Spez. öV Modul 6+7
Beurteilung und Analyse / Optimierung und Umsetzung von Transportdienstleistungen
Beurteilung und Analyse / Optimierung und Umsetzung von Transportdienstleistungen
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Lernkarten
Qualitätsmanagement
Erwartungen kennen, Qualität messen, Ergebnisse analysieren, Verbesserungen ableiten, Wirkung überprüfen
Qualitätsmanagement muss:
Nachvollziehbar sein, Auf Fakten und Daten basiere, Regelmässig durchgeführt werde, kundenorientiert sein, Verbesserungen ermöglichen, Entscheidungen unterstützen
PDCA-Zyklus
Plan - Do - Check - Act
Drei Ebenen
Betrieb, Kunde, Management
Grundprinzipien
- Einheitliche Messmethodik interoperables Netz
- Fokus auf kommerzielle Ankunft (Kundensicht)
- Nur ein Teil der Anschlüsse kann gemessen werden wegen verbundenen Systemen
KPI
Key Performance Indicator
Pünktlichkeit
Sauberkeit
Auslastung Fahrzeuge
Modalsplit
Anschlüsssicherheit
etc.
BAV QMS RPV
Qualitätsmesssystem Regionaler Personenverkehr vom BAV
Jährliche Mysteri Kunden, Zielvereinbarungen
Datenquellen
- GPS
- Fahrzeugdaten
- Fahrplandaten
- Fahrgastdaten (Frequenz)
- Beschwerden/Feedback
Statistik Kennzahlen
- Min / Max
- Median
- Durchschnitt
- Perzentil
Statistik Histogramm
Beispiel
Achse 1: Anzahl Personen
Achse 2: Körpergrösse
Kano-Modell
Basisfaktoren (Muss)
Leistungsfaktoren (Soll)
Begeisterungsfaktoren (Plus)
Beschwerdemanagement wofür?
Bestenfalls kategorisiert
Schwachstellen, Trends, Risiken und Qalitätsprobleme
Qualitätsbericht enthält
- Daten (gemessene Fahrten)
- Kennzahl (Pünktlichkeitswert)
- Bewertung (Zielwert erreicht/verfehlt)
- Schlussfolgerung (Pünktlichkeit ungenügend auf Linie X/Y gegenüber Vorjahr)
- Handlungsfeld (Ursachen der Verspätung sind zu analysieren)
Key Messages: Optimierungen
Optimierung = Erhöhung Personenkilometer
Optimierung ist eine Kettenreaktion
Proaktiv sein, Stakeholder einbeziehen (Korrekturen sind teuer)
Optimierung im System
Bestehendes System bleibt oder wird angepast:
- Fahrplan
- Anschlüsse
- Umlaufplanungen
- Rollmaterial
- Digitale Tickets
- Busbevorzugung an Ampeln
- Echtzeitinformationen
Optimierungen am System
Systemerweiterung oder veränderung:
- Neue Weichen, Signale, Zugfolgezeit etc.
- Unter- oder Überführungen
- Ausbauprogramme Bund / Kanton / Gemeinde
- Neue Angebotsformen (On-Demand-Mobilität)
Am oder im System grundlegender Unterschiede
Am System: Grosses langfristiges Verbesserungspotenzial, Kapazitätssteigerung möglich, Teuer + Komplex, lange Planungszeit
Im System:
Günstiger, schneller umsetzbar, weniger politische Hürden. Jedoch Potenzial begrenzt.
Reisezeitbilanz Formel
(Peronen x Zeitersparnis) - (Personen x Zeitverlust) = Minuten
Neu vs. alt kann so berechnet werden
Stakeholder
- Bund
- Kantone & Verkehrsverbünde
- Gemeinden & Städte
- TU's
- Bevölkerung & Parteien
- Wirtschaft & Immobilienakteure
- Umwelt- & Interessensakteure
- Planungs- & Ingeneurbüros
- Gerichte
Planungsfünfeck
- Infrastruktur
- Rollmaterial
- Angebot
- Nachfrage
- Finanzen
Drei objektive Messgrössen zur Beurteilung der Wirksamkeit von Optimierungsmassnahme
- Reisezeitbilanz
- Kosten-Nutzen-Verhältnis
- Kostendeckungsgrad
Betriebliche Umsetzbarkeit Infrastruktur
- Fahrplanslot
- Gleisbelegung Bahnhöfe
- Auswirkungen andere Angebote
- Bauliche Auswirkungen ISB
Betriebliche Umsetzbarkeiten EVU
- Rollmaterialverfügbarkeit
- Personalverfügbarkeit
Infrastruktur Bahn vs. Bus & Tram
Bahn: eigene Infra
Bus & Tram: Kantone und Gemeinden
Reihenfolge für Umsetzung Optimierung
- Optimierungsbegehren
- Prüfungsantrag
- Prüfung
- Umsetzung
Prüfantrag enthält
Ausgangslage / Ziele
Angebotsziele
Handlungsspielräume (Muss/Soll, Prioritäten)
Verkehrsperiode
Vorausgesetzte Infrastruktur
Rollmaterial
Produktionskonzept: Stärken/Schwächen, Abstellungen, Personal etc.
Erwartetes Resultat
Umsetzungswahrscheinlichkeit
Kosten (grobe T-Shirt-Grössen)
4 Kernelemente der Umsetzung
- Einleitung & Timing
- Zeithorizonte & Konsequenzen
- Projekt- und Changemanagement
- Stakeholder und Gremien
Wann wird Optimierung eingeleitet?
- positive Machbarkeistprüfung
- Finanzmittel sichergestellt
- "Externer Druck" wie Gesetze
Gründe für mögliche Verzögerungen
- Fehlende Finanzmittel
- Genehmigungs- und Regulierungsfristen
- Stakeholder
- IT-Integration
- Strategische Priorisierung
Zeithorizonte
- Infra
- Rollmaterial
- Digitallösungen
- 10 Jahre+
- 3-7 Jahre
- 1-2 Jahre
Projekt- und Changemanagement beachten
- Projektphasen: Initiierung, Planung, Durchführung, Überwachung, Abschluss
- Veränderungsprozess: 7 Phasen Schock-Integration
- MA früh einbeziehen und schulen
- Kommunikationsplan: was bei Wiederstand
Baustellenfolgen
- Umleitungen
- Fahrplananpassungen
- Kapazitätsfolgen
- Pünktlichkeit
- Folgen Kundeninformation
- Finanzielle Folgen