Stahlbau_Gesamt

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E. O.
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278
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Berufskunde
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
18.09.2026 / 18.09.2026

Lernkarten

[01-001 · Grundlagen und Werkstoff] Welche Vorteile haben Stahlkonstruktionen?

Hohe Tragfähigkeit bei schlanken Querschnitten; geringes Eigengewicht der Konstruktion; kurze Bauzeit durch Vorfertigung; grosses Verformungsvermögen; gute Anpassbarkeit und Rückbaubarkeit; Recyclingfähigkeit.Quelle: PP1, Folie 8

[01-002 · Grundlagen und Werkstoff] Welche Nachteile haben Stahlkonstruktionen?

Ungeschützter Stahl verliert im Brand Tragfähigkeit; Korrosionsanfälligkeit; gute Schallleitung; schlanke Konstruktionen können schwingungsanfällig sein.Quelle: PP1, Folie 8

[01-003 · Grundlagen und Werkstoff] Nenne fünf Anwendungsgebiete des Stahlbaus.

Industrie- und Lagerhallen; Geschoss- und Hochhausbau; Brücken; temporäre Abfangungen und Spriessungen; Masten, Krane oder Behälter.Quelle: S3, S. 3-2

[01-004 · Grundlagen und Werkstoff] Warum ermöglicht Stahl grosse Spannweiten bei relativ geringem Materialeinsatz?

Seine hohe Festigkeit erlaubt schlanke Bauteile. Geeignete Querschnitte ordnen das Material dort an, wo es für die Tragwirkung besonders wirksam ist.Quelle: S3, Abschn. 3.1 und 3.6.2

[01-005 · Grundlagen und Werkstoff] Ist Recyclingfähigkeit allein ein Beweis für eine nachhaltige Stahlkonstruktion?

Nein. Auch Herstellungsenergie, Materialmenge, Nutzungsdauer, Korrosionsschutz, Wiederverwendung und Rückbaubarkeit beeinflussen die Umweltwirkung.Quelle: S3, Abschn. 3.3.6; Verständnisfrage

[01-006 · Grundlagen und Werkstoff] Wie verläuft die klassische Herstellung vom Eisenerz zum Stahl?

Eisenerz wird im Hochofen zu Roheisen reduziert. Im Sauerstoffkonverter werden überschüssiger Kohlenstoff und Begleitelemente oxidiert. Danach folgen Nachbehandlung, Giessen und Umformen.Quelle: A1.1, S. 2-6; S3, S. 3-4 bis 3-6

[01-007 · Grundlagen und Werkstoff] Welche zwei Hauptaufgaben hat Koks im Hochofen?

Er liefert Wärme und dient als Reduktionsmittel beziehungsweise zur Erzeugung des Reduktionsgases. Dadurch wird dem Eisenerz Sauerstoff entzogen.Quelle: A1.1, S. 2; S3, S. 3-4

[01-008 · Grundlagen und Werkstoff] Warum eignet sich Roheisen nicht unmittelbar für gewalzte Stahlbauprofile?

Sein hoher Kohlenstoffgehalt macht es spröde. Durch Frischen werden Kohlenstoff und unerwünschte Begleitelemente reduziert.Quelle: S3, S. 3-4

[01-009 · Grundlagen und Werkstoff] Was bedeutet Frischen bei der Stahlherstellung?

Oxidieren und Entfernen überschüssigen Kohlenstoffs sowie bestimmter Begleitelemente aus der Schmelze, beispielsweise durch Einblasen von Sauerstoff.Quelle: A1.1, S. 3; S3, S. 3-5

[01-010 · Grundlagen und Werkstoff] Wie wird im Elektrolichtbogenofen Stahl hergestellt?

Elektrische Lichtbögen liefern die Wärme zum Einschmelzen vor allem von Stahlschrott; auch Eisenschwamm und weitere metallische Einsatzstoffe sind möglich.Quelle: A1.1, S. 3 und 6

[01-011 · Grundlagen und Werkstoff] Welche Funktion hat das Stranggiessen?

Flüssiger Stahl wird kontinuierlich in feste Halbzeuge, beispielsweise Brammen oder Knüppel, überführt. Diese werden anschliessend weiterverarbeitet.Quelle: A1.1, S. 6

[01-012 · Grundlagen und Werkstoff] Was bezweckt Normalglühen beziehungsweise Normalisieren?

Ein gleichmässigeres, feinkörnigeres Gefüge herstellen und ungünstige Folgen vorausgegangener Umformungen vermindern; anschliessend wird an ruhender Luft abgekühlt.Quelle: S3, S. 3-7

[01-013 · Grundlagen und Werkstoff] Was bezweckt Spannungsfreiglühen?

Eigenspannungen aus Schweissen, Walzen, Schmieden oder Giessen vermindern. Im Skript: Erwärmen auf etwa 550-650 °C, Halten und langsames Abkühlen.Quelle: S3, S. 3-7 bis 3-8

[01-014 · Grundlagen und Werkstoff] Was geschieht beim Härten von geeignetem Stahl?

Erwärmen in den Austenitisierungsbereich und anschliessend rasches Abkühlen. Die Härte steigt, allerdings können Sprödigkeit und Eigenspannungen zunehmen.Quelle: S3, S. 3-8

[01-015 · Grundlagen und Werkstoff] Was bewirkt Anlassen nach dem Härten?

Es vermindert Sprödigkeit und einen Teil der Eigenspannungen und verbessert die Zähigkeit. Dazu wird der gehärtete Stahl nochmals auf eine niedrigere Temperatur erwärmt.Quelle: S3, S. 3-8

[01-016 · Grundlagen und Werkstoff] Was bedeutet Vergüten?

Die Kombination aus Härten und anschliessendem Anlassen.Quelle: PP1, Folie 42; S3, S. 3-8

[01-017 · Grundlagen und Werkstoff] Wie beeinflusst Kaltverfestigung die Stahleigenschaften?

Plastische Kaltumformung erhöht die Fliessgrenze, vermindert aber in der Regel Duktilität und Zähigkeit.Quelle: S3, S. 3-8 bis 3-9

[01-018 · Grundlagen und Werkstoff] Was bedeutet Duktilität?

Die Fähigkeit eines Werkstoffs, sich vor dem Bruch plastisch zu verformen.Quelle: S3, S. 3-5 und 3-9

[01-019 · Grundlagen und Werkstoff] Welche vier Bereiche zeigt das Spannungs-Dehnungs-Diagramm eines Baustahls mit ausgeprägtem Fliessbereich?

Elastischer Bereich; Fliessbereich; Verfestigungsbereich; Einschnürungsbereich bis zum Bruch.Quelle: PP1, Folie 44; S3, S. 3-9

[01-020 · Grundlagen und Werkstoff] Was gilt im linear-elastischen Bereich des Spannungs-Dehnungs-Diagramms?

Spannung und Dehnung sind proportional: σ = E · ε. Nach Entlastung verschwindet die elastische Verformung.Quelle: S3, S. 3-9

[01-021 · Grundlagen und Werkstoff] Was bezeichnet die Fliessgrenze fy?

Die Spannung am Übergang zur plastischen Verformung. Oberhalb davon bleiben nach Entlastung Verformungsanteile zurück.Quelle: S3, S. 3-9

[01-022 · Grundlagen und Werkstoff] Was bezeichnet die Zugfestigkeit fu?

Die höchste im Zugversuch erreichte technische Spannung, also die maximale Zugkraft bezogen auf den ursprünglichen Querschnitt.Quelle: S3, S. 3-9; PP4, Folie 61

[01-023 · Grundlagen und Werkstoff] Was passiert nach Überschreiten der Zugfestigkeit im Zugversuch?

Die Probe schnürt sich örtlich ein und bricht schliesslich. Die technische Spannung, bezogen auf die ursprüngliche Fläche, nimmt im Einschnürungsbereich ab.Quelle: S3, S. 3-9 bis 3-10

[01-024 · Grundlagen und Werkstoff] Skizziere das Spannungs-Dehnungs-Diagramm eines duktilen Baustahls.

Waagrecht ε, senkrecht σ. Zuerst eine ansteigende Gerade, dann ein Fliessbereich, anschliessend Verfestigung bis fu und schliesslich Abfall durch Einschnürung bis zum Bruch. fy am Beginn des Fliessens markieren.Quelle: S3, Abb. 3-4; PP1, Folie 44

[01-025 · Grundlagen und Werkstoff] Wie gross ist der Elastizitätsmodul von Baustahl laut Skript?

E = 210'000 N/mm² = 210 kN/mm².Quelle: S3, S. 3-10

[01-026 · Grundlagen und Werkstoff] Was bedeutet die Bezeichnung S235 beziehungsweise S355?

S bezeichnet Baustahl (structural steel); 235 beziehungsweise 355 bezeichnet die Nennfliessgrenze in N/mm². Der anzusetzende Tabellenwert hängt auch von der Erzeugnisdicke ab.Quelle: S3, S. 3-11; PP1, Folie 45

[01-027 · Grundlagen und Werkstoff] Wird ein gleich grosser Stahlträger allein durch den Wechsel von S235 auf S355 wesentlich steifer?

Nein. Der E-Modul ist praktisch gleich. Die elastische Biegesteifigkeit E · I bleibt bei gleichem Querschnitt gleich; die höhere Stahlsorte erhöht vor allem die Festigkeit.Quelle: S3, S. 3-34

[01-028 · Grundlagen und Werkstoff] Welche Rolle spielt Chrom bei nichtrostendem Stahl?

Chrom ermöglicht eine dichte, schützende Passivschicht an der Oberfläche. Die Korrosionsbeständigkeit hängt von Legierung und Umgebung ab.Quelle: S3, Abschn. 3.3.5; S8, Abschn. 8.2.4

[01-029 · Grundlagen und Werkstoff] Bedeutet «nichtrostend», dass Stahl in jeder Umgebung korrosionsbeständig ist?

Nein. Beispielsweise können Chloride die Passivschicht angreifen und Loch-, Spalt- oder Spannungsrisskorrosion begünstigen.Quelle: S8, Abschn. 8.2.4 bis 8.2.6

[02-001 · Profile, Planung und Pfetten] Wofür werden IPE-Profile bevorzugt eingesetzt?

Als Biegeträger, beispielsweise Unterzüge, Pfetten oder Rahmenriegel. Die Materialverteilung ist für Biegung um die starke Achse günstig.Quelle: S3, Abschn. 3.4 und 3.6.2

[02-002 · Profile, Planung und Pfetten] Worin unterscheiden sich HEA, HEB und HEM grundsätzlich?

Es sind Breitflanschprofile unterschiedlicher Querschnittsstärke: HEA leicht, HEB normal, HEM verstärkt. Sie eignen sich unter anderem für Stützen und Träger.Quelle: S3, Abschn. 3.4

[02-003 · Profile, Planung und Pfetten] Warum sind Rund- und Quadrathohlprofile als Druckstützen günstig?

Sie besitzen eine günstige Materialverteilung und ähnlich grosse Knickwiderstände in beiden Hauptachsen. Die Anschlüsse können allerdings aufwendiger sein als bei H-Profilen.Quelle: S3, S. 3-42

[02-004 · Profile, Planung und Pfetten] Wofür eignen sich Winkel- und U-Profile im Stahlbau?

Beispielsweise für Fachwerkstäbe, Verbände, Randträger und Anschlusskonstruktionen; die konkrete Auswahl richtet sich nach Beanspruchung und Anschlussmöglichkeiten.Quelle: S3, Abschn. 3.4

[02-005 · Profile, Planung und Pfetten] Welche Profile werden typischerweise als Pfetten eingesetzt?

Warmgewalzte Profile, etwa IPE, sowie dünnwandige kaltgeformte C- und Z-Profile.Quelle: S3, S. 3-30

[02-006 · Profile, Planung und Pfetten] Was ist der Zweck eines Ingenieurplans im Stahlbau?

Er stellt das Tragwerk übersichtlich dar und enthält die wesentlichen Ergebnisse und Vorgaben der statischen Planung.Quelle: S3, S. 3-19

[02-007 · Profile, Planung und Pfetten] Welche Angaben gehören in einen Ingenieurplan?

Lasten; Schnitt- und Auflagerkräfte; Profilarten und -grössen; System- und Achsmasse; Materialspezifikationen.Quelle: S3, S. 3-19

[02-008 · Profile, Planung und Pfetten] Was ist der Zweck eines Werkstattplans?

Er enthält die Angaben zur Fertigung der einzelnen Bauteile und Anschlüsse, einschliesslich Positionen für Materiallisten.Quelle: S3, S. 3-19

[02-009 · Profile, Planung und Pfetten] Welche Angaben gehören in einen Werkstattplan?

Profiltyp, -grösse und -länge; Schrägschnitte; Verbindungsmittel und Bohrungsmasse; Schweissnahtarten und -dicken; Bauteilpositionen.Quelle: S3, S. 3-19

[02-010 · Profile, Planung und Pfetten] Wer erstellt üblicherweise die Werkstattpläne und auf welcher Grundlage?

Der Stahlbauunternehmer beziehungsweise Metallbau-Konstrukteur auf Grundlage der Ingenieurpläne, abgestimmt mit Fertigung und Montage.Quelle: S3, S. 3-19

[02-011 · Profile, Planung und Pfetten] Welche Normen behandeln Stahlbau und Stahl-Beton-Verbundbau in den Unterrichtsunterlagen?

SIA 263 und SIA 263/1: Stahlbau. SIA 264 und SIA 264/1: Stahl-Beton-Verbundbau.Quelle: PP1, Folie 49; S3, S. 3-16

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