RECHNUNGSWESEN 5 – BILANZKENNZAHLEN

Diverse Kennzahlen und ihre Richtwerte

Diverse Kennzahlen und ihre Richtwerte


C. H.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über die wichtigsten Bilanzkennzahlen und deren Berechnung, ideal für Universitätsstudierende im Bereich Marketing. Sie behandeln Formeln und Richtwerte für Kennzahlen wie Cash-Flow-Umsatz-Rate, Umsatzrentabilität, Gesamtkapitalrendite und Eigenkapitalrendite. Zudem werden Liquiditätsgrade, Anlagedeckungsgrade und Finanzierungsgrade erklärt, die für die Bewertung der finanziellen Gesundheit eines Unternehmens entscheidend sind. Die Karteikarten helfen, die Berechnungen und deren Interpretation zu verstehen, was für die Analyse von Finanzberichten und die strategische Unternehmensführung essenziell ist.
Karten
12
Lernende
6
Sprache
Deutsch
Kategorie
Marketing
Stufe
Universität
Erstellt / Aktualisiert
01.01.2016 / 30.05.2022

Lernkarten

Nennen Sie die Formel für den Fremdfinanzierungsgrad (Verschuldungsgrad) und einen Richtwert.

\(Femdfinanzierungsgrad = {FK*100\over GK}\)

«Wieviel der Unternehmung gehört tatsächlich den Eigentümern?»

Richtwert: 40 bis 70 % – Sicherung einer gesunden Finanzierung

Nennen Sie Formel und Richtwerte für den Eigenfinanzierungsgrad.

\(Eigenfinanzierungsgrad = {EK*100 \over GK}\)

«Wieviel gehört den Eigentümern?»

Richtwert: 30 bs 60 % zur Sicherung einer gesunden Finanzierung.

Nennen Sie Formel und Richtwert für den Selbstfinanzierungsgrad.

\(Selbstfinanzierungsgrad = {Zuwachskapital*100 \over Grundkapital}\)

«Kann ich aus eigener Kraft finanzieren oder durch Aussenfinanzierung (Kapitalerhöhung)?»

Richtwert: Kein Richtwert. 

Wichtig: Zuwachskapital = Gewinnvortrag und Reservern OHNE Kapitalreservern (Agio)
Wichtig: Grundkapital = nur EK/AK ohne das restliche EK!

Nennen Sie die Formeln für die Intensitäten des Umlaufsvermögens und des Anlagevermögens sowie deren Richtwerte.

\(Intensität UV = {UV*100 \over GV}\) 

Richtwert branchenabhängig – Industrie: tief

 

\(Intensität AV = {AV*100 \over GV}\)

Richtwert branchenabhängig – Industrie: hoch

Nennen Sie die Formeln der drei Liquiditätsgrade sowie deren Richtwerte.

\(Liq I/II/III = {LiqMittel /+Forderungen /+Vorräte*100 \over kurzfristiges FK}\)

Liq I (Cash Ratio): 10 bis 35 % – kurzfirstige Verbindlichkeiten müssen aus der Kasse bezahlt werden können.

Liq II (Quick Ratio): ca. 100 % – Goldene Bilanzregel; Zahlungsbereitschaft muss gewährleistet sein.

Liq III (Current Ratio): 150 bis 200 % – Zahlungsbereitschaft gewährleistet.

Nennen Sie die Formeln und Richtwerte für die Anlagedeckungsgrade I und II.

\(AD I = {Eigenkapital*100 \over Anlagevermögen}\)

AD I: 75 bis 100 % – Langfristiges Vermögen mit langfristigem Kapital decken

 

\(AD II = {Eigenkapital+langfristiges FK*100 \over Anlagevermögen}\)

AD II: mindestens 100 % – Goldene Bilanzregel: Langfristiges Vermögen mit langfristigem Kapital decken.

Nennen Sie Formel und Richtwert für die Eigenkapitalrendite.

\(Eigenkapitalrendite = {Reingewinn*100 \over Ø Eigenkapital}\)

Richtwert: Mindestens 8 %, besser 10 % – Sicherung des langfristigen Unternehmensbestandes. 

Nennen Sie Formel und Richtwert für die Gesamtkapitalrendite.

\(Gesamtkapitalrendite = {Reingewinn+Fremdzinsen*100 \over Ø Gesamtkapital}\)

Richtwert: Branchenabhängig – Bank eher hoch.

Nennen Sie Formel und Richtwert für die Umsatzrentabilität.

\(Umsatzrentabilität = {Reingewinn*100 \over Verkaufsumsatz}\)

Kein Richtwert. Einige Prozent sind üblich.

Nennen Sie Formel und Richtwert für die Cash-Flow-Umsatz-Rate.

\(CAsh-Flow-Umsatz-Rate = {Cash Flow*100 \over Verkaufsuzmsatz}\)

Richtwert: ca. 3 bis 5 % höher als die Umsatzrentabilität.

Nennen Sie die Formel für die EBIT-Marge und deren Richtwert.

\(EBIT-Marge = {EBIT*100 \over Nettoumsatz}\)

Richtwert: 8 bis 10 % – kann durch Abschreibungen gesenkt werden.

Erklären Sie den Begriff «Free Cash Flow» und dessen Richtwert.

Free Cash Flow = Netto Cash Flow - Investitionen + Desinvestitionen

Richtwert: CF x 5 = Wert der Unternehmung

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