Fragen zur Prüfung


T. N.
Diese Lernkarten bieten einen umfassenden Überblick über Qualitätsmanagement im Bereich Verpackungstechnologie. Sie decken zentrale Begriffe wie ISO-Normen, Prozesse, Fehlervermeidung und Qualitätsverbesserung ab. Die Karteikarten behandeln auch die Rolle von Unternehmen, Mitarbeitern und Organisationen in der Qualitätssicherung. Praktische Beispiele und Methoden wie FMEA, Poka Yoke und HACCP werden erklärt, was sie besonders nützlich für Studierende und Fachkräfte in der Technik macht, die sich mit Qualitätsstandards und -prozessen vertraut machen möchten.
Cartes-fiches
36
Utilisateurs
8
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
25.03.2016 / 27.11.2023

Cartes-fiches

Nennen sie 3 Hauptgünde für das Qualitätsmanagement.

  • Gelebtes Qulitätsmanagement spart Zeit und Geld
  • Die Industrie fordert von Ihren Lieferanten die ISO 9001
  • Wettbewerbsvorteil.

Beschreiben Sie warum auch im Dienstleistungssektor Qualität zusehends an Bedeutung gewinnt.

noch offen

Definieren Sie den Begriff "Qualität". Gehen Sie dabei auf den Wortstamm sowie die Definition nach DIN EN ISO 9000 ein.

Qualität umfasst alle Merkmale eines Produkts / einer Dienstleistung. Je nach Blickpunkt des Betrachters liegt dann der Schwerpunkt auf einigen Merkmalen.

Qualität ist der Grad in dem ein Satz inhärenter Merkmale Erfüllung findet.

Beschreiben sie warum Qualität nichts Absolutes, sonder etwas Realives ist. Wie kann man sie "messen"?

Qualitiät ist die Übereinstimmung (Konformität) eines Produkts / einer Dienstleistung mit der vorher vereinbarten Spezifikation.

Sie ist als Grad der Erfüllung messbar. (Setzen der Grenze der Ablehnung)

Die Messbarkeit kann nur für die spezifizierten Eigenschaften durch den entsprechenden Messarten (mechanisch, chemisch, optisch,..) erfolgen.

"Qualtiät ist wenn der Kunde zurückkommt und nicht das Produkt". Beschreiben sie warum Qualität als ein nachhaltiges Kriterium beim Erwerb eines Produktes ist.

Nur 10 % der Kunden beschweren sich wenn ein schlechtes Produkt gekauft wurde.
 Die restlichen verärgerten Kunden geben ihren Unmut an ihr Umfeld ab. Deshalb sollte man Kundenreklamation sehr ernst nehmen und deren Anzahl mit 10 multipliezieren.

Beschreiben Sie mögliche Auswirkungen von Qualitätsdefiziten:

  • Rückgang der Umsatzzahlen
  • Sperrung von Lagerware
  • Kontrolle dieser
  • Retourlieferung von Ware
  • Ersatzzahlungen für Lieferausfälle

Beschreiben Sie die Entwicklung des Qualitätsmanagements von 9001 bis heute. Gehen Sie kurz auf die wichtigsten Persönlichkeiten, Meilensteine und Konzepte ein.

  • Frederick W. Taylor: Zerlegung der Fertigungsschritte in Einzelschritte. Trennung von ausführender und planender Arbeit. Differential-Lohnsystem
  • Henry Ford: Fließbandarbeit bei KFZs. 5-Tage-Woche, 8 Stunden-Tag
  • Walter A. Shewart: Regelkreiskarte, Vater der modernen Qualitätskontrolle
  • Philip Bayrad Crosby: Null-Fehler-Programm
  • W. Edwards Deming: Regelkreis, KVP
  • Armand V. Feigenbaum: Total Quality Control
  • Joseph M. Juran: Qualitätstrilogie (Q-Planung - Q-Regelung - Q-Verbesserung), 80:20 Prinzip angewandt.
  • Kaoru Ishikawa: Kundenorientierung, Qualitätszirkeln auf allen Ebenen
  • Genichi Taguchi: Robuster Prozess

Pionier des Qualitätsmanagements: W. Edward Deming: Beschreiben Sie seine Philosophie und gehen Sie auf den Begriff "Kaizen" ein. Skizzieren Sie auch den von ihm entwickelten Zyklus.

Das Unternehmen hat ein unverrückbares Unternehmensziel hinsichlich der ständigen Verbesserung zu definieren. Dieses ist  aber nicht mittels einer Atmosphäre der Angst zu erreichen. Sondern es muss der Mitarbeiter als wesentlicher Teil der Qualität verstanden werden. Durch moderne Trainings, Führungsmethoden, einem guten Ausbildungsprogramm, der Möglichkeit eines Jeden stolz auf seine Leistung zu sein.

Es gibt keine 100 % Endkontrolle - die Fehler müssen bereits beim Prozess ausgemerzt werden.

Demingsche Reaktionskette

 

Kaizen ist die Philosophie, das kontinuierlichen Verbesserungen in allen Bereichen unter Einbeziehung aller beteiligten Menschen anzustreben sind.

Der Name Kaizen (Die Veränderung des Guten zum Besseren) wurde eingedeutscht und ist im deutschsprachigen Raum als KVP (kontinuierlicher Verbesserungsprozess) bekannt.

Unter dem System sind zu finden:

  • 5S - Ordnung und Sauberkeit
  • TPM - Teilsystem zur vorbeugenden Instandhaltung
  • PLG - Werkzeug um Probleme zu lösen
  • VV - Ideenbörse
  • MUDA - Verschwendungen aufspüren
  • AUDIT - aktueller Status und KVP

Demingkreis: Plan - Do - Check - Act

 

Pionier des QM: Kaouru Ishikawa. Beschreiben Sie seine Philosophie und gehen Sie auf das Ishikawa-Diagramm ein:

  • Qualität ist wichtiger als kurzfristiger Gewinn
  • Kundenorientierung im gesamten Produktentstehungsprozess
  • Aufbau von Kunden-Lieferaten-Beziehung im gesamten Unternehmen
  • Berücksichtigung von humanitären und sozialen Gesichtspunkten
  • Einbeziehung und Mitwirkung sämtlicher Mitarbeiter
  • Einführung von Qualitätszirkeln.

Fischgrätdiagramm: Es werden alle Parameter zu den jeweiligen Punkten aufgezeichnet (Mensch, Maschine, Umwelt, Mehode, Material, Ausrüstung). Danach hat man einen Gesamtüberblick und kann gemeinsam Massnahmen erarbeiten.

Pionier des QM: Joseph M. Juran: Beschreiben Sie seine Philosophie und gehen sie auf die Juran-Trilogie ein:

Juran verfolgte die Ansicht, dass man zuerst die schlimmsten Brände zu löschen hat. Deshalb setzte er auf das Pareto Prinzip (20:80).

seine Trilogie will verhindern, dass durch unzureichende Qualtiätsplanung es zu hohen chronischen Qualitätsschwankungen kommt

  1. Qualitätsplanung
  2. Qualtiätregelung
  3. Qualitätsverbesserung

Beschreiben Sie die drei Begriffe "Norm", "Richtlinie", und "Standard / Regelwerk"

Norm:

  • Dokument, das mit Konsens erstellt und von einer nationalen oder internationalen anerkannten Institutuion druch ein geregeltes Normungsverfahren angenommen wurde.
  • Spiegelt den Stand der Technik und Wissenschaft wieder.
  • Hat keinen Gesetzescharakter
  • Nutzung basiert auf Freiwilligkeit
  • Ziel ist "gemeinsame Sprache" also die Vereinheilichung von Anforderungen

Richlinie:

  • untersteht der Norm
  • ist ein verbindliches Dokument, in welchem Vorgehensweisen und Anforderungen geregelt sind.
  • Ist eine Handlungsvorschrift mit verbindlichem Charakter
  • weist keine Gesetzeseigenschaften auf, ist dennoch gesetzlich ermächtig (Organisation, die die Richlinie herausgibt ist ind der Regel gesetzlich ermächtigt)

Standard / Regelwerk

  • Dokument, in dem Gemeinschaftsmerkmale und Anforderungen, also die mehr oder weniger vereinheitlichte Art und Weise erwas herzustellen oder durchzuführen, definiert sind.
  • wird meist nur durch einen (kleinen) geschlossen Kreis von Unternehmen unter Ausschluss der Öffentlichkeit beschlossen.
  • nicht generell genorm, sondern meist nur für einen bestimmten Bereich gültig.
  • ist gesetzlich nicht bindend.

Normenreihe EN ISO 9000 ff. Zählen sie die drei Kernnormen auf und bennen sie diese

  • ISO 9000 Qualitätsmanagementsystem - Grundlagen und Begriffe
  • ISO 9001 Qualtiätsmanagementsystem - Anforderungen
  • ISO 9004 Leiten und Lenken für den nachhaltigen Erfolg einer Organisation - ein Qualitätsmanagementansatz

Nennen Sie die Grundsätze des Qualitätsmanagements und geben Sie an in welcher Norm diese verankert sind

Die ISO 9001 basiert auf den in ISO 9000 beschriebenen Grundsätzen des Qualitätsmanagements. Diese sind:

  • Kundenorientierung
  • Führung
  • Einbeziehung vonPersonen
  • Prozessorienierter Ansatz
  • Verbesserungen
  • Faktengestütze Entscheidungsfindung
  • Beziehungsmanagement

ÖNORM EN ISO 9001. Nenne Sie den Titel der Norm und beschreiben sie die vorangestellten Abkürzungen.

 

Qualitätsmanagementsysteme - Anforderungen

ÖNORM = nationale Norm in Österreich

EN = Europäische Norm

ISO = Internationaler Standard

ÖNORM EN ISO 9001. Nenne Sie den Titel der Norm, beschreiben sie wie diese aufgebaut ist und wie die Normkapitle in den PDCA - Zyklus eingebunden sind.

Qualitätsmanagemensysteme - Anforderungen ist in 10 Kapitel gegliedert und prozessorientiert aufgebaut. Die Kapitel 4 bis 10 können in den PDCA-Zyklus eingebunden werden.

1. Anwendungsbereich - 2. Normative Verweise - 3. Begriffe

Plan: 4. Kontext der Organisation, 5. Führung, 6. Planung, 7. Unterstützung

Do: 8. Betrieb

Check: 9. Bewertung der Leistung

Act: 10. Verbesserung

Beschreiben und skizzieren sie den Aufbau eines Einzelprozesses

Ein Einzelprozess besteht aus  verschieden Elementen, welche auch miteinander in Wechselwirkung stehen. Dazu gehören:

  • Eingabequellen (=vorangegangene Prozesse)
  • Eingaben: Materialien, Energie und Informationen
  • Tätigkeiten: haben Start- und Endpunkt
  • Ergebnisse: Materialine, Energie und Informationen (zB: Produkte, Dienstleistungen, Entscheide)
  • Empfänger von Ergebnissen (= nachfolgender Prozes)

Für die Steuerung eines solchen Prozesses sond Kontrollpunkte zur Überwachung und Messung notwendig. Diese sind aber für jeden Prozess spezifisch und ändern sich dadurch von Prozess zu Prozess.

Unternehmen stehen im Spannungsfeld der Interessenpartner. Beschreiben sie was mit interen und externe Themen gemeint ist und geben sie Beispiele:

Darunter ist der Kontext des Unternehmens zu verstehen. Das Unternehmen muss externe und interne Themen bestimmen, die strategische und operative Bedeutung haben, und diese Tehmen anhand von eingeholten Informatioen bewerten und diese überwachen.

Interne Themen sind zB die Unternehmenskultur oder Leistung des Unternehmens. Der interene Kontext zielt auf das Verstehen und Analysieren des eigenen Unternehmens ab. Die Frage laute:" Welche Aspekte können die eigenen internen Fähigkeiten für Qualität beeinflussen?

Externe Themen sind zB gesetzliche, wettbewerbliche, technologische, kulturelle Zusammenhänge.

Was verstehen sie unter "interessierten Parteien" und wo spielen diese in der ÖNORM EN ISO 9001 eine Rolle

Interessierte Parteien sind: Gesellschaft, Lieferanten, Mitarbeiter, Kooperationspartner, Kostenträger - sprich das gesamte Umfeld in dem die Organisation eingebettet ist.

Sie müssen unter Punkt 4.2 Verstehen der Erfordernisse und Erwartungen interessierte Parteien betrachtet werden. Das Ergebnis fließt dann in Punkt 4.3 Festlegung des Anwendungsbereichs des Qualitätsmanagements ein.

Führung von Mitarbeitern. Nennen Sie Unterschiede zwischen "Management" und "Leadership".

Führung von Mitarbeitern ist ein sozialer Beeinflussungsprozess. Der Führende versucht die geführten Mitarbeiter zur Erfüllung gemeinsamer Aufgaben und zur Erreichung gemeinsamer Ziele zu veanlassen = "Leadership".

Leadership ist nicht gleich Management - es bedeutet

  • Richtung geben
  • Menschen ausrichten und abstimmen
  • Motivieren, inspirieren
  • Veränderungen leiten

Management bedeutet hingegen:

  • Planen, organisieren
  • Ressourcen sichern
  • Steuern und kontrollieren
  • Probleme lösen

"Vision", "Mission", "Politik" und "strategische Ausrichtung". Was verstehen sie unter diesen vier Begriffen?

Vision

Vision
Die Vision eines Unternehmens Beschreibt wie es sich Langfristig entwickeln will. Dazu gehören noch nicht existente Produkte und Leistungen genau so wie die Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Die Langfristige Unternehmensentwicklung wird meist für einen Zeitraum von 5 – 10 Jahren angesetzt. Der Versuch der Realisierung eine Vision schließt auch die Möglichkeit des Irrtums ein. Jedoch gibt es ohne Vision auch keine Entwicklung.

Mission
Welchen Zweck dient mein Unternehmen und meine Arbeit in diesem. Die Mission ist wie die Vision von der obersten Leitung zu bestimmen.

Politik
Die Unternehmenspolitik ist Richtungsweisend für alle Mitarbeiter-innen. Hier werden beständige Werte des Unternehmens festgelegt. Ziele, Strategien und Maßnahmen finden ihren Platz in der Unternehmenspolitik. Qualitätspolitik kann so ein übergeordneter Wert sein der in der Unternehmenspolitik verankert ist.

Strategische Ausrichtung
Hier werden die Kräfte des Unternehmens konzentriert. Im Gegensatz zu der Vision und Mission die im Hintergrund bleiben steht die Strategische Ausrichtung im Vordergrund, und kann ruhig lebhaft sein. Die Aufmerksamkeit der der gesamten Belegschaft soll dadurch auf die Vision und Mission gelenkt und auf die emotionale ebene gebracht werden.

 

Risiko ist ein Bestandteil unternehmerischer Tätigkeit. Beschreiben Sie den Begriff und nenn Sie die möglichen Auswirkungen.

Risiko ist die Abweichung des tatsächlichen Ergebnisses von dem erwarteten Ergebnis. Dies kann positiv oder negativ sein. Risiken können intern als auch extern begründet sein.

Interne Risiken: Im Unterschied zu den externen Risiken sind die intenen Risiken durch  operative Entscheidungen und Handlungen des Unternehmens direkt beeinflussbar und steuerbar.

  • geringere Auslastung bzw. hohe Ausfallswahrscheinlichkeit
  • Vetragsrisiken
  • Managemen, Organisations- und Prozessrisiken
  • fehlende Produktinnovation

Bei der strategischen Ausrichtung von Unternehmen sind die Risiken stets zu berücksichtigen.

Planung von Änderungen. Beschreiben sie Faktoren welche zum Veränderungserfolg beitragen können.

noch offen

Was verstehen sie unter "Ressourcen" eines Unternehmens. Geben sie Beispiele:

Eine Ressource ist ein Mittel, um eine Handlung zu tätigen oder einen Vorgang / Prozess ablaufen zu lassen und bildet die Grunglage des Unternehmens. Sie kann ein materielles oder immaterielles Gut sein.

Es werden folgende Ressourcen unterschieden:

  • Finanzielle: Kreditwürdigkeit
  • Humane: Ingenieure
  • Organisatorische : Informationssystem
  • Physische: Gebäude
  • Technologische: Markenname, Forschung

"Wissen" ist eine der wichtigsten Ressourcen eines Unternehmens Wie lässt sich Wissen in einer Organisation langfristig sichern und vermehren?

Wissen lässt sich sichern und vermehren, in dem man ein Wissensmanagement betreibt.

Hier geht darum, dass vorhandene Wissen zu definieren, dieses zu sichern sowie weiterzuentwickeln und allen relevanten Personen im Unternehmen zur Verfügung zu stellen.

Die Vermehrung von Wissen kann erlangt werden durch: Schulungen, Weiterbildungen, internen „Wissens“ Meetings. Auch durch soziale Kontakte innerhalb der Organisation kann Wissen ausgetauscht und vermehr werden. Zudem darf der Wissenszuwachs von außen nicht außer Acht gelassen werden.

 

Beschreiben sie die beiden Begriffe "Kompetenz" und "Qualifikation" und streichen sie den klaren Unterschied zwischen beiden heraus.

Kompetenz bezeichnet die Fähigkeit einer Person, Anforderungen in bestimmten Bereichen aufgrund von Erfahrung, Können und Wissen zu erfüllen. Sie sichert dem Individuum eine breite Palette an Möglichkeiten zum selbst bestimmten Handeln in wechselnden Situationen in Beruf und Alltab.

Qualifikation fasst all jene Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten zusammen, die für die Bewältigung konkreter Aufgaben in Alltag und Beruf notwendig sind. Sie sind die Voraussetzung für eine erfolgreiche Erwerbstätigkeit.

Qualifikation ist das Werkzeug - Kompetenz ist die Fähigkeit dieses Werkzeug richtig einzusetzen.

 

Was verstehen sie unter dem Begriff "Audit" allgemein. Was bedeutet der Begriff "internes Audit" und wo wird dieses in der ISO 9001 explizit gefordert. Beschreiben Sie des weiteren den Aublauf eines Auditprozesses.

Ein Audit (lat. audire: hören, zurückführen) untersucht ob Prozesse, Andorderungen und Richtlinien den geforderten Standards entsprechen.

Das interne Audit ist eine Selbstprüfung (durch die Organisation) der Funktion und Wirksamkeit des Managementsystems. Das interne Audit ist somit ein zentrales Instrument zur Verbesserung des Managementsystems.

Im Normkapitel 8.2.2 der ISO 9001 wird explizit gefordert dass es ein dokumentiertes Verfahren für interne Audits geben muss, und dass in regelmäßigen Abständen interne Audits durchgeführt werden müssen.

Auditprozess:

  • Auditvorbereitung
    • Programm erstellen          
    • Ziele definieren                   
    • Methoden festlegen     
  •      Audit vor Ort
    • Eröffnungsgespräch
    • Nachweise
    • Feststellungen
    • Protokoll
    • Schlussfolgerungen
    • Abschlussgespräch
  • Auditbericht
    • Bericht erstellen und verteilen
  • Auditfolgemaßnahmen
    • Korrekuten und/oder Korrekturmaßnahmen einleiten
    • Nachaudit

Verbesserung von Unternehmen. Nenne sie Vorteile und Nachteile der kontinuierlichen Verbesserung wie auch der Innovation

Kontinuierliche Verbesserung (Kaizen) bedeutet

"nicht lediglich Produktionsverbesserung, sondern Verbesserung sämtlicher Vorgänge von der Idee über die Fertigstellung bis hin zur Vermarktung und Kundenpflege einschließlich der steten Weiterentwicklung des arbeitenden Menschen.

Vorteile:

  • Produkte/Dienstleistungen zu verbessern
  • interne Prozessverbesserung
  • unerwünschte Auswirkungen korrigieren, verhindern, verringern
  • Leistungsverbesserung des QMS
  • Wirksamkeitsverbesserung des QMS

Nachteile des rein erfolgsorientierten Denkens können sein:

  • Kurzfristiges Erfolgsdenken
  • keine Zeit Probleme nachhaltig anzugehen
  • eine Verbesserung muss sorfort Ergenisverbesserung bringen
  • Abteilungserfolge gehen vor Gesamterfolgen

Unter Innovation versteht man einschneidende Veränderungen wie z.B. technologische Neuerungen, neue Produktionsverfahren, etc., die meist mit hohen Kosten verbunden sind. Innovationen verlaufen "dramatisch" und werden von den Konkurrenten bemerkt.

Kontinuierliche Verbesserung dagegen verläuft wenig spektakulär. Diese erfolgt in kleinen Schritten. Aus diesen kleinen Schritten erfolgen marktnahe Verbesserungen, die dem Unternehmen auf Dauer einen Wettbewerbsvorsprung sichern können. Während eine Innovation eine einmalige, auf den sofortigen Profit gerichtete Aktion ist, handelt es sich bei Kaizen um kontinuierliche kleine Aktionen, deren positive Ergebnisse meist erst im Laufe der Zeit zu erkennen sind.

HACCP wofür steht diese Abkürzung? Beschreiben Sie wo die Implementierung eines HACCP-Systems rechlich gefordert wird und nennen sie die Schritte, welche bei der Erstellung eines HACCP-Systems notwendig sind.

Hazard Analysis and Critical Control Points (Risikoanalyse kritischer Kontrollpunkte)

Geforder wird sie von der Lebensmittelverordnung VO (EG) 178/2004) für alle Unternehmen die Lebensmittel herstellen, verarbeiten oder in Verkehr bringen.

(ISO 9001:2015, ISO 22000, IFS und BRC)

  1. Gefahrenermittlung mit Vermeidung, Ausschaltung und Reduzierung
  2. Festlegung von kritischen Kontrollpunkten
  3. Festlegung von Grenzwerten
  4. Festlegung des Überwachungsverfahrens
  5. Festlegung der Korrekturmaßnahmen
  6. Festlegung der Verifizierungsverfahren
  7. Dokumentierung

Welche elementaren Qualtiätstools kennen sie und in welchen Phasen eines Problemlösungsprozesses könne sie eingesetzt werden. Führen sie ein Beispiel weiter aus.

1.    Fehlersammelkarte
2.    Histogramm
3.    Korrelationsdiagramm
4.    Pareto-Analyse
5.    Ishikawa Diagramm
6.    Qualitätsregelkarte
7.    Brainstorming

Welche Methoden des Qualitätsmanagements kenne sie und in welchen Phasen der Produktentstehung können diese angewendet werden führen sie ein Beispiel weiter aus

  • Quality Function Deployment QFD:
    • in allen Phasen der Produktentwicklung
      • Ziel die hinreichende Erfüllung der Kundenerwartungen
  • Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse FMEA
    • Planen des Gesamtprodukts
    • Konstruieren von Baugruppen oder Einzelteilen
    • Planung der Produktionsprozesse
      • Ziel ist eine Null-Fehler-Strategie
  • Fehlerbaumanalyse FTA
    • zur Bewertung und Optimierung von Systemen (Produkte, Prozesse) hinsichtlich Sicherheit und Zuverlässigkeit
      • Ziel alle möglichen Ausfallskombinationen zu identifizieren und geeignete Zuverlässigkeitskenngrößen  zu ermitteln
  • Poka Yoke
    • Gestaltungsmaßnahmen an Produkten und/oder Prozessen, die entweder verhindern dass aus menschlichen Fehlhandlungen Fehler am Produkt werden oder aber dafür sorgen, dass Fehler sofort entdeckt werden udn das Aufterten weiterer Fehler verhindert wird.
      • Ziel ist die Vermeidung von zufälligen Fehlern in Fertigungsprozessen
  • Statistische Prozessregelung SPC
    • Analyse, Steuerung und Verbesserung von Prozessen mit Hilfe statistischer Methoden
      • Ziel ist es wichtige Kerngrößen eines Fertigungsprozesses zu verfolgen, um festzustellen ob Maschinen bzw. Prozesse fähig sind die gewünschte Qualität zu erzeugen, oder obe ein regulierendes Eingreifen notwendig ist
  • statistische Versuchsmethodik DoE
    • systematische Planung, Durchführung und Auswertung von experimentiellen Versuchen mit Hilfe statistischer Methoden
      • Ziel ist es die benötigten Informationen über die Einflüsse auf relevante Qualitätsmekrmale mit minimalem aufwand zu beschaffen, statistisch abzusichern sowie die Paramet der Haupeinflussgrößen auf optimale Werte einzustellen

Was bedeutet Poka Yoke und wo kann diese Maßnahme eingesetzt werden? Geben sie ein Beispiel

Poka Yoke bedeutet das Vermeiden eines Fehlers. Dafür werden Maßnahmen nach dem Schlüssel-Schloss-Prinzip entwickelt. Zentraler Merksatz ist:

Fehlhandlungen sind nicht vermeidbar - Fehler aber schon.

Poka Yoke Lösungen werden sehr stark in der Automobilindustrie benutzt und sich auch im tägliche Leben allgegenwärtig.

Beispiel: Sim Karte im Handy: Durch die abgeschnittene Ecke kann diese nicht falsch in das Handy eingesetzt werden.

Was verstehen sie unter FMEA und wo kann diese angewendet werden? Geben sie ein Beispiel:

FMEA ist eine Fehlermöglichkeitsanalyse/Fehlereinflussanalyse (Auch Auswirkungsanalyse). Erweitert wird sie durch die FMECA (Failure Mode and Effects and Criticality Analysis) - beide Methoden gelten als Methoden der Zuverlässigkeitstechnik.

FMEA dient der präventiven Fehlervermeidung und soll Produkte und Dienstleisungen schon währden der Entstehungsphase auf mögliche Schwächen testen und bewerten. In einer möglichst frühen Phase des Produktzykluses sind gerade Überlegungen zu Kosten- und Nutzenrechnungen am wirschaftlichsten - mit FMEA können so kostenintensive Fehler vermieden werden.

Beispiele:

System-FMEA

Sie ist eine in sich geschlossene Variante der FMEA, die durch konsequente Strukurierung und Kundenorientierung Unsicherheiten hinsichtlich der logischen Zusammenhänge von Fehler, Fehlerfolgen und Fehlerursachen und der Bewertung von Fehlerfolgen vermeidet.

ArbeitnehmerInnenschutzgesetz. Welches sind Pflichen von Arbeitgebern beziehungsweise Arbeitnehmern?

1.    ArbeitnehmerInnenschutzgesetz. Welches sind Pflichten von Arbeitgeber beziehungsweise Arbeitnehmer?


Pflichten der Arbeitnehmer

•    So verhalten, dass Gefährdung möglichst vermieden wird
•    Arbeitsmittel ordnungsgemäß benutzen
•    Persönliche Schutzausrüstung (PSA) verwenden
•    Schutzvorrichtungen ordnungsgemäß benutzen
•    Kein Alkohol-, Arzneimittel- oder Suchtgiftmissbrauch
•    Meldepflichten (Arbeitsunfall, Beinaheunfall, Gefahren, Defekte)


Pflichten der Arbeitgeber

Fürsorgepflicht des Arbeitgebers
Arbeitgeber sind verpflichtet, für Sicherheit und Gesundheitsschutz in Bezug auf alle Aspekte, die die Arbeit betreffen, zu sorgen.“
„Die Kosten dafür dürfen auf keinen Fall zu Lasten der Arbeitnehmer gehen.“

Arbeitsplatzevaluierung
•    Gefahrenermittlung
•    Gefahrenbeurteilung
•    Maßnahmenfestlegung
•    Überprüfung, Anpassung
•    Dokumentation

Information und Unterweisung
•    Arbeitnehmer sind über bestehende Gefahren zu informieren
•    Arbeitnehmer sind über Verhaltensweisen zur Gefahrenvermeidung zu unterweisen
in verständlicher Form

 

Verantwortung und Haftung. Was verstehen sie unter strafrechtlicher, zivilrechtlicher und  verwaltungsrechtlicher Haftung?

Verwaltungsrechtliche Haftung:

Behörde gegen Organisation /Person.
Die Verantwortung trägt grundsätzlich der Arbeitgeber: Einzelunternehmer, handelsrechlicher Geschäftsführer (GmbH), Vorstand (Aktiengesellschaft) oder verantwortliche Beauftragte.

Zivilrechtliche Haftung

Ausgleich eines Schadens zwischen Bürgern untereinander. Der Schadensverursacher haftet. Schadensersatzrecht (wer bezahlt den Schaden?)

Strafrechtliche Haftung

Staat gegen Zivilperson.
Strafrechtlich haftet derjenige der eine fahrlässige oder vorsätzliche STRAFTAT verursacht hat.
Das Strafrecht ist die schärfste Form der staatlichen Sanktion in Form von Geld- oder Freiheitsstrafen.

Anklage vertritt der Staatsanwalt.

 

selber machen

Nennen Sie die ungefähre Anzahl von Arbeitsunfällen in Österreich pro Jahr. Wie ist das grobe Verhältnis zu den weiteren Kennzahlen in der Arbeitssicherheit? Stichwort Unfallpyramide

ca. 125.000 (ohne Schüler- und Studentenunfälle) davon 88 % Arbeitsunfälle im engeren Sinn, 10 % Wegunfälle und 2 % Berufserkrankungen.

Arbeitssicherheit ist Sache der "Unternehmenskultur". Nennen Sie Möglichkeiten um diese Kultur zu stärken

Hebel der Veränderunge: Führungskräfte, Schlüsselpersonen = Führungsstil

Vorleben

Kommunikation

Klare Stellungsnahmen zur unerwünschten Kultur

das erwünschte Verhalten muss positive, das unerwünschte Verhalten negative Folgen haben

Training, Weiterbildung, Zielsysteme, Umgang mit Leistung

Étudier