Schmerz PBL

01 PM 07 Abwendung von Gefahr

01 PM 07 Abwendung von Gefahr


D. S.
Diese Karteikarten bieten einen umfassenden Überblick über das Thema Schmerz im universitären Kontext. Sie behandeln die Erfassung und Behandlung von Schmerzen, wobei Schwerpunkte auf Opioiden, der Rolle des Pflegepersonals und den Herausforderungen bei Kindern liegen. Die Karteikarten beleuchten auch die Auswirkungen von Schmerzen auf Patienten, Risikofaktoren für Chronifizierung und institutionelle Fehler. Sie richten sich an Medizinstudenten und Pflegepersonal, die ein tiefes Verständnis für Schmerzmanagement und Patientenschulung benötigen, um eine effektive und einfühlsame Behandlung zu gewährleisten.
Karten
12
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Medizin
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
15.01.2016 / 01.11.2020

Lernkarten

Akuter Schmerz: 

- Dauer: wenige Stunden bis Tage
- Gut lokalisierbar
- Ursache meist bekannt (Fraktur, Schnitt)
- Warnsignal des Körpers
- Besserung nach kurzer Zeit
- Kausale Behandlung 

Chronischer Schmerz: 

- Dauer: Länger als sechs Monate, anhaltend, auch intervallartig auftretend. 
- Schwer lokalisierbar, diffus, im Verlauf Vergrösserung der Schmerzregion
- Keine Warnfunktion
- Häufig voranschreitende Verschlechterung
- Ziel der Behandlung: Linderung, besserer Umgang mit dem Schmerz, Lebensqualität verbessern. 

Zwei ebenen: 

1. Expertenstandards
2. Institionsspezifische Pflegestandards
- Richtlinien & konktrete Ablaufprozesse Arbeitsinstrumente & Andwendung Aufgaben und Zuständigkeit regeln 

Sinn und Zweck der Pflegestandards zur Schmerzerfassung/-therapie: 

- Klare Zielsetzung
- Systematisierung von Ablaufprozessen
- Aufgaben- und Rollenklärung in interdisziplinären Teams
- Verbindlichkeit
- Einheitliche Arbeitsinstrumente
=> Qualität hoch des Versorgungsangebots. 

Aufgabe der Pflegefachperson: 

- Schmerzen erkennen
- Schmerzen systematisch erfassen und beurteilen
- Schmerzen erfassen um Wirksamkeit der Schmerztherapie zu beurteilen
- Verlauf dokumentieren 

Pflegepersonal fehler: 

- Wissensdefizit
- Vorhandenes Wissen wird nicht umgesetzt
- Falsche Vorstellungen über Schmerzen 
- Verhalten von Pat. falsch eingeschätzt: 
= entsprach nicht den Vorstellungen der Pflegenden
= Die Pat. wurden als manipulativ und anspruchsvoll beschrieben
- ungenügende Patientenschulung 

Patienten Fehler: 

- Unfähigkeit die Schmerzen mitzuteilen
= Kinder, Neugeborene, Lernbehinderte, sprachliche und kulturelle Barrieren
- Pat. teilen Schmerzen nicht mit, spielen sie herunter
= Sehen Schmerzen als normal und Pflegende als Autorität dafür an
= Angst von Injektionen
= Angst vor Abhängigkeit
= Analgesie als Zeichen von Schwäche
= Möglichst lange warten, damit es bei stärkenen Schmerzen wirkt
= Wollen Pflegende nicht unnötig belasten 

Institution Fehler: 

- Gefühl von Zeitmangel, Arbeitszeitverdichtung
- Mangelhafte interdisziplinäre Kommunikation
- Fehlende Standardisierung und Akutschmerzdienste
- Komplizierte Regelung bei Opioiden 

Politik: 

- Strikte Richtlinien für den Import von Opioiden und Narkotika
- Umgang mit Opioiden ist mit der Drogenpolitik der verschiedenen Ländern gekoppelt. 

Welche Risikofaktoren begünstigen eine Chronifizierung der Schmerzen: 

- Eine Minderheit (z.B. Flüchtlinge)
- Nach Operationen ( z.B. Amputationen)
- Genetisch bedingt.
- Kinder von Eltern mi chronischen Schmerzen
- Frühgeborene Kinder im späteren Alter
- Männer später als Frauen
 

Auswirkungen vom Schmerzen  auf den Pat: 

- Bilogische Auswirkungen: Immobilität, belüftung der Lunge, Wunheilungsstörungen, Kontrakturen, träger Darm, der ganze Mensch wir ein wenig inaktiver. 

- Psychologisches / Spirituelles: Gedanken sind weniger optimistisch, man vergisst die zuversicht und den glauben an etwas.  

- Sozioökonomisches/ Kulturelles: Selbstwertgefühl kann verändert werden, Rückzug 
 

Welche Möglichkeiten haben Sie um Schmerzen zu erfassen? 

- Schmerzprotokoll
- Schmerzscala
- Schmerzgedächtnis
- Schmerz ist was der Pat. sagt und es ist immer so!
 

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