Richtlinien zur Umsetzung der klientenzentrierten Haltung
Richtlinien zur Umsetzung der klientenzentrierten Haltung
Richtlinien zur Umsetzung der klientenzentrierten Haltung
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Flashcards
Eigenständigkeit unterstützen
Wo immer möglich, soll die Eigenständigkeit der Klienten unterstützt werden. Vielfach haben Menschen in Institutionen gelernt, dass sie nicht selbständig sind. Es sind aber viele kleine Dinge möglich, um zu mehr Eigenständigkeit zu gelangen. Eigenständig handeln heisst immer auch Verantwortung für sich zu übernehmen. Das hilf den Menschen Selbstbewusstsein aufzubauen.
Überschaubare Wahlmöglichkeiten geben
Selbst entscheiden und wählen zu können wirkt sich positiv auf das Lebensgefühl aus. Auch Personen mit schweren Beeinträchtigungen können selbst wählen. Betreuungspersonen haben hier die Aufgabe, für die entsprechende Person überschaubare Wahlmöglichkeiten anzubieten. Gewisse Menschen sind überfordert, wenn wir sie fragen, was sie zum Frühstück wollen. Aber fast alle sind in der Lage, mitzuteilen, ob sie Konfitüre oder Honig auf ihr Brot haben möchten.
Stützen für selbständiges Handeln anbieten
Anstatt Dinge einfach für andere Personen zu übernehmen, ist es wichtig, Stützen anzubieten, damit selbständiges Handeln möglich ist. Auch selbständiges Handeln verhilft zu einem grösseren Selbstbewusstsein. So kann z.B. ein Bewohner selbständig duschen, wenn er in der Dusche einen Stuhl hat, auf den er sich setzen kann.
Klar informieren
Bei allem, was wir tun, ist es wichtig, die Klienten klar zu informieren. Es müssen alle Rahmenbedingungen und Konsequenzen für jemanden klar sein, damit er sich für etwas entscheiden kann. Auch schwierige Termine (beispielsweise die Untersuchung beim Zahnarzt) können einfacher werden, wenn jemand genau weiss, was wann passiert.
Konkret bleiben
Konkret bleiben bedeutet immer, die konkreten Anliegen des Gegenübers wahrzunehmen. Äussert jemand den Wunsch „ich will nach Hause“, sind wir verpflichtet, genau herauszufinden, was er mit diesem Wunsch meint, was er mit zu Hause verbindet und so weiter. Indem wir das Konkrete betrachten, lassen sich vielleicht Wege finden, dem Klienten zu helfen. Wenn wir einfach sagen „das geht jetzt nicht, Sie können nicht nach Hause“, wird der Klient in seiner Trauer versinken und sich nicht ernst genommen fühlen.
Die "Sprache" des Gegenübers finden
Etwas ganz Zentrales ist es, die Sprache des Gegenübers zu finden. Klienten sollen unsere Äusserungen verstehen. Deshalb müssen wir uns so ausdrücken, dass wir vom jeweiligen Adressaten verstanden werden. Das erfordert von uns Anpassungen und vor allem auch, dass wir uns in jemanden hineinfühlen und nachvollziehen können, wie uns diese Person verstehen kann.
Den eigenen Anteil erkennen
Alle Menschen, die in einer Situation interagieren, beeinflussen diese Situation. Auch wir beeinflussen mit unseren Launen und Tagesstimmungen Situationen im Alltag. Diesen Anteil müssen wir unbedingt erkennen und in unsere Reflexion einfliessen lassen. Auch die Frage „was kann ich an der Situation ändern?“ ist unbedingt immer mitzubedenken.