Stahlbau_10_Korrosion_und_Korrosionsschutz

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E. O.
Karten
46
Lernende
0
Sprache
Deutsch
Kategorie
Berufskunde
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
18.09.2026 / 18.09.2026

Flashcards

[10-001 · Korrosion und Korrosionsschutz] Was ist Korrosion?

Eine chemische oder elektrochemische Reaktion eines Werkstoffs mit seiner Umgebung, die ihn verändert und seine Funktion beeinträchtigen kann.Quelle: S8, S. 8-1

[10-002 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Bedingungen begünstigen die atmosphärische Korrosion von Stahl?

Feuchtigkeit und Sauerstoff; Salze und weitere aggressive Stoffe verstärken den Angriff. Bereits ein dünner Feuchtigkeitsfilm kann ausreichen.Quelle: S8, S. 8-13

[10-003 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche fünf wichtigen Korrosionsformen behandelt das Skript?

Flächenkorrosion, Kontaktkorrosion, Lochkorrosion, Spaltkorrosion und Spannungsrisskorrosion.Quelle: S8, Abschn. 8.2

[10-004 · Korrosion und Korrosionsschutz] Was kennzeichnet Flächenkorrosion?

Ein ungefähr gleichmässiger Materialabtrag über grössere Oberflächen. Bei örtlich unterschiedlichem Abtrag können Mulden entstehen.Quelle: S8, S. 8-2 bis 8-3

[10-005 · Korrosion und Korrosionsschutz] Unter welchen Voraussetzungen entsteht Kontaktkorrosion?

Unterschiedliche Metalle sind elektrisch verbunden und durch einen Elektrolyten, etwa Feuchtigkeit, gekoppelt. Das unedlere Metall wird bevorzugt angegriffen.Quelle: S8, Abschn. 8.2.3

[10-006 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welches Flächenverhältnis ist bei Kontaktkorrosion besonders ungünstig?

Eine kleine unedle Metallfläche in Verbindung mit einer grossen edlen Fläche. Der Angriff konzentriert sich dann auf die kleine unedle Fläche.Quelle: S8, S. 8-5

[10-007 · Korrosion und Korrosionsschutz] Was kennzeichnet Lochkorrosion und warum ist sie gefährlich?

Örtliche tiefe Angriffe nach Durchbruch einer Passivschicht, oft durch Chloride begünstigt. Kleine sichtbare Stellen können einen grossen Querschnittsschaden verbergen.Quelle: S8, S. 8-5 bis 8-7

[10-008 · Korrosion und Korrosionsschutz] Warum sind enge Spalten korrosionsgefährdet?

Feuchtigkeit und aggressive Stoffe sammeln sich; der Sauerstoffzutritt ist begrenzt. Das begünstigt lokalen Angriff und erschwert die erneute Bildung einer Passivschicht.Quelle: S8, S. 8-7 bis 8-8

[10-009 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche drei Voraussetzungen kommen bei Spannungsrisskorrosion zusammen?

Ein empfindlicher Werkstoff, ein geeignetes aggressives Medium und Zugspannungen; auch Eigenspannungen können genügen.Quelle: S8, S. 8-8 bis 8-9

[10-010 · Korrosion und Korrosionsschutz] Warum ist «Edelstahl» allein keine ausreichende Werkstoffangabe für tragende Befestigungen im Hallenbad?

Chloridhaltige Umgebung und Zugspannung können bestimmte nichtrostende Stähle durch Spannungsrisskorrosion gefährden. Die konkrete Legierung muss für diese Umgebung geeignet sein.Quelle: S8, S. 8-8; A4.2

[10-011 · Korrosion und Korrosionsschutz] Was ist der Unterschied zwischen Makroklima und Mikroklima?

Makroklima: Atmosphäre am Standort des Bauwerks. Mikroklima: Einflüsse unmittelbar am Bauteil, etwa Kondenswasser, Spritzwasser oder Salzablagerungen.Quelle: PP4, Folien 97-101; S8, S. 8-13 bis 8-14

[10-012 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Faktoren bestimmen das Mikroklima?

Relative Luftfeuchtigkeit, Luft- und Oberflächentemperatur, direkte oder geschützte Bewitterung sowie örtlich erhöhte aggressive Einflüsse.Quelle: PP4, Folie 100

[10-013 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Korrosivitätskategorien enthält die Unterrichtstabelle?

C1 unbedeutend; C2 gering; C3 mässig; C4 stark; C5 sehr stark; CX extrem.Quelle: S8, S. 8-15; PP4, Folie 97

[10-014 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Umgebung ist ein typisches Beispiel für C1?

Beheizte, trockene Innenräume mit neutraler Atmosphäre, etwa Büros oder Schulen.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-15

[10-015 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Umgebungen sind typische Beispiele für C2?

Aussen ländliche Atmosphäre mit geringer Verunreinigung; innen unbeheizte Gebäude, in denen Kondensation auftreten kann, etwa Lagerhallen.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-15

[10-016 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Umgebungen sind typische Beispiele für C3?

Stadt- oder Industrieatmosphäre mit mässiger Belastung; innen feuchte Produktionsräume mit gewisser Verunreinigung, beispielsweise Wäschereien oder Brauereien.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-15

[10-017 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Umgebungen sind typische Beispiele für C4?

Stark belastete Industrie- beziehungsweise mässig salzhaltige Küstenatmosphäre; innen beispielsweise Chemieanlagen und Hallenbäder.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-15

[10-018 · Korrosion und Korrosionsschutz] Was unterscheidet C5 und CX in der Unterrichtstabelle?

C5: sehr starke Korrosivität, etwa aggressive Industrieatmosphäre und nahezu ständige Kondensation. CX: extreme Belastung, etwa Offshore-Bereiche mit hoher Salzbelastung und extrem aggressive Industrieumgebungen.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-15

[10-019 · Korrosion und Korrosionsschutz] Übung: Welche Korrosivitätskategorie ist für einen Velounterstand in wenig belasteter ländlicher Umgebung plausibel?

C2 gemäss Unterrichtstabelle. Bei Stadtluft, Tausalz oder besonders aggressivem Mikroklima kann eine höhere Kategorie erforderlich sein; «aussen» allein bestimmt die Kategorie nicht.Quelle: A4.2; S8, S. 8-15

[10-020 · Korrosion und Korrosionsschutz] Übung: Welcher Kategorie ordnet die Tabelle eine Hallenbad-Dachkonstruktion zu?

Typischerweise C4. Das konkrete Mikroklima, Kondensation und chloridhaltige Ablagerungen sind zusätzlich zu beurteilen.Quelle: A4.2; S8, S. 8-15

[10-021 · Korrosion und Korrosionsschutz] Wie wählst du ein Beschichtungssystem mit der Unterrichtstabelle aus?

Korrosivitätskategorie und gewünschte Schutzdauer festlegen; Untergrund und Vorbehandlung bestimmen; passende Grundierung und Bindemittel wählen; Mindestschichtzahl und Sollschichtdicke ablesen.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-16

[10-022 · Korrosion und Korrosionsschutz] Was bedeutet «2 / 200» in der Beschichtungstabelle?

Mindestens zwei Schichten mit insgesamt 200 µm Sollschichtdicke, nicht 200 µm je Schicht.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-16

[10-023 · Korrosion und Korrosionsschutz] Was bedeuten EP und PUR in der Beschichtungstabelle?

EP: Epoxidharz. PUR: Polyurethan.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-16; Begriffserklärung

[10-024 · Korrosion und Korrosionsschutz] Tabellenübung: C3, Schutzdauer 15-25 Jahre, gestrahlter Stahl Sa 2½, Zinkstaub-Grundbeschichtung, EP/PUR. Was ist angegeben?

Mindestens 2 Schichten und insgesamt 160 µm Sollschichtdicke.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-16

[10-025 · Korrosion und Korrosionsschutz] Tabellenübung: C4, Schutzdauer 15-25 Jahre, gestrahlter Stahl Sa 2½, Zinkstaub-Grundbeschichtung, EP/PUR. Was ist angegeben?

Mindestens 2 Schichten und insgesamt 200 µm Sollschichtdicke.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-16

[10-026 · Korrosion und Korrosionsschutz] Tabellenübung: C4, Schutzdauer 15-25 Jahre, feuerverzinkter und passend vorbereiteter Untergrund, EP/PUR-Beschichtung. Was ist angegeben?

Mindestens 2 Beschichtungsschichten mit insgesamt 160 µm Sollschichtdicke zusätzlich zur Verzinkung.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-16

[10-027 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welchen Mindest-Einzelwert nennt die Tabelle für eine Sollschichtdicke von 200 µm?

0,8 · 200 = 160 µm. Werte unter 80 % der Sollschichtdicke sind nach dem Tabellenhinweis nicht erlaubt und müssen nachgebessert werden.Quelle: S8, S. 8-15, Abb. 8-16

[10-028 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Grundregeln gehören zum konstruktiven Korrosionsschutz?

Wasser rasch ableiten; Wassersäcke und enge Spalten vermeiden; Kanten geeignet ausbilden; Oberflächen für Beschichtung, Kontrolle und Unterhalt zugänglich halten.Quelle: S8, S. 8-16 bis 8-18

[10-029 · Korrosion und Korrosionsschutz] Wie schützt du den Stützenfuss eines Velounterstands konstruktiv gegen Korrosion?

Sockel laut Skript etwa 20-30 cm über Gelände beziehungsweise Belag führen; Wasser abführen; Spritz- und Tausalzwasser berücksichtigen; keinen feuchten porösen Belag direkt an ungeschützten Stahl anschliessen.Quelle: A4.2; S8, S. 8-17

[10-030 · Korrosion und Korrosionsschutz] Wie soll ein überlappter, geschweisster Fachwerkknoten bei hoher Korrosionsbelastung ausgeführt werden?

Enge feuchte Spalten vermeiden beziehungsweise durch geeignete umlaufende dichte Schweissnähte schliessen. Unterbrochene Nähte und scharfe Kanten vermeiden; spätere Oberflächenbehandlung mitplanen.Quelle: A4.2; S8, S. 8-17 bis 8-19

[10-031 · Korrosion und Korrosionsschutz] Warum sollen scharfe Kanten für Beschichtungen gebrochen werden?

An scharfen Kanten lässt sich eine ausreichend dauerhafte Schutzschicht schlechter herstellen; die lokale Schichtdicke und Haftung können ungünstig sein.Quelle: S8, S. 8-17 und 8-20

[10-032 · Korrosion und Korrosionsschutz] Was ist bei später unzugänglichen Kontaktflächen zu beachten?

Den vorgesehenen Oberflächenschutz vor der Montage aufbringen und auf die Verbindung abstimmen; spätere Kontrolle und Instandhaltung sind dort kaum möglich.Quelle: S8, S. 8-16

[10-033 · Korrosion und Korrosionsschutz] Wie funktioniert Feuerverzinken grundsätzlich?

Das vorbereitete Stahlbauteil wird in eine etwa 450 °C heisse Zinkschmelze getaucht. Dabei entsteht ein fest mit der Stahloberfläche verbundener Zinküberzug.Quelle: S8, S. 8-18

[10-034 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Vorteile hat Feuerverzinken?

Robuster, dauerhafter Schutz; auch schwer zugängliche Flächen und bei geeigneten Öffnungen Hohlprofil-Innenflächen werden erreicht; geringer laufender Unterhaltsaufwand bei passender Umgebung.Quelle: S8, Abschn. 8.6.2; A4.3

[10-035 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche Nachteile beziehungsweise Grenzen hat Feuerverzinken?

Bauteilabmessungen und Gewicht sind begrenzt; Wärme kann Verzug auslösen; Oberflächenbild und Schichtdicke hängen vom Stahl ab; konstruktive Öffnungen und geeignete Details sind nötig.Quelle: S8, S. 8-18 bis 8-19

[10-036 · Korrosion und Korrosionsschutz] Warum dürfen Hohlprofile beim Feuerverzinken nicht luftdicht geschlossen sein?

Erwärmte eingeschlossene Luft oder Flüssigkeit kann gefährlichen Überdruck erzeugen. Es braucht ausreichend grosse Einlauf-, Ablauf- und Entlüftungsöffnungen.Quelle: S8, S. 8-18 bis 8-19

[10-037 · Korrosion und Korrosionsschutz] Wie sind Öffnungen an Hohlprofilen für das Feuerverzinken anzuordnen?

So, dass in der vorgesehenen Tauchlage Zink und Vorbehandlungsflüssigkeiten ungehindert ein- und auslaufen und Luft entweichen kann; laut Skript diagonal gegenüberliegend. Lage und Grösse mit dem Verzinker abstimmen.Quelle: S8, S. 8-18 bis 8-19

[10-038 · Korrosion und Korrosionsschutz] Wie kann das Verzugsrisiko beim Feuerverzinken reduziert werden?

Stark unterschiedliche Materialdicken vermeiden; Eigenspannungen durch passende Querschnittswahl, Schweissnahtanordnung und Schweissfolge gering halten.Quelle: S8, S. 8-19

[10-039 · Korrosion und Korrosionsschutz] Welche weiteren Punkte sind bei verzinkungsgerechter Konstruktion zu beachten?

Badabmessungen und Hebezeugkapazität; Ablauf an Steifen und Ecken; dichter Abschluss enger Überlappungsspalten; Zinkauftrag in Schraubenlöchern; geeignete Stahlzusammensetzung.Quelle: S8, S. 8-18 bis 8-19

[10-040 · Korrosion und Korrosionsschutz] Was ist ein Duplex-System?

Eine Feuerverzinkung mit anschliessender geeigneter Pulver- oder Nasslackbeschichtung.Quelle: A4.3

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