Lernaufgaben


S. T.
Diese Lernkarten behandeln Qualitätsmanagement im Bereich Life Sciences auf Universitätsniveau. Sie konzentrieren sich auf Anforderungen, Normen wie ISO, Qualitätskontrolle in der Produktion und Dokumentation. Besonders relevant sind die regulatorischen Anforderungen der FDA und Schweizer Vorschriften für Medizinprodukte und pharmazeutische Herstellung. Studierende und Fachkräfte im Life-Science-Bereich profitieren davon, um die komplexen Vorgaben und Prozesse zu verstehen und anzuwenden.
Cartes-fiches
78
Utilisateurs
24
Langue
Allemand
Catégorie
Technique
Niveau
Université
Créé / Mis à jour
24.11.2014 / 17.12.2017

Cartes-fiches

1. Welche Gesetze gibt es in der Schweiz bezüglich Drug Products und Medical Devices?

Das Heilmittelgesetz (HMG): Regelt Umgang mit Arzneimitteln und Medizinprodukten. Medizinprodukteverordnung (MepV): Regelt das Inverkehrbringen, die Produktebeobachtung, sowie die nachträgliche Kontrolle von MDs.

2. Wer oder was sind die wesentlichen Beeinflusser wie Medizinprodukte hergestellt werden?

Kundenanforderungen (Qualität), Staat (Gesetze), Organisationen (State of the Art, Normen), Unternehmen (Fokus, QM, Organisation)

 

3. Was ist ein System?

Ein System ist eine Einheit die geschlossen sowie offen gegenüber der Umwelt sein kann.
Das System kann in Subsysteme und Units unterteilt werden. In diesen Teilsystemen laufen
Prozesse ab, die alle zusammen etwas erreichen sollen Produkt, Intended Use. 

 

4. Was sind Eingangs-, Einfluss- und Ausgangsgrössen eines Systems? 

Eingangsgrössen: Ressourcen, Anforderungen
Einflussgrössen: Steuergrössen (Prozesstemperaturen etc.) und Störgrössen (Nebenprojekte, Krankheit von Mitarbeitern)
Ausgangsgrössen: Produkt das der gewünschten Qualität entspricht

5. Was gibt es für 5 Einflussfaktoren (5M)?

- Mensch (Mitwirkende)
- Maschine (z.B. Drehmaschine, Produktionsanlage)
- Methode (Arbeitsweise)
- Material (Rohstoffe)
- Milieu (Ort der Produktion) 

 

6. Was bedeutet Qualität, Definition? 

Qualität ist der Grad indem die Produkteigenschaften die Produktanforderungen erfüllen. 

7. Unterschied zum umgangssprachlichen Gebrauch von Qualität? 

In der Umgangssprache wird gute Qualität = teuer, schleche Qualität = billig gesetzt, dem ist aber nicht so, denn wenn ein günstiges Produkt die Anforderungen erfüllt und der Kunde zufrieden ist, so ist dies auch gute Qualität.

8. Welche Begriffe gehören zur Qualität laut ISO 9000:2005? 

Qualität entsteht aus Kompetenz, Fähigkeit und Kundenzufriedenheit. Dies erfüllt die Anforderungen.

9.Welche Problematik visualisiert das KANO Modell?

 

Im KANO Modell werden die Basisanforderungen, Leistungsanforderungen und Begeisterungsanforderungen dargestellt. Probleme dabei gibt es wenn bei langer Projektdauer die Beigeisterungsanforderungen plötzlich zu Leistungsanforderungen werden, da Stand der Technik oder Sicherheitsrelevant! Ausserdem wird das Produkt auf unterschiedlichen Märkten lanciert, haben die Kunden eventuell unterschiedliche Leistungsanforderungen. 

 

10. Welche Anforderungen vom KANO-Modell sind gemäss ISO-Qualitätsbegriff enthalten? 

Basisanforderungen und Leistungsanforderungen

11. Wie definiert ISO Anforderung?

 

Erfordernis oder Erwartung, die üblicherweise vorausgesetzt oder verpflichtend ist.
Üblich vorausgesetzt: State of the Art
Verpflichtend: festgelegte Anforderungen schriftlich in einem Dokument 

 

12. Wie entsteht aus Produkteigenschaften ein Produkt? 

Die Anforderungen müssen in Produkteigenschaften transformiert werden.
1. Was ist der Intended Use (beabsichtigter Verwendungszweck)?
2. Was sind die interessierten Parteien die Anforderungen stellen?
3. Was sind typische Kundenanforderungen?
Werkzeug: House of Quality 

13. In der Industrie werden Anforderungen unterschieden, was gibt es für
verschiedene Anforderungen?

 

User Requirements (=Customer Requirements)
Business Requirements = Anforderungen des eigenen Unternehmens.
Die beiden Anforderungen können sich widersprechen. Das Ziel ist es diese konfliktfrei in
Product Requirements = Produkteanforderungen zu verdichten. 

 

14. Was zeichnet gute Anforderungen aus?

 

Kundenanforderungen
Es ist klar was gemacht werden soll!
Es ist klar wer dies macht!
Es ist klar wann oder unter welchen Bedingungen dies gemacht werden soll!

15. Wie wird Fehler in der ISO 9000:2005 definiert?

 

Ein Fehler ist die Nichterfüllung einer Anforderung. 

16. Wie wird ein Mangel in der ISO 9000:2005 definiert?

Ein Mangel ist die Nichterfüllung einer Anforderung im Bezug auf einen beabsichtigten oder festgelegten Gebrauch. 

 

17. Was bedeutet MTBF? 

MTBF = Mean Time Between Failure. Um die Systemzuverlässigkeit abzuschätzen wird häufig die Ausfallrate hinzugezogen. MTBF ist die Ausfallwahrscheinlichkeit.
-> ein MD muss über die gesamte Lebensdauer die Produkteigenschaften einhalten. 

 

18. Wozu dienen diese Fehlerhäufigkeits- und Zuverlässigkeitsabschätzungen? 

Um die Eintrittswahrscheinlichkeit für ein unerwünschtes Ereignis abzuschätzen und erklären können.

19. Was bedeutet FMEA? 

Fehlermöglichkeits- und Einflussanalyse 

 

20. Was ist der Zweck der FMEA? 

- Erhöhung der Sicherheit
- Sicherung der Zuverlässigkeit
- Erkennung von möglichen Ausfällen
- Hilfe bei der Fehlerdiagnose 

21. Wie sieht der Aufbau einer FMEA grob aus?

1. Beschreibung des Systemteils
2. Funktionsbeschreibung
3. Ausfall Nummer
4. Ausfallart
5. Ursache für Ausfall
6. Ausfall erkennbar durch
7. Lokale Auswirkungen und Auswirkungen auf das System
8. Vorkehrungen zur Ausfallvermeidung
9. Schweregrad des Ausfalls
10. Empfohlene Abstellmassnahmen 

22. Wo ist der Fokus bei der FMEA?

 

Fokus auf der Fehlervermeidung, sie ist früh im Projekt schon einzusetzen.

23. Wie werden Risken in den Life Sciences untersucht? 

Risiken werden in sogenannten Risk-Sheets tabellarisch aufgelistet. Risikoanalysen- und beurteilungen sind ein integrierter Teil eines Prozesses. Das Risikomanagement selber ist ein Teil des QMS.

24. Was steht bei der Risikoanalyse im Vordergrund

 

Der mögliche Schaden für den Anwender (Patient) 

25. Wie setzt sich das Risikomanagement zusammen?

- Risikoanalyse
- Risikobeurteilung
- Risikobeherrschung
- Bewertung der Akzeptanz des Gesamt-Restrisikos
- Risikomanagementbericht
- Informationen aus nach gelagerten Projektphase

26. Wie wird das Risikomanagement im Produktlebenszyklus im Unternehmen eingebunden? 

 

Durch einen Risikomanagementplan.
- Welche Tätigkeit wird wann getan?
- Verantwortung / Befugnisse
- Anforderungen an die Audits
- Kriterien für Akzeptanz des Restrisikos.
- Wie werden Informationen aus nach gelagerten Projektphasen eingebracht?

27. Wie werden Risiken erfasst und beurteilt?

 

Analyse:
- Zweckbestimmung (Intended Use)
Sicherheit des Medizinproduktes zusam
- Identifizierung von Gefährdungen
- Identifizierung von Gefährdungssituationen
- Bestimmung des Schadens
- Einschätzung des Risikos bzw. der Risiken für jede Gefährdungssituation

28. Was sind die Einflussfaktoren für die Einführung eines QMS?

 

- Politisch wirtschaftliche (Internationalisierung)
- Wirtschaftliche (Veränderung in der Herstellung: Just in Time Produktion)
- Gesetzliche Auflagen (MepV, HMG) 

29. Was wurde damit erreicht?

- Erhöhte Transparenz und Vergleichbarkeit
- Erhöhter Dokumentationsaufwand
- Qualitativer Vorsprung (Qualität 3x wichtiger wie Service)
- Absicherung (Produktehaftung, Klagen) 

30. Was für ein QMS-Konzept hatte W. E. Deming?

Der sogenannte Deming-Kreis beschreibt nie endende Verbesserungen.
- Plan (Planen)
- Do (Durchführen)
- Check (Prüfen)
- Act (Verbessern) 

 

31. Definition von Qualitätsmanagement gemäss ISO 9000:2005? 

Aufeinander abgestimmte Tätigkeiten zum Leiten und Lenken einer Organisation
bezüglich Qualität

32. Welche Funktionen werden gemäss ISO zum Qualitätsmanagement zusammengefasst?

- Qualitätsplanung (Festlegen der Qualitätsziele, Ausführungsprozesse, Ressourcen)
Werkzeug -> House of Quality
- Qualitätssicherung (Vertrauen schaffen durch objektive Beweise)
Werkzeug -> Qualitätsregelkarte mit Warn- und Eingriffsgrenzen
- Qualitätslenkung (Bei Fehlern Massnahmen ergreifen)
- Qualitätsverbesserung (Erhöhung der Eignung zur erfüllung der
Qualitätsanforderungen)

33. Was ist eine Norm?

Eine Norm ist ein Dokument, das für die allgemeine und wiederkehrende Anwendung Regeln, Leitlinien oder Merkmale für die Tätigkeit oder deren Ergebnisse festlegt. 

34. Was ist der rechtliche Stellenwert von Normen?

 

Eine Norm ist nur eine Empfehlung. Ihre Anwendung ist freiwillig. Um Normen aber rechtsfähig zu machen, müssen diese in Gesetzen oder Verordnungen erwähnt werden. State of die Art kann in der Gerichtspraxis einen Stellenwert haben allgemeingültiger Massstab.

35. Wie werden europäische Normen in die Schweiz transferiert? 

Wird eine Norm europäisch veröffentlich, müssen alle Mitgliedsstaaten diese übernehmen.
(Schweiz durch bilaterale Abkommen) 

36. Was sind Richtlinien? 

Richtlinien sind wesentliche Anforderungen (Schutzziele), die eigenständig umgesetzt werden müssen (also von jedem Mitglied)

37. Für was steht das CE-Zeichen?

Der Hersteller bestätigt damit die Übereinstimmung mit den Schutzzielen der relevanten Richtlinien und Normen. 

 

38. Was bedeutet GDP? 

Good Documentation Practice, dies bedeutet über Kenntnisse der Richtlinien für gute Dokumentationspraxis verfügen. 

 

39. Welches sind die wichtigsten Grundregeln des GDP? 

 

- Dokumentenecht (definiert wer, wann, was, wofür)
- Nachvollziehbar über gesamte Entwicklungszeit (Version, Gültigkeit,
Versionsänderungen, Aufbewahrung der älteren Versionen)
- Kontrolliert (Dokumente nach Vorgabe erstellt, geprüft und freigegeben)
Plan – Do – Check – Act

40. Was ausser technischen Informationen braucht ein Dokument?

Sogenannte SOP’s (Standard Operating Procedure) = Arbeitsanweisungen, mit zusätzlichem erklärendem Text. 

 

Étudier