SCM Eidgen. Strategien/Konzepte/Prozesse

Vorbereitung zur Eidgen Prüfung, SCM

Vorbereitung zur Eidgen Prüfung, SCM


Claudio Benelli
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über Strategien, Konzepte und Prozesse im Supply Chain Management (SCM) auf Mittelschulniveau. Sie decken Themen wie Risikomanagement, Prozessmodellierung, SCOR-Modell, und verschiedene SCM-Konzepte wie Just-in-Time, ECR und 4PL ab. Die Karteikarten sind ideal für Studierende und Berufstätige, die ihr Verständnis von SCM vertiefen möchten, um effiziente Lieferketten zu gestalten und strategische Entscheidungen zu treffen.
Karten
34
Lernende
5
Sprache
Deutsch
Kategorie
BWL
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
12.02.2013 / 05.11.2020

Lernkarten

(ST) Woraus leitet sich die SCM Strategie ab?

Sie leitet sich aus der Unternehmensstrategie ab, diese wiederum basisert auf der Untermenspolitik, resp. auf der Unternehmensvision.

(ST) Teilstrategien welcher Bereiche stehen im Zusammenhang mit der SC-Stratgie?

  • SC Netzwerk
  • Forschung und Entwicklung
  • Beschaffung
  • Produktion
  • Distribution
  • Marketing
  • After Sales Service

(ST) Welche Elemente gehören zu einer Mehrschichtigen SC Strategie?

  • Die interne Supply Chain (Wareneingan - Warenausgang)
  • Supply Chain des Lieferanten (Zulieferer - Hersteller)
  • Supply Chain des Kunden (Handel - Endverbraucher)
  • Länderspezifische Supply Chain für Dienstleistungen und Transporte.

(ST) Nenne Sie einige, mögliche künftige Handlungsoptionen welche nach einer Analyse eingeschlagen werden können:

  • Expansion
  • Konzentration
  • Spezialisierung
  • Halten
  • Kooperation
  • Rückzug

(ST) Nennen Sie das Vorgehen für eine Strategieentwicklung (Entwicklungskreislauf):

  1. Analyse
  2. Strategie
  3. Evaluation
  4. Konzept
  5. Realisierung
  6. Controlling
  7. Betrieb
  8. Review

(ST) Nennen Sie die 4 strategischen Supply Chain Typen mit ihren Merkmalen (Beschaffungsunsicherheit vs Nachfrageunsicherheit):

Funtionale Produkte

  1. Kosteneffizienten Supply Chain--> BU tief, NU tief Erfolgsfaktor Kosteneffizienz
  2. Risikoabsichernde Supply Chain --> BU hoch ; NU tief  Erfolgsfaktor Lager

Innovative Produkte:

  1. Reaktionsfähige Supply Chain --> BU tief, NU hoch, Erfolgsfaktor Service Level
  2. Flexible Supply Chain --> BU hoch, NU hoch Erfolgsfaktor Flexibilität, Reaktionsfähigkeit

(ST) Nennen Sie einige Ansätze zur Strategie-Entwicklung:

  • Strategische Ausrichtung auf den Kunden, konzentration auf Schnelligkeit
  • Neugestaltung zentraler Arbeitsprozesse
  • Eliminieren von Wiederständen und Zeitverlusquellen
  • Neue Verhaltensweisen und konsequentes Ziel- Zeitmanagement
  • Aufbrechen herkömlicher Abteilungsstrukturen und Neugestalten der Zusammenarbeit mittels Teambildung
  • Neue Führungsmethode: Kennzahlen zur Steuerung der Prozesse

(ST) Nennen Sie einige Themen der  Beschaffungsstrategie:

  • Produktemix
  • Sortimentsgestaltung
  • Beschaffungsregionen
  • Lieferantenmanagement
  • Belieferungskonzept
  • Logistikdienstleister

(ST) Nennen Sie einige Themen der Produktionsstrategie:

  • Fertigunstiefe
  • Losgrössen
  • Standorte
  • Mengen
  • Verpackungsgrössen

(ST) Nennen Sie einige Themen der Distributionsstrategie:

 

  • Absatzmärkte
  • Vertriebswege
  • Absazmittler
  • Lieferservicegrad
  • Logistikdienstleister

(ST) Nenne Sie einige Vorteile der SC Integration:

  • Zugang zu knappen Recourcen
  • Realisierung von Economie of Scale
  • Zugang zu Absatzmärkten
  • Risikoteilung
  • Schnellere Marktschliessung
  • Entwichlungszusammenarbeit
  • Know-How Austausch
  • Flexibiltätssteigerung
  • Stärkung der Wettbewerbsmacht

 

(ST) Nenne Sie einige Nachteile der SC Integration:

  • Schnittstellenproleme!!
  • Managementkoplexibiltät
  • Flexibilätseinbussen
  • Abhängikeiten
  • Finanzielle Risiken
  • Vernachlässigung des eigenen Potenzialausbaus
  • Unvereinbare Unternehmenkultur
  • Know-How Verlust

(ST) Welche Aufgaben macht ein 4PL Anbieter?

Fourth-Party-Logistics (Abkürzung: 4PL) sind Logistikunternehmen, die die logistischen Abläufe eines Unternehmens koordinieren, ohne für die Abwicklung eigene Assets einzubringen.

(ST) Wo sehen Sie die grundsätzlichen Unterschiede zwischen 4PL und 3PL Anbieter?

Der 3 PL bieted Transport, Umschlag und Lagerung and mit eingenen Assets! Der 4PL anbieter koordiniert die logisitischen Abläufe ohne eigenen Assets!

(ST) Nennen Sie einige Hauptprozesse eines 4PL providers:

  • Entwickeln von Systemen (Prozesse, Leistungsziele, Schnittstellen, Infromatik, Datenfluss)
  • Auswahl von Systempartnern (Auschreibungen, Auftragsdefinition, KPI-Systeme)
  • Steuern des Systems (Logistik Planung, Abstimmen, Kostenvergleiche, Reporting)
  • Systemoptimierung (Abstimmung auf künftige Anforderungen, Erkennen neuer Leistungsmöglichkeiten, Assessment der Leistungspartner)

(KZ) Nenne Sie einige SC Konzepte:

  • Just in Time
  • Just in Sequece (Automobilbau)
  • Kanbansysteme
  • ECR (Efficient Consumer Response)

(KZ) Nenne Sie einige Konzepte zu ECR (Efficient Consumer Response):

  • Efficient Replanishment
  • Crossdocking
  • Vendor Managed Inventory (VMI)
  • Co Managed Inventory (CMI,  Vetorecht des Käufers)

(KZ) Nennen Sie einige Ansätze für Optimierte SCM-Konzepte:

  • Keine punktuellen sondern Unternehmensgrenzen überschreitende SC-Konzepte sind erfolgreich
  • Geschäftsprozesse müssen über die ganze SC-Kette ingegriert werden
  • Konzentration auf die Kernfähikeiten
  • Sicherstellen des Informationsflusses mit effizienten Absatzplanungen

(KZ) Was verstehen Sie unter TCO und welche Faktoren beeinflussen den TCO?

Total Coasts of Ownership! Setzt sich mindestens aus den Faktoren Material-, Kapital- und Prozesskosten zusammen. Direkte und indirekte Kosten sind gleichermassen zu berücksichtigen!

(KZ) Mit welchen Faktoren können die TCO reduziert werden? 

  • Sicherheitsbeständen senken
  • Wiederbeschaffungszeiten senken
  • Demand Management betreiben (Forecast)
  • Prozssez vereinfachen
  • Preise nachverhandeln
  • Anzahlungen nutzen
  • Zahlungsmoadlitäten anpassen
  • Tranpsport, Facility und Lagerkosten analysieren

(KZ) Welches sind die drei Kostentreiber in der Beschaffung?

  • der effektiv bezahlte Einkaufspreis -> Materialkosten
  • Aufwände für die gesamte Abwicklung -> Prozsesskosten
  • Kosten für die Lagerung --> Lager / Bestandskosten

(KZ) Was verstehen Sie unter "Einsparung durch Lean" Administration?

  • Konsequenter Einsatz von vorhandenen Ressourcen (Lieferantenverhandlugen, Beschffungsmarktforschung)
  • Prozessvereinfachung in der SC zur Bedingung machen
  • Planung und Einkauf konsolidieren (Bedarfsträger = Besteller)
  • Fertigungstiefe prüfen
  • Beschaffungsabläufe automatisieren

(KZ) Was verstehen Sie unter CRP?

Continous Replanishment Program: Kontinuierliche Warenversorgung durch ein partnerschaftliches und automatisiertes Wiederbestellsystem basierend auf effktiven Verbräuchen (ev. in Kombination mit Konsignations bestimmung):

VMI -> Vendor Managed Inventory (Lieferant hat Haupteinfluss auf die Lagerhaltung)

CMI -> Co Managed Inventory (Einfluss auf die Lagerhaltung wird geteilt)

BMI -> Buyer Managed Inventory (Käufer hat Haupteinfluss auf die Lagerhaltung)

(KZ) Zusammenfassung Konzepte:

  • SCM wird nicht nur als Kostensenkungspotential sond in zunhemendem Masse auch als Differezierungsinstrument gesehen.
  • Für optimierte SCM Konzepte ist eine integrale Sichtweise notwendig, Geschäftsprozsse, Absatzplanung, moderene Beliferungskonzepte gehören dazu
  • -SC Konzepte haben ihren Ursprung immer in der SC Strategie welche aus der Unternehmensstrategie abgeleitet werden muss
  • Keine SC Konzepte ohne das notwendige SC-Controlling zur Überwachung des Netzwerkes (KPI)
  • Die Nachfrageaspekte der Produkte und Prozesse habe einen grossen Einfluss auf die Ausprägung der SC-Konzepte
  • Eines der Haupziele ist die Reduktion der totalen Beschaffungskosten (TCO) entlang der Supply Chain.

  • (ST) Zusammenfassung Strategien:

  • Die Unternehmensziele müssen formuliert sein und die Auswirkung auf eine Künftige SCM-Strategie sind auszuarbeiten
  • Die strategische Stossrichtung muss bekannt sein
  • Eine SCM Strategie besteht aus Szenarien, welche alle möglichen Teilstrategien einbeziehen
  • Alle Teilstrategien müssen in die SCM-Strategie integriert werden
  • Aus der SCM-Strategie werden die notwendigen Konzepte abgeleitet

(PZ) Welche 3 Hauptprozessarten werden auf der Prozesslandkarte beschrieben (ev kleine Skizze)?

Managementprozesse, Kernprozesse, Unterstüzungsprozesse

(PZ) Welche Rahmenbedigungen sollten vor der Beschreibung der Prozesse in Betracht gezogen werden?

  • Ressourcen (Finanziell und Personell)
  • Infrastruktur (In welchen räumlichen Bedingungen finden die Abläufe statt)
  • Zeitlicher Rahmen (in welche zeitlichen und organisatorischen Bedingungen sind die Prozesse eingebetet)
  • Strategie (Welche strategischen Bedingungen beeinflussen die Prozesse)

(PZ) Nennen Sie die 5 Phasen auf welchen das Prozessmodel basiert:

  1. Definition der Geschäftsprozesse (Input / Output, auf Prozesslandkarte darstellen)
  2. Tätigkeitsanalyse (Welche Tätigekeiten sind wichtig, Zeitbedarf in %)
  3. Prozesskostenrechnung (Aufbau von Kostenmodell, erfassen von Kostensätzen und Kostenstellen, Auswertungen)
  4. Potentialanlyse und Stossrichtung (Analyse der Prozesse, Schnittstellen, Kostentreiber, stossrichtung für die Optimirung verifizieren)
  5. Massnahmen und Umsetzungsprojekte (Ableiten von Massnahmen aus Stossrichtung, Verantwortliche und Termine bestimmen, detaillierte Prozessbeschreibung, Schnittstellen)

(PZ) Was heisst SCOR und  welchen fünf Grundlagen basiert das SCOR-Model?

Supply Chain Operation Referece Model

Plan - Source - Make - Deliver - Return

(PZ) Welche Arten von Make Prozessen kennen Sie?

  • Make to Stock
  • Make to Order
  • Engineer to Order

(PZ) Welche 5 Levels der Prozessbeschreibung unterstützt SCORE?

  1. Prozesslandkarte, Umschreibt den Gesamtprozess der Unternehmung vom Kunden bis zum Lieferanten
  2. Business Case, fokussiert auf die wesentlichen Prozesse wie Beschaffung, Logistik, Kundendienst
  3. Vertieft die Prozesse wie Auftragsabwicklung vom Eingang über Logistik bis zur Fakturrierung
  4. Prozessübersicht und KPI's werden gemeinsam mit Verantwortung und Zielen aufgezeigt
  5. Prozessdetails, In- Output, Verantworlichkeiten von Teilprozessen, Schnittstellen, kritische Schnittstellen erkannt und diskutiert.

(PZ) Wie wir das Risikopotential eingeschätzt?

Risikopeontenial = Bedeutung (1-10) x Eintrittswahrscheinlichkeit (1-10)

 

Skizzieren Sie eine möglichen Risikomanagement Vorgehensmatrix:

Siehe Anhang

(PZ) Nennen Sie kurz den Ablauf einer Risikoanlyse:

Permanenter Zyklus, wichtig ist es ein Risiko zu kennen resp. zu erkennen, dann

Beobachten -- Bewerten -- Priorisieren -- Handeln

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