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Tim Hambacher
Tim Hambacher
Diese Lernkarten behandeln grundlegende Gütekriterien in der qualitativen Forschung. Sie beleuchten verschiedene Wege zur Sicherung von Reliabilität, Validität und Objektivität, wobei der "dritte Weg" besonders betont wird. Die Karteikarten erklären, wie Forscher durch Transparenz, Nachvollziehbarkeit und Dokumentation ihre Ergebnisse absichern können. Sie richten sich an Studierende und Forscher, die qualitative Methoden anwenden und verstehen möchten, wie man die Qualität ihrer Forschung sicherstellt.
Flashcards
9
Students
1
Language
German
Category
Maths
Level
Primary School
Created / Updated
21.01.2013 / 26.01.2013
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- 1 / 9
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Flashcards
Wichtige Traditionslinien im Überblick
- verstehende Soziologie (Max Weber, Georg Simmel)
- Phänomenologie (Alfred Schütz)
- Symbolischer Interaktionismus (Blumer, Mead)
- Psychoanalyse, Strukturalismus
- Ethnomethodologie
- Chicago School, Grounded Theory (Anselm Strauss)
- Erving Goffmann
Forschungsperspektiven in der qualitativen Forschung (Tabelle)
- subjektiver Sinn
- Was denken die Akteure?
- Sozialer Sinn
- Zugänge zu sozialen Prozessen
- objektiver Sinn
- Zugänge zu tiefer liegenden Strukturen
Reliabilität
- quichotische Reliabilität
- Bestimmung inwieweit eine Methode zu kontinuierlich unveränderten Prozessen führt
- diachrone Reliabilität
- Stabilität der Messwerte
- synchrone Reliabilität
- Konstanz der Ergebnisse, bei der Verwendung unterschiedlicher Erhebungsinstrumente
- am aufschlussreichsten für die qualitative Forschung
- prozedurale Reliabilität
- Standardisierte Auswertung/Interpretation
- Standardisierte Auswertung/Interpretation
- Diskussion läuft auf zwei Punkte hinaus:
- Explikation des Zustandekommens der Daten (Aussagenzuordnung, Interpretationsbeginn)
- Explikation des Vorgehens im Feld bzw. Interview (Vergleichbarkeit der Vorgehensweise)
Validität
- "Sieht der Forscher, was er zu sehen meint?"
- Inwieweit ist die Konstruktion des Forschers, in den Konstruktionen der untersuchten begründet sind und
- inwieweit diese für andere nachvollziehbar sind und
- inweiweit sind sie empirisch begründet sind
- Fehlertypen
- Zusammenhang sehen, wo keiner ist
- Kein Zusammenhang sehen wo einer ist
- Stellen der falschen Fragen
Objektivität
- spielt keine große Rolle
- Wenn mehrere Forscher zu denselben Schlußfolgerungen gelangen, können diese als objektiv angesehen werden
Erster Weg: Jenseits von Reliabilität, Objektivität und Validität
o Eigenständige Gütekriterien
- Kommunikative Validierung: Ergebnisse werden mit den Befragten rückgekoppelt.
Z.B. kommunikative Validierung: „Findet ihr euch darin wieder? Ist alles richtig wiedergegeben? Haben wir nichts vergessen?“
- Wahrhaftigkeit der Aussagen: „Wie stark kann ich davon ausgehen, dass die Befragten mir keinen Stuss erzählen? Kann das aus der Sicht des Befragten wirklich wahr sein?“
- Reaktivität der Aussagen: „Ist eine Ausgabe eher reaktiv oder spontan?“ Die Antwort muss auch in Kombination mit der Frage analysiert werden.
- Sozialbeziehungen zwischen Forscher_innen und Beforschten
Zweiter Weg: Das Bemühen um Einheit
- Angleich an Gütekriterien quantitativer Forschung
- doch die Vergleichabrkeit hat ihren Preis! -> Verlust der Subjektivität. Diese ist in der qualitativen Forschung gewollt und unabdingbar
- Fazit:
- Die Übertragung der klassischen Kriterien auf die qualitative Forschung wird in Frage gestellt, da die "Wirklichkeitsverständnisse" zu verschieden sind
- Es besthet die Überlegung, diese Kriterien durch andere zu ersetzen
Dritter Weg: Einheit in der Differenz
· Gütekriterien (nach Steinke 2000)
1) Angemessenheit des Verhältnisses von Gegenstandsbestimmung und Methodenwahl
- Fragestellung à präzise Fragestellung, Präzisierung des Themas
- Auswahl der Methode à Interviews, Beobachtung, etc.
- Sampling -> Wer wird befragt?
- Auswertungsverfahren
2) Transparenz und Nachvollziehbarkeit der Ergebnisse -> Schritte müssen logisch ablaufen
- Dokumentation des Forschungsprozesses
- Dokumentation der Ergebnisse
- Dokumentation von Problemen
o 3) Limitation
- Abgrenzung der Gültigkeit der Ergebnisse, Bestimmung ihrer Reichweite
- Wie generalisierbar sind meine Ergebnisse, was können sie über die Population aussagen und was nicht?
Fazit zu Gütekriterien
- Notwendigkeit von anerkannten Gütekriterien für qualitative Forschung (dritter Weg: Einheit in der Differenz). -> Nachvollziehbarkeit ist wichtig, keine Illustration eines Themas anhand einzelner Textstellen
- Jede Forschungsarbeit muss vor diesem Hintergrund ihre spezifische Güte ausweisen
- Quantitative Gütekriterien sind ungeeignet als Maßstab für qualitative Forschung
- Frage der Gütekriterien in der qualitativen Forschung bisher unabgeschlossen