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Lernende 13 Lernende
Sprache Deutsch
Stufe Universität
Erstellt / Aktualisiert 21.09.2014 / 04.11.2018
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Geschichte der Kindheit; Mittelalter

Kindheit erst im 15./16. Jh. entstanden(früher gab es keine Spielzeuge Kinder=kleine Erwachsene)

vorher: Mittelalter: 

  • alle gleiche Spielzeuge, Arbeiten&Kleider
  • Spezialisierung der Spiele nur in der frühen Kindheit(bis 3 jährig)

⇒Kindheit existierte grundsätzlich nicht

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Geschichte der Kindheit; ausgehendes Mittelalter-Moderne

  • Das Kind bedarf des Schutzes&Erziehung
    • Kindheit als Zeit der Formung des Menschen angesehen
    • Disziplinierung des Willens&Schulung des Geistes(dem Erwachsenenleben gerecht werden, noch kaum "Schonung2)
  • Aufkommendes Bürgertum: Gesellschaftlicher Aufstieg durch persönliche Leistung
    • Kindererziehung wird bedeutend
    • Pädagogischer Schonraum, eigene Kinderwelten(vgl. Russeau 1972 versuchte radikale Erziehungsprozesse wie selberlernen, dem Kind Freiraum lassen)
    • "Die Natur will, dass Kinder Kinder sind, ehe sie Erwachsene werden" 
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Geschichte der Kindheit; 1890 

Autoritär erzogen mit brutalen Geschichten wie z.B. der Suppenkaspar

 

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Geschichte der Kindheit; nach 1968 bis heute

antiautoritäre Erziehung

  • zunehmende Technisierung der Kinderwelt
  • Kinder sind nicht kleine Erwachsene-haben kulturelle Errungenschaften zu erlernen(Enkulturation)
    • Kinder wollen in erster Linie kompetente Kinder sein(Oelkers, 2001)
  • Postman (1997) postuliert mit der Erfindung des Buchdrucks die zentrale Differenz zwischen Kindheit&Erwachsenenalter
    • Lesen&schreiben als Grundlagen zur Erschliessung neuer Wissensbereiche
    • mit dem Aufkommen der elektronischen Medien geht der prinzipielle Wissensvorsprung der Erwachsenen verloren
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Geschichte der Kindheit; Verschwinden der Kindheit heutzutage?

  • Kindheit im Wandel

Unterschiede zwischen Erwachsenen&Kindern erlöschen nach&nach

  • lifelong learning(z.B. früher Jugendalter erlernen eines Berufes&danach im erlernten Beruf bleiben, heutzutage lifelong learning)
  • Kinder&Erwachsene kleiden sich wie Jugendliche, ähnliche Kulturveranstaltungen werden besucht
  • Wissensbereiche von Kindern&Erwachsenen sind unterschiedlich(Bücher vs Games, Tv Sendungen wie Galileo)
    • Medien, Bildung für alle erreichbar(Generationen verschwimmen)
  • Kinder ohne Schonraum(Werbung, Medien, Strassenverkehr, Bildung, Hochleistungssport)

⇒heutige Generation nimmt Wissen anders auf

  • Jugend als diffuse Leit-Orientierung für Kinder&Erwachsene
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Erziehung versch. Definitionen(3 bsp)

1. Wachsen lassen-leben helfen

  • ruhig, langsam Natur sich selbst helfen lassen&nur sehen, dass umgebende Verhältnisse Arbeit&Natur unterstützen) Jedoch wurde diese Aussage im 19/20. Jhd(Beginn der Weltkriege) getrübt!

2. regiert werden-Provokation von Gegenreaktionen(Schiedsrichtereffekt)

  • Erziehung muss hemmen, verbieten, unterdrücken! Auch mildeste Erziehung muss Zwang ausüben&Einschränkungen einfügen, und jeder solche Eingriff in seine Freiheit muss beim Kind als Reaktion, Neigung zu Auflehnung&Aggression hervorrufen(Sigmund Freud)

3. Erziehen-planmässig Lehren

  • Erziehung meint nicht alle Arten des kindlichen&jugendlichen Lernens, sondern nur die, die planmässig zu diesem Zweick organisiert werden(Gisecke, 1985)
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Prozess der Erziehung

  • Prozess der zielgerichteten Beeinflussung zu einem als wertvoll bestimmten Verhalten(Brezinka, 1974)
  1. Einwirkung des Erziehers auf den Zögling⇒von Unmündigkeit zu Mündigkeit begleiten
    1. Lebens-Erfahrungsvorsprung als Legitimation zum Führen, Leiten, Ziehen
    2. interaktiver Prozess(direkte vs minimale/abgelehnte Einwirkung der Erzieher)vlg Russeau, 1762,1972
    3. entwicklungsgemäss(Totalverantwortung der Erzieher geht über in Selbstveramtwprtimg des Individuums
  2. Erziehung nicht per se gebunden an Austausch zwischen Personen(z.B. Medien, Werbung, Politik=moralische Kommunikation) vgl Oelkers, 1992
  3. Erzieherische Handlungen/Beeinflussungen sind zielgerichtet
    1. Intentionen zentral
    2. Zielerreichung nicht gesichert-keine Technologie! (Ziele immer wieder neu versuchen zu erreichen)
  4. Wozu soll erzogen werden?
    1. Ethische Dimension-Wertigkeit des Erziehungsziels
    2. Menschenbild zentral(es gibt viele versch Bilder sind die jedoch noch menschlich?!)
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Definition Erziehung nach Brezinka, 1974

Erziehung=Prozess der zielgerichteten Beeinflussung zu einem als wertvoll bestimmten Verhalten

  • Intentionale Erziehung
    • gezielt
  • Funktionale Erziehung
    • unbeabsichtigt
    • z.B verborgener Lehrplan