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KW 51: Nervensysteme

KW 51: Nervensysteme


M. G.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die Grundlagen des Nervensystems und der Hormonfunktionen auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf die Struktur und Funktion von Nerven, Hormonen wie der Hypophyse, Reflexen und der Signalweiterleitung in Neuronen. Medizinstudenten und Biologiestudenten profitieren davon, um die komplexen Zusammenhänge des menschlichen Nervensystems und der Hormonregulation zu verstehen.
Flashcards
16
Students
6
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
16.01.2016 / 09.07.2025

Flashcards

Was sind die einernen Bestandteile des Nervensysems?

Nervensystem setzt sich zusammen aus:

  • dem ZNS (zentrales Nerven System)
    • Gehirn
    • Rückenmark
  • dem PNS (peripheres Nerven System)
    • alle anderen Nervengänge ausser ZNS (führen in die Peripherie)

Was ist ein Neuron?

ist eine Nervenzelle

  • hat eingangsseiten (Dendrit: Dendron lat. für Ast) und Ausgangsseite (Axon)
  • ist da um Signale zu empfangen und weiterzuleiten

Wie funktioniert die Signal weiterleitung eines Neurons?

Funktioniert mit elektrischen Potentialen

  • Ruhepotential ("aus"): Zellinneres ist negativ geladen (wenige + Ka-Ionen, ausserhalb sind mehrere und zusätzlich noch viele + Na-Ionen).
  • Aktionspotential ("ein"): bei Depolarisation wird ein gewisser Schwellenwert überschritten -> AP wird ausgelöst
    • Natrium-Kanäle öffnen sich: Natrium fliesst in in das Neuron -> Zellinneres wird positiv
  • Repolarisation: Kalium-Kanäle werden geöffnet -> Ka fliesst aus Neuronzelle hinaus -> Zellinneres wieder negativ
  • Refraktärzeit: Zelle nach Aktionspotential nicht erregbar -> Na/Ka-Pumpen stellen Ruhepotential-Verteilung der Ionen wieder her (dauer ca. 1-2 ms)

Wie wird die Erregungsausbreitung verschnellert?

Durch die Mark Myelin)scheide beim Axon:

  • bestehen aus Fett (leitet keine elektrische Impulse)
  • der Impuls springt beim Axon also von Ranvier-Schnürring zu Ranvier-Schnürring (ca. 80 m/s)
    • nennt sich saltatorische Erregungsausbreitung
  • ohne die Markscheide würde der Impuls nur etw. mit 0.5-3 m/s weitergeleitet werden (kontinuierliche Erregungsausbreitung)

 

Was sind Gliazellen?

  • sind Nerven-Helferzellen
  • Unterstützen, nähren Neuronen
  • bilden Blut-hirnschranke
  • bilden Markscheiden (Schwann-Zellen) aus Fett

Synapse: Was ist das? und was ist ihre Funktion?

Die Synapse ist dafür da um elektrische Impulse in chemische und wieder zurück umzuwandel.

  • Jede Nervenzelle ist über zig hemmende oder erregende Synapsen mit unzähligen anderen Zellen verbunden
  • Neurotransmitter erlauben auch "Modulation" der Information
  • Aktionspotential bewirk Kalziumeinstrom
  • Kalzium bewirkt, dass die Bläschen den darin enthaltenen Neurotransmitter in den Synaptischen Spalt entleeren.

Nice to know: Das Signale auch in chemische umgewandelt werden können hat den Vorteil, dass Medis (wie auch illegale Drogen) wirken können. Die Ausschüttung / Verweildauer etc. der Neurotransmitter werden je nach Substanz beeinflusst.

Gehirn: Wie ist es ca. augfebaut. (v.a. für uns wichtige Teile)

zusätzlich zum Bild graue und weisse Substanz?

Wichtig für uns: Hirnstamm, dazu gehört das Mittlehirn, die Brücke und das Nachhirn (auch verlängertes Rückenmark genannt)

  • ist ursprünglicher Teil des Gehirns
  • dort wird Verdauung, Reflexe und Atmung gesteuert

Graue und weisse Substanz

  • grau: Körper der Nervenzellen erscheinen grau (mit Dentriten
    • ist die Hirnrinde auch Kortex genannt
    • Werden primär motorische Signale gelidet und empfangen (wie auch entschlüsselt)
  • weiss: Nervenfasern Myelin lässt sie weiss erscheinen
    • ist das Hirnmark
    • über weisse Hirnmasse gelangen Befehle an das Peripheriesystem

Gerhirn: Drüsen und ihre Funktion?

Hypothalamus: Hält Körperfunktionen hauptsächlich über Hormonsystem im Gleichgewicht. Er reagiert auf Nerven- wie auch auf Hormonsignale. Er steht also in direkter Verbindung mit dem ZNS. Der Hypothalamus schüttet Realising- und Inhibitinghormone aus (RH & IH)

Er steuert:

  • Durst
  • Schweissabsonderung
  • Schlaf-/wachrhytmus
  • Temperatur- und Schmerzempfinden
  • Hungergefühl
  • Sexualtrieb und einiges mehr

Der Hypothalamus steht in direktem Kontakt zur Hirnanhangsdrüse (Hypophyse). Die Hypophyse schüttet Hormone aus (wird durch Releasinghormone des Hypothalamus ausgelöst) Die Hypophysenhormone werden in den Blutkreislauf abgegeben. Die Hypophysenhormone werden aufgeteilt in:

  • glandotrope Hormone
    • TSH, ACTH, FSH, LH
  • periphere Hormone, Wachstumshomone, Prolaktin, MSH

Negative Rückkkopplung: Was ist das?

Wenn viele Hormone vorhanden sind, gibt es eine negative Rückkopplung -> Hormonproduktion wird gehommt.

  • passiert auf verschiedenen Ebenen
    • Stoffwechseleffekte (Rezeptoren messen Stoffwechelprodukte)
      • z.B. Kortisol hat negative Rückkoppelung auf ACTH in Hypophyse und CRH im Hypothalamus
    • Hormondrüse
      • die Hormone welche in den unteren Hormondrüsen produziert werden, haben einen hemmenden Effekt auf die glandotropen Hormone der Hypophyse und der RH/IH Hormone des Hypothalamus

Was sind vorrausetzungen um Reflexe zu haben?

  • Efferente Fasern: Weg vom Gehirn (ZNS)
  • Motorische Nerven (Befehle vom Gehirn zum Skelettmuskel)
  • Afferente Fasern: Bringen Info zum ZNS
  • Sensibel (Info von Sinneszellen zum Gehirn)

Wie wird ein Reflex definiert?

  • laufen automatisch und blitzschnell ab
  • werden nicht erlernt
  • vom Willen unabhängig (unwilkürlich)
  • Reaktion auf bestimmte Reize
  • Sinnvoll wenn der Körper vor Schäden geschützt werden muss (keine Zeit zum überlegen)
  • Automatische Kontrolle von Körpervorgängen nimmt uns "Denkarbeit" ab
  • Es gibt Eigenreflexe, Fremdreflexe und vegetative Reflexe

Eigenreflex: Patellarsehnen-Reflex, was ist das?

Eigenreflex ist wenn die Reizaufnahme (bei Muskelspindel) und Reizantwort (im Muskel) am selben Organ passieren

Patellarsehen-Reflex wird direkt unter der Kniescheibe (mit dem Hämmerchen) gemessen

Fremdreflex: Nenne ein Beispiel!

Beim Fremdreflex erfolgt die Reizantwort nicht beim Reizwahrnemenden Organ. Der Reflexbogen erfolgt hierbei über mehrere Synapsen. Beim Schmerzreflex läuft der wie folgt ab:

  1. Schmerzrezeptoren in der Haut senden über sensible Nervenfasern den Reiz ins Rückenmark
  2. Das Rückenmark sendet den Reiz über motorische Nervenfasern zur Muskulatur
  3. Muskulatur kontrahiert sich, so dass betroffene Körperpartie von der Schmerzquelle weggezogen wird

Vegative Reflexe, wie unterscheidet sich dieser von den anderen Reflexen?

  • Vorgänge in inneren Organen werden über diesen Reflex gesteuert
  • läuft über das vegetative Nervensystem
  • Manche werden willkürlich eingeleitet, der Reflex folgt dan automatisch nach z.B.
    • Schluckreflex
    • Defäkationsreflex (Stuhlgang)
    • Miktionsreflex (Wasser lösen)
  • Auslösung auch durch äusseren Reiz möglich z.B.
    • Würgreflex, Nies- und Hustreflex

Nervus Vagus. Was ist das, Was macht das?

ist der 10. Hirnnerv. Er ist der grösste Nerv des Parasympathiku. Er ist beteiligt an:

  • Regulation der Tätigkeit fast aller inneren Organen (vegetative Funktion (lebenswichtige Funktion)
    • Lunge
    • Herz
    • Magen
    • Darm
  • Motorische Steuerung von
    • Kehlkopf
    • Rachen
    • oberer Speiseröhre
  • übermittelt Geschmacksempfindungen vom Zungengrund
  • berührungsempfindungen aus dem Rachen, Kelkopf und einen Teil des äusseren Gehörgangs

Vegetatives Nervensystem:

  • Was ist es
  • Wie wird es aufgeteilt
  • Welche Funktionen übernimmt es?

Das vegetative Nervensystem übernimmt vorwiegent die unbewusste Steuerung von Organen

Es wird eingeteilt in 2 Teile mit folgenden Funktionen:

  • Sympathikus: Anspannung, Stress
    • erweiterung Pupillen
    • zunahme der Herzfrequenz und -Kontraktionskraft
    • aktivierung der Muskeln
    • erweiterung Bronchien
    • produktion von wenig vislösem Speichelsekret (trockener Mund)
    • Verminderung von Tonus und Bewegung im Magen-Darm-Trakt
    • Verminderung Sekretion Verdauungsdrüsen
    • Sekretion der Schweissdrüsen
  • Parasympathikus: Verdauung, Entspannung
    • Gegenteil von oben
    • keine Wirkung bekannt bei Muskeln und Schweissdrüsen

 

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