Statistik Basics

Statistik Basics, Bsc Physiotherapy, Modul Wissenschaftliches Arbeiten 3

Statistik Basics, Bsc Physiotherapy, Modul Wissenschaftliches Arbeiten 3


S. Z.
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in grundlegende statistische Konzepte für Universitätsstudenten. Sie decken Themen wie Mittelwerte, Zusammenhänge, Stichproben, Vertrauensintervalle und Hypothesentests ab. Die Karteikarten erklären, wie man Daten analysiert, Zusammenhänge interpretiert und statistische Tests anwendet. Medizinstudenten profitieren besonders davon, da sie lernen, wie man Daten aus Studien korrekt auswertet und interpretiert, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Flashcards
40
Students
3
Language
German
Category
Medical
Level
University
Created / Updated
16.03.2016 / 27.07.2017

Flashcards

 

verschiedene Datentypen eines Merkmals 

     Qualitativ -> nicht messbar!

o   Nominal: merkmalswerte können nicht natürlich geordnet werden, keine natürliche Codierung, Bsp: Geschlecht, Herkunft, Studienfach

o   Ordinal: Merkmalswerte können natürlich geordnet werden, Bsp: Schmerzen (schwach, mittel, stark), Meinungsangaben (ja, vielleicht, nein)

     Quantitativ -> messbar!

o   Ordinal (mit quantitativer Bedeutung): Merkmalswerte können natürlich geordnet werden, Bsp: VAS, IQ

o   Rationalskaliert: 0 ist ein absolute Wert (kann nicht negativ sein!) Bsp: Alter, Körpergrösse, Einkommen

o   Intervallskaliert: 0 ist ein willkürlicher Wert, Bsp: Temperatur in °C oder ° F (0° ist icht überall gleich definiert)

 

Wie kann man qualitative Mermale darstellen?

- Häufigkeitstabelle
- Kuchendiagramm
- Balkendiagramm

 

Mittelwert

 

alle Werte zusammenzählen und durch Azahl Werte teilen

 

Median

 

teilt die Stichprobe in 2 Hälften, 50% der Daten sind kleiner oder grösser als der Median

 

Minimum - Maximum

 

kleinster & grösster Werz einer Stichprobe

unteres / erstes Quartil

oberes / drittes Quartil

25% liegen darunter, 75% darüber

75% liegen daruter, 25% darüber

 

Spannweite

 

Maximum minus Minimum (Differenz)

 

IQR (Interquartilsabstand)

 

Differenz des oberen und des unteren Quartils -> die extremsten Werte, die oberen und unteren 25% werden somit eliminiert!

 

Varianz

 

mittlere quadratische Abweichung der Daten zu ihrem Mittelwert

 

Standartfehler

 

se(x) = sd(x) / Wurzel von n

 

Standartabweichung

 

die Quadratwurzel der Varianz

 

Schiefe

misst die Symmetrie/Asymmetrie eines Datensatzes

> 0 heisst rechtsschief oder linkssteil
< 0 heisst linksschief oder rechtssteil
= 0 heisst symmetrische Verteilung

 

 

Darstellung von quantitativen Daten

- empirische Verteilfunktion
- Boxplot
- Histogramm

empirische Verteilfuktion

Fn(x) ist der Anteil der Werte, die kleiner sind als x!
-> kann beim Abschätzen von Wahrscheinlichkeiten dienen: ca. 6% der Schüler sind 1.60m oder kleiner, gleichzeitig heisst es auch, dass die Wahrscheinlichkeit, dass eine zufällig ausgewählte Studentin kleiner als 160 ist, 6% beträgt.
-> die empirische Verteilungsfunktion schätzt die wahre Verteilungsfunktion F ab.

 

Boxplot

-> macht ab einer Stichprobengrösse von n= 15 Sinn
-> man kann mit Hilfe des Boxplots gut beurteilen ob die Daten symmetrisch verteilt sind oder nicht (wenn man Darstellung beim Median spiegeln kann, dann symmetrisch!)
-> der Boxplot ist nicht gut verfälschbar!

 

Histogramm

-> Anzahl Kategorien idealerweise zwischen 5 und 20
-> macht ab einer Stichprobengrösse von n=50 Sinn
-> in einem Histogramm wird zu jeder Kategorie ein Balken in der Höhe der absoluten oder relativen Kategorienhäufigkeit gezeichnet.
-> Unterschied zum Balkendiagramm = keine Lücken zwischen den Balken
-> die gleichen Daten mit unterschiedlicher Intervalleinteilung!
-> das Histogram schätzt die Dichtefunktion f ab.

 

Zusammenhang Verteilungs- & Dichtefunktion

 

Die Verteilungsfunktion an der Stelle t ist die Fläche unter der Dichtefunktion bis zur Stelle t. -> 2 verschiedene Darstellungen vom Gleichen.

 

Stichprobe

:->  ein Teil der Population

     Einfache Stichprobe: man erhält sie indem man zufällig einige Personen aus einer Population auswählt

     Geschichtete Stichprobe: wenn die Population inhomogen ist (verschiedene Altersgruppen, Geschlechter, soziale Schichten, usw.) muss die Population in Untergruppen aufgeteilt werden und aus jeder Untergruppe eine einfache Stichprobe gezogen werden.

o   Proportional: die richtigen Proportionen einer Population werden gewahrt, eine solche Stichprobe ist repräsentativ für die Population

o   Disproportional: aus jeder Schicht wird die gleiche Anzahl Elemente ausgewählt. Diese Methode erleichtert den Vergleich zwischen den verschieden Schichten.

 

prospektiv vs, retrospektiv

Prospektiv: die Behandlung liegt in der Gegenwart oder der Zukunft
Retrospektiv: die Behandlung liegt in der Vergangenheit

 

Bias

Resultate und Folgerungen sind verfälscht (biased): 3 Kategorien von Bias-Fehlern:

      - Bias durch die Auswahl der Probanden in einer Stichprobe

      - Bias durch die Vermengung, wenn wichtige Faktoren nicht berücksichtigt werden

      - Bias durch falsche Informationen

 

Randomisierung & Stratifikation

Randomisierung: die Gruppenzuteilung der Probanden einer Studie erfolgt zufällig

Stratifikation: wenn bei der Randomisierung bestimmte Faktoren mit einbezogen werden, die die Zielgrösse stark beeinflussen können.

 

Normalverteilung

-        Mittelwerte von genügend vielen unabhängigen Zufallsexperimenten sind annäherungsweise normalverteilt
-        Zufällige Messfehler sind bei einigen Versuchen annäherungsweise normalverteilt
-        Einige quantitative Merkmale sind normalverteilt
-        Die Normalverteilung ist symmetrisch!
Wenn eine Normalverteilung herrscht, dann liegt zwischen dem Mittelwert +/- der Standartabweichung ca. 1/3 der gesamten Stichprobe:

 

QQ-Plot

Zur Beurteilung ob Daten normalverteilt sind, benutzt man das Quantil-Quantil-Diagramm (QQ-Plot). Wenn die Daten normalverteilt sind, sollten die Punkte auf einer Geraden liegen.
-> kann erst ab einer Stichprobengrösse von mindestens n=30 eingesetzt werden.
(wenn man nicht berechnen kann ob eine Stichprobe normalverteilt ist oder nicht, geht man davon aus, dass sie NICHT normalverteilt ist!)

Rote Hilfslinien: nicht mehr als 5% aller Punkte dürfen ausserhalb dieser Linien liegen

 

Punktschätzung

Man möchte den Populationsmittelwert herausfinden, dies geschieht auf einfache Weise mit dem empirischen Mittelwert geschätzt werden. Dabei entsteht ein einziger Wert, welcher aber sehr ungenau sein kann!

 

Vertrauensintervall

Dabei wird eine untere und eine obere Grenze angegeben, zwischen denen der wahre Wert mit einer Vertrauenswahrscheinlichkeit von 95% liegt. Das heisst das Vertrauensintervall erlaubt 5% Fehlerquote. (wenn wir ein Experiment 100x Wiederholen, dann liegt der wahre Wert 95x im Vertrauensintervall drin)


zweiseitig: eine untere und obere Grenze wird geschätzt.
einseitig: es wird nur eine Grenze geschätzt, die andere wird auf - oder  gesetzt

 

das Vertrauensintervall wird schmaler falls:

- der Stichprobenumfang grösser wird
- die Streuung der Daten kleiner wird
- die Vertrauenswahrscheinlichkeit kleiner wird

 

Interpretation Vertrauensintervall

 

wenn 0 nicht im Vertrauensintervall ist, gibt es einen signifikanten Unterschied zwischen den zwei Gruppen (zu 95%)

 

abhängige / unabhängige Gruppen

Wenn wir Populationsmittelwerte zweier Gruppen miteinander vergleichen möchten, müssen wir zuerst bestimmen, ob die beiden Gruppen abhängig (verbunden, gepaart) oder unabhängig (unverbunden, ungepaart)

dieselben Messungen an den gleichen Personen -> abhängig
dieselben Messungen an unterschiedlichen Personen -> unabhängig

 

statistische Hypothesen

Nullhypothese: darunter versteht man die Behauptung, die man ablehnen / widerlegen möchte. Sie enthält im Normalfall de Gleichheit. Bsp: die Mittelwerte der Messungen der Gruppe 1 sind gleich gross wie die Mittelwerte der Messungen der Gruppe 2.

Alternativhypothese: sie wird der Nullhypothese gegenüber gestellt, sie enthält also die Motivation unseres Experimentes. Sie kann sowohl einseitig, wie auch zweiseitig formuliert werden.

Bsp zweiseitig: die Mittelwerte der Messungen der Gruppe 1 sind nicht gleich gross, wie die Mittelwerte der Messungen der Gruppe 2.
Bsp einseitig: die Mittelwerte der Messungen der Gruppe 1 sind grösser als die Mittelwerte der Messungen der Gruppe 2.

 

p-Wert

die Wahrscheinlichkeit, dass der beobachtete Wert der Teststatistik unter der Nullhypothese vorkommen kann.

Ist diese Wahrscheinlichkeit genügend klein, so ist die Nullhypothese nicht plausibel. Als übliche Grenze (sogenanntes Signifikanzniveau) nimmt man meistens 5%. Je kleiner der p-Wert (normalerweise Grenze von 5%, als Dezimalzahl 0.05), desto unwahrscheinlicher, dass die Nullhypothese stimmt (das was wir wollen!)
Interpretation:

<0.05 man entscheidet zugunsten der Alternativhypothese
<0.05 man kann die Alternativhypothese nicht beweisen, heisst aber nicht, dass sie falsch ist

 

Wann benutze ich welchen statistischen Test?

et voilà

 

Fehler 1. & 2. Art

et voilà

Streudiagramm

-> beschreibt den Zusammenhang zweier Variablen
-> jeder Punkt repräsentiert eine Stichprobe
-> je weiter die Punkte voneinander entfernt sind, desto geringer ist der Zusammenhang

 

Korrelationskoeffizient nach Pearson

 = r
-> beschreibt den linearen Zusammenhang zweier Variablen
-> ist NICHT robust gegenüber Ausreissern!

 

Interpretation Korrelationskoeffizient nach Pearson

- kein Zusamenhang r = 0
- positiver Wert = positive Steigung, negativer Wert = negative Steigung
- starker linearer Zusammenhang r=/> 0.7
- mittlerer linearer Zusammenhang r= 0.3-0.7
- schwacher linearer Zusammenhang r < 0.3

 

Rangkorrelationskoeffizient nach Spearman

=rs
-> beschrebt den monotoen Zusammenhang zweier Variablen
-> ist robust gegnüber Ausreissern
-> dieselbe Interpretation wie beim Korrelationskoeffizient nach Pearson

 

Bezeichnung der Variablen

abhängige oder erklärte Varieble: y-Achse
unabhängige oder erkärende Variable: x-Achse

Bsp: welche Faktoren haben einen starken Einfluss auf den Blutdruck? BD wäre die abhängige Variable und der Rest sind die erklärenden Variablen.

 

Regressionsgerade

y = a + b * x

-        Die Gleichung erlaubt nun eine Vorhersage. -> man kann einfach die erhaltene Zahl x in die Gleichung einsetzen, ist bei einem mittleren linearen Zusammenhang sehr ungenau!

-        Die Regressionsgerade wird so berechnet, dass die Summe aller Abweichungen dieser Gerade möglichst klein ist. Und dass sich diese nicht aufheben, werden die Werte quadriert.

-        Die Regressionsgerade verläuft durch den so genannten Schwerpunkt (y:x) der Daten.

 

Residuenanalyse

Residuen = Abweichungen der Regressionsgerade zu den y Werten
-> sind sie normalverteilt?
-> haben sie eine konstante nicht von x abhängige Variabilität? (also keinen linearen / monotonen Zusammenhan!)

 

Bestimmtheitsmass

- bestimmt die Stärke des Zusammenhangs zwischen abhängiger und erklärender Variable.
- In der einfachen linearen Regression entspricht das Bestimmtheitsmass dem Korrelationskoeffizienten nach Pearson im Quadrat.
- Ist R2 < 0.5 spricht man von einem starken Zusammenhang.

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