Wirtskurs Basel-Stadt 2016


C. R.
Diese Lernkarten behandeln die Grundlagen des Steuerrechts und der Buchführungsvorschriften auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf Themen wie Mehrwertsteuer, Rechnungsstellung, Buchhaltungspflichten und die korrekte Führung von Geschäftsbüchern. Die Karteikarten sind besonders nützlich für angehende Buchhalter, Steuerberater und Unternehmer, die ihre Kenntnisse in diesen Bereichen vertiefen möchten.
Flashcards
32
Students
4
Language
German
Category
Law
Created / Updated
01.08.2016 / 26.04.2018

Flashcards

Wie sollte die Aktenablage organisiert sein?

  • zweckmässig
  • systematisch
  • nachvollziehbar 
  • à jour 

Was versteht man unter der gesetzlichen Aufbewahrungspflicht?

Geschäftsbücher, Geschäftskorrespondenz und Buchungsbelege müssen 10 Jahre aufbewahrt werden

Was versteht man unter Editionspflicht?

notwendige Akten müssen bei Bedarf wieder gefunden werden und lesbar gemacht werden können (Computerdateien)

Was sind die Vorteile für eine zweckmässig organisierte und laufende Ablage?

  • tägliche Büroarbeit wird effizienter
  • gesetzliche Pflicht ist erfüllt
  • Unterlagen können jederzeit gefunden werden
  • Revision (AHV, MwSt, SUVA, Steuern) verjährt nach 5 Jahren

Wann besteht eine Revisionsstellenpflicht?

ab 10 Vollzeitangestellten

Wie unterscheiden wir die Aktenablage

  • Dauerakten (Mietvertrag, etc.) --> stets griffbereit und ändern selten 
  • laufende Akten (Lieferscheine, Rechnungen) --> ändern laufend und werden nach 1-2 Jahren archiviert

Wie unterscheiden sie Dauerakten?

  • Gründungs- und Eröffnungsunterlagen (z. Bsp. Übernahmeprotkolle, HR-Auszug, Businessplan
  • Verträge
    • Mietvertrag
    • Kreditvertrag
    • Darlehensvertrag
    • Leasingvertrag
    • Lieferantenverträge
    • Service- und Wartungsverträge
    • etc

Welche weiteren DaueraktenAkten müssen auch abgelegt werden?

  • aktuelle Personalstammblätter und Arbeitsverträge
  • Unterlagen und Rechnungen zu Investitionen (Anlagevermögen)
  • Sozialversicherungen
    • AHV / IV / EO /ALV
    • UVG (Unfallversicherung)
    • KTG (Krankentaggeld, freiwillig)
    • BVG (Berufliche Vorsorge = Pensionskasse)
  • Sach- und Haftpflichtversicherungen
    • Feuer, Diebstahl, Wasser, Glas
    • Haftpflicht
    • Motorfahrzeug
    • Betriebsunterbruch (fixe Kosten decken wie beispw. Löhne)
    • ev. Rechtsschutz etc.

Nennen Sie Beispiele für laufende Akten:

  • Tagesabrechnungen der Kasse inkl. allen Belegen
  • Post- und Bankbelege
  • offene Debitoren (Kreditkarten, nach Fälligkeit sortiert)
  • bezahlte Debitoren (alphabetisch)
  • Waren und andere Inventuren
  • offene Warenlieferungen und Lieferscheine
  • offene Kreditoren (nach Fälligkeit sortiert)
  • bezahlte Kreditoren (alphabetisch)

Was gehört in die Lohn und Steuerablage?

  • Lohnabrechnungen, -ausweis und Lohnsummenmeldungen
  • Quellensteuer / Asylabgabe
  • Jahresabschluss und Kontoblätter
  • Steuererklärung, -veranlagung und MwSt Abrechnung

Welche Unterlagen müssen Sie für die Steuererklärung parat machen

  • EInkünfte (Lohnausweis, Jahresabschluss)
  • Vermögenserträge (Zinsausweis Bank)
  • Liegenschaften (Einnahmen / Ausgaben)
  • Berufsauslagen (Fahrtkosten, Weiterbildung und auswärtige Verpflegung)
  • Schuldenzinsen
  • weitere Abzüge (Spenden, Säule 3a, Versicherungen)
  • Vermögen und Schuldenaufstellung

Welche zwei Grundfragen muss das Rechnungswesen beantworten?

  1. wie hoch ist der Gewinn und wie ist er entstanden?
  2. ist genügend Liquidität (Geld) vorhanden?

Mit was kann man Geld und Gewinn vergleichen?

Luft und Nahrung

Luft = Liquidität

Nahrung = Gewinn

Für wen erstellt man die Buchhaltung?

  1. Betriebsinhaber zur gezielten Betriebsführung
  2. Erfüllung von gesetzlichen Vorschriften 

In welche zwei Teile wird die Buchhaltung geteilt?

Vermögenslage (Bilanz)

Erfolgslage (Erfolgsrechnung)

Wann muss sich ein Einzelunternehmer ins HR-Register eintragen lassen?

  • nach kaufmännischer Art geführtes Gewerbe
  • Roheinnahmen (Bruttoeinnahme) von über 100'000.--

Was wird im HR eingtragen?

  • Firma (Name des Geschäfts)
  • Zweck (Natur des Geschäfts)
  • Sitz (Geschäftsdomizil)
  • Zeichnungsberechtigte (Haftung)
  • Rechtsform (AG, Einzelfirma, GmbH)

Wer ist verpflichtet zur Führung einer Buchhaltung?

  • Einzelunternehmen und Personengesellschaften, die einen Umsatzerläs von mindestens 500'000.-- im letzten Geschäftsjahr erzielt haben
  • Juristische Personen (AG, GmbH)

Wie lange muss man die Geschäftsbücher aufbewahren?

10 Jahre

Was ist die Mehrwertsteuer?

MwSt ist eine Verbrauchssteuer, die auf den Konsumenten abgewälzt wird.

Die Mehrwertsteuer wird für einen Unternehmer auf dem Einkauf und Verkauf berechnet. Wie heissen diese beiden Steuern?

EInkauf = Vorsteuer

Verkauf = Umsatzsteuer

Wieiviel Mehrwertsteuer bezahlt ein Unternehmer? 

Differenz ziwschen Umsatzsteuer (muss er bezahlten) und Vorsteuer (kann er zurückfordern)

Welche 6 Punkte müssen auf einer Rechnung erwähnt sein, damit die Vorsteuer zurückgefordert werden kann?

  1. Name, Adresse und MwSt-Nr. des Lieferanten
  2. Name, Adresse des Empfängers (bis 400.-- nicht nötig)
  3. Datum und Zeitraum der Lieferung
  4. Art, Gegenstand oder Umfang der Lieferung
  5. Rechnungsbetrag
  6. MwSt Betrag oder Satz

Was ist eine MwSt-konforme Rechnung?

Wenn diese die folgenden Punkte enthält:

  1. Name, Adresse und MwSt-Nr. des Lieferanten
  2. Name, Adresse des Empfängers (bis 400.-- nicht nötig)
  3. Datum und Zeitraum der Lieferung
  4. Art, Gegenstand oder Umfang der Lieferung
  5. Rechnungsbetrag
  6. MwSt Betrag oder Satz

Wer ist Mehrwertsteuerpflichtig?

  • ab 100'000.-- Umsatz (pro Jahr) gewerblich tätige Unternehmen 
  • bei Warenimport bei der Einfuhr

Welche Steuersätze gibt es?

  • reduzierter Steuersatz 2.5%
  • Sondersteuersatz 3.8% 
  • Normaler Steuersatz 8%

Wann wird welcher Satz abgerechnet?

  • 2.5% auf alle lebensnotwendigen Güter (Blumen, Zeitung, Lebensmittel)
  • 3.8% auf Beherbergung und Frühstück
  • 8% auf alle Güter und Dienstleistungen

Was bedeutet Saldosteuersatzmethode?

Die Vorsteuer können nicht zurückgefordert werden. 

Auf dem steuerpflichtigen Umsatz wird nur der Pauschalsteuersatz abgerechnet (nicht die MwSt)

Wie hoch sind die Pauschalsteuersätze im Gastgewerbe?

  • Restauration: 5.2%
  • Beherbergung und Frühstück: 2.1%

Ab welchem Umsatz darf ein Restaurationsbetrieb nicht mehr pauschal abgerechnet werden?

2'100'000.--

Was ist sehr wichtig im Take Away Geschäft?

dem Gast die Quittung mitzugeben, sonst ändert der Mehrwertsteuersatz

Welche drei Kriterien müssen erfüllt sein, um wirtschaftlich erfolgreich zu sein?

  1. Standort = Umsatz
  2. Effizienz = Personal
  3. Wareneinkauf, Kalkulation

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