Recht

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N. K.
Diese Lernkarten decken das Thema Recht im Bereich Biologie auf Universitätsniveau ab. Sie konzentrieren sich auf Arzneimittel, Paragraphen des Sozialgesetzbuchs (SGB) und die Zulassung von Arzneimitteln. Die Karteikarten behandeln auch Themen wie die Abgabe von Hilfsmitteln, die Negativliste, Festbeträge und die Rolle des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA). Diese Lernkarten sind besonders nützlich für Studierende der Pharmazie oder Medizin, die sich mit den rechtlichen Rahmenbedingungen im Gesundheitswesen vertraut machen müssen.
Karten
147
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Biologie
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
12.07.2016 / 18.10.2016

Lernkarten

Was sind 109a Präparate?

  dfdf

Zulassung: wie erhält man es, welcher Paragraph AMG?

gdrhj

Transfusionsgesetz

seg

Was versteht man unter einer "Literatur-Zulassung"?

Eine Zulassung als traditionelles Arzneimittel, in der keine Wirksamkeits- und Sicherheitsbelege selbst aufgebracht werden, sondern aufgrund von mind. 15 Jährigem Nachweis der medizinischen/tiermedizinischen Nutzung innerhalb der EU oder mind. 30 Jahren international, also z.B. Bezug auf HMPC oder Kommission E Monographien

Woran erkennt man, dass ein Präparat ein zugelassenes Arzneimittel ist?

Zulassungsnummer aufgedruckt

Wie erkennt man traditionell zugelassene Arzneimittel?

Müssen "traditionell angewendet bei ..." stehen haben

Definition Arzneimittel nach §

§2 AMG: (1) Arzneimittel sind Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen,

die zur Anwendung im oder am menschlichen oder tierischen Körper bestimmt sind und als Mittel mit Eigenschaften zur Heilung oder Linderung oder zur Verhütung menschlicher oder tierischer Krankheiten oder krankhafter Beschwerden bestimmt sind oder
2. die im oder am menschlichen oder tierischen Körper angewendet oder einem Menschen oder einem Tier verabreicht werden können, um entweder

a) die physiologischen Funktionen durch eine pharmakologische, immunologische oder metabolische Wirkung wiederherzustellen, zu korrigieren oder zu beeinflussen oder
b) eine medizinische Diagnose zu erstellen.
 

(2) Als Arzneimittel gelten

1.Gegenstände, die ein Arzneimittel nach Absatz 1 enthalten oder auf die ein Arzneimittel nach Absatz 1 aufgebracht ist und die dazu bestimmt sind, dauernd oder vorübergehend mit dem menschlichen oder tierischen Körper in Berührung gebracht zu werden,
1a. tierärztliche Instrumente, soweit sie zur einmaligen Anwendung bestimmt sind und aus der Kennzeichnung hervorgeht, dass sie einem Verfahren zur Verminderung der Keimzahl unterzogen worden sind,
2. Gegenstände, die, ohne Gegenstände nach Nummer 1 oder 1a zu sein, dazu bestimmt sind, zu den in Absatz 1 bezeichneten Zwecken in den tierischen Körper dauernd oder vorübergehend eingebracht zu werden, ausgenommen tierärztliche Instrumente,
3. Verbandstoffe und chirurgische Nahtmaterialien, soweit sie zur Anwendung am oder im tierischen Körper bestimmt und nicht Gegenstände der Nummer 1, 1a oder 2 sind,

4. Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen, die, auch im Zusammenwirken mit anderen Stoffen oder Zubereitungen aus Stoffen, dazu bestimmt sind, ohne am oder im tierischen Körper angewendet zu werden, die Beschaffenheit, den Zustand oder die Funktion des tierischen Körpers erkennen zu lassen oder der Erkennung von Krankheitserregern bei Tieren zu dienen.

Durch welches Symbol wird eine Zulassung unter außergewöhnlichen Umständen signalisiert?

durch BfArM mit schwarzem Dreieck auf der Spitze gekennzeichnet, da es unter außergewöhnlichen Zuständen zugelassen wurde => steht unter Beobachtung post-Zulassung, da nicht genug Informationen zur Verfügung standen zum Zeitpunkt der Zulassung (nur in kleinen Gruppen getestet)

Was sagt welches Gesetz bezüglich der Herstellung embryonaler Stammzellen aus?

Embryonenschutzgesetz (ESchG) sagt aus, dass die Herstellung in De verboten ist, da ethisch sehr bedenklich da dafür Embryonen vernichtet werden

§73 AMG Einzelimport Schweineinsulin 

Schweineinsulin ist in Deutschland nicht zugelassen, aber bei manchen Patienten treten bei Gabe von humanem Insulin hypoglykämische Episoden auf => nach diesem Gesetz sind Einzelimporte in Deutschland nicht zugelassener Arzneimittel erlaubt => Regularien: Voraussetzung, dass es nur für einen spezifischen Patient ist, direkt bestellen, Präparat muss eine Zulassung in einem anderen Land haben => Import

Dürfen Proteinwirkstoffe ausgetauscht werden?

Nein, da sie aus anderem Herstellprozess hervorgehen i.d.R. und dementsprechend nicht gleichzusetzen sind

Orphan Drugs Definition laut EMA, Besonderheiten bzgl. Markt

<5 in 10.000 

haben 10 jähriges Alleinvermarktungsrecht

Was muss nach welchem Gesetz mit Blutprodukten an Testung durchgeführt werden?

§5 Transfusionsgesetz: mit jeder Blutspende muss NAT/PCR-Screening nach HIV, HBV, HCV (§5 TFG), meist zusätzlich auch
HAV und Parvovirus B19 durchgeführt wrden

Was ist die zuständige Bundesoberbehörde für Blutprodukte?

Das Paul Ehrlich Institut

Was sagt §77 Abs. 2 AMG (12. Novelle) aus?

Das Paul-Ehrlich-Institut ist zuständig für Sera, Impfstoffe, Blutzubereitungen, Knochenmarkzubereitungen, Allergene, Testsera, Testantigene,Gentransfer-Arzneimittel, somatische Zelltherapeutika, xenogene Zelltherapeutika und
gentechnisch hergestellte Blutbestandteile

Was ist laut IfSG meldepflichtig?

Impfkomplikationen: schwere Impreaktionen, die im zeitlichen Zusammenhang mit einer Impfung stehen

Wo hat die STIKO ihren Sitz?

im Robert Koch Institut, Berlin

Nach welchem Paragraphen welchen Gesetzes ist die STIKO legitimiert?

§ 20 Absatz 2 Satz 3 des IfSG (Infektionsschutzgesetz)

Welche Behörde ist für die Impfstoff-Zulassung zuständig?

Paul-Ehrlich-Institut

Wofür steht IfSG?

Infektionsschutzgesetz

Off Label: Wer haftet? andere Voraussetzungen etc.

Hersteller haftet nicht, Arzt haftet, nur eine Einzelverschreibung, genaue Aufklärung des Patienten nötig, Krankenkasse kann es unter Umständen bezahlen

Gentherapeutika Definition: welcher Paragraph AMG?

AMG §4(9)

Arzneimittel für neuartige Therapien sind Gentherapeutika, somatische Zelltherapeutika oder
biotechnologisch bearbeitete Gewebeprodukte nach Artikel 2 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EG)
Nr.1394/2007 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 13. November 2007 über Arzneimittel für
neuartige Therapien und zur Änderung der Richtlinie 2001/83/EG und der Verordnung (EG) Nr. 726/2004
(ABl. L 324 vom 10.12.2007, S. 121).

EU-Richtlinie 2001/83/EG Anhang I Teil IV: Gentherapie Definition

a) Es enthält einen Wirkstoff, der eine rekombinante Nukleinsäure enthält oder daraus besteht, der im Menschen verwendet oder ihm verabreicht wird, um eine Nukleinsäuresequenz zu regulieren, zu reparieren, zu ersetzen, hinzuzufügen oder zu entfernen.
b) Seine therapeutische, prophylaktische oder diagnostische Wirkung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der rekombinanten Nukleinsäure-sequenz, die es enthält, oder mit dem Produkt, das aus der Expression dieser Sequenz resultiert.

Note for the guidance on the quality, preclinical and clinical aspects of gene transfer
medicinal products (CPMP/BWP/3088/99): Bestimmung, was Gentransfer-Arzneimittel sein können

• Gentransfer-Arzneimittel können sein:
• nackte Nukleinsäuren (z.B. Plasmide)
• komplexierte Nukleinsäuren (z.B. Verpacken mit Polymeren oder Lipiden)
• virale Vektoren
• genetisch modifizierte Zellen

Was ist eine Zulassung unter "außergewöhnlichen Umständen"

bei Orphan Drugs, nicht vollständiges Studienmaterial, bla 

Wie werden Phytopharmaka zugelassen?

Nach europäischen Recht AMG Paragraph 39 Traditional Use, Well-Established Use und Original Use ( Original Use wollte er nicht unbedingt hören)

Zulassungspflicht, was sagt es aus, welcher Paragraph

 

§21 AMG FAM dürfen nur in Verkehr gebracht werden, wenn sie zugelassen sind. Ausnahme: Apothekenalltag übliche Sachen bis zu 100 abgabefertige Packungen am Tag

Welche Zulassungsunterlagen werden benötigt nach welchem Paragraph? Welche Ausnahme gibt es?

§22 AMG, Unterlagen, die Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit beweisen, Gegenanzeigen etc. etc. aufführen,

aaaaaaber §22 Absatz 3 AMG: auch "anderes wissenschaftliches Erkenntnismaterial" möglich, wenn Wirkungen und NW bekannt sind -> "well established  use" in EU seit mind. 10 Jahren angewendet

Monographien der Kommission E nach welchem Paragraphen, welche Funktionen haben die

§25 (7) AMG -> Für AM, die nicht der Verschreibungspflicht nach §49 unterleigen ,werden Kommissionen für bestimmte Anwendungsgebiete oder Therapierichtungen gebildet

Geben Dosierung in Drogen-Gramm an, aber eig. ist Extrakt wirksamkeitsbestimmend

  •  beratende Funktion für die Bfarm
  • zuständig für pflanzliche Drogen
  • Aufbereitungsmonographien, welche im Bundesanzeiger veröffentlich wurden

SGB V §2 Leistungen

Was die Krankenkassen übernehmen, Phytotherapie etc. nicht ausgeschlossen -> Ausnahmen: Ginkgo, Johanniskraut, Flohsamenschalen, Mistelpräparate

SGB V §34 Ausgeschlossene Arznei-, Heil und Hilfsmittel

Nicht verschreibungspflichtige AM sind von der Versorgung nach §31 ausgeschlossen, GBA legt fest, welche nicht verschreibungspflichtigen bei der Behandlung schwerwiegender Erkrankungen als Therapiestandard gelten erstattet werden

§11 GKV Versorgungsstrukturgesetz

GKV kann auch zusätzliche Leistungen wie z.B. Homöopathie, medizinische Vorsorge etc, was eig. nicht erstattet wird freiwillig erstatten, wenn es in der Satzung steht

Präsentationsarzneimittel 

(§2 AMG), Stoffe o. Zubereitungen aus Stoffen, die zur Anwendung im oder am menschlichen o. tierischen Körper bestimmt sind und zur Verhütung menschlicher o tierischer Krankheiten oder krankhafter Beschwerden bestimmt sind 

Funktionsarzneimittel

(§2 AMG), Stoffe o. Zubereitungen aus Stoffen, die zur Anwendung im oder am menschlichen o. tierischen Körper bestimmt sind und  die physiologischen Funktionen durch eine pharmakologische, immunologische o metabolische Wrikung wiederherstellen, korrigieren o. beeinflussen

Lebensmittel Definition §2 ABs 2 LFGB

Alle Stoffe oder Erzeugnisse, die dazu bestimmt sind oder von denen nach vernünftigem Ermessen erwartet werden kann, dass sie vom Menschen aufgenommen werden

ausgenommen: AM, Futtermittel, Kosmetika, BTM, psychotrope Stoffe

§1 Abs. 1 NemV

sind dazu bestimmt, allgemeine Ernährung zu ergänzen

Konzentrate von Nährstoffen o sonstigen Stoffen mit ernährungsspezifischer oder physiologischer Wirkung

Medizinprodukte nach welchem Gesetz

Medizinprodukte Gesetz (MPG)

wirken nur physikalisch

Arzneimittel sind nicht ...

§2 AMG

(3) Arzneimittel sind nicht

1.Lebensmittel im Sinne des § 2 Abs. 2 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches,

2.kosmetische Mittel im Sinne des § 2 Abs. 5 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches,
3.Erzeugnisse im Sinne des § 2 Nummer 1 des Tabakerzeugnisgesetzes,
4.Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen, die ausschließlich dazu bestimmt sind, äußerlich am Tier zur Reinigung oder Pflege oder zur Beeinflussung des Aussehens oder des Körpergeruchs angewendet zu werden, soweit ihnen keine Stoffe oder Zubereitungen aus Stoffen zugesetzt sind, die vom Verkehr außerhalb der Apotheke ausgeschlossen sind,
5.Biozid-Produkte nach Artikel 3 Absatz 1 Buchstabe a der Verordnung (EU) Nr. 528/2012 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2012 über die Bereitstellung auf dem Markt und die Verwendung von Biozidprodukten (ABl. L 167 vom 27.6.2012, S. 1),
6.Futtermittel im Sinne des § 3 Nummer 12 bis 16 des Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuches,
7.Medizinprodukte und Zubehör für Medizinprodukte im Sinne des § 3 des Medizinproduktegesetzes, es sei denn, es handelt sich um Arzneimittel im Sinne des § 2 Absatz 1 Nummer 2 Buchstabe b,
8.Organe im Sinne des § 1a Nr. 1 des Transplantationsgesetzes, wenn sie zur Übertragung auf menschliche Empfänger bestimmt sind.

§2 BApO

Ausübung des Apothekerberufs, also das, was unter einem Apothekerberuf zu verstehen ist -> Tätigkeit in der Offizin, in Gesundheits- und AM-Behörden, Bei der Herstellung, Verpackung etc. von Arzneimitteln im Großhandelsmaßstab, AM-Info

Nach welchem Paragraphen wird die Approbationsordnung ermächtigt und was regelt sie?

Die AAppO wird nach §5 der BApO ermächtigt und regelt die Anforderungen an das Pharmaziestudium, die Famulatur, den praktischen Teil, Praktika und Prüfungen

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