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KW 43 Blutdruck und -Kreislauf

KW 43 Blutdruck und -Kreislauf


M. G.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über die Physiologie des Blutdrucks und des Kreislaufs auf Universitätsniveau. Sie behandeln Themen wie die Messung des Blutdrucks, die Rolle des Herzens, der Gefäße und des Blutes, sowie die Regulation durch das vegetative Nervensystem und die Niere. Besonders relevant sind die Auswirkungen von Bluthochdruck und die Unterschiede zwischen Arterien und Venen. Medizinstudenten und angehende Ärzte profitieren von diesen Karteikarten, da sie ein tiefes Verständnis für die komplexen Zusammenhänge des menschlichen Kreislaufsystems vermitteln.
Karten
22
Lernende
4
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
04.01.2016 / 09.07.2025

Lernkarten

Nenne die 3 Kreisläufe!

  • Grosser Kreislauf = Körperkreislauf
  • kleiner Kreislauf = Lunenkreislauf
  • Portal Kreislauf = Pfortaderkreislauf

Stichwortartig den Weg des Blutes beim grossen Kreislauf: Beginn bei Herz:

Linke Herzkammer -> in Arterien -> Kapilare (Sauerstoffabgabe und Nährstoffaustausch) -> Venen -> rechter Vorhof

Stichwortartig den Weg des Blutes im kleinen Kreislauf: Beginn bei Herz

rechte Herzkammer -> Lungenatereien -> Kapilare (Sauerstoffaufnahme) -> Lungenvenen -> Linker Vorhof

Was ist der Portalkreislauf?

Bezeichnet die Pfortader, welche eine direkte Verbindung zwischen Darm  und Leber herstellt -> Nährstoffe werden direkt zur Leber transportiert um dort "bearbeitet"  oder gespeichert zu werden.

Was bezeichnet man als Blutdruck?

- = Druck, dem wir in unseren Gefässen messen können

- Blutdruck = Druck in den Arterien (vom Herzen wegführenden, grossen Gefässen) = arterielle Blutdruck

- Wird auch Tonus genannt

Von was allem hängt der Blutdruck ab?

  • Der Menge an Blut, welches das Herz pumpt (Herz-Zeit-Volumen)
    • sind wir ruhig, pumpt das Herz in 1 min. ca. 5 Liter Blut (Herzvol. = 70ml x 70 = Ruhepuls)
  • dem gesamten Blutvolumen im Körper
  • vom Wiederstand in den Gefässen (Stromungswiederstand = peripherer Wiederstand)

Von was hängt der periphere Wiederstand ab?

  • davon wie flüssig das Blut ist (Viskosität)
  • vom Durchmesser der Gefässe (Arterienverkalkung, Verengung)
  • Gesamtquerschnitt des Gefässabschnitts
  • der Länge des Gefässabschnitts (immer gleich)

Welche Organe sind an der Blutdruckreglulation beteiligt?

  • Neuroendokrines System = Sympathikus, Hormone, parakrine, autokrine Faktoren (z.B. Renin- Angiotensin-Aldosteron, Noradrenalin, Vasopressin) hat v.a. auch Einfluss auf Niere
  • Niere (z.B. Druckdiurese, tubuläre Na-Resorption) "Herscher des Blutvolumens", da Sie Flüssigkeitausscheidung reguliert. Kann aber auch über Adrenalin, Noradrenalin die Verengung der Gefässe veranlassen und somit den Blutdruck beeinflussen.
  • Herz & Gefässe -> Peripherer Wiederstand

Wie wird der Blutdruck gemessen?

  • indirekt, also von aussen
  • Hörbare Strömungsgeräusche, die dadurch entstehen, dass das Blut nicht laminar durch die Gefässe fliesst (beim Zusammendrücken der Gefässe)
  • wird in Millimeter Quecksilbersäule (mmHg) angegeben
  • Blutdruck steigt mit dem Älterwerden (physiologischerweise)

Was ist der systolische und diastolische Blutdruck?

Werden immer beide gemessen

  • Systole ist der obere Blutdruck (120mmHg) kommt durch das Zusammenziehen des Herzen zustande
  • Diastole ist der untere Blutdruck (89mmHg) kommt durch das Erschlaffen des Herzen zustande

(Zusatzfrage) Was ist richtig? Anm. Klappenschlusston ist immer zu höhren nicht wie Systole und Diastole nur beim Abdrücken der Gefässe.

Was ist wichtig für die Aufrechterhaltung des Blutdruckes?

  • Gefässe : Gefässweite - Elastizität
  • Blut : Volumen - Viskosität
  • Herz: Frequenz - Schlagkraft

Was ist die Windkesselfunktion?

In der Austreibungsphase des Herzens (Systole) dehnen sich die elasitschen Fasern der Aorta. In der Erschlaffungsphase des Herzens (Diastole) ziehen sich die elastischen Fasern der Aorta zusammen wie ein Gummiband = Windkesselfunkiton

Im Alter werden die Gefässe zunehmend unelastischer -> es kommt zu der Altershypertonie, da sich die Aorta nicht mehr dehnt.

Was ist der Unterschied zwischen Arterien und Venen  (im Bau)

  • Venen haben wenig Muskelfasern und eine Speicherfunktion fürs Blut
  • Arterien haben Muskelfasern, v.a. für die Erhaltung des Druckes

Was ist der Passive Bluttransport in den Venen?

Durch Muskelanspannung und mit Hilfe der Venenklappen wird das Blut in den Venen passiv transportiert. (sind auch noch andere Faktoren beteiligt, wie die Saugkraft des Kreislaufes an sich selbst, das Nebeneinanderliegen der Venen und Aterien -> Aterie dehnt sich aus, Vene drückt es zusammen etc.)

Was heisst Vasodialtation und Vasokonstriktion?

Vaso = Gefäs, Dialtation = ausweiten, Konstriktion = zusammmenziehen

  • Bei der Vasodialtation ist das Gefäss weit gestellt -> niederer Blutdruck
  • Bei der Vasokonstriktion ist das Gefäss verdickt, eng gestellt -> hoher Blutdruck

Bei dauerhaft hohen Blutdruckwerten reagieren die Arterien mit einer Verdickung der Gefässwände

Wie kann die Niere den Blutdruck erhöhen?

Bei tiefem Blutdruck -> Renin wird ausgeschüttet -> Angiotensin (starker vasokonstriktor, führt zu Gefässverengung) -> Blutdruck steigt + Wird in Nebenniere  Aldosteron ausgeschüttet (Dadurch wirch Natrium rüchresorption erhöht) -> Blutdruck steigt (mehr Volumen durch mehr Flüssigkeit)

Was für einen Einfluss hat das Vegetative Nervensystem auf den Blutdruck?

Bei der Aktivierung des Symphatikus (z.B. durch Stress) passiert folgendes:

  • Nierenmark schüttet Adrenalin und Noradrenalin aus -> kurzfristige Wirkung:
    • Zunahme von Frequenz und Kontraktionskraft beim Herz
    • Verengung oder Erweiterung der Muskelgefässe (je nach Nutzen)
    • Bronchialerweiterung
    • Glukosefreisetzung
    • erschwertes Denken zugunsten schematischer Reaktionen
  • Verdauungsorgane -> stand-by

Führt zu erhöhtem Blutdruck

Wann spricht man von einer Arteriellen Hypertonie?

  • Mittelwert 3 Messungen an verschiedenn Tagen

Ursachen der Arteriellen Hypertoneie?

primar 95%: durch erbliche Anlagen und äussere Risikofaktoren bedingt

  • Übergewicht
  • Alkohol
  • Salz
  • Stress

3.5% durch Nierenerkrankungen

1% durch Hormonelle Störungen

0.5% durch Medikamente

Warum ist die Messung des Blutdruckes sinnvol?

  • Macht selten Symptome
  • Betroffene merken eher Schwankungen
  • konstant hoher Blutdruck wird meist nicht als unangenehm empfunden

Was für Risiken bringt ein hoher Blutdruck mit sich?

  • Hirnschlag
  • Herzattacke
  • Herzversagen
  • Erblinen
  • Nierenversagen

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