Sensoren

Regelung

Regelung


Trung Hieu Tran
Diese Lernkarten behandeln Sensoren in der Elektrotechnik auf universitärem Niveau und erklären physikalische Effekte wie Hall-Effekt, piezoelektrische und resistive Effekte sowie deren Anwendung in Abgas-, Drehzahl- und Temperatursensoren. Sie beschreiben Messprinzipien, Ausgangssignale und Schnittstellen in der Kfz-Elektronik und zeigen, wie Sensoren robuste, präzise Messungen unter anspruchsvollen Bedingungen ermöglichen. Ideal für Studierende und Fachkräfte, die ein fundiertes Verständnis für Sensortechnik in der Praxis erwerben möchten.
Cartes-fiches
9
Utilisateurs
5
Langue
Allemand
Catégorie
Electrotechnique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
02.04.2013 / 03.05.2026

Cartes-fiches

charakterrische Größen eines Sensors

stationäres Verhalten

  • Auflösung
  • Genauigkeit (Kennlinienfehler)
  • Linearitätsfehler und Verstärkungsfehler
  • Hysterese

dynamisches Verhalten

  • Bandbreite: obere und untere Grenzfrequenz
  • Anstiegszeit

statistische Größen

  • Wiederholgenauigkeit

Anforderungen an Sensoren

  • beschränkter Einbauraum --> Miniaturisierung
  • hoher allgemeiner Kostendruck --> Massenfertigung
  • Sekundärfunktionen --> harte Betriebsbedingungen
  • Sicherheit --> zuverlässig, langlebig
  • hohe Temperaturen am Einbauraum --> hoher Temperaturenbereich
  • Robustheit ggü. chem. und mechan. Belastungen
  • Elektromagnetische Störungen --> Verpolung

physikalische Effekte

resistive Effekte (elektrischer Widerstand)

  • Temperaturabhängigkeit von metallischen und halbleitenden Materialien

induktive Effekte (Induktionsgesetz)

  • Induktionsspannungssensoren (generatorisch): Bewegung im Magnetfeld

kapazitive Effekte (Influenz)

  • Kapazitätsänderung durch Plattenabstand und Überdeckungsgrad

ladungserzeugende Effekte

  • piezoelektrischer Effekt (Quarz, Piezokeramik)

spannungserzeugende, galvanische Effekte

  • Hall-Effekt

fotoelektrische und faseroptische Effekte

  • Fotozellen, Fotodioden, Fototransistoren

Wärmetönungseffekte (thermische Effekte)

Wellenausbreitungseffekte

Aufbau eines KFZ-Steuergerätes

Allgemein

Sensor Integrationsstufen

abhängig von Sensorart

Definition der Schnittstellen

Analog

  • Signalpegel – Spezifikation der minimalen und maximalen Werte
  • Signalströme – Spezifikation der minimalen und maximalen Werte
  • Bandbreite der Signale
  • Bauteiltoleranzen
  • Toleranzen über Temperatur
  • Nichtlineraritäten --> Kennlinie
  • Berechnung Toleranzkette --> Diagnose
  • Auswirkung möglicher Kurzschlüsse oder Unterbrechungen --> Diagnose: Wie ändert sich das Signal bei einem Kurzschluss gegen Masse?

Digital

  • Spannungspegel – logisch 1 und logisch 0
  • Anstiegs- und Abfallzeiten
  • Toleranzen

Sensoren Übersicht - 1

Drehzahlsensor

  • induktiver Geber: aus Dauermagnet weichmagnetischem Polstift und Induktionsspule
  • ferromagnetisches Zahnrad --> induzierte Spannung proportional zur Änderung des Magnetflusses
  • sinusähnlicher Spannungsverlauf --> Drehzahl ergibt sich aus Abstand der Nulldurchgänge

Drehzahl/Phasensensor - Hall-Effekt

  • Halbleiter-Plättchen von Strom I durchflossen und von Magnetfeld mit Flussdichte B durchflossen --> Lorentzkraft wirkt auf Ladungsträger
  • diese werden senkrecht zur Strom und Magnetfeldrichtung abgelenkt --> elektrisches Wuerfeld und Potenzialdifferenz an den Längsseiten

Hall-Phasensensor - Nockenwelle

  • arbeitet nach Differenzialprinzip
  • zwei räumlich (radial/axial) versetzt angeordnete Hall-Elemente liefern ein Ausgangssignal, das dem Flussdichteunterschied zwischen zwei Orten proportional ist
  • notwendig: zweispurige Lochblende oder Zweispurimpulsrad

Temperatur (Ansaugluft, Öl, Kühlmittel) - Heissleiter (NTC)

  • Temperaturabhängigkeit elektrischer Widerstandswerkzeuge mit negativem Temperaturkoeffizient (NTC)
  • die Zahl der freien Ladungsträger nimmt mit steigender Temperatur zu --> Eigenleitfähigkeit nimmt zu
  • solange Heißleiter elektrisch wenig belastet ist, gleicht seine Eigentemperatur der Außentemperatur

Temperatur Abgas - Kaltleiter

  • Widerstandthermometer mit positiven Temperaturkoeffizient --> Widerstand erhöht sich mit steigender Temperatur
  • in der Praxis fast ausschließlich Platin als Werkstoff für Messwiderstände

Potentiometrische Winkelsensoren - Fahrpedal-, Bremspedalgeber und DK-Stellung

  • ratiometrische Schnittstellen (Unabhängigkeit des digitalisierten Signal von Versorgungsspannung)
  • durch Gestaltung der Widerstandsbahnen sind unterschiedliche KL realisierbar
  • Redundanz
  • Überlastungsschutz: Vorwiderstände
  • Vorteile: preiswert, robust ggü. Störungen, großer Messeffekt, keine Elektronik erforderlich, weiter Temperaturbereich
  • Nachteile: Verschleiß und Messfehler durch Abrieb, Abheben des Schleifers bei Vibration und Beschleunigung, relativ groß (begrenzt miniaturisierbar)

Sensoren Übersicht - 2

Hallgeber (Prinzip) -Fahrpedal-, Bremspedalgeber und DK-Stellung

  • Drehbarer Permanentmagnet, nicht beweglichen weichmagnetischen Magnetkern und Hall-Element
  • je weiter der Magnet gedreht wird, desto größer wird der Magnetfluss durch das Hall-Element --> Betrag des Flusses ist ein Maß für Verdrehwinkel
  • Hallspannung wird nicht an SG weitergegeben, sonder Wandlung in PWM-Signal
  • Vorteile: verschleißfrei, robust ggü. Vibration und Beschleunigung
  • Nachteil: teurer als potentiometrische Verfahren

Saugrohrdruck (Lastsignal)

  • Wandlung Druck in elektrische Spannung --> Änderung des Widerstandes von mehreren zu einer Brücke verschalteten Dehnmesstreifen (piezoresistiv)
  • Manifold Pressure (MAP), auch Umgebungsdruck: Ansaugluftdrucksensor um Saugrohrunterdruck nach DK zu bestimmen (Messbereich: 0,2-1-1 bar) --> zusammen mit Ansauglufttemperatur kann Luftmasse bestimmt werden

Luftmassensensor mittels Heißfilm oder Hitzedraht-Anemometer

  • Anforderung: Fluss zwischen 400 und 1200 kg/h, Genauigkeit zwischen 2...3%, durch zyklische Öffnen und Schließen der Ventile pulsiert der Luftmassenstrom
  1. Hitzedraht
    • basiert auf Wirkung des Wärmetransports zwischen einem erwärmten Körper und dem ihn umgebenden Medium
    • Luftstrom an beheizten Draht --> dieser Draht wird durch ihn durchfließenden Strom auf Übertemperatur ggü. Ansaugluft gehalten --> Heizstrom ist ein Maß für die vom Motor angesaugte Luftmasse
    • Heizstrom wird in einem Widerstand in ein Spannungssignal umgewandelt
    • ein zusätzlich eingebauter Temperatursensor sorgt dafür, dass das Ausgangssignal nicht von Ansauglufttemperatur abhängt
    • Pt-Draht ist sowohl Heizelement und Temperatursensor - muss nach Abschalten Zündung freigeglüht werden (ca. 1000°C)
  2. Heißfilm
    • vereinigt sämtliche Messelemente und Elektronik auf einem Substrat
    • Ausgangssignal ist Temperaturdifferenz vor und nach Heizelement --> vorzeichenrichtig

Sensoren Übersicht - 3

Sauerstoffsensor

  • Lambda-Bestimmung durch Restsauerstoffgehalt im Abgas
  • Nernst-gleichung
  • Zweipunktlambdasonde
  • Breitband-Lambdasonde
    • Messung auch außerhalb von Lambda = 1 - Bereich genau --> eindeutig stetiges elektrisches Signal
    • Regelkonzept auch für fette/magere Gemische --> LSU (Lambda-Sonde-Universal)
    • Gas gelangt durch Gaszutrittsloch und Diffusionsbariere in den Messbereich --> Nernstzelle vergleicht Gas mit Referenzluft
    • Pumpspannung kann Sauerstoff aus Abgas in Diffusionsspalt (auf lambda=1durch ELEKTRONIK geregelt) hinein oder hinaus pumpen
    • bei mageren Gemisch pumpt die Regelung O2 nach außen --> positiver Strom
    • bei fetten Gemisch wird SAuerstoff in den Messraum gepumpt --> negativ
    • der Pumpstrom ist proportional der O2-Konzentration im Abgas und so ein nichtlineares Maß für lambda

Beschleunigungssensor - Klopfsensor (Vibrationssensor)

  • Wirkprinzip: piezoelektrischer Effekt - durch Stauchen oder Strecken entlang bestimmter Kristallachsen werden elektrische Ladungen induziert (Verschiebung der positiven und negativen Ionen im Kristall durch Krafteinwirkung --> an den Stirnflächen entstehen elektrische Felder <-- auch umgekehrter Effekt bei Anlegen einer Spannung
    1. Longitudinal Effekt
    2. Transversal
    3. Schub

Étudier