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Sisys Kartei

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Kai Seidensticker
Lernen

Kai Seidensticker
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen der Informatik-Sicherheit, mit Fokus auf Bedrohungen, Angriffe und Schutzmechanismen. Sie decken Themen wie Bedrohungsbäume, Angreifermodelle, Schwachstellen, Bedrohungen und Risikomanagement ab. Die Karteikarten sind besonders nützlich für Studierende und Fachleute, die sich mit der Sicherheit von Kommunikationssystemen, der Integrität und Vertraulichkeit von Daten sowie der Prävention und Detektion von Angriffen auseinandersetzen möchten.
Karten
20
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
13.07.2014 / 15.08.2014

Lernkarten

Erklaeren sie den Begriff Safty und Security.

Safety: Schutz vor Schäden durch Ausfälle, Störeinflüsse etc. ( unbeabsichtigt)
Security: Schutz vor gezielten Angriffen ( beabsichtigt!)

Was versteht man unter Praevention ? 

Implementieren von Mechanismen, die der Benutzer
nicht außer Kraft setzen kann und die glaubhaft korrekt
und unveränderbar implementiert wurden

Was versteht man unter Detektion ? 

  • Feststellen, dass gerade ein Angriff erfolgt oder schon erfolgt ist
  • Feststellung melden

Was versteht man unter Wiederherstellung/Kontinuität ? 

  • Korrektes Systemverhalten wiederherstellen
    • Nach erfolgtem Angriff
    • Noch während des Angriffs

  • Was versteht man unter Integrität, Authentizität und Verfügbarkeit ? 

Integrität (engl. Integrity):

  • Unverfälschtheit von Ressourcen, z.B. Änderungen an
  • kommunizierten Inhalten (Absender eingeschlossen)
  • werden durch den Empfänger erkannt

Authentizität (engl. Authenticity):

  • Herkunftsnachweis von Ressourcen wie Informationen  (Datenauthentizität – data origin authenticity) bzw.
  • Nachweis der Identität von Subjekten (Entitätenauthentizität – entity authenticity)

Verfügbarkeit (engl. Availability):

  • Erreichbarkeit und Nutzbarkeit von Ressourcen, zum
  • Beispiel Ressource wie Informationen und DiensteIntegrität (engl. Integrity):
  • Unverfälschtheit von Ressourcen, z.B. Änderungen an
  • kommunizierten Inhalten (Absender eingeschlossen)
  • werden durch den Empfänger erkannt

Was ist Verbindlichkeit/Nachweisbarkeit/Nicht-Abstreitbarkeit ? 

Beweisbarkeit auch gegenüber Dritten, dass ein bestimmtes Ereignis oder
eine bestimmte Aktion stattgefunden hat (Notardienste,
Zeitstempeldienste). Zum Beispiel das Schreiben und das Absenden einer
Nachricht von einem Absender, der Transport und die Zustellung innerhalb
der Netzes und der Empfang und Lesen einer Nachricht beim Empfänger.

Was ist Verbindlichkeit/Nachweisbarkeit/Nicht-Abstreitbarkeit ? 

Beweisbarkeit auch gegenüber Dritten, dass ein bestimmtes Ereignis oder
eine bestimmte Aktion stattgefunden hat (Notardienste,
Zeitstempeldienste). Zum Beispiel das Schreiben und das Absenden einer
Nachricht von einem Absender, der Transport und die Zustellung innerhalb
der Netzes und der Empfang und Lesen einer Nachricht beim Empfänger.

Was ist Vertraulichkeit ?

Geheimhaltung von Ressourcen gegenüber Unberechtigten wie Daten
während der Übertragung. Inhalt der Kommunikation ist nur für Berechtigte
zugänglich (siehe auch Zugang zu Diensten). Ggf. bis hin zur Verdecktheit
der Kommunikation!

Was ist Vertraulichkeit ?

Geheimhaltung von Ressourcen gegenüber Unberechtigten wie Daten
während der Übertragung. Inhalt der Kommunikation ist nur für Berechtigte
zugänglich (siehe auch Zugang zu Diensten). Ggf. bis hin zur Verdecktheit
der Kommunikation!

Definieren sie den Begriff Privatsphäre ? 

Umgang mit personenbezogenen und personenbeziehbaren Daten, zum
Beispiel: vertrauliche, authentische und integritätsgesicherte Speicherung
und Nutzung, oder Unzurechenbarkeit, d.h. Sendern bzw. Empfängern von
Informationen kann das Senden bzw. der Empfang der Informationen nicht
bewiesen werden.

Definieren Unbeobachtbarkeit, Anonymität, Unverkettbarkeit und Pseudonymität ? 

  • Unbeobachtbarkeit: Es läßt sich für einen Beobachter nicht erkennen, wer bestimmte Daten sendet oder empfängt.
  • Anonymität: Es kann für einen Beobachter trotz Auswertung aller Ereignisse keine Aussage über die Identität einer Person getroffen werden.
  • Unverkettbarkeit: Es ist für einen Beobachter keine Verkettung von Ereignissen bzgl. eines Merkmals möglich.
  • Pseudonymität: Die Person tritt unter anderem Namen auf.

Wenden sie die Begriffe Anonymität, Unbeobachtbarkeit und Unverkettbarkeit auf Sender und Empfaenger an. 

  • Anonymität:
    • Sender/Empfänger ist nicht identifizierbar innerhalb einer Mengevon möglichen Sendern/Empfängern – der Anonymitätsgruppe.Anonymität ist stärker, je mächtiger die Anonymitätsgruppe ist. 
  • Unbeobachtbarkeit:
    • Das Senden bzw. Empfangen von Nachrichten ist vonAußenstehenden nicht feststellbar. Unbeobachtbarkeit gewährleistet Anonymität gegenüber Außenstehenden
  • Unverkettbarkeit:
    • Das Wissen über die Beziehungen von Objekten/Subjekten(Nachrichten, Sendern, Empfängern, Ereignissen etc.) ändert sichdurch Beobachten des Systems nicht.

Nennen sie Arten von Bösartige Programme und je 2 Beispiele. 

Benötigt Host-/Wirts-Programm
Hintertüren (Backdoors)
Logikbomben
Trojanische Pferde
Viren
...
Unabhängig
Bakterien
Würmer
...
Auch
Bots
Exploits
RootKits
Ransomware

Was ist ein Computervirus ? 

Selbst reproduzierend: Binden sich selbst in andere Programme ein


Schadensfunktion:

  • Verfälschung von Daten und Programmen
  • Selbständige Programmroutine, die sich selbst reproduziert und dadurch vom Anwender nicht kontrollierbare Manipulationen in Systembereichen, an anderen Programmen oder deren Umgebung vornimmt

Lebensphasen:

  • Schlafphase, Ausbreitungsphase, Auslösungsphase, Ausführungsphase

Was ist eine Universelles Trojanisches Pferd ? 

  • Verbreitungsmethode V
  • Aktivierung A
  • Unterbringung U
  • Wirkungsweise W
  • Kommunikation K
  • Funktionen F
  • Schutzmechanismen S

Tupel: T = (V | S, A | S, U | S, W | S, K | S, F | S)

Was ist ist sind Basisangriffe in Kommunikationssicht ? 

Meist...

  • Alice und Bob: gewöhnliche Beteiligte eines Beispielszenarios, oft alsSynonyme für Sender und Empfänger einer Nachricht
  • Carol und Dave (manchmal auch Ted): Stellvertreter für dritte und vierte Parteien eines Beispiels
  • Eve, von engl. Eavesdropper: passiver Angreifer (Mithören)
  • Mallory, Marvin oder Mallet, von engl. Malicious; Oscar oder Oskar, von engl. Opponent; Trudy, von engl. intruder: aktive Angreifer (neben Mithören auch Unterbrechen, Verändern, Erzeugen/Fälschen, Stehlen/Entfernen)
  • Peggy und Victor: prover und verifier, Verwendung bei Zero- Knowledge-Protokollen
  • Trent, von engl. TRusted ENTity: vertrauenswürdige dritte Instanz (bspw. Notar), Judge: an adjudicator
  • Willie, Wendy: the warden

Was sind Schwachstellen und was Bedrohungen ? Wie ergibt sich daraus das Risiko ? 

  • Schwachstelle (Vulnerability): Eine Systemeigenschaft, dieMissbrauchsmöglichkeiten bietet.
  • Bedrohung (Threat): Jedes mögliche Vorkommen (böswilligoder anderweitig) mit ungewünschten Effekten auf dieWerte (Assets) und Ressourcen eines Computersystems

Bedrohung x Schwachstelle (Verwundbarkeit) = Risiko

Zeigen sie den Regelkreis des Risikomanagments. 

Das Risiko-Termostat, <kes> Nr. 1, März 2009

Was ist der Taxonomie-Vorschlag nach Cert ? 

John D. Howard, Thomas A. Longstaff (1998) und Erweiterung

Was ist eine Bedrohungsbaum ? 

Angreifer-Modell erstellen, u.a.

  • Angreifertyp (Hacker, Spezialist, ...)
  • Budget (Unternehmen, Regierung)
  • Kenntnisse (keine, Insider, ...)
  • Ziele (Gewinn, Schaden, Rache, ...)

Eintretenswahrscheinlichkeit

  • Geschätzter Aufwand u.a.
  • Benötigte Kenntnisse, Zeit, Geld

Geschätzter Schaden

  • Daten-, Geld-, Vertrauensverlust, ...
  • "Berechnung" von Risiken

Beispiel: Homebanking

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