Schock
Schock Modul 6 Sirmed
Schock Modul 6 Sirmed
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Cartes-fiches
Die wichtigsten Eckpfeiler in der Therapie des hämorrhagischen Schock?
- Chirurgische Kontrolle der Blutung, alleine oder zusammen mit der interventionellen Radiologie
- Erhalt der Sauerstoffversorgung der Gewebe mit Gabe von Volumenersatzlösungen und - bei entsprechender Indikation - von Blutprodukten
- Therapie der gestörten Gerinnungsfunktion
- Erhalt/Wiederherstellung einer normalen Körpertemperatur
nach [Schneider (2009) Therapie des hämorrhagischen Schocks, Notfall Rettungsmed]
Was versteht man unter dem Begriff "Schock"?
In der Med. wird Begriff Schock für ein akutes, hochdramatisches lebensgefährliches und u.U. komplexes Versagen des Kreislaufs verwendet. Verschiedene Ursachen führen zunächst zu einem Missverhältnis zwischen dem eigentlichen Durchblutungsbedarf der Organe und em vorhandenen Herzzeitvolumen. Daraus entwickelt sich eine Störung der Mikrozirkulation mit Mangel an Sauerstoff und Übersäuerung (Azidose) der Gewebe und des Blutes.
Der Schock ist ein Syndrom, welches durch eine systemische Hypoperfusion gekennzeichnet ist. -> Gewebehypoxie, Dysfunktion der vitalen Organe!
Schock ist ein klnisches Zeichen.
Unbehandelt führt der Schock zum Tod.
Schlüsselfrage beim Schock?
Wie sind die vitalen Organe durchblutet?
Kann Schock unbehandelt zum Tod führen?
Ja
Nenne die hypodynamischen Schockarten!
Hypovolämer, cardiogener, obstruktiver Schock
Nenne die Hypoerdynamischen Schockarten!
Sepsis, Anaphylaxie, neurogener Schock
Beschreibe hypodynamischer Schock!
Vaskulärer Widerstand gleich?
cardialer Output sinkt
Sauerstoffverbrauch ist erhöht
Hypovolämer, cardogener, obstruktiver Schock
Beschreibe Hyperdynamischen Schock!
Vaskulärer Widerstand sinkt
cardialer output steigt
Sauerstoffverbrauch kann normal sein
Sepsis, Anaphylaxie, Neurogener Schock
Was führt schliesslich zum Zelltod durch Schock?
Hypoperfusion bewirkt:
- geringerer O2-Transport
- Zellmembranpermeabilität nimmt ab
- Mitochondrien, weniger aktiv
- ATP-Abnahme
diese zusammen führen zum Zelltod
Erzähl was zum hypovolämen Schock!
Blutverlust (innere und äussere Blutungen)
Flüssigkeitsverlust (gastrointestinal, urogenital, Verbrennung)
Klinische Zeichen:
kühle Extremiäten, Rekap verlängert
Tachykardie (bei Blutverlust von 25%)
Hypotension (bei Blutverlust von 40%)
Tachypnoe
Veränderungen im Bewusstsein
Oligurie
Erzähl was zum Cardiogenen Schock!
hypodynamischer Schock
Pumpproblem!
ACS
Rhythmusstörungen
Herzklappenfehler
Cardiomyopathien
ausstrahlende retrosternale Schmerzen
Dyspnoe
Schocksymptomatik
Fieber
Grobeinteilung der Schockarten nach Ursachen (nach Wagner 2007)?
Verminderung der zirkulierenden Blutmenge = hypovolämischer Schock
Pumpversagen des Herzens = kardialer Schock
Verlust der peripheren Kreislaufregulation = distributiver Schock
Therpieziele Schock (nach Wagner 2007)?
Wiederherstellung und Aufrechterhaltung einer ausreichenden Organ- und Gewebeperfusion im Vordergrund!
- Sauerstoffgabe
- Volumengabe und/oder Katecholamingabe
- Auswahl der Zielklinik spielt eine wichtige Rolle!
Erzähl was zum cardiogenen Schock!
Pumpproblem
ACS
Rhythmusstörungen
Herzklappenfehler
Cardiomyopathien
auststrahlende retrosternale Schmerzen
Dyspnoe
Schocksymptomatik
Fieber
Was gehört alles zum obstruktiven Schock?
Herzbeuteltamponade
Spannungspneumothorax
Lungenembolie
Zu welchem Schock kann sich ein ACS entwickeln?
cardiogener Schock
Zu welchem Schock können sich Rhythmusstörungen entwickeln?
cardiogener Schock
Zu welchem Schock kann ein Herzklappenfehler führen?
cardiogener Schock
Zu welchem Schock können sich Kardiomyopathien entwickeln?
cardiogener Schock
Welche Ursachen kann ein kardiogener Schock haben?
ACS
Rhthmusstörungen
Herzklappenfehler
Cardiomyopathien
Ursachen die zu einem obstruktiven Schock führen können?
Herzbeuteltamponade
Spannungspneumothorax
Lungenembolie
Was gehört alles zum hyperdynamischen Schock?
Vasodilatation
Missverhältnis Blutfluss / Blutvolumen
Sepsis
Anaphylaxie
Neurogener Schock
Schwere Leberfunktionsstörungen
Nenne die 4 Totmacher beim Schock!
Hypoxie
Hypothermie
Acidose
DIC
Präklinische Therapie Schock?
Wärmeerhalt
Sauerstoffgabe
Time on Scene?
Flüssigkeitsverlust stoppbar?
permissive Volumentherapie?
Time to Hospital?
Permissive Volumentherapie beim Schock
Zielblutdruck 90 mmHG Systole (Unterricht Sirmed)
Zieldruck bei SHT, Schwangerschaft, WS-Trauma: 110-120 mmHg Systole (Unterricht Sirmed)
Zieldruck einer permissiven Volumentherapie (SHT, Schwangerschaft und WS-Trauma ausgenommen)
in mmHg Systole
90
Zieldruck bei Schock und SHT? in mmHg Systole
110-120
Zieldruck bei Schock und Schwangerschaft? in mmHg Systole
110-120
Zieldruck bei Schock und WS-Trauma? in mmHg Systole
110-120
Was ist beim Schock über Therapieerfolg entscheidend?
Frühzeitiges Erkennen
schneller Behandlungsbeginn
Falsch od. unzureichend behandelt führt dieses Krankheitsbild unweigerlich zum Multiorganversagen und Tod des Patienten.
Alle Schockformen zeigen eine gemeinsame Endstrecke, zu was führt diese?
Multiorganversagen
Aufgrund von was stellt man die Diagnose Schock?
aufgrund klinischer Symptome
SIRS
engl. systemic inflammatory response syndrome
Systemisches Entzündungssyndrom
ARDS
engl. adult respiratory distress syndrome
Synonyme: Schocklunge, akutes Lungenversagen, akutes Atemnotsyndrom
akute respiratorische Insuffizienz durch diffuse Schädigung der alveolokapillären Membran v.a. in den abhängigen Lungenarealen
Urs.: Sepsis, Polytrauma, Verbrennungen, Verbrauchskoagulopathie, Schock, Massentransfusion, Hypoxie u.a.
Stadien:
1) akutes (exsudatives) Stadium
2) subakutes od. chronisches (proliferatives) Stadium
3) Endstadium
Therapie:
möglichst frühzeitige Beatmung mit PEEP; beim Misserfolg IRV, evtl. ECMO und Gabe von Surfactant; Antibiotika, Heparinisierung, evtl. kontinuierliche arteriovenöse Hämofiltration
Prognose: Letalität 30-90% mit Dauer der Ateminsuffizienz zunehmend.
DIC
Disseminierte intravasale Koagulopathie
DIC
disseminated intravasal coagulation
disseminierte intravasale Gerinnung / Verbrauchskoagulopathie / Defibtinationssyndrom
erworbene Blutgerinnungsstörung als Folge einer Umsatzsteigerung von Thrombozyten u. plasmat. Gerinnungsfaktoren
Erhöhte Gerinnungsbereitschaft durch Aktivierung der Blutgerinnung mit intravasaler Bildung von Mikrothromben, die bei einem Missverhältnis zwischen Verbrauch und Produktion von Thrombozyten und Gerinnungsfaktoren in eine gesteigerte Blutungsneigung übergeht.
Therapie: Beseitigung der auslösenden Ursachen, Antithrombin III, evtl. Ersatz von Thrombozyten und Gerinnungsfaktoren.
Überschiessen der Blutgerinnung bis zur absoluten Erschöpfung des Gerinnungssystems. --> Durch Heparingabe kann ein solches Überschiessen der Gerinnungskaskade vermieden werden.
IABP
IntraAortale BallonPumpe
Behandlung Bradykardie beim Kardiogenen Schock?
Bevorzugt Atropin bis 3 mg.
Erst dann mit Pacen beginnen!
Behandlung Tachykarde Rhythmusstörungen beim kardiogenen Schock?
Initial mit Kardioversion therapieren, erst bei Versagen der elektrischen Therapie mit einer medikamentenösen Therapie beginnen.
Amiodaron 300 mg über 20 min.
Handelsname Clopidogrel?
Plavix®
Clopidogrel®