Repe Direkte Steuern

Repe Fragen direkte Steuern

Repe Fragen direkte Steuern


Manuela Bigler
Diese Lernkarten behandeln die direkten Steuern in der Schweiz und richten sich an Fortgeschrittene. Sie decken Themen wie die Arten von Steuern, Steuerhoheit, Steuerobjekte und -subjekte, sowie spezifische Aspekte wie die Grundstückgewinnsteuer, Verrechnungssteuer und die Besteuerung von Einkommen und Vermögen ab. Besonders relevant sind die Unterschiede zwischen Privat- und Geschäftsvermögen, die Berechnung von Kapitalgewinnen und die steuerlichen Behandlung von juristischen Personen. Diese Karteikarten sind ideal für Steuerberater, Finanzexperten und Juristen, die ihr Wissen über das Schweizer Steuersystem vertiefen möchten.
Karten
79
Lernende
20
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Andere
Erstellt / Aktualisiert
28.02.2013 / 14.02.2025

Lernkarten

Was ist der Unterschied zwischen einer Kausalabgabe und einer Steuer?

Kausalabgabe: Direkte Gegenleistung

Bei der Kausalabgabe besteht ein Zusammenhang zwischen der Aufgabe und der Leistung des Staates. Nimmt jemand eine bestimmte Leistung des Staats in Anspruch ,hat er dafür eine Abgabe zu entrichten.

Steuer: Keine direkte Gegenleistung.

Nennen Sie die Steuerhoheit, das Steuerobjekt sowie das Steuersubjekt für die Einkommenssteuer.

Steuerhoheit: Bund, Kantone, Gemeinde

Steuerobjekt: Einkommen

Steuersubjekt: Steuerpflichtige Person

Nennen Sie die Steuerhoheit, das Steuerobjekt sowie das Steuersubjekt für die Vermögenssteuer?

Steuerhoheit: Kanton, Gemeinde

Steuerobjekt: Vermögen

Steuersubjekt: Steuerpflichtige Person

Nennen Sie die Steuerhoheit, das Steuerobjekt sowie das Steuersubjekt für die Gewinnsteuer.

Steuerhoheit: Bund, Kanton, Gemeinde

Steuerobjekt: Gewinn

Steuersubjekt: Aktiengesellschaft, GmbH, Vereine, Stiftungen

Nennen Sie die Steuerhoheit, das Steuerobjekt sowie das Steuersubjekt für die Kapitalsteuer.

Steuerhoheit: Kanton, Gemeinde

Steuerobjekt: Eigenkapital

Steuersubjekt: Aktiengesellschaft, GmbH, Vereine, Stiftungen

Nennen Sie die Steuerhoheit, das Steuerobjekt sowie das Steuersubjekt für die Verrechnungssteuer.

Steuerhoheit: Bund

Steuerobjekt: Zins, Dividende, Versicherungsleistungen, Lottogewinn

Steuersubjekt: Bank, Versicherung, Lottogesellschaft, AG

Nennen Sie zwei direkte Steuern und zwei indirekte Steuern.

Direkte Steuer: Einkommens- und Gewinnsteuer

Indirekte Steuern: Mwst, Hundesteuer, Tabaksteuer ect.

Nennen Sie die Kriterien für eine persönliche Zugehörigkeit in der Schweiz.

Wohnsitz oder qualifizierter Aufenthalt.

Art. 3 DBG

Nennen Sie ein Beispiel für eine wirtschaftliche Zugehörigkeit in der Schweiz.

Liegenschaftsbesitz, Betriebsstätte

Art. 4 DBG

Wann beginnt die Steuerpflicht in der Schweiz für natürliche Personen?

Ab dem Tag an dem der Steuerpflichtiger einen steuerrechtlichen Wohnsitz in der CH hat oder ab Kauf der Liegenschaft in der CH

Wann endet die Steuerpflicht in der Schweiz für natürliche Personen?

Mit dem Tod, Wegzug des Steuerpflichtigen oder dem Verkauf der Liegeschaft

Art. 8 DBG Abs. 2

Was verstehen Sie unter dem Begriff Familienbesteuerung?

Das Einkommen von Ehegatten wird gemeinsam besteuert.

Art. 9 Abs. 1 DBG

Wie sind Einkommen von minderjährigen Kindern zu versteuern?

Das Einkommen von Kindern ist bei den Eltern zu versteuern. Ausser bei Einkommen aus Erwerbstätigkeit wird das Kind selber besteuert.

Ist eine Erbengemeinschaft ein eigenes Steuersubjekt? Begründen Sie.

Nein, das Einkommen von Erben wird anteilmässig durch die einzelenen Erben besteuert.

Art. 10 Abs. 1 DBG

Gilt die Solidarhaftung auch bei einer rechtlich getrennten Ehe?

Bei rechtlich oder tatsächlich getrennter Ehe entfällt die Solidarhaftung. Jeder Ehepartner haftet für seinen Anteil.

Art. 13 Abs. 2  DBG

Was sind Naturalbezüge und zu welchem Wert werden diese besteuert?

Freie Verpflegung, Privatanteil Auto

Massgebend ist der Verkehrswert (Verkaufpreis an Dritte)

Was sind Naturalbezüge und zu welchem Wert werden diese besteuert?

Freie Verpflegung, Privatanteil Auto

Massgebend ist der Verkehrswert (Verkaufpreis an Dritte)

Was verstehen Sie unter einem privaten Kapitalgewinn und wo wird dieser im Gesetz geregelt?

Bsp. Verkaufsgewinn von Aktien, welche im Privatvermögen gehalten werden.

Art. 16 Abs. 3 DBG

Wann muss ein Privatanteil Fahrzeugkosten angerechnet werden?

Wenn das Geschäftsfahrzeug auch für private Fahrten benutzt werden kann.

Wie wird ein Privatanteil Auto berechnet?

Pro Monat 0.8% des Kaufpreises des Fahrzeuges. Jährlich 9.6 %

Wie wird im Gegensatz zu einer Pensionskassenrente ein Kapitalbezug besteuert?

Sondersteuer 1/5 Tarif gemäss Art. 38 DBG

Welche Versicherungsleistungen sind steuerbar und welche sind steuerfrei? Nennen Sie die Gesetzesartikel.

  1. Auszahlung Risikolebensversicherung
  2. Auszahlung gemischt Lebensversicherung
  3. Auszahlung gemischte Lebensversicherung mit Einmaleinlage
  4. Auszahlung Genugtuungsleistungen

  1. Steuerbar Art. 23 DBG
  2. Steuerfrei Art. 24 DBG
  3. Steuerbar Art. 20 DBG
  4. Steuerfrei Art. 24 lit. g DBG

Nach welchem Artikel werden Dividenden Gründsätzlich besteuert?

Art. 20 Abs. 1 lit. c

Welche Kriterien müssen erfüllt sein, damit Dividenden privilegiert besteuert werden können?

Besitz 10% vom Nennwert, =60% Besteuerung

Zu welchem Wert werden Dividenden besteuert, wenn die Beteiligung im Geschäftsvermögen gehalten wird?

50% der Dividende ist steuerpflichtig gemäss Art. 18 b DGB

In welchem Artikel werden die steuerfreien Einkünfte geregelt?

Art. 24 DBG

Welcher Artikel regelt die selbständige Erwerbstätigkeit?

Art. 18 Abs. 1 DBG

Welche Kriterien werden beigezogen um abzuklären, ob es sich um eine selbständige Erwerbstätigkeit handelt?

Steuerbarer Gewinn, Marktauftritt, Investitionen, Herkunft der Mittel, Geschäftsrisiko

Wie werden die Einkünfte aus Hobby besteuert?

Keine Besteuerung. Kriterium sind die erzielten Verluste, welche durch ein anderes Einkommen finanziert werden.

Was ist ein Kapitalgewinn? Sind Kapitalgewinne bei selbständig Erwerbenden steuerpflichtig?

Verkaufsgewinn von Anlagevermögen. Gemäss Art. 18 Abs. 2 sind diese im Geschäftvermögen steuerbar.

Eine Maschine wurde für CHF 100000 gekauft. Ende Jahr beträgt der Buchwert der Maschine CHF 20000.- Die steuerlich zulässigen Abschreibung betragen 50% Welche Korrekturen wird die Steuerverwaltung vornehmen.

Vorgenommene Abschreibung = 80000

Abzüglich steuerlich zulässig Abschreibung von 50000

= Korrektur bei Gewinn und beim EK von 30000

Das Warenlager wurde per 31.12.2010 mit CHF 200 000 bilanziert. Der Einstandspreis des Warenlagers beträgt CHF 600 000. Welche Korrekturen müssen vorgenommen werden, wenn die priveligierte Warenreserve 35% beträgt?

Verbucht Warenreserve = CHF 400 000

Steuerlich zulässig = 210 000

= Korrektur von CHF 190 000

Werden Rückstellungen für zukünftige Prozessrisiken steuerlich anerkannt?

Ja. Es handelt sich hierbei um einen effektives Risiko für welches eine Rückstellung gebildet werden kann.

Erläutern Sie den Begriff Ersatzbeschaffung.

Kapitalgewinne aus Verkauf von Anlagevermögen können aufgeschoben werden, wenn der Gewinn wieder in betriebsnotwendiges Anlagevermögen in der Schweiz investiert wird.

Welches ist die minimale Buchwert nach einer Ersatzbeschaffung?

Buchwert vor Ersatzbeschaffung.

Wie lange können Verlust aus einer selbständigen Tätigkeit verrechnet werden?

7 Jahre

Welche steuerlichen Unterschiede kennen Sie, zwischen Privat- und Geschäftsvermögen?

Private Kapitalgewinne sind steuerfrei.

Kapitalgewinne im Geschäftsvermögen sind steuerbar.

Geschäftsvermögen kann abgeschrieben werden.

Privatvermögen sind Schuldzinsen begrenzt.

Welche Güter gehören zum notwendigen Privatvermögen?

Kleidung, Schmuck, Spielzeugeisenbahn usw.

Welche Güter gehören zum notwendigen Geschäftsvermögen?

Maschinen, Werkzeug usw.

Was sind Alternativgüter?

Güter bei welchen man nicht bestimmen kann, ob es sich um Geschäftsvermögen oder um Privatvermögen handelt.

Geld, Wertschriften, Anlageliegenschaften

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