MiBi
-
- 1 / 11
-
Cartes-fiches
Sorenbildende Stäbchen
aerob --> Bacillus
anaerob --> Clostridien
Clostridien
- Definition
- humanpathogene Erreger
Definition:
- anaerobe, sporenbildende, idR gram+ Stäbchenbakterien
- leben ubiquitär in der Umwelt --> vor allem bei Krieg und Unfällen Kontamination
- bilden starke Exotoxine
Erreger
- Clostridium tetani --> Tetanus
- Clostridium botulinum --> Botulismus, Lebensmittelintoxikation
- Clostridium perfingens --> Gasbrand, Lebensmittelintoxikation
- Clostridium difficile --> pseudomembranöse Kolitis
Clostridium tetani
Definiton
- sporenbildende gram+ Stäbchen
Pathogenese: Tetanustoxin -> hemmt die Inhibiotrneurone der Motoneurone zentral
Klinik: Tetanus
- Inkubationszeit 1-2 Wochen
- tonisch-klonische Krämpfe, Atemlähmung -> Erstickungstod, Knochenbrüche durch die motorische Aktivität der Muskulatur. Volles Bewusstsein.
Diagnostik: klinische Diagnose
- Opisthotonus: stark durchgebogener Rücken
- Risus sardonicus: Grinsenähnliche Grimasse
- Trismus: Kieferklemme
Therapie
- passive Immunisierung mit Hyperimmunglobulin, Curare um die Muskulatur ruhigzustellen
- chirurgische Wundtoilette
- Antibiotika: Penicillin und Metronidazo
- Prophylaxe: aktive Schutzimpfung mit Totimpfsoff
Clostridium botulinum
Charakterstika: gram+ sporenbildendes Stäbchen
Pathogenese
- Exotoxin: Botulinumtoxine gehören zu den stärksten bakteriellen Giften --> va Toxin A
- Übertragung: Wurst, Schinken, Konserven, Hülsenfrüchte, Pilze. Aufnahmer über GIT oder Wundinfetkion
- hitzelabil --> 15min kochen wäre ausreichend.
- Neurotoxin, das die Ach-Freisetzung an der motorischen Nervenendplatte hemmt.
Klinik:
- Botulismus, Inkubationszeit 18-36h
- schlaffe Lähmungserscheinung über den ganzen Körper verteilt:
- Augenmuskulatur: Dopplesehen, Pupillenstarre, Lichtscheu
- Ausfall Schlund- und Zungenmuskulatur, Heiserkeit, Dysphagie
- Miktions- und Defäkationsstrungen, Schwäche Bewegungsapparat
- Tod durch Atemlähmung oder Ileus
Therapie
- Gabe eines polyvalenten Antitoxins (Pferdeserum) --> schon bei Verdacht
Clostridium perfringen
Charakteristika:
- sporenbildendes, gram+, bekapseltes Stäbchen
Klinik:
- Sporen gelangen über offene Verletzungen in den Körper und vermehren sich in anaerober
- Gasbrand: rasch fortschreitende, mit starken Ödem- und/oder Gasbildung einhergehende Gewebsnekrose der Muskulatur, in der Regel hervorgerufen durch toxinbildende Clostridien.
- im nekrotischen Gewebe kommt es zu Schemrzen, übel riechender Sekretion aus offenen Stellen und Gasbildung
- Fieber, Tachykardie, toxischer Herz-Kreislaufstillstand
Diagnostik: klinisch -> Krepitationen
Therapie
- chirurgisches Debridement, evtl Amputation
- adjuvant: Penicilline oder Cephalosporine
- Prophylaxe: Wundreinigung
Clostridium difficile
- Definition
- Nachweis
- Pathogenese
- Klinik
- Therapie
- Prophylaxe
Definiton:
- peritrich begeisselt, beweglich, gram+, sporenbildend, Stäbchenbakterium.
- Sporen werden terminal oder subterminl ausgebildet
- ovale Form
- Reservoir: Darm
- meist nosokomiale Infektionen --> nach AB-Therapie: Störung der physiologischen Darmflora: ökologische Nische für Cl. difficile
- pseudomembranöse Kolitis
Nachweis
- kulturell aus Stuhl
- Nachwei des Toxins .........
- Antignenachweis
Pathogenese
- zwei Toxine:
- Toxin B: schädigt die Zellen des Kolons (Zytotoxin)
- Toxin A: Enterotoxin, das den Elektrolyttransport stört und für Flüssigkeitsverlust und Funktionsstörungen des Darmes verantwortlich ist
- 3 wichtige Faktoren
- Störung der Normalflora
- Kolonisation mit Toxin-bildenden Stämmen
- Toxinbildung vor ORt
Klinik:
- kolikartige Bauchschmerzen mit Diarrhöen
- in schweren Fällen unter Abgang von Pseudomembranen
- Darmperforationen
- Darmschleimhaut ist mit gelblichen Belägen überzogen und ödematös verquollen
Therapie:
- Falls Assoziation mit AB-Therapie besteht, diese absetzen, bzw umstellen:
- in schweren Fällen Metronidazol und Vancomycini (oral)
- Symptomatisch Ersatz von Flüssigkeit, Elektrolyten, Protein, evtl Blut
- Fidyxomixin/rifaximin: nur bei Rezidiven, sehr teuer
- Stuhltransplantation
Prophylaxe:
- Isolation
- Desinfektionsmittel nicht gegen Sporen wirksam --> sauerstoffspaltende Mittel sollten verwendet werden
- meldepflichtig
Bazillen
- grobe plumpe aerobe Stäbchenbakterien, die pro Zelle eine Endospore bilden.
- in der Gramfärbung positiv
Bazillen
- Erreger und Pathogenität
- Bacillus anthracis - Milzbrand (L3-Gruppe!!)
- Bacillus cereus - Lebensmittelvergifter, Wundinfetkionen
- Bacillus cicrulans - Endophthalmitis
- Bacillus megaterium - Drogenabhängige und Immunsupprimierte
- Bacillus subtilis - Endokarditis, Sepsis, Pneumonie
Bacillus anthracis
- Definition
- Pathogenese
- Kilnik
- Nachweis
- Therapie
- Prophylaxe
Defnition
- aerobes, sporenbildendes, gram+ Stäbchen
- gross, unbeweglich.
- Spore ist mittelständig, oval und stark lichtbrechend
- Wirtsbereich: alle warmblütigen Tiere
- von Polyglutaminkapsel umgebben
- Erreger des MIlzbrand
Pathogenese
- Infektion direkt über kranke Tiere oder über kontaminierte tierische Produkte
- Kapsel:
- schützt Keim vor Phagozytose
- plasmid-codiert
- septische Streuung
- Exotoxin: aus drei Anteilen
- Ödemfaktor
- letaler Faktor
- Schutzantigen
Klinik:
- Hautmilzbrand: 95% der Fälle, IKZ 8-72h, Pustula maligna: schwarzes nekrotische zerfallendes Zentrum im Gegensatz zu Staph/Coli nie eitrige Wunde --> schwarz
- Lungenmilzbrand: durch Inhalation, atypsiche Bronchopneumonie mit Lungenblutungen, innerhalb von 3-5 Tagen letal. 50% Letalität mit Therapie
- Darmmilzbrand: Ebrechen und blutige Diarrhöen, Schocksymptomatik, schlechte Prognose auch unter AB-Therapie. 50% Letalität mit Therapie
Nachweis
- Direktpräparat: gram+ Stäbchen mit eckigen Enden in kurzen Ketten
- kulturell aus den Läsionen: grauweiss, lockige Ausläufer
Therapie:
- Benzylpenicillin (Penicilln G)
- Ciprofloxacin, Tetracyclin, Erythromycin, Chlorampenicol
- chirurgische Massnahmen sind kontraindiziert
Prophylaxe
- Totimpfstoff
- schärfste Sicherheitsmassnahmen, um Verbreitung der Sporen zu verhindern. Risikogruppe 3
- Risikogruppe: Tierärzte, Schafscherer
- Postexpositionsprophylaxe: Ciprofloxacin, Doxycyclin, Amoxicillin: 60d
Bacillus cereus
- Pathogenese
- Nachweis
- Therapie
- Prophylaxe
Pathogenese:
- emetisches Toxin, das bei grosser Menge zu Erbrechen führt. Da Proteasen enthalten sind, verändert sich das Lebensmittel aber auch geschmacklich
Nachweis:
- Wundabstrich/-sekret, Blutkulturen, Bronchiallavage, Liquor
- Kultur: Wachstum auf Blutagar: grau-weisse, mattglänzende oder trockene Kolonien, starke beta-Hämolyse
Therapie
- Penicillinresistenz --> Vancomycin. und in Ausnahmefällen Imipenem
- selbstlimitierend?
- Wundinfektion --> Clindamycin
- Erythromycin oder Ciprofloxacin nach Resistenztestung
Prophylaxe:
- achtung: Kontamination
Spore
- Definiton
- Unterschied Zelle - Spore (Bild)
Spore entspricht einem Entwicklungsstadium, das ein- oder wenigzellig ist. Es dient der ungeschlechtlichen Vermehrung, der Ausbreitung, Überdauerung oder mehreren dieser Zwecke gleichzeitig.
Sporen sind sehr widerstandskräftig und können auch in kochendem Wasser und bei sehr heissen Temperaturen eine kurze Zeit überleben.