Sozialversicherungen Sachbearbeiter Treuhand
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Hinterlassenenrente AHV
Ehegatten: 80 % der eigenen Altersrente + 20 % Verwitwetenzuschlag (Spalte 3). Alternativ 80 % der Rente des Ehegatten, wenn diese höher ist
Waisen: 40 % der Altersrente
Hinterlassenenrente UVG
Ehegatte: 40 % des versicherten Verdienstes
Halbwaisen: 15 %
Vollwaisen: 25 %
Alle Hinterlassenen zusammen: max. 70 %
Zusammen mit alimentenberechtigten geschiedenen Ehegatten: max. 90 %
Was ist die Spalte Zusatzrente
Hat keine Bedeutung mehr
Freigrenze AHV
1'400 pro Monat
AHV Einzelrenten: Minimum und Maximum
Minimum: 1'260
Maximum: 2'520
AHV-Verheiratenrenten: Minimum und Maximum
Minimum: 2'280
Maximum: 3'780
Berechnung IV-Rente
Einkommen ohne Einschränkung: z. B. 80'000/Jahr
Einkommen mit Einschränkung: z. B: 32'000/Jahr
Erwerbsausfall: 48'000/Jahr
Invaliditätsgrad: 60 %
Durchschnittseinkommen gem. Skala 44: dazugehörige volle Rente
Volle Rente x 60 %
Berechnung grosses IV-Taggeld
Grundentschädigung: Letzter Monatslohn (inkl. 13. ML, exkl. Familienzulage) x 12 / 365 x 80% x Anzahl Kalendertage
Maximal CHF 326
Zusätzlich Kindergeld CHF 9 pro Tag und Kind
Maximale Taggeld-Obergrenze: CHF 407
Berechnung UVG-Taggeld
Versicherter Jahresverdienst inkl. Familienzulage / 365 x 80 % x Anzahl Kalendertage
Berechnung IV-Rente bei Erwerbstätigen
1. Einkommensvergleich: Valideneinkommen (was könnte verdient werden) - Invalideneinkommen / Valideneinkommen = IV-Grad
2. Massgebendes durchschnittliches Einkommen: Summe der Einkommen x Aufwertungsfaktor + Summe der Erziehungsgutschriften + Betreuungsgutschriften x Aufwertungsfaktor / massgebende Beitragszeit. Skala 44 geht von vollständiger Beitrgszeit aus. Bei Beitragslücken wird die massgebende Vollrente um 1/44 gekürzt
3. Bestimmung Rentenstufe gem. Skala 44 (nächsthöherer Tabellenwert)
4. Massgebende Vollrente x IV-Grad
Berechnung EO-Taggeld
AHV-pflichtiger Lohn + 13 ML vor dem dem Dienst / 30 x 80 % x Anzahl Diensttage
Berechnung ALV-Taggeld
Versicherter Verdienst: Durchschnitt der AHV-pflichtigen Bruttolöhne (letzte 6 oder 12 Monate) inkl. 13 ML / 21,7 x 70 oder 80 % x Anzahl Arbeitstage des jeweiligen Monats
Berechnung UVG-Rente (IV-Grad < 40 %)
Versicherter Verdienst x 80 % x IV-Grad = UVG-Rente
Berechnung UVG-Rente (IV Grad >= 40 %)
1. Theoretische UVG-Rente berechnen. z. B. 80'000 x 80 % x 40 % = 25'600
2. Gesetzliche Überentschädigungsgrenze berechnen: 80'000 x 90 % = 72'000
3. Berechnung Renteneinkommen: 6'000 + 25'600 = 31'600
4. Überentschädigung: wenn noch zu 60 % gearbeitet wird (48'000) kommt es zu einer Überentschädigung von 7'600. 31'600 + 48'000= 79'600. Diese wird jedoch nicht gekürzt
BVG-IV-Rente
1. Versicherte Person: vorhandenes Altersguthaben inkl. Zinsen + künfige Altersgutschriften ohne Zinsen = grundlegendes Alterskapital.
2. Grundlegendes Alterskapital x Umwandlungssatz = volle BVG-IV-Rente
3. Ableiten der Kinderrente: 20 % der BVG-IV-Rente
4. Volle BVG-IV-Rente x IV-Grad = BVG-IV-Rente und BVG-IV-Kinderrente
BVG Hinterlassenrente
1. Versicherte Person: vorhandenes Altersguthaben inkl. Zinsen + künfige Altersgutschriften ohne Zinsen = grundlegendes Alterskapital.
2. Grundlegendes Alterskapital x Umwandlungssatz = volle BVG-IV-Rente/Jahr
3. Ableiten der Ehegattenrente: 60 % der vollen BVG-IV-Rente
4. Ableiten der Waisenrente: 20 % der vollen BVG-IV-Rente
Wann wird bei Unfall eine BVG-Rente gesprochen?
Wenn die 90 %-Grenze durch die IV-Rente und UVG-Rente noch nicht erreicht ist.
Die drei Ebenen der Koordination
Intrasystemische Koordination: Das Abstimmen von Leistungen innerhalb derselben Versicherung (z. B. wenn das UVG Taggelder stoppt, sobald die UVG-Rente beginnt).
Intersystemische Koordination: Das Gesetz regelt die Rangordnung zwischen verschiedenen Systemen. Hier gilt das eiserne Prinzip: "Unfallversicherung (UVG) geht vor Berufliche Vorsorge (BVG)". Das UVG zahlt seine Rente unabhängig von der Pensionskasse; die Pensionskasse muss ihre Leistung koordinieren (anpassen).
Zivilrechtliche Koordination: Das Zusammenspiel mit Haftpflichtversicherungen (z. B. wenn ein Dritter den Unfall verschuldet hat und Schadenersatz leisten muss).
Betrag Beitragsgrenze AHV
2'500/Jahr und Arbeitgeber
Ausnahmen
Lernende am dem 1. Januar nach dem 17. Geburtstag: keine Beitragsgrenze
Angestellte in Privathaushalten und in bestimmten Kultur- und Medienbereichen: keine Beitragsgrenze
Welche Taggelder sind Sozialversicherungspflichtig
EO
Mutterschafts-, Vaterschafts- und Elterntaggelder
ALV
IV
Militärversicherung
Welche Taggelder sind nicht Sozialversicherungspflichtig
UVG
KTG
Was wird im Lohnausweis unter Ziffer 2 Gehaltsnebenleistungen aufgeführt?
Verpflegung, Unterkunft, Privatanteil Geschäftswagen, Fringe Benefits wie z. B. nicht geschäftlich benötigtes GA
Was wird im Lohnausweis unter Ziffer 13 aufgeführt und ist steuerpflichtig?
Ziffer 13.2.3: Reka-Checks/Vergünstigungen, die den jährlichen Gesamtrabatt von 600 übersteigen. Dann ist der gesamte Betrag steuerpflichtig
Ziffer 13.2.2: Lunch-Checks/Verpflegung: wenn Freibetrag von 180/Monat überschritten wird, ist der übersteigende Teil steuerpflichtig.
Was wird im Lohnausweis unter Ziffer 13 aufgeführt und ist nicht steuerpflichtig?
13.1.1. effektive Spesen. Rückerstattung. Für Info an die Steuerverwaltung
13.2.1: Pauschalspesen: sofern Steuerreglement von der Steuerverwaltung genehmigt ist
13.3. Aus- und Weiterbildung: vom Arbeitgeber direkt bezahlte oder zurückerstatte Kosten für die berufsorientierte Aus- und Weiterbildung
Lohnausweis Ziffer 5
Mitarbeiterbeteiligungen wie Aktien, Mitarbeiteroptionen und Anwartschaften)
Eingetragen wird die Differenz zwischen Verkehrswert und Erwerbs- oder Abgabepreis
Lohnausweis Ziffer 4 - Kapitalleistungen
Boni, Gratifikationen, Dienstaltersgeschenke, Abgangsentschädigungen
Fest vereinbarte Zulagen wie 13. ML erden unter Ziffer 1 aufgeführt
Sind Familienzulagen steuerpflichtig
Ja
Was ist die Basis für die Zahlung des Unternehmens an die FAK?
Der gesamte AHV-pflichtige Lohn aller Angestellten. Keine Plafonierung.
Was ist die Basis für die Rückerstattung (Auszahlung) an das Unternehmen?
- Angestellte Person muss in der Schweiz erwerbstätig sein (angestellt oder selbständig)
- Mindesteinkommen 7'650/Jahr bzw. 630/Monat
- Vorhandensein eines rechlich anerkannten Kindsverhältnisses
- Wohnsitz des Kindes muss grundsätzlich in der Schweiz sein. Bei Wohnsitz EU/EFTA gibt es besondere Regelungen
- Kinderzulagen bis zum Monat des 16. Geburtstags (frühestens am dem 15. Geburtstag, fall obligatorische Schulzeit abgeschlossen und eine Lehre begonnen wurde).
- Ausbildungszulagen bis zum Monat des 25. Geburtstags
Verfahren für Anforderungsgerechtigkeit an den Lohn
Summarisch
- Rangfolge-Verfahren
- Katalog-Verfahren
Analytisch
- Rangreihe-Verfahren
- Stufenwert-Verfahren
Lohnsysteme
Lohnklassen: einfach, jedoch unflexibel
Lohnbänder: komplex, jedoch flexibel
Lohnbänder mit variablen Lohnbestandteilen
Fixe Basislöhne kombiniert mit variablen Lohnbestandteilen
Anforderungen an Lohnsysteme
L Leistung
A Anforderung
M Marktkonformität
O Organisationsabsicht
U Unternehmensmöglichkeit
R Recht und Ethik
Lohnkomponenten
Grundlohn
Erfahrung, Dienstalter
Leistung
Gesetzliche Zulagen
Sozialanteil
Auserordentlicher Anteil
Lohnformen
Zeitlohn
Leistungslohn
Werden Lehrjahre an die Dienstjahre angerechnet
Ja
Arbeitstage bei einer 5-Tage Woche und einer 7-Tage-Woche
5-Tage-Woche: 365 - 104 / 12 = 21.75
7-Tage-Woche: 365 / 12 = 30
Die Lohnhöhe bei Verhinderung an der Arbeitsleistung definiert das Gesetz nur bei den obligatorischen Versicherungen.
Welche sind das und wie hoch ist die Lohnfortzahlung
UVG, Militär, EO
Die Lohnfortzahlung ist auf 80 % festgesetzt
Familienzulage bei Unfall oder Krankheit, wenn nur noch Taggelder ausgerichtet werden
Die Zulagen werden für den angefangenen Monat und die 3 darauffolgenden Monate bezahlt
Wenn ein ein Restlohn ausbezahlt wird, besteht der Anspruch weiterhin
Wie lange wird Familienzulage bei untermonatigem Austritt bezahlt?
Pro rata temporis
Gerechnet wird mit 30 Tagen
Kinderzulage Minimum
CHF 215