Quantitative Forschung Grundlagen
1. Teil quantitative Forschung - Grundlagen
1. Teil quantitative Forschung - Grundlagen
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Flashcards
Erkläre die Müller - Lyer Täuschung, als ein Fehler beim Wahrnehmen!
- die waagerechte Linie der ersten Figur scheint länger zu sein, als die von der zweiten Figur --> obwohl beide gleich lang sind
- Effekt entsteht durch die dazugehörigen schrägen Linien, die unser Wahrnehmungssystem als Information mit aufnimmt
Erkläre den Primacy - Effekt!
früher erfasste Infos werden bervorteilt und besser erinnert
Beispiel:
- eine Person wird beschrieben vonpositiven EIgenschaften zu negativen EIngenschaften
- die Gruppe wird die Person als signifikant positiv beschreiben
Erkläre den Recency - Effekt!
später erfasste Infos werden bevorteilt
Wo liegen Fehler im Umgang mit Wahrscheinlichkeiten?
Beim Kontrast zwischen intuitiven Umgang von Wahrscheinlichkeiten mit den tatsächlichen, d.h. stochastisch korrekten Lösungen.
Mensch ist fehleranfällig im Umgang mit Wahrscheinlichkeiten, z.B. Aids - Test
Welcher Ansatz geht auf Karl Popper zurück und was sagt dieser aus?
Ansatz der Falszifizierung: eine Aussage ist nur dann wissenschaftlich zu nennen, wenn sie falszifizierbar (widerlegbar) ist.
Es gibt also keine wahren Aussagen (gesamte Population kann nie untersucht werden), nur gefestigte wissenschaftliche Aussagen
Nenne die Stufen des Kreislaufs zur allgemein anerkannten wissenschaftlichen Methode zur Überprüfung einer Theorie!
Theorie
Forschungshypothese
Präzisierung der Hypothese
Design der Studie
Durchführung
Datenanalyse
Interpretation der Daten
Implikationen für Theorie
Nenne die 3 Hauptgütekriterien des Testens und Messens!
Objektivität
Reliabilität
Validität
Erkläre Objektivität!
Wenn Testergebnis unabhängig vom Untersuchungsleiter, Testauswerter und Ergebnisinterpretation ist (Durchführungs-, Auswertungs- und Ergebnisobjektivität)
Erfordert hohe Standardisierung der Tests
Erkläre Reliabilität!
Maß der Präzision,
Zuverlässlichkeit und Genauigkeit, mit der Test ein Merkmal misst
Verfahren:
Retestmethode: Testwiederholung
Paralleltestmethode: Test hintereinander mit unterschiedlichen Fragen
Testhalbierungsmethode: 1 Test in zwei Hälften mit unterschiedlichen Fragen
Erkläre Validität! (4 Arten)
Gültigkeit, mit der ein Test das misst, was er wirklich messen soll.
Wichtigstes Gütekriterium
Inhaltsvalidität: Items sollen inhaltlich das zu erfassende Konstrukt widerspiegeln (durch Experten)
Konstruktvalidität: zu erfassende Konstrukt soll mit ähnlichen Konstrukten zusammen hängen
Kriteriumsvalidität: Zusammenhang zwischen Ergebnis des Tests und einem empirischen Kriterium
Augenscheinvalidität
Nenne Vorteile einer mündlichen Befragung! (3)
- Bessere Einschätzung über Wahrheitsgehalt der Aussagen des Interviewten
- Missverständnisse können geklärt werden, alle Fragen werden beantwortet
- Geeignet für Themen, die in der Entwicklung sind
Nenne Nachteile einer mündlichen Befragung! (3)
- Beeinflussung des Befragten durch den Interviewer
- Kosten- und Zeitaufwand für Befragung und Auswertung
- Fehlende Anonymität
Nenne Vorteile einer schriftlichen Befragung! (3)
- keine Beeinflussung des Befragten durch den Interviewer
- ökonomischer
- Anonymität
Nenne Nachteile einer schriftlichen Befragung! (3)
- unterschiedliche Bemühungen des Befragten können nicht festgestellt werden
- fehlende Flexibilität, unbeantwortete Fragen
- geringe Rücklaufquote
Was ist ein wichtiger Punkt bei der Fragebogenkonstruktion im Bezug auf die Perspektive des Fragebogenstellers?
Er muss die Perspektive des Befragten einnehmen.
- verständliche Fragen konstruieren
- relevante Infos müssen aus dem Gedächtnis abrufbar sein
- Urteil Befragter muss auf Basis dieser Information gebildet werden
- Urteil muss ins Antwortformat passen
- Befragte sollen privates Urteil abgeben
Nenne die 10 Gebote der Frageformulierung!
1. Du sollst einfache, unzweideutige Begriffe verwenden, die von allen Befragten in gleicher Weise verstanden werden!
2. Du sollst lange und komplexe Fragen vermeiden!
3. Du sollst hypothetische Fragen vermeiden!
4. Du sollst doppelte Stimuli und Verneinungen vermeiden!
5. Du sollst Unterstellungen und doppelte suggestive Fragen vermeiden!
6. Du sollst Fragen vermeiden, die auf Informationen abziehen, über die viele Befragte mutmaßlich nicht verfügen!
7. Du sollst Fragen mit eindeutigem Bezug verwenden!
8. Du sollst Antwortkategorien verwenden, die erschöpfend und disjunkt sind!
9. Du sollst sicherstellen, dass der Kontext einer Frage sich nicht (unkontrolliert) auf deren Beantwortung auswirkt!
10. Du sollst unklare Begriffe definieren!
Welche drei Untersuchungsarten können unterschieden werden?
Explorative Untersuchung: keine bzw. geringe Standardisierung (bei neuem Forschungsgebiet)
Populationsbeschreibende Untersuchung: Beschreibung der Gesamtpopulation oder Bevölkerungsstatistiken
Hypothesenprüfende Untersuchung: aus Theorie Hypothesen abgeleitet und überprüft --> Zusammenhangshypothese (es besteht ein Zusammenhang) Unterschiedshypothese (es gibt einen Unterschied)
Was wird bei hypothesenprüfende Untersuchungen überprüft in Bezug auf die Variablen?
inwieweit die unabhängige (erklärende) Variable auf die abhängige (erklärte) Variable wirkt
Was ist die interne Validität?
Es gibt keine Alternativerklärungen, diese müssen ausgeschlossen werden
Was ist die externe Validität?
Bezieht sich auf die Verallgemeinbarkeit der Ergebnisse des Experiments auf die Gesamtpopulation
Wann spricht man von einem Kausalzusammenhang Variable A wirkt ursächlich auf Variable B?
- es besteht ein statistischer Zusammenhang von A und B
- A tritt zeitlich vor B auf
- Alternativerklärungen als Ursache konnen ausgeschlossen werden
Erkläre die Kontrolltechniken bei personengebundenen Störvariablen! (2)
Randomisierung: bewirkt eine zufällige Zuordnung der Versuchsteilnehmer in Gruppen (bei großen Stichproben)
Parallelisierung: Gruppen müssen so gebildet werden, dass in jeder Gruppe die Versuchsteilnehmer die gleiche Ausprägung der Störvariablen aufweisen (bei kleinen Stichproben)
Erkläre die Kontrolltechniken von den Störvariablen in der Versuchssituation! (3)
Konstanthalten und Eliminieren: Es müssen gleiche Bedingungen geschaffen werden
Balancieren: Sind zu viele Versuche notwendig und ein Versuchsleiter zu wenig, so können durch geschicktes Balancieren mehrere Versuchsleiter hinzugezogen werden
Randomisierung
Erkläre die Kontrolltechniken bei der Kontrolle von Erwartungseffekten! (2)
Versuchsteilnehmer: es sollten keine Infos über den Versuchszwecks bekannt sein
Versuchsleiter: genaue Anweisungen an den Versuchsleiter kann verhindert werden, dass dessen Erwartungen das Ergebnis beeinflusst (Rosenthal - Effekt)
Gib ein Beispiel für die Stufen einer wissenschaftlichen Methode an! (Redeverhalten Frauen und Männer)
Theorie: Theorie über Kommunikation
Forshungshypothese: Frauen reden mehr als Männer
Präzisierung der Forschungshypothese: Nullhypothese --> männliche und weibliche Studierende reden in kontextunabhängigen Situationen gleich viel, Alternativhypothese --> weibliche Studierende reden in kontextunabhängigen Situationen mehr
Design der Studie und Durchführung: Zwei ungefähr gleich große Gruppen von männlichen und weiblichen Studierenden werden mit einem nicht abschaltbaren Tonbandgerät über mehere Tage ausgestattet, so dass die durchschnittliche Anzahl der gesprochenen Worte pro Tag einer Versuchsteilnehmers ermittelt werden kann. Gütekriterien werden überprüft!
Datenanalyse: Mit den Methoden der deskriptiven Statistik werden die arithmetischen Mittel und die Standardabweichung der beiden Gruppen ermittel
Interpretation der Daten: Im Rahmen der testtheorie wird überprüpt, ob die Nullhypothese anzunehmen oder abzulehnen ist.
Implikationen der Theorie: Das Ergebnis über biologisch relevante Unterschiede der Redeweisen von Frauen und Männern wird in die Theorie aufgenommen und mit berücksichtigt.
Wann ist die Reliabilität bei einem test nicht zu 100% gegeben?
Bei einem Intelligenztest, da Störvariablen wie Motivation, Müdigkeit und Nervosität auftreten können.
Der Wert des Reliabilitätsmaß liegt hier häufig bei 0,9
Was ist eine Scheinkorrelation?
Bei einer Scheinkorraltion wirkt eine dritte Varaible (Störvariable) auf die abhängige Variable ein.
Beispiel (Luftqualität und Sterberate an Kurorten):
- Beide Merkmale korrelieren positiv
- je höher die Luftqualität dersto höher die Sterberate
- der Zuzug von Pensionären wirkt auf die Sterberate