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Wichtigste Slides Frau Jenzer

Wichtigste Slides Frau Jenzer


M. G.
Diese Lernkarten behandeln auf Universitätsniveau die Stoffwechselprozesse des Citratzyklus und der Atmungskette, wobei der Fokus auf Pyruvat, ATP, CoA und Elektronentransport liegt. Sie eignen sich für Studierende der Chemie, die sich mit der Oxidation von Molekülen, der Rolle von Carriern wie NADH und FADH2 sowie der ATP-Synthese vertraut machen möchten. Die Karteikarten bieten auch Einblicke in die klinische Bedeutung von Enzymen wie der Pyruvatcarboxylase und die Entgiftung von Ammoniak.
Karten
32
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Chemie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
17.06.2016 / 09.07.2025

Flashcards

Als was dient das CoA?

Als Carrier der Acetyl Bausteine

NAD+ und FAD: Bedeutung im Citratzyklus?

Sind Carrier im Citratzyklus, d.h. sie nehmen die Reduktionsäquivalente (Elektronen) auf. NAD+ und FAD werden somit zu NADH+/H+ und FADH2

Was ist ATP, Funktion?

Ist Carrier der umgewandelten Energie

Glykolyse: Umwandlung von Glucose in Pyruvat. Wo findet es statt? Bei welchen der 10 Schritte findet eine ATP-Ausbeute resp. Verbrauch statt?

  • Ort: Zytosol der Zelle
  • Schritt 1: Phosphorylierung der Glukose: -1 ATP
  • Schritt 3: Phosphorylierung von Fructose-6-Phosphat : -1 ATP
  • Schritt 7: Dephosphorylierung von 2 Molekülen 1,3.Bisphosphoglycerat: + 2 ATPs
  • Schritt 10: Dephosphorylierung von 2 Molekülen Phosphoenolpyruvat
  • Schritt 6: Oxidation von 2 Molekülen Glycerinaldehyd-3-phosphat: +2 NADH

Umwandlung von Pyruvat in Acetyl-CoA: Wo findet diese Statt? Welche Ausbeute entsteht (Annahme Glykolyse: sind also 2 Pyruvat)?

  • Im Mitochondrium
  • Bildung von 2 NADH

Citratzyklus: Wo findet dieser statt? Welche Energieträger werden gebildet und wieviele? (Annahme Glykolyse: Citratzyklus wird also 2x gemacht)

  • Im Mitochondrium
  • 2 ATP aus 2 Molekülen Succinyl-CoA
  • 6 NADH bei Oxidation von jeweils 2 Molekülen Isocitrat, alpha-Ketoglutarat und Malat
  • 2 FADH2 bei Oxidation von 2 Molekülen Succinat

Bemerkung zum Bild: Rote Pfeile zeigen cataplerotische, blaue Pfeile zeigen anaplerotische Stoffwechselwege, die eng mit dem Citratzyklus verbunden sind

Oxidative Phosphorylierung beim Glukose Abbau: Wo? Wieviel ATP wird gewonnen aus was?

  • Im Mitochondrium
  • 2 NADH aus Glykolyse liefern jeweils 1.5 ATP (bei NADH-Transport über Glycerin-3-phosphat-Shuttle) = 3 ATPs
  • 2 NADH aus oxidativen Decarboxylierung von Pyruvat liefern jeweils 2.5 ATPs = 5 ATPs
  • 2 FADH2 aus Citratzyklus liefern jeweils 1.5 ATPs = 3 ATPs
  • 6 NADH aus dem Citratzyklus liefern jeweils 2.5 ATP = 15 ATPs

Wieviel ATP werden pro Glukose bei Glykolyse, Citratzyklus und Atmungskette gewonnen?

30 ATPs (Wenn bei Atmungskette der NADH-Transport über Glycerin-3-phosphat-Shuttle passiert)

32 ATPs, wenn der Malat-Aspartat-Shuttle in der Atmungskette gebraucht wird.

Welche Energiequellen gibt es für Körperliche Arbeit? Wann Aerob, wann anaerob? 

ATP: Im ruhenden Muskel eine Konzentration von etw. 4mM (reicht für eine Kontraktion von ca. 1 sek.)

Kreatinphosphat: Deswegen wird bei schwerer Muskelarbeit (z.B. 100 m Lauf) durch Kreatinphosphat das ATP regeneriert durch Übertragung von Phosphorylgruppe. Der Kreatinphosphat reicht für etw. 4 sek. Danach muss ATP aus dem Stoffwechsel gebildet werden. 

Wie sieht der Brennstoffmetabolismus im Hungerzustand aus? (70kg KG)

Körper hat folgende Energiereserve in den Organen:

  • Fettgewebe: 330kj Glucose, 560‘000kj T.g., 170kj m. EW
  • Muskel: 5000kj Glucose, 2000kj  t.g., 100‘000 m. EW
  • Leber: 1700kj Glucose, 2000kj T.g., 1700 mobilisierbare Proteine
  • Blut: 250kj Glucose, 20kj Triacylglycerine, 0kj mobilisierbare Proteine
  • Gehirn: 30kj Glucose, 0kj T.g., 0 m. EW

Der Körper braucht im Hungerzustand andere Energiereserven:

  • Glucose-Verbrennung nimmt ab
  • Ab dem 2. Hungertag werden vermehrt Ketonkörper produziert
  • Die Fettverbrennung nimmt minimal zu, oder bleibt etwa gleich

Wie wird aus Pyruvat Acetyl CoA? (Reaktion, beteiligte Substrate, Abfallprodukte?)

  • Pyruvat wird de-carboxyliert durch den Pyruvat-Dehydrogenase-Komplex
  • Pyruvat + CoA + NAD+ -> Acetyl-CoA + Co2 + NADH
  • Dies ist eine irreversible Reaktion! (d.h. wenn Pyruvat für Gluconeogenese gebraucht wird, wird dies nicht durch Acetyl-CoA regeneriert)
  • Co2 Bildung im 1. Schritt bei der Decarboxylierung
  • NADH Bildung im 2. Schrit durch Oxidation von 2 e-
  • 3. Schritt CoA wird am der Acetyl-Gruppe angehängt

Was ist das Refeeding Syndrom? Warum können dabei Arrhytmien ausgelöst werden?

Refeeding Syndrom sind lebensbedrohliche Symptome, welche durch eine Zufuhr einer normalen Nahrungsmenge v.a. von KH,  nach einer längeren Unterernährung auftreten können.

Arrhytmien können durch die unterschiedlichen Elektrolytkonzentrationen intra- und extrazellulär insbesondere zur Aufrechterhaltung des Ruhepotentials der Nervenzellen benötigt werden -> es kommt zu neurologischen Ausfallerscheinungen

Warum ist der Citratzyklus so wichtig?

  • Mittelpunkt des Stoffwechsels der Zelle
    • Zugang zum aeroben Abbau
    • Quelle für
      • Bausteine in Biosynthesen von AS
      • Nukleotiden
      • Porphyrinen (Häm)
      • ATP (wird nicht hauptsächlich in diesem Zyklus selbst gebildet!)

Citratzyklus als AS-katabolismus (AS als Brennstoff): Wo werden welche AS eingeschläufst?

siehe Bild

Bemerkung: gelb = ketogene AS (vollständig ketogen sind nur Leu und Lys), rot = glucogene AS

Was sind die ketogene AS und was glucogene AS?

Ketogene AS= werden beim Abbau nur in Ketonenkörper bzw. Acetyl-CoA umgewandelt. Nur Leucin, Lysin, Tryptophan sind ketogen

Glucogene AS: werden beim Abbau zu einem Zwischenprodukt des Citratzyklus umgewandelt. Z.b. Pyruvat. Diese können somit für die Gluconeogenese herangezogen werden.

Für was braucht der Citratzyklus das Coenzym (CoA)?

  • Schleust einen C2-Baustein in den Citratzyklus ein
  • CoA hat eine hohe Enthalpie (-31.4kj* mMol) , d.h.es wird Wärme freigesetzt = exotherme Reaktion

Was sind Proteasome?

  • Proteasome sind einfach gesagt die „Abfallverwerter“ der Zelle
  • Nur die mit Ubiquitin gekennzeichneten Proteine werden abgebaut
  • Die proteolytisch aktiven Zentren sind in der Innenseite des Proteasoms
  • Proteine werden zu Bruchstücke von Peptiden aus 7-9 AS abgebaut
  • Ubiquitin wird erhalten und rezykliert
  • Hemmstoffe der Proteasome
    • Bortezombi: Indikation bei Multiplem meyelom, Symptome Calcium erhöht, Renal failure, Anemia, Bone Lesions (CRAB), Wirkung: Erhalt pro-apoptotischer Faktoren

Wie scheidet der Körper das toxische Ammoniak aus?

Das bei der Desaminierung von Aminosäuren frei gewordene Ammoniak stellt ein Zellgift dar und muss dementsprechend gebunden oder ausgeschieden werden. Es wird in der Leber durch Kompartimentierung abgetrennt

  • Nach der Transaminierung: Transport des Ammoniaks mit Glu und Ala in die Leber und Übertrag auf Carbamoylphosphat
  • Das Reaktionsgleichgewicht Glutamat -> alpha-Ketoglutarat liegt stark rechts, weil Ammoniak (als Harnstoff) rasch entfernt wird
  • Glutamat-Dehydrogenase ist leberspezifisch und dort in den Mitochondrien lokalisiert
  • Dadurch wird das toxische Ammoniak separiert

Welche Bedeutung hat die Pyruvatcarboxylase für die klinische Ernährung?

Pyruvat-Carboxylase katalysiert (mit Hilfe von Biotin) ATP-abhängige Carboxylierung von Pyruvat zu Oxalacetat

  • Für Gluconeogenese (bei genügender Energieladung)
  • Auffüllung /Sicherstellung des Citratzyklus (bei ungenügender Energieladung)
  • Auffüllung des Aspartat-Zyklus
  • Für das Malat-Aspartat-Shuttle um Wasserstoff resp. Elektronen aus Zytosol ins Mitochondrium zu bringen
  • Für Citrat-Malat-Pyruvat-Zyklus  zur Generierung von NADPH/H+ (Biosynthese von Fettsäuren)
  • Fehlet dieses Enzym kommt es zu einer Erhöhung von Pyruvat und „weiterem Ungleichgewicht“ im Körper > zeigt sich meistens in einer Azidose
  • Man versucht dieses Ungleichgewicht im Säure-Basen-Haushalt zu beseitigen
  • Substitution von
    • Thiamin und Liponsäure, als Cofaktor für Abbau von Pyruvat zu Acetyl –CoA
    • Ersatz der AS Apartat, Asparagin, Glutamat und Glutamin (werden normalerweise direkt od. indirekt aus Oxalacetat gebildet
    • Citrat um Citratzyklus aufzufüllen

Wie funktioniert die Atmungskette grob?

  • Elektronen von NADH und FADH2 fliessen durch 4 Proteinkomplexe und werden auf Sauerstoff übertragen
  • Sauerstoff wird dann zu Wasser reduziert
  • 3 der Komplexe pumpen Protonen durch die Menbran nach aussen -> Aufbau eines pH-Gradienten und eines elektrischen Transmembranpotentioals = protonenmotorische Kraft
  • Protonen strömen durch einen weiteren Proteinkomplex von ATP Synthase zurück und treiben so die ATP-Synthese an

Wie heissen die 4 Komplexe der Atmungskette? Welche prosthetische Gruppen sind jeweils beteiligt. Wo wirken die beiden Carrier?

Komplex 1-4 = Respirasom

  • Komplex 1 = NADH-Q-Oxidoreduktase (systemischer Name) od. NADH-Dehydrogenase ist ein Flavoprotein mit FMN als prosthetische Gruppe, das den Wasserstoff (von NADH/H+) aufnimmt. Dann erfolgt Übertragung der Elektronen auf Eisen-Schwefel-Komplexe -> dann auf Ubichinon. Bei dieser Reaktion werden 4 Protone (Wasserstoff ohne Elektrone) in den Intermembranraum geschleust.
  • Komplex 2 = Succinat-Q-Reduktase od. Succinat-Dehydrogenase. Als Protetische Gruppe enthält sie FAD (welches im Citratzyklus zu FADH2 reduziert wird). Der Wasserstoff von FADH2 wird auf Eisen-Schwefel-Komplexe(Fe-S) übertragen und von dort auf Ubichinon (Ubichinol, QH2 entsteht). Pumpt keine H+
    • Ubichinon als Carrier der Elektronen zwischen Komplex 1 und 2 zu Komplex 3
  • Komplex 3 = Q-Cytochrom-c-Oxidoreduktase od. Cytochrom-c-Reduktase. Übernimmt die Elektronen vom Ubichinol und gibt sie über die prosthetische Guppen (Häm bH, B1, C und FE-S) an das Cytochrom C weiter. Zudem werden wieder 4 Protonen aus der Mitochondrien-Matrix in den Intermembranraum gepumpt.
    • Cytochrom C  fungiert als Carrier zw. Komplex 3 und 4
  • Komplex 4 =  Cytochrom-c-Oxidase od. Cytochrom-Oxidase. Nehmen Elektronen entgegen und übertragen diese auf Sauerstoff, der dann (mit 2H) zu Wasser reduziert wird. Als prosthetische Gruppe fungieren Häm a, a3 und Kupfer. Hier werden nochmals 2 Protonen in den Intermembranraum gepumpt.
    • Der Intermembranraum enthält nun viele Protone während in der Mitochondrien-Matrix es nur wenige hat. Diese unterschiedliche Ladung macht den Protonengradienten genannt. Die Kraft die in diesem Gradienten steckt, wird als protonenmotorische Kraft bezeichnet.

Berkrung zum Bild: Namen etc. aus dem Text merken (von Jenzer), Bild braucht teilweise andere Namen.

Protenengradient: wofür wird dieser gebraucht?

  • Erzeuger einer protonenmotorische Kraft (Delta-p) (Ladungstrennung analog Batterie)
    • Delta P = chemischer (pH) Gradient (Proton = sauer, ) + elektrischer Gradient
  • Dadurch Antrieb der ATP-Synthese
  • Funktion des Protonengradienten: Freisetzung des ATP aus der Synthase

Wie Funktioniert er Protonengradient?

Mit der ATP-Synthase auch „Komplex 5“ genannt

  • Molekularer Motor, aus Rotor (F1) und Stator (Fo)
    • Protonenleitende Einheit (Fo) lässt die Protonen entland des Gradienten wieder in die Mitochondrienmatrix zurück fliessen. (Enthällt 2 Halbkanäle und Asparginsäure (Warum wird das in PPP erwähnt??))
    • Katalytische Einheit „Rotationskatalyse“ (F1) befindet sich auf der Matricseite der Mitochondrien. Hier wird aus ADP und P -> ATP.

Welche Vitamine haben keine Coenzymfunktion?

  • Alle Fettlösliche (ADEK) und Vitamin C

Vitamin A: Welche Funktionen hat es? Was ergibt ein Vit. A-Mangel?

Bestandteil von Rhodopsin

  • Photorezeptormolekül der Stäbchen der Netzhaut = Opsin + 11-cis-Retinal verbunden mit Lysinrest des Opsins
  • Vit. A-Mangel ergibt Xerophtalmie (Corneaverhornung) und Nachtblindheit (Verarbeitungsstörung der ins Sehpigment eintretenden Photonen)
  • Einfluss auf Reproduktion, Wachstum und Differenzierung von Zellen, embryonale Entwicklung

Vitamin K: Welche Funktionen hat es?

  • Carboxyliert Glutamatresten (der Faktoren 2,7,9,10 in der Leber und des Osteocalcins) für bessere Ca2+ Bindung in Blutgerinnung und Knochenstoffwechsel
  • Formen
    • K1 Phyllochinon
    • K2 Menachonin (Bildung durch Bakterien in Darm)
    • K3 Menadion
    • K4 Hydroxychinon
  • Antagonisten
    • Coumarinederivate, orale Antikoagulanzien wie Sintrom, Marcoumar

Biotin: Welche Funktion hat es?

  • Prosthetische Gruppe von Carboxy-transferasen (d.h. es transferiet CO2)
  • Ersatz von Oxalacetat durch biotinabhängige Carboxylierung von Pyruvat zu Oxalacetat (anstatt Decarboxylierung zu Acetyl-CoA)
    • Siehe Frage zu Pyruvat-Carboxylase!
  • Avidin in rohem Eiweiss bildet stabilen Komplex mit Biotin und kann bei permanentem Verzehr zu Biotinmangel führen

Pantothensäure: bei welchem Molekül wird es gebraucht?

Beim Coenzym A

Kupfer und Eisen: welche Rolle übernehmen diese Metallionen im Körper?

  • Übernehmen Co-Faktoren-Funktion
  • Cu als Co-Faktor bei Coeruloplasmin-Biosynthese (Oxidation von Fe(2) zu Fe(3) für die Transferrinbindung)
  • Eisen und Kupfer bei Fenton-like Reaktion (was immer das heissen mag…)

Zink?

  • in über 200 Enzymen, v.. Metalloproteasen
    • Schutzfaktor in der Wundheilung, Acrodermatitis und weiteren Entzündlichen Krankheiten
    • Inhibiert Aktivierung von NF-κB
    • Scavenger von ROS
    • Schutzfaktor bei Macula Degeneration
  • Zinkfinger: bei Nukleinsäuresynthese (RNA / DNA – Polymerase)
  • Alkalische Phosphatase: (Biomarker Prostatatumoren)
  • Cytosolische Zn/Cu-Superoxiddismutase (Oxidationsschutz, s. reaktive Sauerstoffderivate ROS)

Selen?

  • Co-Faktor der Glutathionperoxidase (Pentosephosphat Shunt, Oxidationsschutz, s. reaktive Sauerstoffderivate ROS)

Mangan?

  • mitochondriale Superoxiddismutase (Oxidationsschutz, s. reaktive Sauerstoffderivate ROS)

Molybdän?

  • Xanthinoxidase

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