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KW47: Mund, Speiseröhre, Magen

KW47: Mund, Speiseröhre, Magen


M. G.
Diese Lernkarten decken die universitären Grundlagen der Biologie des Magens und seiner Funktionen ab. Sie beleuchten die Rolle von Zellen wie Belegzellen und Hauptzellen, die Produktion von Säure und Enzymen wie Pepsin, sowie die Verdauung von Nahrung und den Transport von Nährstoffen. Die Karteikarten sind ideal für Medizinstudenten und Biologen, die ein tiefes Verständnis der Magenanatomie und -physiologie benötigen.
Flashcards
12
Students
7
Language
German
Category
Biology
Level
University
Created / Updated
11.01.2016 / 09.07.2025

Flashcards

Welche Organe bilden den oberen Verdauungstrackt?

  • Mundhöhle und Zunge
  • Zähne und Zahnhalteapparat
  • Speicheldrüsen
  • Rachen (Oro-Pharynx)
  • Speiseröhre (Ösophagus)
  • Magen (auf Zwerchfellhöhe, Diaphragma)

Zunge: Fakten und Aufgabe?

  • Aus quergestreifter Muskulatur (also bewusst steuerbar)
  • Hilft beim Kauen / Saugen
  • Formt einen Bissen
  • Beteiligt an der Schluckbewegung
  • Schmeckt und tastet die Nahrung
  • ermöglicht das Sprechen

Zunge: Geschmackszonen?

bitter, salzig, süss, sauer, umami

Umami: durch Glutaaminsäure/Glutamat hervorgerufen

Speicheldrüsen: Anatomie und Aufgaben?

Anatomie:

  • Ohrscpeichel-, Unterkieferspeichel- und Unterzungendrüse

Aufgabe:

  • Nahrung anfeuchten
  • Stärkezersetzung mit Ptyalin (eine Amylase)
  • RNA spalten mit Ribonukleas
  • Fettspaltung vorbereiten mit saurer Lipase (wird erst im Magen aktiviert)
  • Mund und Zähne gesund un keinarm halten

Rachen: Aufgabe?

Verbindet Mundhöhle, Speiseröhre, Nasenhöhle und Luftröhre miteinander

  • Verhindert, das Nahrung / Flüssigkeit in die Luftwege gelangt und das Luft in die Speisewege gelant
  • Ist zusammen mit Gaumen und Zunge wesentlich am Schluckvorgang beteiligt (trennt Luft- von Speiseweg)

Schluckvorgang: wie funktioniert dieser?

  • Wird willkürlich eingeleitet indem wir mit der Zunge einen Bissen "nach hinten" drücken
  • der Rest funktioniert automatisch (Schluckreflex)
  • Nasenhöhle wird "von Oben" über den Gaumen abgedichtet
  • Kehlkopf wird nach oben gezogen, der Kehlkopfdeckel verschliesst sich passiv
  • Rachenmuskeln ziehen sich zusammen und drücken den Speisebrei in die Speiseröhre

Speiseröhre, Facts und Aufgabe?

  • Ist (wenn nichts gegessen wird) oben und unten zu
  • Schliessen übernehmen Schlissmuskeln (Sphinkter)
  • Mündet nach seinem durchtritt durc hdas Zwerchfell im Magen
  • Die lücke im Zwerchfell nennst sich "Hiatus" = "Speiserohrenschlitz"
  • ist sehr dehnbar, ausser bei den 3 Engstellen (Ringknorpel im Kehlkopf, Hauptschlagader (Aorta), und Hiatus)
  • Nahrungsbrei wird durch Peristaltik zum Magen befördert

Magen: Facts und Aufgabe

  • ist sehr dehnbar (bis zu 1.5 Liter Fassungsvermögen)
  • enthält Verdauungsdrüsen (befinden sich im Fundus und Korpus), die Säure und Enzyme produzieren
  • ist zentral für Vit. B12-Aufnahme aber auch für Eisenaufnahme
  • Enthält Dehnungs-Rezeptoren und Zellen, die Hünger/ Sättigungs-Hormone produzieren

Magen: Drüsen-Zellen Einteilung und Aufgabe

kommen ausschliesslich im Fundus und im Korpus vor

  • Nebenzellen: Bilden schützenden Schleim
  • Belegzellen (Parietalzellen): Bilden Salzsäure und "intrinsic factor"
  • Hauptzellen: bilden Pepsinogene und Pepsine (aktive Form), sowie die saure Lipase(wenig)

weitere Zellen und Stoffe produziert

  • G-Zellen der Magenschleimhaut: Gastrin: überall im Magen, v.a. aber im Pylorus (Pförtner), Gastinausschüttung auslösung durch Magenfüllung (-dehnung) und Nahrung. Verstärkt Verdauung (Säure, Enzyme) durch gesteigerte Salzsäurebildung und Magenbeweglichkeit, sowie Gallen- und Pankreassekretion.
  • Ghrelin: überall im Magen, v.a. aber von Belegzellen produziert, erzeugt Appetit (wird proudziert, wenn der Magen leer ist. Nach magenOP gestört -> man nimmt ab)

Magensaft: Komponente und deren Aufgaben

Salzsäure (HCl)

  • von Belegzellen produziert
  • Produktion wird beim Essen angeregt (oder in Erwartung dessen)
    • stimuliert durch Gastrin (fördert auch die Magenbewegung)
    • gehemmt durch Sekretin (stimmuliert duch Übertritt des Magenbreis in Duodenum) und Cholezystokinin
  • senkt pH auf 1-2 (beim Essen)
  • Denaturiert Eiweisse und macht sie so für Enzyme (Pepsin) angreifbar
  • Desinfektionsmittel

Pepsinogen

  • Von Hauptzelleln produziert, durch Sekretin stimuliert
  • Spalten Eiweisse
  • Werden erst durch Magensaft aktiviert (bei pH <6)
  • Spalten Eiweisse nicht bis zur einzelnen Aminosäuren, sondern nur bis zu Bruchstücken (Polypeptide mit 10-100 AS)

Magenschleim /Bikarbonat

  • besteht aus Muzinen (Schleimstoffe)
  • wird von allen Zellen gebildet, v.a. aber von den Nebenzellen
  • kleidet den Magen von innen aus
    • Schützt die Magenschleimhaut vor Säure und Pepsin und damit davor, dass sich der Magen selber verdaut

Intrinsic Factor (IF)

  • Wird von den säurebildenden Belegzellen (Parietalzellen) produziert
  • bildet mit Vit. B12 (Cobalamin) ein Komplex
  • Dieser Komplex wird im Ileum (letzter Teil des Dünndarms) aufgenommen

Wie funktioniert die Magenentleerung?

  • Der Mageninhalt (Chymus) wird portionenweise in das Duodenum (12fingerdarm) entleert
  • der Pförtner (Pylorus) am Ausgang des Magens entscheidet wann
  • Pylorus öffnet sich kurz, Nahrung passiert
  • Wie of er sich öffnet, hängt vom Mageninhalt ab (Chymus-Verweildauer: 2-7h)
  • KH haben die kürzeste, Fette die längste Verweildauer (Fondu)

Wie werden die Nährstoffe nach der Verdauung weitertransportiert?

Nährstoffreiches Blut fliesst vom Darm über die Pfortader zur Leber

  • das Blut aus dem Magendarmtrakt fliesst nich direkt in den grossen Kreislauf, sondern in den Portal-Kreislauf
  • die Leber speichert / modifiziert / entgiftet die Stoffe, die vom Darm kommen
  • Ausnahme: langkettige Fette, Cholesterin und Phospholipide werden als Chylomikronen über die Lymphbahnen in die Venen des grossen Kreislaufs geleitet

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