M5
12
0.0 (0)
Tim Hambacher
Tim Hambacher
Diese Lernkarten bieten eine grundlegende Einführung in die Grounded Theory, eine qualitative Forschungsmethode in der Pädagogik. Sie behandeln zentrale Konzepte wie das Kodieren, den konstanten Vergleich und die Theoriebildung, wobei Phänomene, Kategorien und ihre Verbindungen im Mittelpunkt stehen. Die Karteikarten eignen sich für Studierende und Forscher, die die Grounded Theory als Analysemethode anwenden möchten, um praxisnahe Theorien zu entwickeln und die Theorie-Praxis-Schere zu überbrücken.
Karten
12
Lernende
1
Sprache
Deutsch
Kategorie
Pädagogik
Stufe
Grundschule
Erstellt / Aktualisiert
29.01.2013 / 29.01.2013
-
- 1 / 12
-
Lernkarten
Definition(en)
- "Grounded Theory bezeichnet eine Methode oder besser einen Forschungsstil zur Entdeckung von in Daten gegründeten Teheorien"
- "Grounded Theory ist keine Theorie, sondern eine Praktik, um die in Daten schlummernde Theorie zu entdecken"
- Eine Praxis um eine Theorie aus Daten zu gewinnen.
- Anselm Strauss und Barney Glaser
Ziel der Grounded Theory
- Eine realitätsnahe Theorie zu entwickeln, um diese für die Praxis anwendbar zu machen und insofern die Theorie-Praxis-Schere zu mindern
- Grundlegendes Erkenntnisinteresse ist dnicht die Rekonstruktion subjektiver Sichtweisen, sondern es sollen ihnen zugrundeliegende (soziale) Phänomene sichtbar gemacht werden
Erkenntnistheoretische Grundlagen: Pragmatismus (Dewey)
- "Realität...
- entsteht in der tätigen Auseinandersetzung
- mit Elementen der sozialen und stofflichen Natur
- die damit zu Objekten für uns werden und Bedeutungen erlangen,
- die wir uns über Prozesse der Symbolisation anzeigen können."
- Das heißt:
- wir haben es mit einer Vielzahl möglicher Perspektiven auf eine muliperspektivische, prozessuale Realität zu tun.
Symbolischer Interaktionismus (Herbert Blumer)
- interpretatives Paradigma: Wir handeln auf der Basis der Bedeutungen, die etwas für uns haben bzw. die ihnen kollektiv zugewiesen wurden.
How to do it - Grounded Theory als Analysemethode
- Fragestellung wird zu Beginn der Forschung noch recht offen formuliert und im Verlauf der Forschung präzisiert
- Zentrale Aspekte:
- theoretical sampling
- Kodieren in dieser spezifischen Form
- konstante Vergleich
Theoretical Sampling
- Parallel:
- Datenerhebung
- Datenanalyse
- Theoriebildung
- Entscheidung, welche Daten als nächste erhoben werden sollen und wo sie zu finden sind
Drei Verfahren des Kodierens
- offenes Kodieren
- axiales Kodieren
- selektives Kodieren
Offenes Kodieren
- Prozess: Kodes -> Konzepte -> Kategorien -> Kernkategorien
Axiales Kodieren
- Kodierparadigma setzt folgendes in Verbindung
- Ursache
- Kontext
- Wirkung/Konsequenzen
- intervenierende Bedingungen
- Strategien
- Kategorien des offenen Kodierens werden verknüpft
- und als Hauptkategorien in Verbindung gebracht
Selektives Kodieren
- Zentrales Phänomen -> Kernkategorie
- Andere Kategorien werden der Kernkategorie zugeordnet
- Weiterführung des axialen Kodierens auf höherem Abstraktionsniveau
Der konstante Vergleich
- Grounded Theory vergleicht auf allen Ebenen des Auswertungsprozesses:
- Fallintern
- Fallvergleichend
Gütekriterien der Grounded Theory
- Keine Repräsentativität
- sondern spezifizierung eines Phänomens:
- Bedinungen unter denen ein Phänomen auftritt
- Aktionen und Interaktionen durch welche das Ühänomen ausgedrückt wird
- Konsequenzen, die aus dem Phnänomen resultieren