ST - Kapitel 2 - Kommunikation

KEINE HAFTUNG FÜR RICHTIGKEIT DER LÖSUNGEN

KEINE HAFTUNG FÜR RICHTIGKEIT DER LÖSUNGEN


W. M.
Diese Karteikarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen der Satellitenkommunikation, mit Fokus auf Signale, Frequenzen und Antennensysteme. Sie erklären Verfahren wie BPSK, QPSK und TDMA, sowie die Bedeutung von Bandbreite, Bitfehlerrate und Antennengewinn. Ideal für Studierende der Technik, die sich mit Satellitenkommunikation und deren Systemen vertraut machen möchten.
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Université
Créé / Mis à jour
09.08.2015 / 14.07.2025

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2.14. Stellen Sie die Begriffe „Sichtkegel“, „Hotspots“ (Funkzellen), „International Switching Center“ (ISC) und „Mobile
Switching Center“ (MSC) für die Satellitentelefonie gegenüber!

- Sichtkegel: Bereich in dem der Satellit optisch wahrnehmbar ist
- Hotspot: Bereich in dem Datenaustausch stattfindet
- MSC: Verbindung zu Bodenstation
- ISC: Verbindung von Bodenstation zu Internationalem Kommunikationsnetz

2.13. Was bedeutet „ISL-Routing“?

- ISL – Inter Satellite Link
- Kommunikation über und zwischen verschiedenen Satelliten

2.12. Erläutern Sie den Begriff „Satellites Handover“?

- Fortführen der Kommunikation/einer Tätigkeit durch einen anderen Satelliten, wenn sich der ursprüngliche
Satellit aus dem Sichtbereich, des für die Aufgabe wichtigen Punktes bewegt

2.11. Was verstehen Sie unter den Wertschöpfungsstufen im Satellitenkommunikationsmarkt?

- Anteil einzelner Gebiete am gesamten Umsatz

  • Raumsegment
  • Start
  • Betrieb
  • Bodensegment
  • Dienste

- Unterschiede LEO vs. GEO

2.10. Der Umsatz in der Raumfahrt hervorgerufen durch institutionelle Aufträge ist in den USA wesentlich höher als
in Europa; während der Umsatz im kommerziellen Sektor in Europa und den USA ungefähr gleich ist. Beurteilen Sie
diese Lage für die USA als auch die europäische Raumfahrt bezüglich a)
Innovationsfähigkeit und b) Reaktion auf Weltwirtschaftszyklen!

a) In den USA entsteht die Innovationsfähigkeit zum größten Teil aus Regierungsprogrammen, währen in
Europa die Institutionellen Aufträge nur leicht überwiegen
b) Die Raumfahrt ist damit in den USA weniger empfindlich gegenüber Wirtschaftszyklen

2.8. Warum sollte bei enger Platzierung von geostationären Kommunikationssatelliten das Ku-Band gegenüber dem
C-Band bevorzugt werden?

- Erhebliche Störungen bei weniger als 2° Abstand

2.7. Nennen Sie mindestens vier Vorteile der Satellitenkommunikation!

- Mobiler Einsatz
- Kommunikation ohne terrstrische Netze
- Sichere Kommunikationsleitung zwischen Satellitentelefonen
- Konferenzfähig
- Anschluss von Computern zwecks Datenübertragung
- Vielzahl von Nutzern ohne terrestrische Leitungsanbindung möglich

2.6. Warum unterscheiden sich die Antennenbauformen für up und down link bei Telekommunikationsatelliten
(TV~)?

- Up- und Downlink arbeiten mit verschiedenen Frequenzen und Leistungen unterschiedlich optimierte Antennen

2.5. Welche Gründe gibt es für die Durchführung des Satellitendirektempfanges im 14/12 GHz-Band?

- Ab 15 GHz steigt das atmosphärische Rauschen stark an
- Erhebliche Störungen im 4/6 GHz Bereich bei 2° abstand
- 14GHz Uplink/12 GHz downlink weniger Energieaufwand auf Satellitenseite

2.4. Nennen Sie mind. 5 technische Ziele in der aktuellen SatCom-Entwicklung!

- Höheres EIRP, besseres G/T
- Kleiner Erdfunkstellen
- Intelligentere Codierverfahren
- Höhere Quellsignalkomprimierung
- Höhere Frequenzbereiche
- Höheres Preprocessing der Daten
- Höherwertige Modulationsverfahren
- Dynamische Zugriffsmethoden
- Adaptive Transponderbandbreiten und Satellitenleitungen
- Kanalangepasste Übertragung
- Zeitgemäßes „Protocol Engineering“

2.3. Nennen Sie mindestens 5 technische Herausforderungen in der Satellitenkommunikation!

- Sehr hohe Übertragungsweiten
- Sehr hohe Relativgeschwindigkeiten zwischen Sender und Empfänger
- Eingeschränkte Abdeckung
- Teilweise kurze Überflugzeiten
- Lebenszeit
- Missmatch der Datenraten: Datenerfassung vs. Downlink
- Dämpfung/Streuung/Reflektion der Signale beim Atmosphärendurchgang
- Einschränkungen in Leistung, Masse und Volumen
- Extreme Temperaturschwankungen an den Antennen
- Belastung der Antennennahen Elektronik

  • Temperaturschwankungen
  • Startbelastungen

- Lebenszeit des Kommunikationssystems
- Sicherheit

  • Vermeidung von Interferenzen
  • Schutz vor illegalen Telecommandos
  • Schutz vor illegalem Decodieren

- Latenzzeiten

2.2. Nennen Sie 5 typische Anwendungen für Kommunikationssatelliten!

- Fernsehen
- Radio
- Navigation
- Mobilfunk
- Internet

2.1. Welche unterschiedlichen Aufgaben unterliegen dem C&DH Subsystem und
dem CS System?

- C&DH – Command and Data Handling System

  • Aufbereitung der Daten
  • Verwertung der empfangenen Informationen

- CS – Communication System

  • Senden und Empfangen von Daten
  • Modulierung und Demodulierung

2.15. Warum sind für die Breitbandkommunikation (Multimediakommunikation) höhere Frequenzen zu wählen?
Nennen Sie Auswirkungen auf den Satelliten als auch auf die Funkstrecke!

- Mehr Daten pro Zeit modulierbar
- Satelliten in GEO enger platzierbar
- Untere Frequenzen besetz und genutzt
- Auswirkungen/Engpässe an Verschiedenen Stellen

  • Größere atmosphärische Dämpfung
    • höhere Sendeleistung erforderlich (Wetterabhängig -> adaptiv)
  • lokales Netz zwischen Receiver-Antenne und Endnutzer oder terrestrisches Netz zwischen Receiver-Antenne und Endnutzer
    • Messung der Bitfehlerrate am Streckenausgang in Echtzeit
    • Bei Überladung eines Knotens: Reduktion der Datenrate oder adaptives Multiplexing (Variable Bit Rate – VBR)
    • Verkehrsangepasste Bandbreite mit „Tunable Transponders“

2.16. Nennen Sie die vier Hauptbestandteile eines Bodensegmentes eines Satellitenkommunikationssystems!

- Systemkontrollzentren
- Nutzerkontrollzentren
- Endeanlagen
- Empfangsanlagen

2.17. Erläutern Sie die Begriffe Trägerfrequenz, Bandbreite und Gütefaktor!

- Bandbreite: Intervall im Frequenzspektrum, in dem die dominanten Frequenzanteile eines zu übertragenden
oder zu speichernden Signals liegen
- Trägerfrequenz: Frequenz mit der ein Signal übertragen wird
- Gütefaktor: Verhältnis von Trägerfrequenz zu Bandbreite (Q=f/B)

2.18. Nennen Sie zwei prinzipielle Möglichkeiten, die Bandbreite der empfangenen Trägerfrequenz zu definieren
bzw. messtechnisch für die Filterung zu erfassen!

  • 3dB-Methode
    • Grenzfrequenzen (obere und untere) nurnoch bei 50% der maximalen Leistung
  • Belegte Bandbreite
    • oBandbreite des Senders festgelegt: 99,5% der Leistung in diesem Bereich

2.19. Nennen Sie zwei Gründe, warum genaue Definition und Kenntnis der Bandbreite wichtig sind?

- Antennen und Software müssen angepasst sein
- Vermeidung von Überlagerung mit anderen Sendern/Empfängern

2.20. Was ist Software-Defined-Radio (SDR)? Welche Vorteile und Nachteile sind zu beachten?

- Radiokommunikationssystem, bei dem Hardwarefunktionen teilweise oder komplett in Software umgesetzt sind
- Vorteile

  • Flexibler (Feineinstellungen/Justierungen)
  • Softwareseitiges Umschalten der Modulationsart umsetzbar

- Nachteile

  • Teilweise hohe Rechenleistung des DSP (Digitaler Signal Prozessor)
  • DSP getriebene hohe Leistungsaufnahme möglich
  • Bei Großserien oft speziell zugeschnittene Sende- und Empfangshardware kostengünstiger

2.21. Nennen und erläutern Sie drei Umsetzungsarten von Software-Defined-Radio!
 

- Direkte Digitalisierung

  •  Sender: DSP -> digitaler Datenstrom ->   DAC (Digital-Analog-Converter) -> Antenne
  • Empfänger: Eingangssignal: wenige analoge Elemente (Filter, Verstärker) -> digitale Abtastung -> DSP

- Digitalisierung auf Zwischenfrequenzen

  • Herabsetzung der Eingangsfrequenz auf erheblich geringere Zwischenfrequenz
  • Filterung/Verstärkung, Demodulieren mit geringerer Abtastfrequenz

- Direktmischer nach I/Q-Verfahren

  •  Eingangssignal und Oszillatorsignal mit gleicher Trägerfrequenz -> demoduliert
     

2.22. Warum ist die sog. „direkte Digitalisierung“ im SDR nur für geringere Empfangsfrequenzen geeignet (ca. < 2,5
GHz)? Nennen Sie Möglichkeiten höhere Empfangsfrequenzen mit SDR zu verarbeiten!

- Es wären hohe Abtastfrequenzen des A/D-Wandlers nötig
- Möglichkeit: Digitalisierung auf Zwischenfrequenz

2.23. Nennen Sie zwei Gründe, warum die Berechnung der Sichtwinkel eines geostationären Satelliten wesentlich
einfacher ist, als bei einem nicht äquatorialen LEO-Satelliten?

- Keine Inklination zu berücksichtigen einfachere Rechnung
- Von bestimmten Punkten immer zu beobachten, da zeitlich konstant

2.24. Wie ist der Antennengewinn G definiert (keine Formelangabe!)?

- Verhältnis von Strahlung einer Parabolantenne in Hauptrichtung zu insentopem Strahler gleicher Speiseleistung

2.25. Weisen Sie folgenden Kommunikationsverbindungen die Senderichtungen zu!

siehe Bild

2.26. Wie sind die beiden Sichtwinkel eines Satelliten definiert?

- Elevation

  •  Höhe über dem Horizont vom Boden aus

- Azimut

  • Positionswinkel von Norden aus (im Uhrzeigersinn)

2.27. Schätzen Sie sinnvoll für folgende Bodenspuren die Orbitparameter Höhe, Umlaufzeit, Inklination und treffen
Sie Aussagen über die Charakteristik der Kommunikation mit diesen Satelliten!

siehe Bild

2.30. Ein Kommunikationssatellit im geostationären Orbit wird bevorzugt westlich der Erdfunkstelle positioniert.
Nennen Sie den Grund dafür! (Eine Erdfunkstelle ist die Sendestation auf der Erde, die das vom Satelliten zu verteilende Signal zum Satelliten sendet.)

- Satellit ist noch in der Sonne, wenn Bodenstation schon im Schatten liegt -> Solarenergie kann noch genutzt
werden, um das hohe Datenvolumen am Abend zu bewältigen

2.32. Entscheiden Sie, welche der folgenden physikalisch-technischen Größen im LEO größer (X) als im HEO (High Earth Orbit) sind!

(Alles nicht angekreuzte bedeutet Im LEO klener als im HEO)

2.32. Entscheiden Sie, welche der folgenden physikalisch-technischen Größen im LEO größer (X) als im HEO (High Earth Orbit) sind!

(Alles nicht angekreuzte bedeutet Im LEO klener als im HEO)

2.34. Was ist für Auslegung der Kommunikationsanlagen für die Funkzellen im Randbereich des Sichtbereiches des
Satelliten zu beachten?

- Elevation ist klein

  • Hohe Lage keine Hindernisse in Umgebung (Berge, Häuser, etc.)

- Großer Antennengewinn nötig

  • Große Antennen

2.35. Nennen und erläutern Sie kurz die zwei wesentlichen Kommunikationskonzepte für LEO Satelliten!

- LEO-ISL

  •  Store-and-forward
    • Speicherung hoher Datenmengel während Umlauf
    • Down-Link mit hoher Datenrate während kurzem Sichtkontakt
    • Gleichzeitig Up- und Down-Link (Up-Link mit geringer Datenrate)
  • Real-time
    • Transfer via GEO-Satelliten zur Bodenstation
    • Längere Kontaktzeiten, Transponder

2.36. Warum existieren bei dem Iridium System sehr hohe Überlappungsbereiche der Sichtkegel?

- Dauerhafte Verbindung überall gewährleisten

  • Handover Durchführung

2.37. Nennen Sie Vor- und Nachteile von GEO Kommunikationskonstellationen!

- Vorteile

  • Hohe Abdeckung (3 Satelliten für weltweite Abdeckung)
  • Lange Lebensdauer (da keine Restatmosphäre)
  • Von bestimmtem Bereich immer erreichbar
  • Viel Sonnenzeit für Solarzellen

- Nachteile

  • Große Entfernung
    • Hohe Verluste mehr Leistungsbedarf
    • Delay
  • Pole nicht erreichbar
  • Höhere Startlasten

2.38. Nennen Sie Vor- und Nachteile von LEO-Satelliten hinsichtlich der kleineren Abdeckung!

- Vorteile

  • Kurze Strecke
    • Kaum Delay
    • Weniger Verluste
      • Kleinere Antennen
      • Kleiner Satelliten
      • Geringere Startmasse
    • Hohe Leistungsflussdichte
      • Hohe Datenrate

- Nachteile

  • Kurze Sichtdauer
  • Geringe Abdeckung
    • Viele Satelliten
    • ISL
    • Häufige Handover
  • Geringere Lebensdauer (da Restatmosphäre)

2.40. Weshalb sollten für die Übertragung von Telekommandos und Telemetriedaten omnidirektionale Antennen
während des Einschusses eines geostationären Satelliten in die korrekte Bahn verwendet werden?

- Keine Störung durch Schwenken der Antenne -> Satellit bleibt in Ruhe auf seiner Bahn (treibstoffeffizient)
- Lage ändert sich durchgehend -> Kommunikation in alle Richtungen

2.41. Entscheiden Sie, welche der folgenden Aussagen zutreffen:

2.41. Entscheiden Sie, welche der folgenden Aussagen zutreffen:

2.41. Entscheiden Sie, welche der folgenden Aussagen zutreffen:

2.42. Wie kann man eine Ausleuchtung eines ungleichmäßig geformten Zielgebietes mit einer einzigen Sendeantenne
erreichen? Nennen und erläutern Sie dabei zwei Möglichkeiten!

- Multibeam Antennen

  • Eine antenne leuchtet Gebiet mit mehreren Strahlen aus kleine Kreise formen Gebiet, statt ein großer

- Niedrige Elevation

2.43. Nennen Sie die Hauptbestandteile des „Link Budgets“ (Bezeichnung und
Formelzeichen) !

- PTX – Speiseleistung Transmitter
- LFTX – Transmitterverluste
- PT – Sendeleistung Transmitter
- GT – Antennengewinn Transmitter
- LT bzw. R – Ausrichtungsverluste
- LPOL – Polarisationsverluste
- LA – Atmosphärendämpfung
- LFS – Freiraumdämpfung
- GR – Antennengewinn Receiver
- PR – Empfangsleistung Receiver
- LFRX – Receiververluste
- PRX – Abnahmeleistung Receiver

Étudier