Psychopathologie 1AP5

Depressionen und Schizophrenie

Depressionen und Schizophrenie


J. B.
Diese Karteikarten bieten einen Überblick über psychische Erkrankungen und deren Behandlung, insbesondere bei Schizophrenie und affektiven Störungen. Sie decken Symptome, Diagnosen, Therapien wie Neuroleptika und Psychoedukation sowie den Umgang mit Betroffenen ab. Medizinische Fachkräfte und Studierende profitieren von den präzisen Informationen, um Krankheitsbilder zu verstehen und Patienten adäquat zu behandeln.
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Allemand
Catégorie
Médecine
Niveau
Autres
Créé / Mis à jour
08.01.2015 / 06.05.2025

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Was ist eine Psychose?

Psychose ist ein Sammelbegriff für psychische Erkrankungen die mit Realitätsverlust, Trugwahrnehmungen, Wahnvorstellungen, Bewusstseinsstörungen, Störungen des Denkens und der Gefühlswelt verbunden sind. Beim Auftreten einer Psychose spielen offensichtli

Nenne "Negative" Symptome der Schizophrenie?

Einschränkungen des normalen Erlebens:

  • Antriebsmangel
  • Affektarmut
  • Kognitive Verflachung
  • Einschränkung von Mimik & Gestik
  • Oft auch depressive Symptome

Nenne<< Positive>> Symptome der Schizophrenie?

  • Ich – Störungen = Identität
  • Halluzinationen  = Wahrnehmung
  • Wahn = Realitätsauffassung
  • Denkstörungen = formales Denken
  • Affektive Störungen = Gefühle
  • Psychomotorische Störungen = Mimik, Gestik, Bewegungsabläufe

Nenne 5 Untertypen der Schizophrenie?

  • Paranoid – halluzinatorische Form
  • Katatone Form           Antrieb, Psychomotorik
  • Hebephrene Form     Affektstörungen
  • Residuale Form         Phasen nach akuter Erkrankung: Minussymptomatik
  • Sch. Simplex             Minussymptomatik ohne akute Erkrankungsphasen 

Vulnerabilitäts – Stress - Modell

 

Vulnerabilitäts – Stress - Modell

Wechselspiel zwischen:

  • Erkrankungsbereitschaft (Disposition)
  • Stress
  • Risiko- und Schutzfaktoren (Mangel an Resilienz)

Vulnerabilität = Sensitivität, Verletzlichkeit 

Nenne 5 Behandlungsmöglichkeiten?

  • Neuroleptikatherapie             -Compliance`?
  • Soziotherapie                         -Arbeiten, Freizeit, Wohnen
  • Psychotherapie                      -Frühsymptome erkennen
  • Psychoedukation                   -In Gruppen
  • Angehörige einbeziehen        -verringert Rückfälle um 50 %!

Wie steht die Prognose zur Schizophrenie?

Prognose verbessert sich, je früher die Therapie einsetzt:

  • 1/3 komplette Rückbildung der Psychose
  • 1/3 Residualsymptome oder weitere Schübe
  • 1/3 Verlauf chronifiziert.

Nenne 5 Anforderungen welche ein Patienten mit Schizophrenie stellen kann?

  • Mit gesunden Menschen Energie austauschen
  • Als Persönlichkeit ernst genommen werden
  • Seelisches Verständnis
  • Medikamente
  • Vorbereitungen auf den Austritt

Nenne 5 Hilfreiche Kommunikationsmöglichkeiten, bei einem Patienten mit Schizophrenie?

  • Spürbares Gegenüber sein
  • Ansprechen des Erlebens, nachfragen…
  • Verlässlichkeit, Beziehungsangebote
  • Auf Ablehnung nicht gekränkt reagieren
  • Eigene Realität gegenüber stellen
  • Wohlwollend Grenzen setzen
  • Pflegekonzept Stimmen hören…

Nenne Techniken welche zur Linderung der Stimmen hervorruft.

Auswahl von Techniken zur Linderung von Stimmen

  • Mit jemanden sprechen
  • Fernsehen, lesen sich darauf konzentrieren
  • „Stopp aufhören“ sagen
  • Musik mit Kopfhörer
  • Einen Ohrstöpsel tragen
  • Sich behaupten, Stimmen kontrollieren

Wie heissen die 3 Hauptwirkungen der Neuroleptika bei einem Patienten mit Schizophrenie?

Die Behandlung erfolgt in erster Linie durch die Pharmakotherapie. Die Gruppe der dazu eingesetzten Medikamente heisst Neuroleptika. Diese haben folgende 3 Hauptwirkungen:

  • Sie lindern die akuten produktiven Symptome
  • Sie wirken entspannend und schlafanstossend.
  • Sie bieten einen deutlichen Schutz vor einer Wiedererkrankung 

Nenne 2 Besonderheiten bei der Abgabe von Neuroleptika bei Schizophrenie

Die wenigsten Präparate haben keine sofortige Wirkung auf die Symptome. Der Wirkungseintritt bedarf eines über Tage bis Wochen aufgebauten Medikamentenspiegels. Um das Erleben der vorhandenen Symptome, bis zum definitiven Wirken der Neuroleptika zu lindern, werden angstlösende Medikamente (Benzodiazepin) kombiniert.

Eine weitere Besonderheit ist, dass nicht jeder Erkrankte auf jedes Präparat anspricht. 

Was ist Psychoedukation und welche wichtige Informationen müssen diese Psychoedukation beinhaltet?

Psychoedukation ist der Fachbegriff für die zielgerichtete Information, des betroffenen und seiner Angehörigen zu Erkrankung,

Wichtige Informationen bei schizophrenen Erkrankungen sind:

  • Erkrankungsbegriff
  • Ursachen und Auslöser der Erkrankung
  • Symptome der Erkrankung
  • Stoffwechselvorgänge im Gehirn und deren Veränderung während der Erkrankung
  • Behandlung (Medikamentenwirkungen, Nebenwirkungen, weitere Behandlungsmöglichkeiten)
  • Frühwarnzeichen einer möglichen Wiedererkrankung
  • Verhaltensweise bei Frühwarnzeichen

Es wird empfohlen Psychoedukation in der Gruppe durchzuführen. 

Welche Stellung hat die Psychotherapie bei einem Schizophrenen?

Die Psychotherapie unterstützt  die Betroffenen bei der Verarbeitung des in der Akutphase Erlebten und vermittelt Bewältigungsmöglichkeiten. Besonders etabliert haben sich die verhaltenstherapeutischen Behandlungsansätze. Bei diesen Ansätzen geht es darum, dem Betroffenen ein Verständnis seiner Erkrankung zu vermitteln, seine Selbstverantwortung zu stärken, gesunde Anteile zu fördern und die Fähigkeit zur Selbsthilfegruppe.

Ein wichtiger Bestandteil ist das Frühsymptommanagement.

 

Welche Stellung hat die Soziotherapie bei einem Patient mit Schizophrenie?

Die Erkrankung führt oft dazu, dass Kontakt abgebrochen wird und die Betroffenen in komplizierte soziale Situationen geraten. Soziotherapie ist vorrangig auf das Training sozialer Kompetenzen, die Aufdeckung von Hilfs- & Unterstützungsmöglichkeiten sowie die sozialrechtliche Aufklärung gerichtet. 

Wie ist die Defination von Affektivität und in welche 3 Bereiche werden sie aufgeteilt?

Affektivität:

Synonym: Emotionalität; Gemüt

bezeichnet das gesamte Gefühlsleben des Menschen nach seinem hervorstehenden Charakter, seiner Intensität, Ansprechbarkeit, Dauer.

Affektivität ist zusammen  mit seiner Grundaktivität persönlichkeitskennzeichnend (Temperament). Man sagt z.B. einer sei ein fröhliches Gemüt, ein schwermütiger Mensch usw.

Affektive Störungen können in 3 Bereiche eingeteilt.

  • Depressive Episoden
  • Manische Episoden
  • Bipolare Störungen (Manisch Depressiv)

Welches sind die Symptome einer manischen Episode?

In diese Kategorie gehören den Erkrankungen mit einer einzelnen manischen Episode. Die Leitsymptome sind die gehobene Stimmung und der gesteigerte Antrieb.

Symptome:

  • Sorglose Heiterkeit
  • Dysphorischer Gereiztheit
  • Unkontrollierte Erregung
  • Gesteigerter Antrieb
  • Überaktivität
  • Rededrang
  • Vermindertes Schlafbedürfnis
  • Leichtsinnige Geldausgabe
  • Sozial Hemmung
  • Grössenideen,
  • Anomalien der Wahrnehmung
  • Paranoid gefärbte Gedankengänge
  • Beeinträchtigte Konzentration
  • Beeinträchtigte Aufmerksamkeit
  • Beeinträchtigt formeles Denken
  • Körperliche Beschwerden und Bedürfnisse treten in den Hintergrund 

Was ist eine Hypomanie? und welche Symptome tretten auf?

Die Hypomanie ist eine leichte Ausprägung der Mani.

Die Symptome sind dieselben wie bei der Manie, bloss sind sie nicht so stark ausgeprägt. 

Was versteht man unter Manie mit psychotischen Merkmalen? 

Manie mit psychotischen Merkmalen:

Die Manie mit psychotischen Merkmalen entspricht einer schweren Form der Manie.

  • Die Steigerung des Antriebs kann bis zur Gewalttätigkeit gehen
  • Grössenideen können sich zum Grössenwahn steigern
  • Misstrauen zum Verfolgungswahn
  • Wahrnehmungsanomalien zu Halluzinationen.

Die Formalen Denkstörungen können dazu führen, dass eine Kommunikation mit dem Patienten erschwert ist. 

Was sind bipolare Störungen?

Sie sind gekennzeichnet durch einen phasenhaften Krankheitsverlauf bestehend aus depressiven, hypomanen, manischen  und gemischten Episoden. Zwischen den Phasen kommt es typischerweise zu einer vollständigen Remission.

Alle Unterformen der manischen und depressiven Phasen können im Verlauf bipolarer Erkrankungen als Einzelepisode auftreten. 

Nenne Symptome einer Depression?

  • Gefühlsleben, Stimmung: Traurigkeit, Niedergeschlagenheit,
  • Selbstbewusstsein: Schuld- & Versagungsgefühl
  • Antrieb, Aktivität: Hemmung, Interesselosigkeit
  • Denken, Sprechen: Verlangsamtes, gehemmtes oder blockiertes Denken
  • Körperliche: Müdigkeit, Erschöpfung
  • Verhalten: Rückzug, Ängstlichkeit

Psyche: Kleinheitswahn

Nenne Symptome einer Manie?

  • Sorglose Heiterkeit
  • Dysphorischer Gereiztheit
  • Unkontrollierte Erregung
  • Gesteigerter Antrieb
  • Überaktivität
  • Rededrang
  • Vermindertes Schlafbedürfnis
  • Leichtsinnige Geldausgabe
  • Sozial Hemmung

Beeinträchtigte Konzentration, Aufmerksamkeit, formelles Denken

Was ist wichtig bei der Kommunikation mit depressiven Patienten?

  • Entlasten -  Leiden durchtragen helfen
  • Empathie – Verständnis, Nähe vermitteln
  • Akzeptanz – Zulassen von Klage, Klage hat Sinn; Depressive dürfen depressiv sein
  • Hoffnung – Stellvertretend vermitteln; Besserung möglich, braucht Zeit
  • Suizidprävention – offenes Ansprechen, Besserungschance vermitteln.
  • Verstärkung – nicht depressive Äusserungen, positiv verstärken.
  • Kompetenz – Hilfe möglich, Krankheitskenntnis vermitteln
  • Aktivierung – Planung und Besprechen der Tagesstruktur, Aktivitäten
  • Realitätsüberprüfung – Inneres Erleben und Diskrepanz zur Realität, von eigenen Anteilen an Psychodynamik
  • Motivation – zur Änderung depressiogener Faktoren zum Anschauen und Endecken, zu längerfristige Psychotherapie
  • Ruhebedürfnis akzeptieren! 
  • Angehörige - einbeziehen

Étudier