Sozialversicherungen

3-Säulen-Konzept

3-Säulen-Konzept


D. B.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Sozialversicherungen auf Berufslehre-Niveau. Sie konzentrieren sich auf die drei Säulen der Vorsorge, die Finanzierungsquellen, die verschiedenen Versicherungsträger und die Prinzipien wie Äquivalenz und Solidarität. Die Karteikarten behandeln auch die rechtlichen Grundlagen, die Leistungen und die Risiken, die durch die Sozialversicherungen abgedeckt werden. Ideal für Studierende und Berufstätige, die sich mit den Grundlagen der Sozialversicherungen vertraut machen möchten.
Karten
23
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
VWL
Stufe
Berufslehre
Erstellt / Aktualisiert
16.03.2016 / 26.08.2018

Lernkarten

Was stand im Vordergrund der Sozialversicherung?

Im Vordergrund stand die Absicht Not und Elend zu vermindern oder zu beseitigen.

Durch welche Risiken entstehen finanzielle Ausfälle?

- Alter
- Todesfall infolge Krankheit oder Unfall
- Vorübergehende oder dauernde Erwerbsunfähigkeit infolge Krankheit und Unfall
- Arbeitslosigkeit
- Erwerbsausfall infolge Militär- oder Zivilschutzdienstes und Mutterschaft

 

Sozialversicherungen innerhalb des 3-Säulen-Konzepts:

- Alters- und Hinterlassenenversicherung
- Invalidenversicherung
- Ergänzungsleistungen
- Berufliche Vorsorge
- Unfallversicherung

Sozialversicherungen ausserhalb des 3-Säulenkonzepts:

- Arbeitslosenversicherung
- Familienzulagen
- Erwerbsersatzordnung / Mutterschaftsentschädigung / Militärversicherung
- Obligatorische Krankenversicherung
- Sozialhilfe

Für was steht die 1. Säule und was beinhaltet diese?

Sie ist die Staatliche Vorsorge und umfasst die AHV und die IV. Sie bezweckt, den Versicherten oder den Hinterlassenen im Falle einer Pernsionierung, Tod oder Invalidität, das Existenzminimum zu garantieren. Wird dieser nicht erreicht, so hat man das Recht Ergänzungsleistungen zu erhalten.

Für was steht die 2. Säule und was beinhaltet diese?

Sie ist die Berufliche Vorsorge und obligatorisch. Sie soll die Rente aus der 1. Säule erhöhen und bezweckt, dass man die gewohnte Lebenshaltung fortsetzt. Die Finanzierung erfolgt über die Leistungen von der BVG (PK Pensionskasse) und der UVG.

Für was steht die 3. Säule und was beinhaltet diese?

Sie ist die Selbstvorsorge und ermöglicht die individuelle Ergänzung (Wahlbedarf, Luxus). Die Finanzierung erfolgt durch die gebundene Vorsorge 3a und die freie Vorsorge 3b.

Vorschriften über die AHV/IV:

- obligatorisch
- Existenzminimum decken
- Höchstrente beträgt maximal das Doppelte der Mindestrente
- Renten der Preisentwicklung anpassen

 

Vorschriften über die Berufliche Vorsorge:

- obligatorisch
- Selbstständige können sich freiwillig versichern
- Für bestimmte Selbstständigerwerbenden (Risiko-Branchen) kann der Bund die BVG als obligatorisch erklären

Wer sind die Versicherungsträger aller 3 Säulen?

- AHV/IV: Eidgenössische Versicherung
- Berufliche Vorsorge: Pensionskasse, Unfallversicherung
- Selbstvorsorge: Versicherung, Bank

 

Nach welchem Verfahren werden alle 3 Säulen finanziert?

- AHV/IV: Umlageverfahren
- Berufliche Vorsorge: Kapitaldeckungsverfahren
- Selbstvorsorge: Kapitaldeckungsverfahren

 

Welche Finanzierungsquellen hat die AHV/IV?

- Beiträge Versichte und Arbeitgeber (je zur Hälfte)
- Beiträge Bund (Mwst, Alkohol- und Tabaksteuer, usw.)

Welche Finanzierungsquellen hat die Berufliche Vorsorge?

- Beiträge Versicherte und Arbeitgeber (je Hälfte)
- Zinserträge

 

Welche Finanzierungsquellen hat die Selbstvorsorge?

- Beiträge Versicherte
- Zinserträge

 

Merkmale der Sozialversicherung:

- Wird im öffentlichen recht geregelt
- Die Trägerschaft ist eine Organisation des öffentlichen Recht
- Mitteilungen betreffend Leistungen erfolgen durch eine Verfügung

Merkmale der Privatversicherung:

- Wird im privaten Recht geregelt
- Trägerschaften sind Aktiengesellschaften oder Genossenschaften
- Mitteilung betreffend Leistungen erfolgt durch Entscheid

 

Was bedeutet das Solidaritätsprinzip und wer handelt danach?

Beim Solidaritätsprinzip werden die Schwächeren begünstigt. Die Sozialversicherung berücksichtigt dies bei der Beitragsgestaltung.

Was bedeutet Äquivalenzprinzip und wer handelt danach?

Beim Äquivalenprinzip geht es um risikogerechte Prämien. Wer also mehr Risiko trägt, zahlt auch mehr. Dieses Prinzip wird bei der Prämiengestaltung der Privatversicherung berücksichtigt.

Was bedeutet Föderalismus? (Edupool-Frage)

In der Schweiz gibt es drei Ebenen und jede Ebene hat die Aufgabe selbstständig zu entscheiden. Somit handeln die drei Ebenen selbstständig und erhalten auch eigene Aufgaben zugeteilt.

Welche Personen haben Anspruch auf Sozialhilfe?

Personen, die Bedürftigkeit nachweisen können.

Welches ist das Grundprinzip der 2. Säule?

Individuelle Äquivalenz mit kollektiven Aspekt. (Gleichgewicht von Ein- und Ausgaben)

Welches ist das Grundprinzip der 3. Säule

Ausschliesslich individuelle Äquivalenz (Gleichgewicht von Ein- und Ausgaben)

Wer hat die Aufsicht über die Sozialversicherungen?

Bundesamt für Sozialversicherungen

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