Säure-Base-Reaktion
CH 512 - Reaktionslehre 2/3
CH 512 - Reaktionslehre 2/3
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Cartes-fiches
saure Salze
enthalten ein HA--Ion und/oder ein saures Kation (NH4+, Aquakomplexe).
Säure-Base-Reaktion
Bei einer Säure-Base-Reaktion wird ein Proton (H+) von der Säure auf die Base übertragen. Man nennt sie darum auch Protonenübertragungsreaktion oder Protolyse.
In der Säure-Base-Reihe sind die Säuren (linke Reihe) und ihre korrespondierenden Basen (rechte Reihe) nach ihrer Stärke geordnet. Die stärkste Säure steht oben, die stärkste Base unten.
Säurekonstante KS (Aciditätskonstante)
Das Mass für die Säurestärke, wird berechnet aus dem Anteil der Säure-Moleküle, die ihr Proton an das Wasser abgeben:
\(HA + H_2O \rightleftharpoons H_3O^+ + A^-\)
\(K = {c(H_3O^+) \times c(A^-) \over c(HA) \times c(H_2O)}\)
\(K_S = K \times c(H_2O) = {c(H_3O^+) \times c(A^-) \over c(HA)}\)
Bei starken Säuren liegt das Gleichgewicht rechts: c(A-) > c(HA), KS ist gross. Der pKS (= -lg{KS}) ist umso kleiner, je stärker die Säure ist.
Säuren
Säuren (bzw. saure Lösungen) schmecken sauer, wirken ätzend und lösen unedle Metalle unter Wasserstoffbildung auf. Säuren sind Wasserstoffverbindungen, deren Moleküle mindestens ein deutlich polar gebundenes H-Atom besitzen, das als H+ abgegeben werden kann. Nach Brönsted sind Säuren Stoffe oder Teilchen, die Protonen abgeben.
Die Neigung zur Protonenabgabe ist eine Stoffeigenschaft. Sie steigt mit der Länge und mit der Polarität der H-A-Bindung. Als Mass dient die Säurekonstante.
Stoffgleichung
Gleichung, in der die Formeln der beteiligten Stoffe stehen, z. B.:
NaHSO4 + NaOH → H2O
Teilchengleichung
Gleichung, in der die Formeln der reagierenden Teilchen stehen, z.B.: HSO4- + OH- → H2O + SO42-
Titration
Die Säure-Base-Titration dient zur Bestimmung der Konzentration von Säure-Lösungen oder Laugen. Aus dem Volumen der Masslösung, die zur vollständigen Neutralisation eines bestimmten Volumens der Probe verbraucht wird, lässt sich die Konzentration der Probe berechnen:
m · Volumen · Konz. der Säure HmA = n ·Volumen · Konz. der Lauge Me(OH)n
Umschlagpunkt
Die Farbänderung einer lndikatorlösung erfolgt in einem für den Indikator typischen pH-Bereich (Umschlagbereich), der sich über etwa zwei pH-Einheiten erstreckt. Der Umschlagpunkt ist der pH-Wert, bei dem Hln und In- in gleicher Konzentration vorliegen.