Berufliche Vorsorge


M. S.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Sozialversicherungen in der Schweiz, insbesondere die berufliche Vorsorge (BVG). Sie behandeln Themen wie Lohn, Altersgutschriften, obligatorische und überobligatorische Leistungen, sowie die Unterschiede zwischen Beitrags- und Leistungsprimat. Die Karteikarten sind ideal für Fachkräfte und Interessierte, die sich mit den komplexen Regelungen der Schweizer Sozialversicherungen vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
15
Utilisateurs
7
Langue
Allemand
Catégorie
Affaires sociales
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
27.11.2013 / 29.12.2025

Cartes-fiches

Erklären Sie den Unterschied zwischen BVG-Obligatorium und Überobligatorium

Obligatorium:

  • gesetzlich vorgeschrieben über Mindestleistungen
  • gilt für alle Versicherten

Überobligatorium: 

  • Erweiterter Vorsorgeschutz, d. h. Verbesserte Leistungen, mehr Gestaltungsmöglichkeiten, Mindestleistungen müssen trotzdem eingehalten werden.

Geben Sie 3 Formen von Pensionskassen an:

  • Öffentlich-rechtliche Einrichtung
  • Firmeneigene Einrichtung
  • Sammeleinrichtung
  • Gemeinschaftseinrichtung

Geben Sie die verschiednen Kategorien von Pensionskassen und was sie bedeuten an:

  • Autonome Kasse, sie deckt die Risiken Alter, Tod und Invalidität vollumfänglich selber ab
  • Halbautonome Kasse, deckt ein Teil der Risiken ab i.d.R. Tod und Invalidität
  • Vollversicherte Kasse, deckt alle Risiken über eine Lebensversicherung ab

Was ist der Unterschied zwischen einer umhüllenden und gesplitteten Pensionskasse?

Umhüllend

  • Sie bietet das Obligatorium sowie das Überobligatorium an, sie muss eine Schattenrechnung bez. der Mindestvorschriften führen.

Gesplittete Kasse

  • Die Pensionkasse wird eingeteilt, in eine die nur das gesetzliche Minimum erfüllt
  • sowie eine Kasse, die auch überobligatorische Leistungen anbietet, die zweite Kasse wird auch Kaderversicherung genannt

Was bedeutet Beitragsprimat und Leistungsprimat?

Beitragsprimat:

  • die Leistungen richten sich nach der Höhe der geleisteten Beiträge
  • das angesparte Kapital wird in eine Rente umgewandelt

Leistungsprimat:

  • zuerst werden die Leistungen in Prozent des letzten versicherten Lohns festgelegt z.B. eine Altersrente von 60%
  • bei jeder Lohnerhöhung müssen entsprechend die Beiträge neu eingekauft und erhöht werden

Wer ist obligatorisch bei der BVG versichert?

  • AN in einem Arbeitsverhältnis über drei Monate
  • Mindestjahreslohn von 21'060.-
  • Arbeitslose sind über die Auffangeinrichtung versichert

Wer ist nicht BVG-Versichert?

  • nicht erwerbstätige Personen
  • unter einem Jahreslohn von 21'060.-
  • mit befristetem Arbeitsvertrag unter 3 Monaten
  • für den Nebenerwerb, wenn schon einem Haupterwerb nachgegangen wird

Wie tief / hoch sind die Grenzbeträge der beruflichen Vorsorge? Respektive welcher Lohn kann versichert werden?

Der versicherte Mindestlohn beträgt 21'060.- der oberste versicherte Lohn beträgt 84'240.-

Wie tief / hoch ist der minimale / maximale koordinierte Lohn? Wie berechnet sich der?

Max. koordinierte Lohn beträgt 59'240 und berechnet sich so: 84'240 - 24'570 (Koordinationsabzug) 

Min. koordinierte Lohn beträgt 3'510 und berechnet sich so: 25'500 - 24'570 ergäbe 930.-, aber der Gesetzgeber hat einen minimalen koordinierten Lohn von 3'510 vorgeschrieben. 

Wieviel beträgt der maximale versicherte Lohn im Überobligatorium?

das zehnfache vom Obligatorium; 

82'240 * 10 = 842'400 mehr kann nicht versichert werden

Wieviel % beträgt die Altersgutschrift zwischen:

  • 18-24 Jahre
  • 25-34 Jahre
  • 35-44 Jahre
  • 45-54 Jahre
  • 55-65/64 Jahre

  • 18-24 = 0% nur Risiko kein Sparen!
  • 25-34 = 7%
  • 35-44 = 10%
  • 45-54 = 15%
  • 55-64/65 = 18%

Wieviel % beträgt die Summe aller Altersgutschriften bei 40 Jahren Arbeitstätigkeit (Mann/Frau)?

Wieviel beträgt der Mindestzinssatz für die Verzinsung des Altersguthabens im 

  • 2013
  • 2014

2013 = 1.5% im 2014 = 1.75%

Was für Versicherungsleistungen bietet die berufliche Vorsorge?

  • Altersleistungen
  • Hinterlassenenleistungen
  • Invalidenleistungen

Der 65 Jahre alte Peter Minder wird im April 2013 pensioniert, sein Altersguthaben beträgt 300'000.-, der Umwandlungssatz beträgt 6.85%

Wieviel beträgt die monatliche Altersrente?

Étudier