MiBi


L. A.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über sporenbildende Stäbchenbakterien und deren Bedeutung in der Medizin. Sie behandeln die Pathogenese, Klinik, Diagnostik, Therapie und Prophylaxe von Krankheiten wie Milzbrand, Gasbrand, Botulismus und pseudomembranöser Kolitis, die durch Bazillen und Clostridien verursacht werden. Medizinstudierende und Ärzte profitieren von diesem Wissen, um Infektionen zu erkennen, zu behandeln und vorzubeugen.
Cartes-fiches
11
Utilisateurs
1
Langue
Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
02.06.2015 / 08.06.2015

Cartes-fiches

Sorenbildende Stäbchen

aerob --> Bacillus

anaerob --> Clostridien

Clostridien

  • Definition
  • humanpathogene Erreger

Definition:

  • anaerobe, sporenbildende, idR gram+ Stäbchenbakterien
  • leben ubiquitär in der Umwelt --> vor allem bei Krieg und Unfällen Kontamination
  • bilden starke Exotoxine

Erreger

  • Clostridium tetani --> Tetanus
  • Clostridium botulinum --> Botulismus, Lebensmittelintoxikation
  • Clostridium perfingens --> Gasbrand, Lebensmittelintoxikation
  • Clostridium difficile --> pseudomembranöse Kolitis

Clostridium tetani

Definiton

  • sporenbildende gram+ Stäbchen

Pathogenese: Tetanustoxin -> hemmt die Inhibiotrneurone der Motoneurone zentral

Klinik: Tetanus

  • Inkubationszeit 1-2 Wochen
  • tonisch-klonische Krämpfe, Atemlähmung -> Erstickungstod, Knochenbrüche durch die motorische Aktivität der Muskulatur. Volles Bewusstsein.

Diagnostik: klinische Diagnose

  • Opisthotonus: stark durchgebogener Rücken
  • Risus sardonicus: Grinsenähnliche Grimasse
  • Trismus: Kieferklemme

 

 

Therapie

  • passive Immunisierung mit Hyperimmunglobulin, Curare um die Muskulatur ruhigzustellen
  • chirurgische Wundtoilette
  • Antibiotika: Penicillin und Metronidazo
  • Prophylaxe: aktive Schutzimpfung mit Totimpfsoff

 

Clostridium botulinum

Charakterstika: gram+ sporenbildendes Stäbchen

Pathogenese

  • Exotoxin: Botulinumtoxine gehören zu den stärksten bakteriellen Giften --> va Toxin A
  • Übertragung: Wurst, Schinken, Konserven, Hülsenfrüchte, Pilze. Aufnahmer über GIT oder Wundinfetkion
  • hitzelabil --> 15min kochen wäre ausreichend.
  • Neurotoxin, das die Ach-Freisetzung an der motorischen Nervenendplatte hemmt.

Klinik:

  • Botulismus, Inkubationszeit 18-36h
  • schlaffe Lähmungserscheinung über den ganzen Körper verteilt:
    • Augenmuskulatur: Dopplesehen, Pupillenstarre, Lichtscheu
    • Ausfall Schlund- und Zungenmuskulatur, Heiserkeit, Dysphagie
    • Miktions- und Defäkationsstrungen, Schwäche Bewegungsapparat
    • Tod durch Atemlähmung oder Ileus

Therapie

  • Gabe eines polyvalenten Antitoxins (Pferdeserum) --> schon bei Verdacht

Clostridium perfringen

Charakteristika:

  • sporenbildendes, gram+, bekapseltes Stäbchen

Klinik:

  • Sporen gelangen über offene Verletzungen in den Körper und vermehren sich in anaerober 
  • Gasbrand: rasch fortschreitende, mit starken Ödem- und/oder Gasbildung einhergehende Gewebsnekrose der Muskulatur, in der Regel hervorgerufen durch toxinbildende Clostridien.
  • im nekrotischen Gewebe kommt es zu Schemrzen, übel riechender Sekretion aus offenen Stellen und Gasbildung
  • Fieber, Tachykardie, toxischer Herz-Kreislaufstillstand

Diagnostik: klinisch -> Krepitationen

Therapie

  • chirurgisches Debridement, evtl Amputation
  • adjuvant: Penicilline oder Cephalosporine
  • Prophylaxe: Wundreinigung

Clostridium difficile

  • Definition
  • Nachweis
  • Pathogenese
  • Klinik
  • Therapie
  • Prophylaxe

Definiton:

  • peritrich begeisselt, beweglich, gram+, sporenbildend, Stäbchenbakterium.
  • Sporen werden terminal oder subterminl ausgebildet
  • ovale Form
  • Reservoir: Darm
  • meist nosokomiale Infektionen --> nach AB-Therapie: Störung der physiologischen Darmflora: ökologische Nische für Cl. difficile
  • pseudomembranöse Kolitis

Nachweis

  • kulturell aus Stuhl
  • Nachwei des Toxins .........
  • Antignenachweis

Pathogenese

  • zwei Toxine:
    • Toxin B: schädigt die Zellen des Kolons (Zytotoxin)
    • Toxin A: Enterotoxin, das den Elektrolyttransport stört und für Flüssigkeitsverlust und Funktionsstörungen des Darmes verantwortlich ist
  • 3 wichtige Faktoren
    • Störung der Normalflora
    • Kolonisation mit Toxin-bildenden Stämmen
    • Toxinbildung vor ORt

Klinik:

  • kolikartige Bauchschmerzen mit Diarrhöen
  • in schweren Fällen unter Abgang von Pseudomembranen
  • Darmperforationen
  • Darmschleimhaut ist mit gelblichen Belägen überzogen und ödematös verquollen

Therapie:

  • Falls Assoziation mit AB-Therapie besteht, diese absetzen, bzw umstellen:
    • in schweren Fällen Metronidazol und Vancomycini (oral)
  • Symptomatisch Ersatz von Flüssigkeit, Elektrolyten, Protein, evtl Blut
  • Fidyxomixin/rifaximin: nur bei Rezidiven, sehr teuer
  • Stuhltransplantation

Prophylaxe:

  • Isolation
  • Desinfektionsmittel nicht gegen Sporen wirksam --> sauerstoffspaltende Mittel sollten verwendet werden
  • meldepflichtig

Bazillen

  • grobe plumpe aerobe Stäbchenbakterien, die pro Zelle eine Endospore bilden.
  • in der Gramfärbung positiv

 

Bazillen

  • Erreger und Pathogenität

  • Bacillus anthracis - Milzbrand (L3-Gruppe!!)
  • Bacillus cereus - Lebensmittelvergifter, Wundinfetkionen
  • Bacillus cicrulans - Endophthalmitis
  • Bacillus megaterium - Drogenabhängige und Immunsupprimierte
  • Bacillus subtilis - Endokarditis, Sepsis, Pneumonie

Bacillus anthracis

  • Definition
  • Pathogenese
  • Kilnik
  • Nachweis
  • Therapie
  • Prophylaxe

Defnition

  • aerobes, sporenbildendes, gram+ Stäbchen
  • gross, unbeweglich.
  • Spore ist mittelständig, oval und stark lichtbrechend
  • Wirtsbereich: alle warmblütigen Tiere
  • von Polyglutaminkapsel umgebben
  • Erreger des MIlzbrand

Pathogenese

  • Infektion direkt über kranke Tiere oder über kontaminierte tierische Produkte
  • Kapsel:
    • schützt Keim vor Phagozytose
    • plasmid-codiert
    • septische Streuung
  • Exotoxin: aus drei Anteilen
    • Ödemfaktor
    • letaler Faktor
    • Schutzantigen

Klinik:

  • Hautmilzbrand: 95% der Fälle, IKZ 8-72h, Pustula maligna: schwarzes nekrotische zerfallendes Zentrum im Gegensatz zu Staph/Coli nie eitrige Wunde --> schwarz
  • Lungenmilzbrand: durch Inhalation, atypsiche Bronchopneumonie mit Lungenblutungen, innerhalb von 3-5 Tagen letal. 50% Letalität mit Therapie
  • Darmmilzbrand: Ebrechen und blutige Diarrhöen, Schocksymptomatik, schlechte Prognose auch unter AB-Therapie. 50% Letalität mit Therapie

Nachweis

  • Direktpräparat: gram+ Stäbchen mit eckigen Enden in kurzen Ketten
  • kulturell aus den Läsionen: grauweiss, lockige Ausläufer

Therapie:

  • Benzylpenicillin (Penicilln G)
  • Ciprofloxacin, Tetracyclin, Erythromycin, Chlorampenicol
  • chirurgische Massnahmen sind kontraindiziert

Prophylaxe

  • Totimpfstoff
  • schärfste Sicherheitsmassnahmen, um Verbreitung der Sporen zu verhindern. Risikogruppe 3
  • Risikogruppe: Tierärzte, Schafscherer
  • Postexpositionsprophylaxe: Ciprofloxacin, Doxycyclin, Amoxicillin: 60d

 

Bacillus cereus

  • Pathogenese
  • Nachweis
  • Therapie
  • Prophylaxe

Pathogenese:

  • emetisches Toxin, das bei grosser Menge zu Erbrechen führt. Da Proteasen enthalten sind, verändert sich das Lebensmittel aber auch geschmacklich

Nachweis:

  • Wundabstrich/-sekret, Blutkulturen, Bronchiallavage, Liquor
  • Kultur: Wachstum auf Blutagar: grau-weisse, mattglänzende oder trockene Kolonien, starke beta-Hämolyse

Therapie

  • Penicillinresistenz --> Vancomycin. und in Ausnahmefällen Imipenem
  • selbstlimitierend?
  • Wundinfektion --> Clindamycin
  • Erythromycin oder Ciprofloxacin nach Resistenztestung

Prophylaxe:

  • achtung: Kontamination

Spore

  • Definiton
  • Unterschied Zelle - Spore (Bild)

Spore entspricht einem Entwicklungsstadium, das ein- oder wenigzellig ist. Es dient der ungeschlechtlichen Vermehrung, der Ausbreitung, Überdauerung oder mehreren dieser Zwecke gleichzeitig.

Sporen sind sehr widerstandskräftig und können auch in kochendem Wasser und bei sehr heissen Temperaturen eine kurze Zeit überleben.

 

Étudier