RE 1

Requirements Engineering

Requirements Engineering


D. V.
Diese Lernkarten bieten eine Einführung in die Grundlagen des Requirements Engineering (RE) für Mittelschüler. Sie konzentrieren sich auf die Ermittlung und Dokumentation von Anforderungen, die Identifikation und Analyse von Stakeholdern, sowie die Systemanalyse und Zieldefinition. Die Karteikarten behandeln auch Qualitätskriterien für Anforderungen und Spezifikationen, sowie typische Probleme und Lösungsansätze. Sie sind ideal für Schüler, die sich auf Prüfungen im Bereich Informatik vorbereiten und ein tieferes Verständnis für die Systemanalyse und Anforderungsmanagement entwickeln möchten.
Karten
29
Lernende
7
Sprache
Deutsch
Kategorie
Informatik
Stufe
Mittelschule
Erstellt / Aktualisiert
17.07.2016 / 09.01.2023

Lernkarten

Was ist eine Anforderung?

  1. Eine Bedinnung oder Fähigkeit zur Lösung eines Problems oder zur Erreichung eines Ziels
  2. Eine Bedinnung oder Fähigkeit eines Systems oder Teilsystems, welches einen Vertrag, eine Norm, eine Spezifikation oder formelle Dokummente erfüllen muss
  3. Eine dokumentiert Repräsentation einer Bedinnung oder Eigenschaft gemäss (1) / (2)

Nennen Sie die Haupttätigkeiten eines REs:

  1. Erheben
  2. Dokumentieren
  3. Prüfen
  4. Verwalten

Was ist der Zweck einer Anforderung?

  • Klare Ziele definieren
  • Umfang und Grenzen analysieren
  • Vereinbarungen mit Lieferanten und Kunde treffen
  • Basis für weitere Schritte schaffen

Nennen und beschreiben Sie die zwei Arten von Anforderungen:

  • Funktionale Anforderung
    • Anforderungen wirken direkt auf das Ergebnis aus
  • Nicht-funktionale Anforderung
    • Alle Anforderungen, die keine funktionale ist, ist nicht-funktional

Nennen Sie die Schlüsselwörter und deren juristische Verbindlichkeiten:

  • Muss > verbindlich, ist zwingend zu erfüllen
  • Soll > Wunsch, nicht verbindlich, vorschlagsmässig
  • Wird > verbindlich, muss für die zukünftige Entwicklung beabsichtigt werden

Nennen Sie die typischen Anforderungsproblemen:

  • Unklare Zielvorstellungen
  • Hohe Komplexität
  • Kommunktationsprobleme
  • Ständig verändernde Ziele
  • Schlechte Qualität
  • Unnötige Merkmale
  • ...

Welche Qualitätskriterien für die Anforderungen kennen Sie?

  • Vollständig
  • Atomar
  • Technisch Lösungsneutral
  • Prüfbar
  • Notwendig
  • Verfolgbar
  • Realisierbar
  • Eindeutig

Welche Qualitätskriterien für die Anforderungsspezifkationen kennen Sie?

  • Vollständig
  • Konsistent
  • Erwchwinglich
  • Abgegrenzt

Welches Ziel verfolgt die Systemanalyse?

Die wirklichen und damit tragfähigen und stabilen Anforderungen an das System zu ermitteln, befor deren Umsetzung startet.

Wo positioniert sich der Requirements-Engineer?

Der RE ist der Vermittler zwischen dem Business (Kunde) und der IT.

Welches Ziel hat der RE-Prozess?

  • Alle relevanten Anforderungen sind bekannt und in dem erforderlichen Deaillierungsgrad verstanden
  • involvierten Stakeholder eine ausreichende Übereinstimmung über die bekannten Anforderungen erzielen
  • Alle Anforderungen sind zu den Dokumentationsvorschriften bzw. zu den Spezifikationsvorschriften konform

Zeichnen Sie die Kette des Anforderungsmanagement-Prozesses auf.

Bedürfnis | Anforderungen ermitteln > Anforderungen formulieren > Anforderungen validieren | Anforderungskatalog

Verwalten als kontinuierlicher Prozess!

Was muss vor dem Start der Systemanalyse berücksichtigt werden?

  • Wissen über den Kontext und die Grenzen des zu entwickelten Systems erarbeiten
  • Ziele des Projekts festlegen
  • die zu analysierenden bzw. zu befragenden Anforderungsquellen kennenlernen

Nennen Sie die drei Anforderungsquellen:

  1. Dokumente
  2. Systeme im Betrieb
  3. Stakeholder

Was ist ein Stakeholder?

Eine Person oder Organisation, welche direkt oder indirekten Einfluss auf die Anforderungen des betrachteten System hat.

Wie werden Stakeholder analysiert?

  • indentifizieren
  • Einfluss ermitteln
  • Befugnisse bei der Abnahme von Projektergebnissen ermitteln
  • Vergessen gegangene Stakeholder könnten Mehrkosten oder Projektverzögerungen hervorrufen

Welche Techniken helfen die Stakeholder besser zu ordnen?

  • RACI Matrix
  • Stakeholder-Zwiebelmodell
  • Stakeholder Portfolio
  • Landkarten

Welche Informationen über Stakeholder müssen mindestens zur Verfügung stehen?

  • Name
  • Funktion (Rolle)
  • Weitere Personen - und Kontaktdaten
  • Zeitliche und räumliche Verfügbarkeit
  • Relevanz des Stakeholder (Beeinflussungsgrad)
  • Sein Wissensgebiet und -umfang
  • Seine Ziele und Interessen bezogen auf das Projekt

Zeichnen Sie ein Stakeholder Einfluss-/Motivationsmatrix auf.

  • Zufriedenstellen
  • Um enge und erfolgreiche Zusammenarbeit bemühen
  • Auf dem laufenden halten
  • Beobachten

Nennen Sie die Bestandteile einer Zielschablone:

  • Ziele (nach SMART)
  • Stakeholder (wer profitiert?)
  • Auswirkungen auf die Stakeholder (Arbeitsprozess, welcher betroffen wird)
  • Einschränkungen (was könnte für die Lösungsauswahl verhindern?)
  • Sonstiges (Anmerkungen, Verständnis für das Ziel)

Was heisst SMART?

  • Spezifisch
  • Messbar
  • Attraktiv
  • Realistisch
  • Terminiert

Nennen Sie die Bestandteile eines System- und Kontextgrenzen:

  • System
  • Systemgrenze (Grauzone)
  • Systemkontext
  • Kontextgrenze
  • Irrelevante Umgebung

Nennen Sie die Produktfaktoren:

  1. Basisfaktoren
  2. Leistungsfaktoren
  3. Begeisterungsfaktoren

Was sind Basisfaktoren?

  • implizite Voraussetzung
  • muss erfüllt werden
  • Kunde ist noch nicht zufrieden
  • Unzufrieden, wenn es fehlt
  • muss immer berücksichtigt werden
  • können ggf. selber ergänzt werden
  • Bei Unverständnis unbedingt nachfragen

Was sind Leistungsfaktoren?

  • Bewusste Forderung
  • erzeugen Kundenzufriedenheit
  • Wenn es fehlt, wird vom Kunde akzeptiert, jedoch wächst die unzufriedenheit

Was sind Begeisterungsfaktoren?

  • Werte werden erst durch ausprobieren erkannt
  • Hit-Features des System
  • Konkurrenzvorsprung
  • innovative Ideen
  • Ideen auf Risiko, Machbarkeit, Nüztlichkeit und Begeisterungspotential analysieren
  • Schwer zu ermitteln

Nennen Sie die Ermittlungstechniken:

  1. Kreativtechniken
  2. Methode 6-3-5 (6-Teilnehmer mit 3-Ideen in 5-Runden)
  3. Wechsel der Perspektive
  4. Beobachtungstechniken
  5. Apprenticing-Methode (In die Lehre gehen)
  6. Befragungstechniken
  7. Audio- Videoaufzeichnung
  8. Use-Case Modellierung
  9. Essenzbildung
  10.  

Nennen Sie die Schritten zur Anforderungsermittlung:

  1. Produktfaktoren herausfinden
  2. Einflussfaktoren analysieren
  3. Ermittlungstechniken bestimmen
  4. Weitere Ermittlungstechniken, wenn nötig

Nennen Sie die Arten der Darstellungstranformation bei sprachliche Effekte:

  • Tilgung
  • Generalisierung
  • Verzerrung

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