SIm

Simulation

Simulation


M. S.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Grundlagen und Methoden der Simulationstechnik. Sie konzentrieren sich auf die Erstellung, Validierung und Analyse von Modellen, wobei Begriffe wie Sensitivitätsanalyse, Verteilungsfunktion und Replikationen im Mittelpunkt stehen. Besonders nützlich sind sie für Studierende und Forscher, die komplexe Systeme simulieren und optimieren möchten, um fundierte Entscheidungen zu treffen.
Flashcards
50
Students
1
Language
German
Category
Technology
Level
University
Created / Updated
22.07.2016 / 25.07.2016

Flashcards

Was ist Simulation?

- nachbildung eines Systems

- mit dynamischen Prozessen

- in experimentierfähigen Mpdell

- die auf die wirklichkeit übertragbar sind 

Was ist ein Modell?

Zum Original ähnliches Objekt, mit dem eine Aufgabe gelöst werden kann, deren Lösung am Original nicht zweckmäßig ist

Eigenschaften:

Abbildung -> Repräsentation eines originals

Abstraktion -> nur relevante Attribute

Modelzweck -> Pragmatisch

Was ist ein Simulationsmodel?

bildet wesentliche Objekte & Verhaltensregeln eines Systems ab

repräsentiert originales System durch Werte von Zustandsvariablen

-> dynamisches Modell, in der Regel durch Programme realisiert

Nennen sie Klassifikationsmöglichkeiten von Modellen!

stochastisch vs deterministisch

statisch vs dynamisch

stetig vs diskret vs kombiniert

geometrisch

biologisch

physisch

strukturell

funktioniell

Eigenschaften von Simulationsmodellen?

dynamische Modelle

Simulationsuhr & Zustandsänderung in zeitlicher Reihenfolge

Zeit und Prozessverlauf entspricht dem Original

Modellparameter & Modellvariablen => Merkmale des Originals

Prozesse durch Algorithmen repräsentiert

Mathematisches Modell

alle formalen Bezeichnungen, die Zusammenhang der Zustandsvariablen mit anderen Systemparametern eines Systems beschreibt

analytisches Modell?

dynamisches Systemverhalten durch Menge gekoppelter Gleichungen charakterisiert

Beschreibung von Zusammenhängen zwischen Zustandsvariablen, Parametern, Anfangsbedingungen und Eingangsvariablen des Systems

in Form analytischer Ausdrücke

algorithmisches Modell

Wiederspiegeln des optimalen Prozessverlauf im System

in Form struktur- und zeitgerechter Wertveränderungen der Zustandsvariablen.

mittels elementarer Operationen & Bedingungen in algorithmischer Verknüpfung

kontinuierliche Simulation + Beispiel

Darstellung Beziehungen zwischen Fluss und Bestandsgrößen über Differenzialgleichungen

während Modellierung jederzeit Werte für Bestandsgrößen

Anwendung: alle Bereiche der Naturwissenschaft

diskrete/ereignisorientierte Simulation + Beispiel

Darstellung der Beziehung zwischen Fluss und Bestandsgröße über Differenzengleichungen

nur an bestimmten Zeitpunkten Werte für Bestandsgrößen

Anwendung: Produktion, Logistik und Transport

Bedienungstheoretische Grundkonzept

Mathematik der Warteschlangen

- Bedienungssystem besteht immer aus 1 oder mehrer Bedienungskanälen

   -> von eintreffenden Forderungen (z.B. Kunde) in Anspruch genommen

Zufällige:

Ankunft + Bedienzeit

Wartezeit für Kunden

Stillstandzeit der Server

-> Theoretische Basis für viele diskrete Simulationsprobleme

 

Real - vs Simulationszeit

Dastellung Simulationszeit durch Variablen

Laufzeit Simulationszeit abhängig von:

Rechnergeschwindigkeit

Effektivität des Programms

Verhältnis einstellbar

  -> Zeitraffung Sim > Real

  -> Zeitlupe Sim < Real

Was ist Taktsimulation?

Vorteile + Nachteile

Einteilung der Zeit in Abschnitte

Simulationszeit ändert sich bei jedem Sprung gleich

nur zu diesem Zeitpunkt werden Veränderungen berechnet

+Einfache Programmstruktur, Eignung zur Animation

- keine Infos zw. Takten -> Taktgröße zu groß o. klein

- Rechenzeit

Beispiel: Haltestellen

Was ist Ereignissimulation?

Vor - und Nachteile

Sprung zum nächsten Ereignis = sprunghafte Änderung der Modellvariablen

Zerlegt nachfolgenden Prozess in Folge zeitlich aufeinanderfolgende Ereignisse

-> aufsteigende Ereignisliste

+ Effizient, exaktere Ergebnisse

- schwieriger Handzuhaben

Beispiel: Bankfiliale

Algorithmische Grundladen Ereignissimulation

Zustandsänderung über Ereignisse abgebildet

Beginn der Simulation -> Startereignis

bei jedem Ereignis -> Ereignisse ergeben sich, die in zeitlicher Reihenfolge eingeplant werden.

Simulationszeit zum nächsten Ereignis

Queue leer -> Simulation beendet

Was versteht man unter Weltsicht?

definiert wie ein Simulationsmdell aufgebaut bzw. modelliert wird

Ereignisorientierte Weltsicht

Ereignisse ändern den Status des Modells durch Veränderung der Statusvariablen

-> keine Änderung zwischen 2 Ereignissen

Ereignistypen: arrival ws++ , begin Service ws-- busy 1, end service 0

Zusammenfassen gleicher Ereignisse zu Ereignistypen

Anweisung in Ereignistypen -> Ereignisroutinen

Zeitfortschritt in Ereigniszeitpunkten 

prozessorientierte weltsicht

Beschreibung des Flusses einer Einheit durch das Modell

Prozess = Folgeon Operationen die das Objekt durchläuft

Prozessroutine beschreibt Sequenz von Ereignissen.

aktive Objekte = besitzen eigenes Verhalten (Kunde)

passive Objekte = werden von aktiven Benutzt (Parkplatz)

 

was sind Koroutinen

ähnlich einer Funktion, ehr Threads

-> unterbrechen Ablauf

-> speichern Status

-> führen später bearbeitung fort

keinen wechselseitigen Ablauf

Verzögerungen in SLX

Scheduled Delay : geplante zeitliche Verzögerung "advance 10"

state based Delay: Verzögerung aufgrund einer logischen Bedingung "wait until !busy"

Prinzipielle Arten von Parallelen Vorgängen in SLX

Inter-Object Paralism -> viele Instanzen von Objekten zur gleichen Zeit atkiv, konkurrieren um passive Objekte

                                            bedingte oder geplante Verzögerung

Intra-Object Paralism -> Mehrere gleichzeitige Aktivitäten innerhalb eines Objekts

                                       -> fork - Statement für Split des Kontrollflusses

diskrete Zufallsvariablen?

Anzahl möglicher Werte ist abzählbar

Wahrscheinlichkeit Äquivalent beschreibbar mit

-> kumulative Verteilungsfuktion

-> Wahrscheinlichkeitsmassefunktion

stetige Zufallsvariablen

Anzahl der Werte ist unendlich

beschreibbar mit:

-> kumulative Verteilungsfunktion

-> Wahrscheinlichkeitsdichtefunktion

Welche Zustände können Prozesse in SLX haben?

Moving = aktive Puck, wird aktuell ausgeführ

Scheduled = Prozess um definierte Zeit verzögert

Waiting = durch Prozess unterbrochen wait until

Interrupted = prozess unterbrochen

Terminated = Prozess beendet

Übergänge Prozesszustände

Wie erfolgt der Zeitfortschrtt in SLX

geplante Verzögerung "advance"

Bedingte Vezögerung "wait until"

Wie werden Zufallsvariablen beschrieben?

durch Funktionen

E(x) -> durchschnitt der Ergebnisse bei unendlicher Wiederholung

Var(x) -> Quadratische Abweichung vom Erwartungswert

Spezielle Verteilung: Normalverteilung (Gauß), Dreiecksverteilung, Binominalverteilung

-> gibt an wie sich Wahrscheinlichkeit auf Zufallsvariablen verteilt

Was sind Pseudozufallszahlen?

Zuffallszahl zwischen 0 und 1

durch deterministischen Algorithmus bestimmt -> wiederholung der Simulation

mit zufälligem Startwert

Vorgehenweise/Schritte bei Eingabendatenanalyse

1. Daten sammeln (messen/schätzen)

2. Schätzen des Types der Verteilungsfunktion -> Histogramm / -> Quantile Quantile Plot

3.Parameter der Verteilungsfunktion bestimmen -> Mittelwert + Varianz

4. Überprüfen der Qualität der Verteilungsfunktion -> Goodness of Fit

 

empirische Verteilungsfunktion?

Nutzung von Rohdaten zur Erzeugung von Ausprägungen einer Zufallszahl

aus Stichprobe wird Funktion abgeleitet

Beobachtungswerte können spezialisiert werden

Theoretische Verteilungsfunktion

aus gesammelten Daten wird Verteilungsfunktion geschätzt Typ und Parameter

Überprüfen der Qualität der Schätzung

Voraussetzung und Einschränkung empirischer & Theoretischer Verteilungsfunktion

Tests müssen mit Vorsicht angewendet werden, da sie

Bei kleinen n fast alle Verteilungen annehmen

Bei großen n fast alle Verteilungen ablehnen

 

Zur Erzeugung eines Simulationsmodells muss man:

-> Die Daten des realen Systems messen

-> Durch eine Verteilungsfunktion approximieren

-> Diese Verteilungsfunktion im Simulationsmodell verwenden

Probleme bei der Analyse von Ankunftsprozessen

herausragende Bedeutung in allen Bediensystemen

poisonprozess als meistgenutztes Modell

-> Kunden treffen einzeln ein

-> Anzahl Ankünfte im Intervall unabhänging von Ankünften im vorherigen Intervall

-> konstante Ankunftsrate

bei Erfüllung Voraussetzungen sind Zwischenankunftszeiten unabhängig voneinander & durch identisch

verteilte exponentialverteile Zufallsvariable

Typische Ergebnisgrößen von Simulationen

Beobachtungsdaten -> Sequenz von ungewichteten Beobachtungen z.B. Gesamtzahl eingetroffener Kunden

Zeitgewichtete Daten -> Sequenz v. Beobachtung, deren Werte sich über eine bestimmte Simulationszeitspanne nicht ändern

Wichtungsfaktor = Zeitspanne mit Konstantem Wert (z.B. Warteschlangen)

Nutzerspezifisch gewichtete Daten

ein Simulationslauf = keine ausreichende Aussage?

zufällige Eingangsdaten -> zufällige resultierende Daten

--> keine aussagekraft mit einem Versuch

Replikation des Simulationsversuch

-> mittelwertbildung der Ergebnisse

langen Lauf durchführen

-> Abschnitte für Statistik defnieren und neu starten

 

Replikationen?

Simulationsdurchläufe mit selben Modell und identischen Parametern ABER: andere Startwerte

berechnende Daten 

-> basieren auf verschiedenen Zufallszahlenströmen

-> nicht identisch verteilt

-> tendieren auf Normalverteilung

Bildung Mittelwert, Varianz, Konfidenzintervalle

Terminierende Simulation?

Simulation läuft für eine bestimmte Zeit TE, E ist spezifisches Endeereignis

Simuliertes System startet zum Zeitpunkt 0 unter definierten Initialbedingungen und endet zum Zeit TE

Bsp.: Bank mit Öffnungszeiten von 8-16 Uhr

Nicht Terminierende Simulation?

Simulation, die System abbildet, das ständig weiterläuft (über sehr lange Zeit)

Simulation startet zum Zeitpunkt 0 unter definierten Initialbedingungen undendet zu einem vom

Simulationsexperten spezifizierten Endezeitpunkt TE

Ziel: Studieren des steady-state-Verhaltens

Verhaltens stationären/ eingeschwungenen Systems

Ergebnisse sollen nicht durch Initialisierungsbedingungen beeinflusst werden

Bsp.: Produktion im Schichtbetrieb, wo die Maschinen dauerhaft laufen

Ergebnisanalyse Terminating Simulation

Simuliert über Zeitintervall von [0, TE]

Beobachtungswerte Y1, Y2,...,Yn werden gespeichert

Anzahl der Beobachtungswerte n ist fest (Verweilzeit von 100 Kunden)

Ziel: Schätzung des Mittelwertes (Punktschätzung)

berechnete Daten sind Unabhängig, Identisch verteilt, tendieren auf eine Normalverteilung

Ergebnisanalyse Steady State Simulation (nicht terministisch)

Beobachtungen aus einem einzelnen Lauf Y1 ,Y2 , ..., Yn

θ ist der long-run Mittelwert für die Durchlaufzeit

Mittelwert als lim definiert unabhängig von den Initialisierungsbedingungen zum Zeitpunkt 0

Systematischer Fehler (Bias)

Initialisierungsbedingungen beeinflussen den Fehler bei Punktschätzung in Steady-State-Simulationen

Bei Simulation von komplexen Systemen ist nicht von empty and idle Zustand auszugehen

Umsetzung durch zwei unterschiedliche Herangehensweisen:

Verwendung von Initialisierungsbedingungen, die Zustand des Systems aufzeigen

Start mit

empty and idle und das Nichtberücksichtigen (Wegwerfen) von Daten aus derEinschwingphase

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