechnik

Technischer Fachwirt Technische Qualifikationen 16/17

Technischer Fachwirt Technische Qualifikationen 16/17


B. S.
Diese Lernkarten behandeln Grundlagen und Anwendungen der Steuerungstechnik mit Fokus auf Pneumatik und Sensorik für die Berufslehre. Sie erklären Aufbau und Funktion pneumatischer Systeme, verschiedene Zylinderarten, Ventile sowie Vor- und Nachteile der Pneumatik, ergänzt durch Regelungstechnik mit Sensoren, Signalarten und Reglertypen. Praktische Beispiele zu Schaltern, Messmethoden und Signalverarbeitung runden das Wissen ab. Ideal für Auszubildende und Technikinteressierte, die Grundlagen der Automatisierungstechnik verstehen und anwenden möchten.
Flashcards
33
Students
7
Language
German
Category
Technology
Created / Updated
05.05.2016 / 27.08.2026

Flashcards

Definition eines Sensors

Ein Sensor erfasst/erkennt eine physikalische oder geometrische Größe und gibt sie als elektrisches Signal aus.

Aktive Sensoren

Aktive Sensoren erzeugen aufgrund des Messprinzips ein elektrisches Signal. Dabei wird keine Hilfsenergie benötigt. z.B. Feuerzeugzündfunke.

Passive Sensoren

Passive Sensoren enthalten passive Bauteile, deren Parameter durch die Messgröße verändert wird. Durch eine  Primärelektronik werden diese Parameter in elektrische Signale umgeformt. Es wird eine Hilfsenergie benötigt. z.B. Winkelmessung über ein Potentiometer

Messwandler

Ein Messwandler ist ein Sensor bei dem die gleiche physikalische Größe am Eingang und Ausgang anliegt. z.B. Stromzange

Arten der Ausgangssignalart

  • Analogsignal
    • besser für Tendenzen
    • zu jedem Messwert ein Ausgangswert
    • es gibt keine Hysterrese
  • Binäresignal
    • keine Zwischenwerte
    • entweder/oder
  • Digitalsignal
    • keine Zwischenwerte
    • nur 1 Ausgangswert

Messmethoden

  • direkte Messmethode
    • z.B. Maßstab
  • indirekte Messmethode
    • es wird eine andere größe gemessen und daraus die Messgröße ermitelt

binäre, digitale und analoge Sensoren

  • Mechanische Sensoren
    • Endschalter
  • Drucksensoren
    • z.B. Manometer
  • Dehnungsmessstreifen
    • Foliendehnungsmessstreifen
  • Inkrementelle Weg- und Winkelmessung
  • Absolute Weg- und Winkelmessung

binäre, digitale und analoge Sensoren (optische Sensoren)

  • Einweg Lichtschranke
    • besteht aus Lichtquelle und Lichtempfänger
  • Reflex Lichtschranke
    • besteht aus Sender, Empfänger und Reflektor
    • Sender und Empfänger in einem Gehäuse
  • Reflex Lichttaster
    • Sender und Empfänger in einem Gehäuse

binäre, digitale und analoge Sensoren (Akustische Sensoren)

  • Ultraschall Näherungsschalter
    • durch Lichtquellen oder Verschmutzungen nicht beeinträchtigt

binäre, digitale und analoge Sensoren (Näherungsschalter)

  • Magnetischer Näherungsschalter
    • Readkontakt
    • reagieren auf Magnetfelder
  • Induktiver Näherungsschalter
    • detektiert nur elektrisch leitfähige Materialien
  • Kapazitiver Näherungsschalter
    • erfassen alle Werkstoffe in jedem Zustand

Steuern und Regeln

  • Steuerung
    • offener Wirkungsweg
    • Störungen werden nicht ausgeregelt
  • Regelung
    • geschlossener Wirkungsablauf
    • Störungen werden ausgeregelt

Reglerarten

  • unstetige Regler
    • Stellgröße erfolgt Sprunghaft
    • z.B. Zweipunktregler, Dreipunktregler, Mehrpunktregler
  • stetige Regler
    • Stellgröße erfolgt kontinuierlich
    • z.B. P-Regler (proportional), I-Regler (integral), PI-Regler (proportional-integral), PD-Regler (proportional-differentiell), PID-Regler

Wann können physikalische Gößen geregelt werden

Wenn sie messbar und beeinflussbar sind

Elektromagnetische Schalter

  • Relais
    • Kontakte: öffner, schließer, wechsler
    • Steuerkontakte
      • öffner -> 1, 2
      • schließer -> 3, 4
      • wechsler -> 1, 2, 4
  • Schütz
    • Kontakte: öffner, schließer
    • Hauptstromkontakte
      • eingang -> 1, 3, 5, 7
      • ausgang -> 2, 4, 6, 8

Formelzeichen regelungstechnischer Größen

  • Regelgröße -> x (die zu regelnde Größe)
  • Führungsgröße -> w (Sollwert)
  • Rückführgröße -> r
  • Reglerausgangsgröße -> m
  • Stellgröße -> y
  • Regeldifferenz -> e
  • Störgröße -> z

Wie nennt man den Ausgeglichenen Zustand in einer Regelung

Beharrungszustand

Regelstrecken mit Ausgleich

Die Regelgröße nimmt nach einer Änderung der Stellgröße wieder einen konstanten Beharrungszustand an

Regelstrecken ohne Ausgleich

Die Regelgröße nimmt nach einer Änderung/Störgöße keinen neuen Bearrungszustand ein

Was ist Pneumatik

Pneumatik ist die Anwendung von Gasen, vor allem Luft in Maschinenanlagen als Energieträger für Arbeitsprozesse und Steuerungen

Pneumatik Vorteile

  • kostenloser Energieträger
  • unbegrenzt vorhanden
  • Kompressibilität dadurch speicherbar
  • temperaturunabhängig
  • relativ sauber
  • einfacher Aufbau der Arbeitselemente
  • überlastsicher
  • hohe Arbeitsgeschindigkeit
  • keine Rückleitungen

Pneumatik Nachteile

  • teure Aufbereitung
  • Kompressibilität dadurch keine gleichmäßige und konstante Kolbengeschwindigkeit
  • Kraft geringer als bei Hydraulik
  • Abluft ist laut

Welche Bestandteile umfasst ein Pneumatiksystem

  • Wartungsgeräte -> z.B. Druckluftfilter
  • Leustungsventile -> z.B. Wegeventile
  • Regelventile -> z.B. Druckregelventile
  • Antriebe -> z.B. Zylinder
  • Signalelemente -> z.B. Endschalter
  • Zubehör -> z.B. Verschraubungen

Welcher druck herrscht in einem normalen Pneumatiksystem

6 Bar

Beschreibung Schütz/Relais

  • Schütz
    • Elektromagnetischer Schalter für viel Strom (Hauptstrom)
  • Relais
    • Elektromagnetischer Schalter für wenig Strom (Steuerstrom)

Nenne 3 Doppelwirkende Pneumatikzylinder

  • Doppelt wirkender Zylinder
  • Doppelt wirkender Zyliner ohne Kolbenstange
  • Lineareinheit (2 Doppelt wirkende Zylinder)

Arbeiten eines Einfach wirkenden Pneumatikzylinders

  • Schieben
  • Auswerfen
  • Sortieren
  • Spannen
  • Stanzen

Arbeiten eines Doppelt wirkenden Pneumatikzylinders

  • Heben, Senken und Halten schwerer Lasten

Arbeiten eines Doppelt wirkenden Pneumatikzylinders ohne Kolbenstange

  • Für Anwendungen mit Magnet, Rollen oder Bänder
  • Gleiche Kolbenkräfte auf beiden Seiten

Arbeiten einer Pneumatischen Lineareinheit

  • Wird eingesetzt wenn sich der Zylinder nicht verdrehen darf

Nenne 5 oder mehr Bauformen von Pneumatikzylindern (Aktuatoren/Aktoren)

  • Spannzylinder (kleiner Hub)
  • Balgzylinder (Gummibalg)
  • Kurzhubzylinder
  • Mehrfachzylinder
  • Flachzylinder
  • Doppelkolbenzylinder (verdrehsicher)
  • Zylinder mit integriertem Ventil
  • Edelstahlzylinder
  • Hygienezylinder
  • Multimountzylinder
  • Zylinder mit Führung (verdrehsicher)
  • Pneumatischer Muskel

Warum werden Ventile vorgesteuert (indirekt)

Um mit kleinen Kräften viel Volumen schalten zu können

Wie nennt man ein Ventil das ohne Feder beidseitig angesteuert wird

Impulsventil bzw. Speicherventil

Warum ist die Abluftdrosselung der Zuluftdrosselung vorzuziehen

Weil bei langsamen Zylinderbewegungen das Stick-Slip Verhalten wesentlich später eintritt

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