MiBi


D. S.
Diese Lernkarten behandeln Sicherheitsmaßnahmen und sterile Arbeitstechniken im Labor, insbesondere in der Mikrobiologie. Sie decken Themen wie Sterilisation, Desinfektion, Kontamination und Notfallmaßnahmen ab, einschließlich der Handhabung von Materialien wie Röhrchen, Augen- und Mundschutz. Die Karteikarten sind für Laborpersonal und Medizinstudenten gedacht, die sich mit sicheren Praktiken im Umgang mit pathogenen Materialien vertraut machen müssen.
Karten
8
Lernende
2
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
06.06.2016 / 09.06.2016

Lernkarten

nenne Sicherheitsmassnahmen, die in einem Mikrobiologie getroffen werden (12)

  •  Sauberkeit und Ordnung im Raum und am Arbeitsplatz
  • Türen und Fenster während dem Arbeiten geschlossen halten
  • Trink-, Ess-, Rauch-, Schminkverbot im Labor
  • Arbeitsplatz nicht überstellen => nur benötigtes Material am Platz; Material sollte gt erreichbar sein
  • Schutzkleider tragen obligatorisch
  • Beimpfte Platten und Röhrchen immer Beschriften
  • gebrauchte Röhrchen sofort ins Reagenzgestell zurückstellen
  • Verschüttetes Material sofort beseitigen und kontaminierte Gegenstände plus Hände reinigen => nicht weiterarbeiten
    • abwischen mt Kleenex und Desinfektionsmittel reinigen; ggf. Kursleiter informieren
  • BSW verwenden bei pathogenen Schimmelpilze oder Aerosolbildung
  • beim Zentrifugieren keimhaltiger Flüssigkeiten verschliessbare Rotoren und Röhrchen mit Schraubverschluss einsetzen
  • alle Materialien, die mit Impfmaterial oder Probe in Berührung kommt wird rücksterilisiert
  • nach dem Versuch arbeitsplatz aufräumen und Desinfizieren; Hände waschen und desinfizieren

nenne Massnahmen, die in einer Notfallsituation getroffen werden (3)

  • Infektiöses Material ist in die Nase gelangt:
    • Sofort mehrmals kräftig in Zellstoff (Papiertaschentuch) ausschnauben; dabei die Luft nur durch den Mund einholen und bei geschlossenem Mund kräftig durch die Nase ausstossen. Auch weiterhin durch den Mund einatmen, und durch die Nase ausatmen!
    • Hals-Nasen-Ohren-Arzt aufsuchen.
  • Infektiöses Material ist ins Auge gelangt:
    • Das Auge nicht reiben!
    • Betroffenes Auge unter Schutz des nicht infizierten Auges (abdecken!) vor der Nasenwurzel her und nach aussen ausgiebig unter fliessendem Wasser mit weichem Strahl spülen. Dabei das Augenlid weit spreizen, und das Auge nach allen Seiten bewegen lassen.
    • Besser: mit einer am Wassernetz fest installierten Augendusche beide Augen spülen.
    • Augenarzt aufsuchen.
  • Infektiöses Material ist in eine Hautwunde gelangt oder
  • die Haut ist durch kontaminierte Instrumente oder Geräte verletzt worden:
    • Wunde ausbluten lassen. Schlecht blutende Stichverletzungen mit einer Vakuumpumpe aussaugen.
    • Wunde mit einem keimfreien Verband abdecken.
    • Arzt aufsuchen.

Definiere folgende Begriffe:

  • Reinigung
  • Desinfektion
  • Sterilisation

  • Reinigung
    • Mechanische Entfernung von Schmutz und Mikroorganismen, ohne diese abzutöten

  • Desinfektion

    • Reduktion von pathogenen MO durch mechanschie (Waschen, Reinigen usw) und chemische (Alokohole, Phenole usw) Verfahren, so dass keine Infektionsgefahr vom desinfzierten Objekt ausgeht.
  • Sterilisation
    • Hygienemassnahme, die darauf abzielt, eine völlige Keimfreiheit zu erzielen

nenne unterschiedliche Arten der Desinfektion und Sterilisation (3/4)

Desinfektion:

  • Alkohole
  • Phenole
  • Aldehyde
  • Oxidantien (Halogene, Peroxyde, Ozon)

Sterilisation:

  • physikalische Sterilisation
    • feuchte Hitze (Autoklaivieren, Dampfsterilisation)
      • unter Druck stehendem gesättigten Wasserdampf
    • trockene Hitze (Heissluftsterilisation)
      • Vorteil: Material korrodiert nicht
      • Nachteil: höhere temperaturen und längere Einwirkzeit
  • mechanische Sterilisation (Sterilfiltration)
  • chemische Sterilisation
    • mikrobiozide Gase
    • Natronlauge
    • Wasserstoffperoxid
    • Ozon

nenne verschiedene Methoden zur Sterilitätsüberprüfung von Medien und Laborgeräten (3)

  • konventionelle Steriltests
    • kulturelles Nachweisverfahren
    • erfasste MO hängen vom Medium und Bebrütungsbediengungen ab
  • Bioindikatoren
    • durchlaufen mit Sterilisationsgut den Sterilisationsprozess und werden danach auf vermehrungsfähige MO untersucht
    • besser. als konventionelle Steriltests
  • Sterilkontrolle durch Farbumschlag
    • Klebebänder, die bei ausreichender Hitze einen Farbumschlag aufweisen

nenne die Prinzipien des sterilen Arbeitens (5)

  • keimarmes Labor oder Impfkabine
  • MO-Gehalt in der Luft gering halten
    • Zugluft vermeiden
    • Regelmässige Desinfektion von OF
  • Glasgefäss-Ränder abflammen
  • Gefässe nur so lange wie nötig offen halten
    • Deckel schräg über Agar halten beim Beimpfen
    • während dem Beimpfen nicht sprechen, husten usw.
  • Sterile Geräte nie auf Arbeitsfläche legen und nur am nicht-sterilen Bereich anfassen

welche zwei Forderungen müssen bei allen mikrobiologischen Arbeiten erfüllt sein?

  • verwendete Nährböden und Material muss steril sein
  • Ausführung der Arbeiten muss unter sterilen Bedingungen erfolgen

was sind die Ziele der steilen und aseptischen Arbeitstechniken? (2)

  • sterile Materialien und Kulturen vor Kontamination schützen
  • Umwelt vor Kontamination resp. Infektion schützen

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