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KW49: Pankreas, Leber, Gallengänge KW50: Lerber
KW49: Pankreas, Leber, Gallengänge KW50: Lerber
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Lernkarten
Pankreas: Exokrine Funktion
Die Enzyme des Pankreas verdauen die Mikronährstoffe NICHT bis auf die kleinste Einheit, dies geschieht erst am Bürstensaum des Duodenums!
Enzyme:
- Pankreas-Amylase
- Pankreas-Lipase (zersetzt Tryglycerid zu Glycerinmolekül und 3 freie FS)
- Proteasen
- Trypsin (resp. Trypsinogen als inaktives Enzym, wird im Duodenum durch Enterokinase aktiviert)
- Chymotrypsin (resp. Chymotrypsinogen als inaktives Enzym, aktiviert durch Trypsin)
- Carboxypeptidase (resp. Procarboxypeptidase inaktiv, aktiviert durch Trypsin)
- Bikarbonat (neutralisiert sauren Magenbrei, verhindert somit Schäden am Duodenum und aktiviert Pankreasenzyme (braucht höheren pH) durch Sekretin stimuliert
Pankreas: Wie wird die Sekretion gesteuert?
- N. vagus regt die Pankreas in der zephalen Phase ("Kopfphase") zur Ausschüttung eines enzymreichen Sekrets
- Gastrin (G-Zellen des Magens) stimuliert in der gastralen Phase ("Magenphase") ähnlich nur stärker
- Sekretin (aus dem Duodenum) regt in der intestinalen Phase den Pankreas zur Ausschüttung eines bikarbonatreichem, alkalisches Sekrets an, um Magensäure zu neutralisieren
- CCK (aus I-Zelllen des Duodenums und Jejenums) erhöht die Enzymsekretion und sorgt für die Entleerung der Gallenblase
Leber: Facts
- grösste Anhangsdrüse des Körpers (1.5 Kilo)
- sehr regenartionsfähig
- hat 2 zuführende Gefässe
- Pfortader, mit Nährstoffreichem Blut aus Darm (etw. 75% des Bluted was die Leber bekommt!)
- Leberarterie mit "Frischblut" um Leber zu versorgen mit O2
- Die Gallensäfte werden von der Leber produziert, Gallenblase ist nur das "Depot"
Leber: Pfortaderblut, was enthält dieses?
- Nährstoffe (v.a. aus Duodenum und Jejenum)
- Abbauprodukte der Milz
- Hormone des Pankreas (Insulin und Glukagon)
- Resorbierte Stoffe aus dem Magen (z.B. Wasser, Alkohol)
- Medikamente / Giftstoffe
Leber: Feinbau, wie ist das Gewebe aufgebaut?
- besteht aus unzähligen Leberläppchen (Lobuli)
- ähnlich wie Bienenwaben
- Glisson Trias: an JEDER der 6 Ecken kommen 3 Gefässe zusammen:
- Ast der Pfortader
- Ast der Leberarterie
- Gallengängchen
- Jede Glisson Trias versorgt jeweils 3 Leberläppchen.
- Das Blut der Arterie und der Pfortader fliesst durch die Lobuli nach innen und Sammelt sich in der Zentralvene. Das Blut wird dann über die Lebervene zu der unteren Hohlvene von der Leber weg zum Herz transportiert.
- Die Gallengängchen werden von den Hepatozyten (Leberzellen) mit Gallensaft "gefüllt". Fliesst entgegengesetzt dem Blut und kommt dann in die Gallenblase
Leber: Lobuli (Leberläppchen) Facts
- besteht aus hintereinander angeordneten Leberzelle (Hepatozyten)
- zw. den Tellen flisst Blut vom Pfortader-Ast
- Der Raum, in dem das Pfortader-Blut fliesst, nennt man "Sinusoide"
- Das Blut in den Sinusoiden mischt sich mit dem Frischblut aus dem Lererarterien-Ast
- Das Blut flisst in Richtung Zentralvene und von da aus in immer grössere Venen
- Schliesslich in der Lebervene, die in der unteren Hohlvene mündet
Leber: Sinusoide Facts?
- Sinusoide = Leberkapillare
- Sind angeordnet wie Speichen eines Velo-Rades (Radnabe = Zentralvene)
- Hier findet der Austausch zw. Blut und Leberzellen statt
- Blut wird Sauerstoff- und Nährstoffärmer
- Sinusoide sind von einem löcherigen Endothel ausgekleidet
- Plasmabestandteile können ungehindert duch die Poren
- diese gelangen in den Dissé-Raum = Raum zw. Endothel und Hepatozyten
Leber: Leberläppchen (Lobuli), Facts über:
- Dissé-Raum
- Leberzellen
- Kupferzellen
- Mikrovilli der Hepatozyten ragen in den Dissé-Raum hinein
- Leberzellen nehmen Stoffe (Nähr-, Abfall-, Giftstoffe) aus dem Plasma auf und bauen diese ab/um oder speichern sie. Leberzellen geben Stoffwechselprodukte ab
- Kupferzellen sind "niedergelassene" monozyten/ Makrophagen (Fresszellen)
- haben sternförmige Ausläufer
- liegen zw. Endothelzellen
- Fressen Bakterien, Zellbestandteil, Fremdstoffe
- sind Teil des unspezifischen Immunsystems
Leber Funktionen? (5)
- Kohlenhydratstoffwechsel
- Bildung und Abbau von Glykogen
- Neubildung von Glukose, z.b. aus Aminosäuren (Glukoneogenese) ABER nicht aus Fettsäuren!
- Umwandlung z.B. von Fruktose und Galaktose in Glukose
- Eiweissstoffwechsel
- Bildung, Ab- und Umbau von Aminosäuren
- Bildung der meisten Plasmaeiweisse (z..B. Albumin, Gerinnungsfaktoren)
- Harnstoffbildung (zur Entsorgung des Eiweissstickstoffs)
- Biotransformation
- Umbau und Ausscheidung zahlreicher körpereigener und fremder Stoffe (z.b. Alkohol, Medis)
- Fettstoffwechsel
- Bildung, Ab- und Umbau von Fettsäuren, Fetten, Cholesterin und Lipoprotein
- Bildung von Ketonenkörper
- Bildung von Gallensäure
- andere Speicherfunktionen
- Vitaminspeicher (A, D, K, B12, Folsäure)
- Spurenelementspeicher (z.B. Eisen)
Leber: Welche Stoffe produziert sie?
- Eiweisse (nicht abschliessend)
- Aminosäuren (aus anderen AS, Ketonsäuren und anderen Stoffen) = nicht essentielle AS
- Alanin, Asparaginsäure, Aspartat, Glutaminsäure, Glyzin, Serin, Prolin
- "Bluteiweisse" Albumin, Globulin (aus einigen 100 AS), wichtig für:
- Transporteure (Carrier) von Bilirubin, Ca/Mg, Cu/Fe, Hormone, Vit., freie FS, Medis
- Kolloid-osmotischen Druck (Ablumin)
- Immunreaktion (gamma-Globuline)
- Eisen-Transport-Eiweiss Transferrin: Glykoprotein aus Gruppe der beta-Globuline
- Transportiert 3-wertiges Eisen
- nur etw. 1/3 ist mit Fe3 (je 2 Fe-Atome) besetzt
- zirkuliert im Blut
- Lipoproteine (VLDL, VDL, HDL)
- Entzündungs-Eiweisse: C-reaktives Protein (CRP)
- Gerinnungsfaktoren (zur Aktivierung braucht es Vit. K)
- Aminosäuren (aus anderen AS, Ketonsäuren und anderen Stoffen) = nicht essentielle AS
- Glukose (aus Glykogen, Gukogenaminosäuren über Pyruvat, Laktat aus anaeroben Stoffwechsel oder Glycerin)
- Triglyzeride
- Cholesterin (aus Acetyl-CoA -> Ring-Bildung (HMG-CoA-Reduktase: zentrales Enzym)
- Ketonkörper (im Hungerstoffwechsel)
Galle: Zusammensetzung
- Wasser und Elektrolyte
- Bilirubin
- Gallensäure
- Cholesterin
- Lezithin (Emulgator)
- andere fettlösliche Stoffe, die ausgeschieden werden müssen
- Zwischen/Endprodukte des Stoffwechsels
- Hormone
Galle: Bestandteil Bilirubin Facts und Abbau
Facts:
- Abbauprodukt des Häm vom Hämoglobin
- Zuerst entsteht das grünliche Biliverdin
- aus dem Biliverdin das gelbliche Bilirubin
- Bilirubin ist fettlöslich und muss im Blut an Albumin gebunden werden -> indirektes Bilirubin. kann so in die Leber transportiert werden
- in der Leber: Trennung von Albumin und verbindung mit Glukoronsäure. Wird dadurch besser wasserlöslich -> direktes Bilirubin
Abbau direktes Bilirubin
- Gelangt mit Galle ins Duodenum
- im Dickdarm wird Bilirubin durch Bakterien abgebaut. es entstehen:
- Sterkobilin: wird mit dem Stuhl ausgeschieden, macht braune Farbe
- Urobilinogen: wird teilweise vom Dickdarm rückresorbiert, in der Leber Abgebaut und mit dem Urin ausgeschieden
Gallenblase: Funktion
Innenseite der Gallenblase hat Epithel mit Mikrovilli
- Mikrovilli resorbiert Wasser, Galle wird so stark eingedickt
- Epithel gibt auch Schleim ab, um die Innenwand der Gallenblase zu schützen
Ausschüttung der Galle durch Kontraktion
- Gallenblase enthält auch glatte Muskulatur
- wird Fettiges gegessen, wird Muskulatur aktiviert -> Gallenblase kontrahiert sich
- dies geschieht über das Hormon Cholezystokinin (CCK) aus dem Duodenum
- CCK sorgt auch dafür, dass der m. sphinkter Oddi erschlafft, damit der Gallensaft ins Duodenum gelangen kann
- dort wird der Gallensaft gebraucht um Fett zu emulgieren
Gallenblase: Gallenstein, Symptome?
Gallenstein = Chole lithiasis
- Bleiben die Steine in der Galle, entstehen keine Beschwerden
- Bei Steinabgang (Austritt des Steines aus der Gallenblase) entstehen häufig krampfhafte, heftige Schmerzen
- sind kolikartige Schmerzen (= Gallenkolik)
- Bleibt der Stein hängen, ist der Gallenabfluss gestört, Galle staut zurück, Haut färbt sich gelb (Ikterus)
Grundumsatz, was ist das? Wie wird er gemessen? Welche Methoden gibt es?
Energie, die der Körper in Ruhe verbrennt. Ist in erster Linie abhängig von der Muskelmasse
Wird gemessen:
- Morgens
- nüchtern
- in Ruhe liegend
- bei angenehmer Umgebungstemperatur
Methoden
- Indirekte Kalorimetrie
- direkte Kalorimetrie
um den gesamten Energiebedarf zu ermitteln müssen noch die Körperliche Aktivität und Thermogenese berüksichtig werden
Leber: endokrin / exokrine Funktion?
Endokrin (nicht abschliessend)
- produziert Vitamin D
- Angiotensinogen (Wird durch Renin aus der Niere zu Angiotensin 1 (durch ACE) zu Angiotensin 2.) hilft bei Blutdruckregulation durch
- erhöhung sympatischer Aktivität
- Na+Cl- rückresorbtion (gleichzeitig H2O), K+ Ausscheidung
- stimuliert Aldosteron-Ausschüttung der Nebenniere (aktive H2O Wasser retention)
- Arterioler Vasokonstriktor (erhöht direkt Blutdruck)
- ADH sekretion (H2O resorbtion)
- Insuline-Like Growth Factor (IGF-1) (stimuliert durch GH aus der Hypophyse) geht übes Blut zu den Zellen (wirkt fast überall, hat Rezeptoren an Zellen...)