Semester 6, Block 7: Psychiatrie
Auszüge aus Vorlesungen
Auszüge aus Vorlesungen
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Flashcards
Realdefinition
von psychischen Krankheiten
Objektive "fotographische" Abbildung des krankhaften Sachverhaltes
Naturwissenschaftlich fassbar
Realdefinition
von psychischen Krankheiten
Objektive "fotographische" Abbildung des krankhaften Sachverhaltes
Naturwissenschaftlich fassbar
Realdefinition
von Psychischen Krankheiten
- Patient mit Krankheit
- OBjektive "fotographische" Abbildung des krankhaften Substrates
- Naturwissenschaftlich fassbar
Realdefinition
von Psychischen Krankheiten
- Patient mit Krankheit
- OBjektive "fotographische" Abbildung des krankhaften Substrates
- Naturwissenschaftlich fassbar
Realdefinition
von Psychischen Krankheiten
- Patient mit Krankheit
- OBjektive "fotographische" Abbildung des krankhaften Substrates
- Naturwissenschaftlich fassbar
Realdefinition
von Psychischen Krankheiten
- Patient mit Krankheit
- OBjektive "fotographische" Abbildung des krankhaften Substrates
- Naturwissenschaftlich fassbar
DSM IV: Achsen
Beispiel für eine Multiaxiale Klassifikation
(Multiaxial: mehrere Diagnosen gleichzeitgig, in verschiedenen Bereichen)
- I. Klinische Syndrome
- II. Persönlichkeits-Störungen/ Geistige Beginderung
- III. Allgm. medizinische Umstände
- IV. Psycho-soziale & Umgebungs-Probleme
- Global Assesement of functioning
Nutzen der Psychiatrischen Klassifikation
("jeder Mensch ist doch anders")
- Übertragung von Erfahrungsschatz & wissenschaftl. Erkrenntnissen
- intra- & Inter-Individuelle Regelmässigkeiten
- Therapeutische Implikationen
- Vorhersage des Verlaufs (Prognose)
- Hypothese für wissenschaftliche Zwecke
Depression beim Kleinkind
- traurig, ausdruckslos, schreien, weinen, irritabel, Unruhe
- Essstörungen
- Spiel-Hemmung
- Fütterprobleme
- Enuresis, Enlopresis
- Infektanfälligkeit
- Kopfschmerzen, Bauchschmerzen
- Trennungsangst
- Einschlaf-/Durchschlafstörungen
Depression beim Grundschulkind
- Schüchternheit
- Aggressives Verhalten
- Weinen, Trotz, aggressives Verhalten
- Selbstbereicht von Traurigkeit, Antrieblosigkeit
- Interessens-Abnahme
- Somatisierungsstörung, Kopfschmerzen, Bauchschmerzen,
- Konzentrationsstörungen, Rückzug
- Lebensunlust, erste lebensmüde Gedanken
Depression beim Jugendlichen
- Teilnahmslosigkeit, Verzweiflung, Wut, Verweigerung
- Verlangsamung im Denken, Handeln, Leistungsprobleme
- Angst, Zukunftsängste
- Selbstunsicherheit mit Selbstvorwürfen
- Suizidalität & Selbstverletzung
- Morgentief, Früherwachen
- Psychosomatische Beschwerden
- Lebenserwartung CH bei Geburt
- Lebenserwartung mit 65
- Lebenserwartung mit 80
- Lebenserwartung mit 90
- Lebenserwartung mit 95
- Lebenserwartung CH bei Geburt -> 80 Männer, 85 Frauen
- Lebenserwartung mit 65 -> + 20 J. (Männer weniger, Frauen mehr)
- Lebenserwartung mit 80 -> + 10 J. (Männer weniger, Frauen mehr)
- Lebenserwartung mit 90 -> + 5 J. (beide gleich)
- Lebenserwartung mit 95 -> + 3 J. (beide gleich)
modales Sterben
Altersgruppe, in der am meisten Menschen sterben. Nicht Lebenserwartung!
Verteilung der Alten in CH
- >65 J.
- 1/6
- 2050 -> 2x
- >80 J.
- 5%
- 2050 -> 3x
Ursachen für Zunahme der Hochbetagten
Zunahme der Lebenserwartung & demographische Struktur der Bevölkerung
Todesursachen bei < 80J.
- Kreislaufkrankheiten als Todesursache abgenommen
- bei Männern ist Krebs häufiger die Todesursache
- neu auch Demenz eine wichtige Todesursache bei > 80 J., früher oft verkannt
- Suizid ist eine seltene Todeursache, aber höchster Anteil bei > 80 J.
Pflegebedürftigkeit
- 75 J. -> 5% in Heimen,("Junge hochbetagte") selten Pflegebedürftig, ca. 15 J. behinderungsfreie Lebenserwartung, aber häufig Risiko-faktoren
- 80 J. -> 10% in Heimen
- 85 J. -> 20% in Heimen, ca. 2/3 sind Frauen
- 90 J. -> >40% in Heimen
Kosten & Alter
- nur < 20% des Kosten-Anstiegs wegen Zunahme der älteren Personen (Demographische Veränderungen)
- Durchschnittl. Gesundheitskosten pro Person bei Hochbetagten > 10x so hoch wie bei Jungen
- Kosten des Spitals & Heims bei Hochbetagten deutlich höher
Zusammenfassung der "Non-invasive brain stimulation" für die Behandlung von Neuro-psychiatrischen Erkrankungen
- mECT= Electroconvulsive Therapie
- grosser Strom, Krämpfe -> Generell Anästhesie
- globales Ziel
- Indikation ist: Major Depression, Bipolar, Schizophrenie (Suizid-Risiko, kein Ansprechen auf Medi)
- keine Absoluten KI
- NW: Memory loss
- Cost: ++
- Invasiveness: ++
- TMS= Transcranial Magnetic Stimulation
- Electromotive Force
- Ziel ist Oberfläche
- Ind.: Major Depression, Schizophrenie
- KI: Epilepsie, Metall
- NW: Kopfschmerzen
- Cost: ++
- Invasiveness: minimal (+)
- tDCS= transcranial direct Current Stimnulation
- schwacher Strom
- Ziel ist Oberfläche
- Ind. Major Depression??
- KI: Epilepsie, Metall
- NW: Nausea, TIngling, Itching
- Cost: +
- Invasiveness: minimal
- DBS= Deep Brain Stimulation
- Implantierte Elektroden
- Target sind tiefe Strukturen
- Ind.: Parkinson & Zwangsstörungen
- NW.: wie andere OP's, Apathie, Halluzinationen, Compulsive Behaviour, Hypersexualität
- Cost: +++
- Invasiveness: +++
neurobiologische Veränderungen bei formalen Denkstörungen
- geringere funktionelle Konnektivität zw. Brocca & Wernicke
- Ruhe-Durchblutung in Brocca & Wernicke erhöht
- Volumenminderung der Grauen Substanz um Wernicke Region
Inhaltliche Denkstörungen
- Störung des INhalts & der Inhaltlichen Realitäts-Kontrolle
- kommt vor bei:
- Zwangsgedanken
- Überwertige Ideen
- Wahn
- kommt vor bei: Schizophrenie & andern Psychosen, Affektiven Störungen (Depression, Manien), Demenzen
Allgm. Ursachen für Halluzinationen
- Psychiatrische Erkrankungen (Schizophrenie)
- Verlust eines Sinnesorgans (Blindheit)
- Gehirn-Läsion (Akustische Bahn)
- Neurologische Erkr. (Migraine)
- Substanzen gebunden (LSD)
- Veränderung der Aussenwelt (sensorische Deprivation)
Halluzinationen & Taubheit & Schizophrenie
- Prävalenz der Schizophrenie bei Tauben nicht höher
- Taube Schizophrene -> 50% Stimmen-hören (aber taub-geboren, nicht häufiger Stimmen)
- Taube Schizophrene -> aber häufiger, auch gleichzeitig mehrere, Halluzinationen anderer Modalitäten
Gesunde mit Halluzinationen versus Schizophrene mit Halluzinationen
- Gesunde -> Erkrankungsalter 12 J.
- Schizophrene -> Erkrankungsalter 21 J.
- Emotionale Valenz höher bei Schizophrenen
- Kontrollierbarkeit besser bei Gesunden mit Halluizinationen
Versch. Halluzinationsformen
- akustisch -> Stimmen bei Schizophrene, Temporal-Lappen-Läsion, Horbahn-Läsion
- gustatorisch
- haptisch/taktil -> Schizophrenen, Vergiftungen
- zoenaesthetisch
- Kinästhetisch
- olfaktorisch
- optisch/visuell -> im Delirium, Migräne, Epilepsie, Erblindgun
Pathophysoiologie der Halluzinationen
- Dysfunktionelle Verbindungen zw. den Sprach-Arealen
- Fronto-Temporale-Übererregung: pathologische Mitaktivierung des primär auditorischen Cortex
- Unfähigkeit, selbstgenerierte Sprache von fremd-generierter zu unterscheiden
Begriffe aus Vorlesung: "Wirkmechanismen der Psyschotherapie"
- Funktions-Interventionsebene-Matrix
- Therapie als Lernprozess
- Wissenschaftstheorie
- Zentrale Wirkfaktoren der Psychotherapie
- Ressourcen-Aktivierung
- Problem-Aktualisierung
- Problem-Bewältigung
- Klärungsperspektive (Klärung motivat. Aspekte)
- jeweils: inter- & Intra-Personell
- Dynamische Selbstregulation (SORC, Stimulus, Reaction, Consequence, jeweils externe + Person + Biologische Variabeln)
- Expositions-Behandlung
- Gewöhnung & Erwartungs-Änderung
- Präfrontal Aktivität -> verschiebung zu Occipital ("Neugier")
- Hippocampale Aktivität nimmt ab (nahe bei Amygdala)
- Vergleich Psychotherapie & Pharmakotherapie
- Erfolg beide 40-60%
- beide verändern Stimmun, Intresse, Antrieb, Gesellige Aktivitäten
- aber andere Hirnregionen verändert
- Pharma -> direkt Amygdala hemmend
- Psycho -> via stärkung des Präfrontalen Cortex, Hemmung der Amygdala, braucht etwas länger
- additiver Effekt
- 7 Phasen Modell:
- Ausgangsbedingeung, therapeutische Beziehung
- Motivation für Änderung, Auswahl der Änderungsbereiche
- Verhaltensanalyse
- Vereinbarung therapeutischer Ziele
- Planung, Durchführung
- Evaluation
- Abschluss