Rechnungswesen

Gelflussrechung

Gelflussrechung


A. W.
Diese Lernkarten bieten einen Überblick über grundlegende Konzepte des Rechnungswesens für Mittelschüler. Sie behandeln Themen wie Einnahmen, Ausgaben, Geldflussrechnung, Erfolgsrechnung, und die Bedeutung von Cashflow für Unternehmen. Schüler lernen, wie verschiedene finanzielle Vorgänge wie Investitionen, Finanzierungen und operative Tätigkeiten in der Bilanz und Erfolgsrechnung dargestellt werden. Diese Karteikarten sind ideal für Schüler, die ein besseres Verständnis der finanziellen Abläufe in Unternehmen erlangen und ihre Kenntnisse in Rechnungswesen vertiefen möchten.
Karten
25
Lernende
3
Sprache
Deutsch
Kategorie
Finanzen
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
11.08.2015 / 13.12.2021

Lernkarten

Zeige auf, wie man einen Cashflow direkt berechnet

  • Aufstellung / Formel

   Geldwirksamer Ertrag (Einnahmen)
             Geldeinnahmen
- Geldwirksamer Aufwand (Ausgaben)
               Personalausgaben
               übriger Baraufwand                  
= Cashflow

Zeige auf, wie man einen Cashflow indirekt berechnet

   Gewinn
+ Differenz zwischen Gewinn und Gashflow

              Abschreibungen Mobiliar
              Abschreibungen Anlagen (EDV)      
= Cashflow

Wie kann der Cashflow berechnet werden?

  • direkte Berechnung
     
  • indirekte Berechnung (Überleitung)

Es handelt sich beim Cashflow um die wichtigste Geldquelle einer Unternehmung und er ist deshalb eine unverzichtbare Grösse bei der Beurteilung der finanziellen Situation.

Wie sieht eine Erfolgsrechung in diesem Zusammenhang beispielsweise aus?

Erfolgsrechnung

   Geldeinahmen
- Personalaufwand
- übriger Aufwand
- Abschreibungen Mobiliar
- Abschreibungen Anlagen
= Gewinn

Die Geldflussrechnung kennt drei verschiedene Gruppen von Ursachen für Einnahmen und Ausgaben. Wie heissen diese?

  • Betriebstätigkeit
     
  • Investierung
     
  • Finanzierung

Was können Sie bezüglich den Informationsbedürfnissen in Verbindung mit der Geldflussrechnung sagen?

  • die Geldflussrechnung ist das wichtigste Instrument zur Analyse der Zahlungsbreitschft einer Unternehmung
     
  • die Geldflussrechnung gibt ausserdem Aufschluss über die Investierungsvorgänge und Finnazierungsmassnahmen eines Zeitraumes. Mit diesen zusätzlichen Informationen ergänzt sie die Aussagen von Bilanz und Erfolgsrechnung

Beschreibe die Erfolgsrechung

  • Definition

Die Erfolgsrechung ist eine Gegenüberstellung von Aufwand (=Abnahme des Eigenkapitals) und Ertrag (=Zunahme des Eigenkapitals) in einer Periode.

Die Erfolgsrechung ist eine Ursachenrechung; sie zeigt, weshalb das Eigenkapital aus der Geschäftstätigkeit zu- oder abnimmt.

Beschreibe die Geldflussrechnung

  • Definition

Die Geldflussrechnung ist eine Gegenüberstellung von Einnahmen (=Zunahmen von flüssigen Mitteln) und Ausgaben (=Abnahme von flüssigen Mitteln) in einer Periode.

Die Geldflussrechnung ist eine Ursachenrechnung; sie zeigt, weshalb die flüssigen Mittel zu- oder abnehmen.

Um aufzuzeigen, ob eine Unternemnung genug oder zu wenig flüssige Mittel hat und aus welchen Gründen ein bestimmter Gewinn oder Verlust zustande kommt, benötigt man welche Rechnung?

Um diese Ursachen aufzuzeigen, sind im Rechungswesen zwei verschiedene dynamische Rechnungen notwendig:

  • Geldflussrechung
     
  • Erfolgsrechung

  1. Welche zwei Zielsetzungen verfolgen die meisten Unternehmungen im finanziellen Bereich?£!
     
  2. Was meint die Sicherheit in disem Zusammenhang?
     
  3. Was meint die Gewinnerzielung in disem Zuammenhang?

1.

  • Sicherheit
  • Gewinnerzielung
     

2.
Die jederzeitige Zahlungsbereitschaft (Liquidität) ist das wichtigste Sicherheitsziel jeder Unternehmung.

3.
Längerfristig überlebt eine Unternehmung nur, wenn sie ihren Aufwand decken kann und Gewinne erzielt, um das Eigenkapital angemessen zu verzinsen (=Eigenkapitalrendite).

Ausnahmen bilden die Nonprifit-Organisationen, bei denen nicht die Gewinnerzielung, sondern die Bedürnisbefriedigung im Vordergrund steht.

 

Was versteht man unter einem Cashdrain?

  • ein negativer Cashflow heisst Cashdrain
     
  • kommt in der Praxis seltener vor als ein Verlust und bedeutet oft, dass ich die betreffende Unternehmung in ernsthaften finanziellen Schwierigkeiten befindet
     
  • theoretisch könnte eine Unternehmung einen Gewinn erzielen und trotzdem einen Cashdrain aufweisen

Beschreibe den Geldlfuss aus Betriebstätigkeit
 

  • das ist der Umsatzprozess gemäss Erfolgsrechung, d.h. die Erstellung und der Absatz von Leistungen

Beispiele für Einnahmen:
- Zahlungen von Kunden für verkaufte Waren oder erbrachte Dienstleistungen
- Zinszahlungen von Kreditnehmern

Beispiele für Ausgaben:
- Zahlungen an Lieferanten von Waren und Material
- Lohnzahlungen
- Zahlungen für Miete, Zinsen, Energiebezüge, Versicherungsprämien

Beschreibe den Geldfluss aus Investierung

  • das ist der Kauf oder der Verkauf von Anlagevermögen

Beispiele für Einnahmen:
- Einzahlungen aus dem Verkauf von nicht mehr benötigtem Anlagevermögen wie einem gebrauchten Fahrzeug oder einem Grundstück

Beispiele für Ausgaben:
- Zahlungen für den Kauf von mobilien und immobilen Sachanlagen wie Maschinen, Fahrzeugen oder Gebäuden

Beschreibe den Geldfluss aus Finanzierung

  • das ist eine Aufnahme oder die Rückzahlung von Eigenkapital oder langfristigem Fremdkapital sowie die Gewinnauszahlung

Beispiele für Einnahmen:
- Einzahlungen von Aktionären  bei einer Aktienkapitalerhöhung
- Einzahlung einer Bank bei der Aufnahme einer Hypothek oder der Aufnahme einer Obligationenanleihe

Beispiele für Abnahmen:
- Rückzahlung einer Hypothek oder einer Obligationanleihe
- Dividendenzahlung an die Aktionäre

Wie sieht eine Geldlussrechung im Zusammenhang mit der Betriebstätigkeit, Investierung und der Finanzierung beispielsweise aus?

   Betriebsbereich
   Geldeinnahmen
- Personalausgaben
- übrige Mittel

   Investitionsbereich
- Kauf Anlagen
+ Verkauf alter Anlagen

   Finanzierungsbreich
+ Aktienkapitalerhöhung
- Rückzahlung Darlehen

= Zunahme flüssige Mittel

Cash flow

  • Definition
  • Direkte Berechung (Formel)
  • indirekte Berechung (Formel)

Differenz zwischen Zu- und Abfluss aus Umsatz- oder Geschäftstätigkeit.

Direkte
   liquiditätswirksamer Erfolg
- liquiditätswirksamer Aufwand
= Cash flow

Indirekt
   Reingewinn
+ liquiditätsunwirksamer Aufwand
- liquiditätsunwirksamer Ertrag     
= Cash flow

Cash loss

  • Definition
  • Indirekte Berechung (Formel)

Ist in einer Rechungsperiode der liquiditätswirksame Erfolg kleiner als der liquiditätswirksame Aufwand, ergibt dies ein Cash loss.

Indirekt
   Reinverlust (als negativer Wert)
+ liquiditätsunwirksamer Aufwand
- liquiditätsunwirksamer Ertrag     
= Cash loss

Ausgaben

  • Definition

Ausgaben sind Fondsabnahmen, das heisst Geldausgänge.

Es gibt drei Ursachen für Ausgaben

  • Innenfinanzierung
  • Definanzierung
  • Investierung

Einnahmen

  • Definition

Einnahmen sind Fondserhöhungen, d.h. Geldeingänge

Es gibt drei Ursachen für Einnahmen:

  • Innenfinanzierung
  • Aussenfinanzierung
  • Desinvestierung

Definition:

  • Investierung (Ausgaben)

Geldausgänge werden Kauf von Anlagevermögen, zum Beispiel:

  • Barkauf einer Maschine oder eines Grundstücks
  • Barkauf von Beteiligungen

In der Bilanz auf der Soll/Aktiven-Seite unter Anlagevermögen verbuchen

Definition

  • Innenfinanzierung (Einnahmen)

Geldeingänge wegen erfolgswirksamer Geschäftsfälle, zum Beispiel:

  • Zahlungen von Kunden für gelieferte Waren
  • Zinszahlungen von Kreditnehmern

Wird in der Erfolgsrechung unter Ertrag/Haben als Warenertrag (bar) oder Zinsertrag (bar) verbucht.

Definition:

  • Innenfinanzierung (Ausgaben)

Geldausgänge wegen erfolgswirksamer Geschäftsfälle, zum Beispiel:

  • Zahlungen an Lieferanten für Waren
  • Lohnzahlungen an das Personal
  • Mietzinszahlungen an Vermietr
  • Zinszahlungen an Kreditgeber

Wird in der Erfolgsrechung unter Aufwand/Soll als Warenaufwand (Bar), Personalaufwand (Bar) oder Mietzinsen (Bar) verbucht.

Definition:

  • Aussenfinanzierung (Einnahmen)

Geldeingänge wegen Aufnahme von langfristigem Kapital, zum Beispiel:

  • Aufnahme von Hypotheken oder Ausgaben von Anleihen
  • Aktienkapitalerhöhung

Wird in der Bilanz unter Passiven/Haben als langfristiges Fremdkapital oder Eigenkapital verbucht.

Definition:

  • Definanzierung (Ausgaben)

Geldausgänge wegen Rückzahlung von langfristigem Kapital, zum Beispiel:

  • Rückzahlung von Hypotheken oder Anleihen
  • Aktienkapitalherabsetzung (Rückzahlung)

Wird in der Bilanz unter Passiven/Haben als langfristiges Fremdkapital oder Eigenkpaital verbucht

Definition:

  • Desinvestierung (Einnahmen)

Geldeingänge wegen Verkaufs von Anlagevermögen, zum Beispiel:

  • Barverkauf einer ausgedienten Maschine
  • Barverkauf von  Beteiligungen

Werden in der Bilanz unter Aktiven/Soll als Anlagevermögen verbucht

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